Lichtblick im dunklen Chaos

Das Gespräch mit der Horrorklinik hat mich irgendwie dauerhaft runter gezogen. Immerhin komme ich zu der Erkenntnis, dass ich nicht wirklich los lassen kann. Somit die Klinik für mich zumindest im stationären Rahmen nicht mehr in Frage kommt. Nur doof, dass es die einzige Klinik ist, die mich im Akutfall behandeln darf. Was mich weiter ankotzt.

Ich merke auch, dass ich Schutzmechanismen habe, die andere vor den Kopf stoßen. Zum Beispiel eben das Tag ist gut, mir geht es gut, das Leben ist schön und ich kann mich glaubhaft von Suizidgedanken distanzieren. Es gibt aber mir Sicherheit. Oder auch Fragen mit eigenartigen Kommentare kommentieren. Bsp: Frau Verstoert Sie sollten eine Therapie machen. Antwort: Ja, aber ich bin doch schon vom weltbesten Therapeuten behandelt worden! Für mich eine Art des Umgangs damit. Klar stehe ich mir damit selbst im Weg. Aber sonst würde ich wohl ganz daran zerbrechen?

Frau Sonnenschein sagte letzte Woche zu mir, dass Wunderärztin das wohl weiter mit mir besprechen würde. Ich bin gespannt, denn eigentlich weiß ich, dass Wunderärztin sich da auf Frau Sonnenschein verlässt?

Immerhin gibt es wegen einer Therapie Lichtblicke. Die Chefin der Organisation, bei der ich vor Kurzem war, hat eine ambulante Therapeutin gefunden, außerhalb ihrer Organisation, die mich eventuell behandeln würde.

Dort habe ich auch schon angerufen und sie hat zurück gerufen und wir haben einen Termin für ein Erstgespräch gemacht. Sie klang sehr nett. Hatte auch kein Problem damit, dass meine Betreuerin mit kommt. Sie war an dem Punkt paranoide Persönlichkeitsstörung ein wenig komisch und bei dem „schädlichen Umgang mit Benzos“. Meine Betreuerin meinte zu dem schädlichen Umgang mit Benzos, dass ich an sich sehr verantwortungsvoll mit meinem Schlafmittel umgehe. Der Therapeutin habe ich auch gleich gesagt, dass es eben nur das Schlafmittel ist und ich Tavor und Konsorten ablehne.

Irgendwie freue ich mich darauf. Stecken sicherlich auch Hoffnungen mit drin. Problematisch wird, dass die Therapeutin keine Kassenzulassung hat. Was dann heißt, ich muss ins Kostenerstattungsverfahren. Meine Krankenkasse hat vor längerem mal signalisiert, dass man mir auch eine Therapie bei jemand ohne Kassenzulassung bewilligen würde. Ich überlege nun, ob es sinnvoller ist, erst bei der Krankenkasse nach zu fragen oder eben Therapeuten anzurufen, von denen ich weiß, dass sie mich nicht nehmen werden. Wobei ich eine Absage schon schriftlich habe.

Ganz große Sorge macht mir der Punkt Suizidalität. Wird sie mich deshalb ablehnen? Mir erst zu einer stationären Therapie raten? Immerhin wäre ich bereit weiter mein Sätzchen runter zu rattern. Was ja auch nicht immer so war.

 

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