Es ist so weit

Ich plane ja einen Klinikaufenthalt. In der Klinik stehe ich seit März/April auf der Warteliste. Der Versuch da drauf zu kommen startete bereits im Februar. Und man nimmt mich trotz Medikamentenabhängigkeit.

Nun habe ich es letzte Woche endlich mal geschafft, mir die Klinik mal anzusehen. Dort kann man sich jederzeit einfach die Klinik ansehen. Ich war gespannt und dachte mir, mehr als weg schicken, kann mir nicht passieren.

Ich war sehr angenehm überrascht. Das Personal war mehr als sehr nett. Das kenne ich aus der Klinik vor Ort gar nicht. Mich hat ein Ex-Mitpatient begleitet, der ebenfalls sehr angetan war.

An sich wäre es mir wichtig gewesen, dass ich halbwegs einen Termin bekomme. Denn es hieß im Frühjahr nur, ab Juli/August und ich bekomme etwa eine Woche vorher telefonisch Bescheid. Die Dame meinte letzten Woche, dass es eher Ende Juli/Anfang August werden könnte.

Ende letzter Woche klingelte dann das Telefon, man könnte mich nächste Woche aufnehmen. Es machte sich leichte Panik breit und man beruhigte mich, ich soll mir das eine Stunde überlegen und dann noch mal anrufen.

Ich habe mich dann dafür entschieden. Denn die Entscheidung wird mir auch Ende Juli nicht leichter fallen. Und ich möchte ja auch die Sommerhitze in meiner Dachgeschosswohnung umgehen. Somit habe ich zugesagt.

Ich schwanke zwischen Panik, Panik, Panik. Habe natürlich auch Angst. Wobei klar das Thema DBT und Skills auch dabei sein wird und ich mit Beidem eher wenig anfangen kann. Der Hauptbestandteil aber eine andere Therapieform ist.

Nun saß ich da und musste Koffer packen. Kein wirklich einfaches unterfangen. Dort gibt es aber immerhin eine Waschmaschine. Aber ich kenne mich ja. Ich mache das anderswo nicht soo gerne. Ich werde aber definitiv zu viel Sachen dabei haben. Und ich wäre froh, das Zeug wäre aus dem 4.Stock schon unten und vor allem in 8 Wochen wieder hier oben.

In dem Rahmen habe ich dann auch diverse Listen ausgedruckt. Welche Medikamente ich bisher genommen habe, wer mich wann wo behandelt hat usw. Die Listen führe ich schon länger und sie sind immer hilfreich. Die habe ich damals von meinem alten PC auf einer externen Festplatte gespeichert und irgendwann auf meinen jetzigen PC gezogen. Beim Sortieren stellte ich fest, dass ich ja auch irgendwann Tagebuchkarten selbst gemacht hatte. Die Vordrucke fand ich immer doof. Die Klinik vor Ort arbeitete mit meinen Vordrucken.

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich die Dinger noch mal brauchen werde. Ich habe sie aber nun gesucht und ausgedruckt. Besonders erfreut bin ich nicht darüber, sie evt. wieder nutzen zu müssen. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, wenn ich konstant darüber nachdenke, ob es mir schlecht geht oder gut geht, dann geht es mir eher schlechter. Manchesmal möchte ich einfach nicht hinterfragen, wie es mir geht.

Somit werde ich die nächste Zeit mit Sicherheit hier nicht schreiben. Ok so viel schreibe ich eh nicht mehr – sorry. Hat aber jemand Interesse an einem Erfahrungsbericht?

Lebenszeichen oder so

Eigentlich sollte ich hier schon lange der Monatsrückblick für Februar stehen. Bald auch der für März. Aber irgendwie bekomme ich es nicht wirklich auf die Reihe.

Mein Wunschaufenthalt in der Psychiatrie war Thema für sich. Es blieb bei den geplanten 10 Tagen, die ich schlussendlich Wunderärztin und Frau Sonnenschein zuliebe durch gezogen habe. Ich war mehrfach gedanklich dabei meine Koffer zu packen.

Ausschlaggebend für den Aufenthalt war für mich vor allem der Hinweis, dass ich dann ja jemand zum Reden hätte. Die Illusion wurde mir recht bald genommen. Es gab pro Woche ein Gespräch mit der Therapeutin von 25 Minuten. Was ich für verschwindend gering halte. Ich kam schon beim ersten Termin nicht hin. Denn bis ich auf die gestellte Frage geantwortet hatte, waren wir bei 50 Minuten.

Bezugspflegegespräche waren auch nur jeweils 25 Minuten. Eines pro Woche. In Krisensituationen wären die Gespräche auf mit der Bezugspflege auf 10 Minuten begrenzt gewesen. Das habe ich mir dann gleich geschenkt, weil ich es nicht schaffe, mein Gefühlschaos in 10 Minuten zu erklären. Wobei bei den Gesprächen wahrscheinlich nach 5 Minuten die Skillsschublade aufgezogen worden wäre. Sprich mir wäre geraten worden, was ich nun an Skills machen kann. Mich ablenken hilft mir aber nicht dabei meine Probleme zu lösen.

Ich habe sowohl bei der Therapeutin, wie auch bei der Bezugsschwester klar angesprochen, dass mir das nicht reicht. Ja das sei halt so. Und das sei alles bei jedem so. Nur doof, wenn andere Patienten anderen Patienten erklären, dass es ein Therapeutengespräch von 50 Minuten pro Woche gibt. Doof ist auch, wenn Mitpatienten erzählen, dass sie gerade eine Stunde mit einer Schwester geplaudert haben.

Von der Therapeutin gab es die Hausaufgabe, dass ich aufschreiben sollte, welche Bedürfnisse ich an eine neue Betreuerin hätte. Ich frage mich und das leider bis heute, warum ich Bedürfnisse formulieren soll, wenn gerade Menschen aus dem professionellen Bereich genau entgegengesetzt handeln. Damit habe ich den Aufsatz auch eingeleitet. Das wäre auch der Punkt gewesen, an dem man hätte arbeiten müssen. Statt dem wurde auf die Uhr gesehen, dass wir auch ja die 25 Minuten nicht überschreiten und dann wurde mir gesagt, wie toll ich doch meine Bedürfnisse formuliert hätte.

Ich weiß, wie es war, als ich im letzten Jahr gegenüber meiner Betreuerin mehrfach mein Bedürfnis geäußert habe, dass ich mit der Situation nicht umgehen kann, dass sie mir helfen soll. Was hat sie gemacht? Sachen, die ich ihr anvertraut habe, gegen mich verwendet. Ich weiß noch, wie es war, als ich dem Chef der betreuenden Organisation gegenüber meine Bedürfnisse geäußert habe und er mir versprach, dass er sich darum kümmert und mir am nächsten Tag mitteilte, dass er genau das Gegenteil macht und noch dazu behauptet, ich hätte das so verlangt. Komisch nur, dass Frau Sonnenschein, die bei dem gemeinsamen Gespräch dabei war, es genauso gehört hat, wie ich mich erinnere. Und ich weiß, wie die Klinik damit umging und noch umgeht, dass es mein Bedürfnis ist, zu verstehen, was bei dem Klinikaufenthalt 2009/2010 gelaufen ist. Dazu habe ich bis heute keine Auskunft, beziehungsweise ich darf darüber nicht mehr sprechen.

Wie kann man erwarten, dass ich Bedürfnisse formuliere, wenn man selbst meine Bedürfnisse mit Füßen tritt? Ich hatte ja der Therapeutin gegenüber das Bedürfnis geäußert, dass ich eindeutig mehr Gespräche bräuchte. Beziehungsweise mir eben 10 Minuten Krisengespräche nicht reichen.

Der Arztbericht war dann der Hammer. Meine Mutter ist ein Jahr und einen Monat später gestorben. Faszinierend das argumentiert wurde, man habe alte Dinge nur kopiert. Bei Copy und Paste stünde da was anderes. Ganz klar war auch, dass ich dabei bin Pflegestufe zu beantragen, um damit die Haushaltshilfe zu finanzieren. Im Arztbericht stand dann, dass ICH 3 Stunden die Woche als Haushaltshilfe arbeite. Hat man mir eigentlich zugehört? Wenn man die Zeiten schon so limitiert, dann würde ich mir zumindest wünschen, dass man mir zuhört.

Die Bezugspflegegespräche sollten an sich darum gehen, dass ich einen Plan für den Haushalt erstelle. Mit meiner Haushaltshilfe klappt das nämlich nicht wirklich. Das sie 3 Stunden dazu braucht, zwei Böden zu kehren, die beiden Böden zu saugen, in zwei Zimmern vorne herum ein wenig zu saugen, den Flur zu saugen, in Badewanne und Waschbecken massig Reinigungsmittel zu kippen und oberflächlich sauber zu machen und dann noch Küchenboden, Badboden und Hausflur zu putzen – das kann es nicht sein. Und das riss leider immer mehr ein.

Im ersten Gespräch kamen wir dazu nicht. Im zweiten Gespräch klärte mich die Schwester umfangreich darüber auf, was sie machen würde und erläuterte mir umfangreich den Stand vor dem Aufenthalt. Ich war aber schon weiter, da ich auch hier die Hausaufgabe, die lautete, machen Sie mal einen groben Plan, gemacht hatte. Und ihr Monolog durfte auch nicht unterbrochen werden. Bei jedem Versuch kam nur, ich soll sie ausreden lassen.

Mit den Mitpatienten war es auch eher Thema für sich. Einer, der ein Problem mit mir hatte, dem ich aber immer gut genug war, wenn er mich brauchte, argumentierte mir gegenüber, man würde sich an dem und dem stören – das würden die anderen auch sagen. Ich fragte mich innerlich, warum man mir das nie gesagt hat. Habe mich dann aber eben distanziert.

Ach ja, mit der Pflege gab es im Vorfeld die Absprache, wenn ich mich abkapsle, dann soll man mich ansprechen. Fiel noch nicht mal auf, dass ich auf einmal nur noch alleine war.

Ich für mich kann mittlerweile benennen, wann ich angefangen habe dicht zu machen und warum. Was für mich ein großer Fortschritt ist. Trotzdem weiß ich nun, dass das Setting, dass die Klinik anbietet, eben nicht mein Ding ist.

Seit kurz vorm dem Aufenthalt ist Persönliches Budget Thema. Der Kostenträger gibt grundsätzlich sein Ok. Allerdings muss ich vor Antragsstellung erst mal eine Betreuerin finden. Was sich als mehr als schwierig erweist. Es gibt keine offizielle Liste. Auf der inoffiziellen Liste stehen vor allem Männer drauf. Die Frauen nehmen zum Teil niemanden oder haben mich abgelehnt oder ich habe sie abgelehnt.

Ich suche nun natürlich nach Möglichkeiten. Laufe dazu von Pontius zu Pilatus. Keiner weiß was, keiner kennt jemand und so weiter. Psychosoziale Betreuung für psychisch Kranke kennt man hier kaum. Es sei denn, man geht über eine Organisation, was ich ja nicht mehr möchte.

Mit meiner neuen Betreuerin werde ich auch nicht warm. Sie macht mir Angst und ich vertraue ihr nicht. Ich sitze im Endeffekt meine Zeit bei ihr ab, bzw. habe die eben auch minimiert. Wichtige Dinge erledige ich alleine. Mehr schlecht als recht. Hauptsache ich muss mich ihr nicht anvertrauen.

Pflegestufe ist bewilligt worden, was mir zu denken gibt. Ohne Probleme beim ersten Anlauf. Die Haushaltshilfe kann ich darüber nicht finanzieren, sagte die Gutachterin. Der Kostenträger vom Betreuten Wohnen, der die Kosten zur Zeit trägt, sagt aber, dass das geht und er das einfach macht.

Momentan ist mir das alles zu viel. Vieles hätte früher meine Betreuerin aufgefangen. Die vorletzte. Die letzte hätte mich wohl nur ausgelacht?

Die Gedanken drehen sich wieder viel um Anna. Und um die letzte Betreuerin. Beide haben den selben Vornamen. Ich habe mal gesagt, ich würde mir ein T-Shirt bedrucken lassen, auf dem vorne drauf steht: Annas Spielzeug und auf der Rückseite ein Mülleimer zu sehen ist, in den man mich rein schmeißt mit den Worten: Mist kaputt – Ach egal! Denn das würde es einfach treffen.

Momentan würde ich mir einfach wünschen, dass mal was klappt. Aber irgendwie klappt gerade mal wieder nichts. Noch dazu gehe ich beim kleinsten an die Decke. Momentan ist es mein Vater.

 

 

 

 

 

 

 

Horrorklinik wird zur Wunschklinik

Ich habe beschlossen, mich stationär aufnehmen zu lassen. Da ich nun mal in Hessen lebe und deshalb unter die hessichen Regelungen falle, ist ja nur die Klinik vor Ort im Krisenfall zuständig. Wie ich dank Wunderärztin weiß, würde mich die andere Klinik wohl auch nicht einfach so mal aufnehmen. Evt. über Warteliste. Im Akutfall aber wohl nur über die Polizei. Die hier nicht ins Haus kommt, weil die Haustür ja ganztägig abgeschlossen ist. Was mich gerade ziemlich ankotzt. Und im Ernstfall dann auch die Vermieter informiert wäre. Ich stelle es mir weniger lustig vor, wenn die Polizei hier war, die dann wohl einen RTW kommen lässt und wenn die mich abholen, mich mein Vermieter im Hausflur anhält, um mir mitzuteilen, dass er ja das Recht hat, Zugang zu meiner Wohnung zu bekommen, falls sie auf den Speicher wollen.

Außerdem komme ich sehr schlecht in die andere Klinik. Irgendwie fährt da zwar ein Bus. Da muss man aber umsteigen und das ist alles sehr kompliziert und so. Und vor allem komme ich da nicht weg. Somit also Horrorklinik. Wobei es mir mies genug geht, dass ich den Weg überhaupt gehe. Ok den Weg einer geplanten Aufnahme und ich sitze nun hier und warte auf den Anruf, dass ich am nächsten Tag aufgenommen werden kann.

Wunderärztin hat gesagt, sie ist mir dankbar, dass ich den Weg gehe. Das ich den Weg freiwillig gehe. Wobei sie darauf geachtet hat, dass ich dem Oberarzt nicht in die Finger falle. Der hat mittlerweile nur noch eine offene Station. Und er macht auf den zwei Stationen, für die ich nun auf der Warteliste stehe, auch keine Vertretung.

Leider musste ich zustimmen, mich auf die Station aufnehmen zu lassen, auf der ich 2009/2010 war. Damals hatte ich mich verzweifelt bemüht, mit dem Team warm zu werden, was letztendlich gescheitert ist. Was leider aber nicht nur an mir lag. Gut aufgehoben fühlte ich mich dort nicht.

Ich sehe es aber als neue Chance. Wobei meine Ziele auch andere sind. Ein wenig aufpäppeln. Länger als 7-10 Tage will ich auf keinen Fall bleiben. Also reine Krisenintervention. Wobei das „Programm“ eher mau sein wird. Denn die Pflege dort ist unterbesetzt und die arbeiten teilweise alleine. Sprich eine Krankenschwester für mindestens 20 Patienten. Somit finden wohl auch nicht wirklich viele Gespräche statt.

Auf der einen Seite hat sich mit der Entscheidung für den Klinikaufenthalt eine Art Erleichterung eingestellt. Auf der anderen Seite macht es mir enorm viel Angst. Werde ich mit dem Team zurecht kommen? Werde ich aufgefangen werden oder wieder mir selbst überlassen werden? Auf was muss ich achten, damit man mich nicht wegsperrt? Immerhin kannte man mich früher. Heute kennt mich dort kaum noch einer. Oder es werden alte Geschichten aufgewärmt.

Ganz schwer war es, meinem Umfeld davon zu erzählen. Der Kollegin, die ich so mag. Meiner Oberchefin, die mich gebeten hat, was für sie zu machen. Was aber eben gerade nicht geht. Und meiner Chefin. Mal abgesehen von meinem Bruder und meinem Vater.

Wie ich Der Neuen das erzählen soll, weiß ich auch nicht so recht. An sich will ich nicht, dass sie es weiß. Oder will ich es doch, weil es zeigt, wie mies es mir geht? Wobei sie mich zu wenig kennt, um den Ernst der Lage erkennen zu können. Momentan tendiere ich dazu, im Büro einfach am Abend vor der Aufnahme auf den Anrufbeantworter zu quatschen. Das ich eben den nächsten Termin nicht wahrnehmen kann, weil ich vorerst stationär untergebracht bin.

Momentan geht es mir ein wenig besser. Wobei ich auch alles mögliche ausblende. Und den letzten Termin mit meiner Neuen Betreuerin auch abgesagt hatte. Wobei ich bis heute nicht weiß, wie ich die Termine mit ihr dauerhaft auf die Reihe bekommen soll. Denn ich lebe nun mal einen verschobenen Tagesrhythmus, der mir auch gut tut, der aber nicht mit ihren Arbeitszeiten kompatibel ist. Sie schlug mir für diese Woche Termine um 8 Uhr morgens vor. Da ich morgens auch Zeit zum Anlaufen brauche, heißt das für mich zwischen 5.30 Uhr und 6 Uhr aufstehen. Was ich auf Dauer nicht schaffen werde.

Ansonsten bin ich generell ziemlich durcheinander. Ich versuche seit Samstag meinen Koffer zu packen. Passend für 10 Tage. Immerhin habe ich mittlerweile einen kleineren Koffer. Bisher benutzte ich einen riesigen Koffer. Nur bringe ich alles in den kleineren Koffer rein? Und wie werde ich den aus dem 4. Stock nach unten bringen?

Und ich habe konstant ein Angstgefühl. Bitte lieber Gott lass den Aufenthalt gut verlaufen lassen!

Rückblicke oder so

Eigentlich sollte seit Anfang Dezember hier ein Monatsrückblick für November stehen. Eigentlich sollte seit Anfang Januar ein Monatsrückblick für Dezember stehen. Eigentlich fehlt auch noch ein Jahresrückblick.

Zumindest den Jahresrückblick könnte ich in wenigen Worten wieder geben. Ich habe alles verloren, für was ich 2015 gekämpft habe. Ich hatte nach fast 10 Jahren Psychokarriere das erste Mal eine Phase die halbwegs gut und mit Perspektiven behaftet war. Mittlerweile bin ich psychisch in einem schlechteren Zustand, als nach dem letzten Klinikaufenthalt. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist.

Anfang November teilte mir meine Betreuerin ja mit, dass sie Ende Januar in den Mutterschutz geht. Begleitet von Hinweisen, dass für sie ja eine neue Kraft eingestellt wird. Eine Woche später teilte sie mir, freudestrahlend mit, dass es bereits ab Januar eine neue Betreuerin für mich gibt. Nannte mir den Namen und ich dachte nur, bitte nicht. Außerdem fühlte ich mich abgeschoben, weil sie so freudig war, mich schneller los zu werden.

Der Wechsel prägte den Rest der Betreuung. Und leider auch das Leben drum herum. Selbst meine Chefin sprach mich an, dass ich mies aussehe. Sonst kann ich das ja meistens ausblenden.

Im Laufe der restlichen Betreuung habe ich den Datenschutzrichtlinien widersprochen. Da wurde ich dann richtig zum Problem. Denn damit mache ich ja Arbeit. Und ganz wichtiger Punkt war auch die Supervision. Ich weiß bis heute nicht, was meine persönlichen Daten in der Supervision zu suchen haben. Somit war ein Gespräch mit der Leitung nötig. Dem ich auch zustimmte, in der Hoffnung, man hilft mir mit dem Betreuerwechsel, der für mich immer mehr zum Problem wurde.

Das Gespräch fand im Beisein von Frau Sonnenschein statt. Zusammengefasst musste ich den Datenschutzrichtlinien zustimmen, weil sonst keine Betreuung möglich wäre. Man fand mich misstrauisch und keine Ahnung. Auch weil ich doch tatsächlich Akteneinsicht möchte, was mir ja rein rechtlich zusteht und ebenfalls in den Datenschutzrichtlinien drin steht, die ich unterschreiben musste.

Ganz großes Problem am Betreuerwechsel war ja auch, dass ich die Neue vorher kennen lernen wollte. Was mir ja immer wieder verweigert wurde. Bzw. wurde mir gesagt, dass es ja vorher sei, wenn ich die Neue nach dem Betreuungsbeginn kennenlerne.

Der Leiter meines BeWos versprach mir dann, dass ich die Neue vor Weihnachten kennenlerne, aber die Betreuung erst ab Januar beginnt. Obwohl er nicht verstehen konnte, warum ich die Neue vorher kennenlernen möchte. Er meinte aber, zwei Meinungen können ja nebeneinander Bestand haben. Ich habe das damit kommentiert, dass er ja aber die Macht hat, seine Meinung durch zu setzen. Dem stimmte er zu.

Am selben Tag fand dann noch die Betreuung statt. Ich vertraute meiner schwangeren Betreuerin mit, dass für mich das Tempo ein ganz großes Problem wäre. Erst urplötzlich schwanger und die Ankündigung sie sei bis Ende Januar meine Betreuerin und die Woche drauf schon eine neue Betreuung für früher habe.

Was ich immer wieder klar formuliert habe, dass ich die Situation auf Weihnachten nicht wollte. Da man ja soo sehr Wert auf den fachlichen Austausch legt (deshalb sollte ich ja den Datenschutzrichtlinien zustimmen), müsste man eigentlich wissen, wie schwierig Weihnachten generell für mich ist. Das ich in der Regel zwischen Oktober und im schlimmsten Fall März zu nix zu gebrauchen bin.

Am nächsten Tag klingelte das Telefon. Der Leiter des BeWo. Man habe am Abend vorher noch zusammen gesessen und die Neue hätte die Betreuung ab dem Vorabend übernommen. Ich brach heulend am Telefon zusammen. Der Leiter konnte das gar nicht verstehen, weil das doch genau meinen Wünschen entsprechen würde. Ich hab das Gespräch beendet, weil ich kein Wort mehr durch mein Heulen verstand. Danach war er für mich nicht erreichbar und ab dem Tag danach im Urlaub.

Frau Sonnenschein und Wunderärztin, die mich dann beide nacheinander heulend am Telefon hatten, sind auch recht sauer über das was da passiert ist. Sind sie immer noch. Frau Sonnenschein wollte wohl, wie ich später erfuhr, den Leiter anrufen, weil in ihrem Beisein ja was anderes besprochen wurde. Was sie aber nicht tat. U.a. weil ich ihr mitgeteilt hatte, dass er im Urlaub ist. Was ich im nach hinein aber passend empfunden hätte, damit man auch mal sieht, dass andere es wie ich sehen.

Die Neue hatte ein wenig Probleme einen Termin mit mir zu finden. Sie wollte mich anrufen. Was aber nicht klappte. Dann kam eine Mail mit einem Terminvorschlag, von dem an sich hätte bekannt sein müssen, dass ich da nicht kann.

Angeblich, so hatte mir die Leitung das am Telefon mitgeteilt, sollte dann auch eine Übergabe statt finden. Den ersten Termin mit der Neuen hatte ich Anfang Dezember. Zur Übergabe kam es dann Anfang Januar – also vier Wochen später.

Ich habe meiner alten Betreuerin einen Brief geschrieben, den ich bei der Übergabe vorlesen wollte. Auf gutes Zureden anderer und weil Frau Sonnenschein meinte, eine schwangere Frau müsste man schützen, habe ich eine freundlichere Fassung aufgesetzt. In der ich eben erklärte, wie ich mich gefühlt habe in einigen Situationen.

Die Neue fand mich unmöglich, weil ich ja nur Vorwürfe mache usw. Auch findet sie es unmöglich, dass ich versucht habe, die Schweigepflichtentbindung entzogen habe und den Datenschutzrichtlinien für das andere Team zu widersprechen. Ohne meiner Zustimmung sei keine Betreuung möglich und ich sei zu misstrauisch.

Fertig vorgelesen habe ich somit auch nicht. Meine alte Betreuerin gestaltete ihre Übergabe so, dass sie drei Punkte nannte, die man ihrer Meinung nach für 2016 erreichen müsste. Aber nichts über mich oder so. Die Neue (ich glaube das ist nun ihr Synonym) meint, sie will mich selber kennen lernen. Ich finde ja, ein paar Infos wären nicht schlecht. Aber das liegt nicht in meiner Macht.

Auf meine Frage, was sie denn mit mir in dem halben Jahr erreicht hat, konnte sie mir keine Antwort geben. Ich schlussfolgere aus ihrem Schweigen, dass wir alles was im Hilfeplan steht, erreicht haben?

Die letzten Wochen mit ihr waren geprägt durch meine Fragen. Ich habe sie verzweifelt angebettelt, dass sie mir hilft mit der Situation umzugehen. Sie hat hauptsächlich geschwiegen und mich darauf hingewiesen, dass sie selber entscheiden kann, wann sie wem wie die Schwangerschaft mitteilt. Ich hätte gerne die Entscheidung, wem ich vertraue, für mich selber entschieden. Immerhin haben sich die Bedingungen für die Betreuung im August (ich vermute eher im Juli schon – also 6-8 Wochen nach Betreuungsbeginn) geändert. Nur das ich davon nichts wusste.

Ich habe mich ihr anvertraut. Habe mein Leben transparent gehalten. Manche Dinge wurden (bewusst?) gegen mich verwendet. Man hat mich mir selbst überlassen. Im Hilfeplan steht was von psychischer Stabilität. Aber sie hat mich in allen Krisensituation während der Betreuung abgewiesen.

Ich habe teilweise heulend vor ihr gesessen und sie hat es nicht interessiert. Sie hat, bei einem Termin bei Wunderärztin, meine Selbstverletzungen gesehen und es hat sie scheinbar nicht interessiert. Ich empfinde, dass sie das wollte und das ihr Ziel war. Fehlt nur noch der Suizid.

Ich kann nicht mehr und weiß nicht weiter. Die Neue ist nicht mein Ding. Noch dazu hat sie Arbeitszeiten, die mit meinem Tagesrhythmus nicht zusammen passen. Ich lebe einen verschobenen Tagesrhythmus und seit dem ich den bewusst lebe und dazu stehe, geht es mir psychisch auch besser. Da ich es nicht schaffe, früher ins Bett zu gehen, wird das zum Problem werden. Und früher ins Bett gehen habe ich nun in den letzten Monaten mehrfach versucht. Es klappt einfach nicht. Ich überlege nun, meinen Tagesrhythmus noch mal komplett umzuschmeißen und eben von 15 bis 22 Uhr zu schlafen.

Ich finde es schade und auch verletzend, dass eine Organisation, die sich um psychisch kranke Menschen kümmern sollte, so handelt. Es verletzt mich, dass sich keiner mit mir auseinander setzt. Ich habe keine Wunder erwartet. Aber Schweigen, Schweigen, Schweigen und ab und an mal die Worte: Das ist nicht so ohne weitere Erklärungen, hat mir nicht geholfen.

Ich liebäugle mit einem Klinikaufenthalt. Sogar in der Horrorklinik. Auch hier überwältigen mich aber immer wieder die schlechten Erinnerungen. Was wird mit mir passieren dort? Wobei ja keiner am Ist-Zustand der Situation was ändern kann. Leider weiß ich auch, dass die personelle Situation in der Horrorklinik gerade mehr als bescheiden ist. Eine Pflegekraft pro Schicht für über 20 Patienten. Ich hätte wieder keinen Ansprechpartner.

Wie wird der Oberarzt reagieren? Wie wird man generell reagieren? Wie werde ich reagieren? Kann ich mich davon trennen, nicht nur bockig (resultierend aus den Erfahrungen in dem Haus) zu reagieren?

Im Dezember habe ich nur durch gehalten, weil mein Bruder Geburtstag hatte und ich ihm den Geburtstag nicht verderben wollte. So ging es auch auf Weihnachten zu. Btw. eines der miesesten Weihnachtsfeste. Im Januar habe ich jemand meine Hilfe bei was versprochen. Dort war ich nach dem Übergabegespräch verabredet. Wäre das nicht gewesen, hätte ich mir umgehend nach dem Übergabegespräch das Leben genommen.

Und ganz schwer ist es zu ertragen, dass sowohl Frau Sonnenschein, wie auch Wunderärztin und mein ambulanter Kontakt bei der Telefonseelsorge gerade nicht weiter wissen. So oft wie die letzten Wochen habe ich auch noch nie mit der Telefonseelsorge telefoniert. Die mir ebenfalls sagen, dass das was in mir vorgeht, auch für Gesunde schwierig wäre.

Monatsrückblick Oktober 2015

Der Monat Oktober fing an sich ereignisreich an. Ich habe die Feierlichkeiten rund um den 3. Oktober in Frankfurt besucht. Einmal bereits am Freitag, mit meiner Familie und dann noch mal am Sonntag alleine.

Mit meiner Familie war eher stressig, da das ganze sehr von den Wünschen und Vorstellungen meines Vaters geprägt war, der seinen Kopf durch setzen wollte und es teilweise eben auch getan hat. Was aber halt nicht immer geht, wenn man als Gruppe unterwegs ist.

Sonntag war dann irgendwie ganz nett. Ok ich wusste vorher, wo ich in etwa hin wollte. Habe mir auch Sachen angesehen, für die am Freitag eben keine Zeit war, bzw. eben kein Interesse meiner Familie bestand.

Immerhin war ich an den Tagen mal halbwegs wieder gesund gewesen und lag danach wieder flach. Was äußerst anstrengend war und sich an sich auch bis die Woche zieht. Ok momentan bin ich körperlich relativ fit und die Husterei hält sich in Grenzen.

Somit lag dann auch fast alles wieder brach. Immerhin „durfte“ ich meine Therapeutin sehen. Heute denke ich, ich durfte nur kommen, weil sie mich möglichst schnell los werden wollte? Wir haben darüber gesprochen, dass der Gutachter eben die Therapie abgelehnt hat. Als Gründe wurden genannt, dass eben die Prognosen zu schlecht seien. Und das der stationäre und ambulante Rahmen ausgeschöpft seien.

Für die Erkrankung, für die die Therapie beantragt wurde, habe ich weder stationär noch ambulant bisher eine Therapie gemacht. Deshalb verstehe ich den Punkt nicht wirklich. Der Gutachter rät wohl zu einer Psychoanalyse. Bisher konnte mir aber keiner wirklich erklären, welchen Sinn diese hat. Man hat 3-4 Termine in der Woche und erzählt dann einem Therapeuten irgendwas. Ein Dialog findet aber nicht statt. Und genau den brauche ich.

Mich frustriert das enorm. Ich habe versucht bei der Krankenkasse was zu erreichen, wurde aber im Endeffekt damit abgespeist, nur meine Therapeutin kann einen Widerspruch einreichen. Meine Therapeutin findet aber nun wohl die Psychoanalyse am Besten für mich. Will sie mich los werden?

Btw. ich habe die Krankenkasse gefragt, wo ich im Akutfall hin kann, wenn die Klinik vor Ort ausscheidet. Die haben mir allen Ernstes eine Tagesklinik empfohlen (ach ja, natürlich in der Horrorklinik). Nur darf mich eine Tagesklinik mit akuter Suizidalität nicht behandeln. Ist ja eine Haftungssache. Und die Erfahrung habe ich bereits hinter mir.

Mein erster Klinikaufenthalt, wenn auch nur teilstationär. Damals als alles begann. Man drohte mir regelrecht, dass ich ja nicht über Suizidalität sprechen darf. Noch nicht mal im allgemeinen. Man malte mir aus, wie schlimm dann alles sei usw. Ich habe damals schweigen gelernt. Etwas, was ich mittlerweile nicht mehr könnte. Bzw. sehe ich wenig Sinn in einer Behandlung, die im Endeffekt auf Lügen beruht.

Gedankenwirrwarr

Mal wieder durcheinander und ich weiß nicht wirklich warum.

Diagnostik ging letzte Woche weiter. Zumindest habe ich (bisher) keine negativistische Persönlichkeitsstörung. Da fiel ich raus. Wobei ich einige Fragen nur so beantworten konnte, wie ich sie beantwortet habe, weil sich da meine generelle Einstellung geändert hat.

Eine Online-Bekannte hat am WE ihr drittes Kind bekommen. Ich freue mich durchaus für sie. Aber mir gehen klar auch Gedanken durch den Kopf, dass ich mir meinen Kinderwunsch abschminken kann.

Thema ist sowohl bei Frau Sonnenschein, wie auch bei Wunderärztin ansonsten Patientenvereinbarung. Vielleicht liest hier jemand mit, der bereits eine hat? Ich scheue ja noch davor. Stellte die Woche auch die Frage in den Raum, wie weit die rechtlich bindend ist. Denn es geht ja darum, so Situationen, wie beim letzten Klinikaufenthalt zu vermeiden.

Endergebnis an sich, die Klinik ist in allen Fällen fein raus, falls wieder was schief läuft. Denn die Klinik kann ja jederzeit sagen, dass das eben nicht möglich war. Also das nicht möglich war, was vorher mit ihr schriftlich vereinbart wurde.

Generell finde ich es eh nun ja zum Kotzen, dass schriftliche Dinge fest gehalten werden müssen, die selbstverständlich sein sollten. Die zum Teil auch in Psychiatrieratgebern stehen.

Und ganz besonderes Highlight: Wunderärztin und Frau Sonnenschein sollen/wollen das mit mir gemeinsam machen. Wunderärztin ist aber nur Ambulanzärztin. Nun meinte man zu mir, man setzt mit mir so ein Ding auf und dann legt man es den Stationen vor und die sollen noch ihr ok geben. Ich sehe hier kommen, dass der Oberarzt nur lacht und sagt, dass geht nicht. Mit dem Unterschied, dass aus dem Ding ja auch klar meine Ängste hervor gehen. Somit Angriffsfläche biete. Sprich, die wissen dann, mit was man mich bestrafen kann.

Frau Sonnenschein tendiert eh eher zu einem Vordruck. Ich habe mir mal Vordrucke angesehen. Das meiste würde in der Klinik vor Ort gar nicht gehen, weil die Gegebenheiten eben nicht gegeben sind.

Betreuerin meinte mal dazu, ich hätte nichts zu verlieren. Ich habe ganz große Sorge, dass wieder was schief läuft… und ich dann wieder falle. Woher soll denn Vertrauen kommen? Btw. warum muss ich ehrlich zu Menschen sein, die mich zum Teil offen (und nachweisbar) angelogen haben?

Heute erzählte mir die Vertretung meiner Betreuerin, dass eine Ärztin, die ich auch kannte, gestorben ist. So alt war die doch noch gar nicht. Die lernte ich bei meinem ersten Aufenthalt in der Tagesklinik kennen. Sie war für mich der erste Mensch in dem Rahmen, dem ich vertraut habe. Auch einer der Menschen, der mich bitter enttäuscht hat. Immerhin war sie der Meinung, meine ach so schlimme Essstörung, die bis dahin niemand interessiert hatte, sei schlimmer als Borderline. Btw. stellte im Endeffekt sie die Borderline-Diagnose.

Fakt ist, sie wechselte irgendwann die Klinik. Leider nur in das nächste Haus, welches mich evt!!! aufnehmen würde müssen. Ein Grund für mich, da nie Patientin sein zu wollen. Anna wechselte später auch dort hin. Anna wird wohl noch da sein. Aber immerhin hätte ich das Problem mit der Ärztin los? Öffnet sich da gerade eine neue Tür?

Heute wollte ich zum Sport und habe verschlafen. Mein Körper fordert wohl gerade alles mögliche ein. Ich bin gespannt.

Das Gedankenkarussell dreht sich weiter

Irgendwie habe ich es nicht geschafft, aus dem Karussell aus zusteigen. Es dreht sich munter vor sich hin.

Diagnostik haben wir allerdings gemacht. Nach dem wir über Kinderwunsch gesprochen haben. Wunderärztin hat davon angefangen… keine Ahnung. Sie ist der Meinung, Singles können invitro Befruchtung machen lassen. Wie ich mittlerweile weiß, geht das in Deutschland nicht wirklich.

Bei den Einzelinterviews zu den einzelnen Persönlichkeitsstörungen wollte ich dann mit Borderline anfangen. Hat sie auch mitgemacht. Sie stellte die ersten beiden Fragen, die ich prompt verneinte. Ich spottete schon. Sie dann nur so, ich soll sie nicht schwach machen, das wäre ja nun was, wenn nun durch die Einzelinterviews heraus kommt, dass ich gar kein Borderline habe. Da würde ja jemand drei Türen weiter ganz schön am Rädchen drehen.

Allerdings sagte sie mir auch, wie sie mich zu einem der beiden Punkte erlebte und ich musste ihr zustimmen. Ich nahm aber dann eh fast alle anderen Punkte mit und bin somit eindeutig Borderlinerin. Sicherlich kommt da aber noch was dazu.

Ich frage mich allerdings, wie es jemand mit Selbstverletzendem Verhalten schafft, keine Borderline-Diagnose zu bekommen. In dem Einzelinterview gab es etwa 15 Fragen. 5 müssen mindestens mit Ja beantwortet werden, damit die Diagnose Borderline ist. Alleine 3-4 Fragen drehen sich im Endeffekt um Selbstverletzung. Und die anderen Fragen – ich halte es für möglich, dass auch „Normalos“ die eine oder andere Frage mit Ja beantworten würden.

Ansonsten ist mal wieder alles gefühlsmäßig einfach doof. Noch dazu naht mein Geburtstag und mein Vater verplant den mal wieder nach seinen Wünschen und mich kotzt das tierisch an. Bruderherz ist eventuell im Urlaub, was ich ihm gönne und das so richtig aus ganzem Herzen. Und Vatern erklärt mich schon, dass er aber auf alle Fälle mit mir Essen gehen will. Erklärte nun auch schon mehrfach, dass ich ja eventuell ein Cordon Bleu haben will – natürlich in seinem Stammrestaurant, in dem wir Weihnachten und Ostern schon waren. Und ich da zu meinem Geburtstag gerade mal keine Lust zu habe, weil man da nur mit dem Bus hinkommt, der noch dazu zu den Zeiten maximal 2x die Stunde fährt. Und Vatern würde ja nicht mit dem Auto fahren, weil er dann ja nichts trinken kann. Und ich hasse die Trinkerei! Dann jammert er nur rum, ich würde ihm doch sein Bierchen wohl gönnen.

Ich sehe kommen, ich werde daran noch sehr meine Freude haben. Und irgendwie habe ich gerade auch keine Lust habe, da nun eine auf alle angepasste Planung zu machen. Das mache ich nämlich sonst – so das ich keinen Ärger damit habe.

Der Mann der einzigen leiblichen Schwester meiner Mutter ist verstorben. Die wohnen ziemlich weit weg und ich habe zu ihm nie wirklich einen Bezug gehabt. Ok zu ihr auch nicht wirklich, aber sie ist eben die letzte leibliche Angehörige. Zur Beerdigung mag ich nicht gehen. An sich lege ich darauf Wert, jemand den letzten Respekt zu zeigen – aber ich mochte ihn nicht und halte das nicht für nötig. Allerdings würde ich ja evt. meiner Tante zu Liebe? Aber Vatern wird fahren und macht da nun halbwegs einen Monsterwirbel drum. Bruderherz soll mit, der will aber auch nicht. Allerdings aus anderen Gründen.

Nun meldet sich meine Tante wohl nicht wegen dem Beerdigungstermin und mein Vater ist der Meinung, man will ihn nicht dabei haben. Warum kann er nicht respektieren, wenn man meinen Onkel evt. im allerengsten Familienkreis bestatten möchte? Noch dazu soll es eine Feuerbestattung sein, die wohnen eher auf dem Dorf, da wird sooft auch nicht verbrannt. Das Theater um das Thema nervt so langsam.

Vater will auf keinen Fall bei meiner Tante übernachten. Was ich in der Situation auch nicht wollen würde. Nun plant er evt. mit der Bahn eine Reise in die nächste größere Stadt zu machen für drei Tage oder so. Aber meine Tante darf nicht wissen, dass er da ein Hotelzimmer hat. Was ich nun kindisch finde. Aber nun ja. In dem Zusammenhang erzählte er, dass sie uns beiden Kinder mal zur Tante gebracht haben in den Sommerferien. Kann ich mich dunkel dran erinnern. Sie sind dann zu zweit verreist. Und sie waren wohl mehrere Tage in der besagten größeren Stadt, aber die Tante hätte das nicht wissen dürfen. Und mich hat es unheimlich verletzt, wie man uns quasi abgeschoben hat. Denn auch uns wurde erzählt, sie seien sonst wo gewesen.

Wir waren ganzen zweimal mit unseren Eltern alleine im Urlaub. Ansonsten wurden wir zu Kinderfreizeiten geschickt. Ich mit der Kirche, mein Bruder übers Jugendamt. Mein Bruder kam schon beim ersten Mal nur weinend heim. Heute frage ich mich, warum sie ihn ein zweites Mal mit geschickt hat? Ansonsten waren wir eben bei ihrer Stiefmutter oder ihrer Halbschwester. War sicherlich schön. Aber heute fühle ich mich nur abgeschoben.

Aber immerhin gehe ich mir nächste Woche eine Wohnung ansehen. Hier in der Nähe. Superschön, zumindest auf den Bildern. Zwei Zimmer ohne Dachschrägen!, Badezimmer mit Badewanne, Küche, 2 Balkone und Keller. Allerdings im dritten Stock. Aber ansehen würde ich sie schon ganz gerne mal.

Diagnostik

Ich hab die Diagnostik gemacht, bzw. wir haben damit gestartet.

Eine Fragebogen mit Ja und Nein Fragen angekreuzt. Wobei ich bei vielen Fragen beides angekreuzt habe, weil es keine eindeutige Antwort gab. Zu dem Fragebogen bekam ich einen der letzten Befundberichte und den Auswertungsbogen. War wohl ein Versehen.

Ich habe Wunderärztin auch vor der Auswertung darüber informiert, dass mir klar ist, dass das eine Sonderbehandlung ist und ich darauf warte, wann mich jemand runter putzt, weil ich diese Sonderbehandlung angenommen habe. Wäre schließlich Standardvorgehen im Haus.

So fing Wunderärztin an zu zählen. Also auf dem Fragebogen und so. Beim ersten Kriterium hatte ich schon mehr als die erforderliche Punktzahl. Kommentar von ihr, DAS hätte sie nun nicht gedacht. Allerdings zeigt es doch, wie sehr ich mich verstellen kann. Also sinngemäß.

Das nächste nahm ich, glaube ich, auch voll mit. Kommentar der Wunderärztin: Na da haben wir ein Fass aufgemacht Frau verstoert!?

Bei einem Punkt diskutierten wir um die Punkte. Sie ist fest der Meinung, die Diagnose trifft nicht zu. Meine Betreuerin, die dabei war, ebenfalls nichts. Ich meinte dazu nur, dass ich zu lange in der „normalen Welt“ gelebt habe. Betreuerin sah mich fragend an und ich nur so, vieles ist einfach antrainiert. Ich mache vieles, weil man es eben so macht, aber nicht weil ich das will. Sie hat sofort verstanden was ich meinte.

Schlussendlich müssen alle Punkte, bei denen ich eben über der erforderlichen Zahl lag noch mal einzeln abgefragt werden. Dazu war keine Zeit mehr. Das wird sich auch ziehen. Denn ich habe bei fast allen die erforderliche Punktzahl erreicht.

Da ja Grundlage für die Testung u.a. war, dass Wunderärztin meinte, das sei kein reines Borderline…. bei mir eher ankam, das ist kein Borderline.. in dem Haus nie eine Diagnostik gemacht wurde, sondern gleich die Diagnose gestellt wurde…. und ich irgendwie dachte, naja vielleicht doch kein Borderline? In dem Abschnitt haben ich die erforderliche Punktzahl weiter übertroffen und tatsächlich alle Punkte bekommen *seufz*

Wie es mir damit allgemein geht, weiß ich noch nicht. Ein wenig wie: Ich bin kein schlechter Mensch!. Und das ich so viel mitnehme, habe ich nicht erwartet. Bei einem Punkt meinte Wunderärztin, dass diese Störung bereits in den ersten 6 Lebensmonaten gelegt wird oder so. Das sind so Momente, in denen ich mich frage, warum haben die beiden nur Kinder bekommen.

Meine Betreuerin musste sich auch schon ein oder zwei doofe Kommentare gefallen lassen mit dem Hinweis, ich muss das nun voll ausleben. Also meinem Humor, auch wenn er sehr sarkastisch ist, habe ich noch nicht verloren.

Die Dose der Pandora

Die Dose der Pandora öffnen als Spruch zum Thema irgendwas öffnen, was man besser geschlossen gelassen hätte.

Aber erst einen kurzen Schwenk zu meinen Vermietern. Die wollten letzte Woche auf den Speicher. Bzw. der Elektriker, damit Sohnemann Fernsehempfang hat. Was mich nur noch bitter lächeln lässt. Ich habe zwar einen neuen! Antennenanschluss in der Wohnung, kann den aber nicht nutzen, weil an der Antenne kein Steckplatz frei ist. Aber für Sohnemann geht das. Zum Glück habe ich DVBT.

Elektriker kam mit Sohnemann meiner Vermieter im Schlepptau. Elektriker meinte dann, er kommt von oben da nicht dran, er müsste in mein Wohnzimmer. Alle anderen Räume waren aufgeräumt, aber dort sah es schlimm aus. Ich hatte am Wochenende meine Stoffe sortiert und die flogen nun überall rum. Nun gut ich kam ja nicht drum herum.

Im weiteren Verlauf stiefelte dann der Sohn meiner Vermieter mit dem Elektriker ins Wohnzimmer. Ohne zu fragen. Was war ich sauer! Vor allem wenn man bedenkt, ich sollte ja eigentlich in seine Wohnung ziehen. Als mir das angeboten wurde, durfte ich die Wohnung aber noch nicht mal sehen. Wäre zum damaligen Stand erst zwei Wochen vorm angepeilten Auszug aus meiner alten Wohnung möglich gewesen. Und nun ging er einfach so mal in meine Zimmer!

Frau Sonnenschein durfte es dann ausbaden. Diese Woche waren Vermieter noch mal hier auf dem Speicher was holen. Ich habe dieses Mal bewusst was vors Wohnzimmer gestellt. Hätte auch klar gesagt, sie sollen das eben früher ankündigen und das ich nicht möchte das Fremde meine Räume betreten. Die riefen nämlich Sonntag nach 18 Uhr an und wollten Montag hier rein. Da große Nähaktion am Wochenende, sah es im Wohnzimmer entsprechend aus. Und am Sonntag Abend hatte ich dann keine wirkliche Lust drauf nur wegen denen mein Wohnzimmer aufzuräumen.

Montag Nachmittag dann Termin bei Frau Sonnenschein. Vor vielen Monaten meinte sie mal zu mir, ich muss auch mal mit was abschließen können. Bezogen auf den letzten Klinikaufenthalt. Seit Monaten schleppe ich die Frage mit mir rum, wie man denn abschließt. Wie das funktioniert. Wissend, ich werde weiter keine Antworten bekommen. Würde da eventuell ein Thema ansprechen, über das ja nicht geredet werden darf. Was mich aufwühlen wird.

Am Montag habe ich es gewagt. Habe ihr halt klar gesagt, wenn sie so Sachen sagt, muss sie das auch erklären können. Sie meinte, sie habe auch schon mal ein Problem gehabt, mit dem sie hätte abschließen wollen und hätte deswegen eine Therapie gemacht. Eben mit dem Ziel mit dem Thema abzuschließen.

Ich meinte, das wäre in meinem Fall schwierig. Sie wusste eh, dass es (mal wieder) um den letzten Klinikaufenthalt ging. Ich meinte zu ihr, wenn ich einem fremden Psychologen erzählen würde was los war, wie damit umgegangen wurde und so weiter, wäre der ja noch sprachlos. Verwies auch darauf, dass meine Betreuerin meine Geschichte ja bestätigen könnte. Also nichts mit ich bilde mir da irgendwas ein.

Fragte auch, wie ich denn mit einer Behandlung abschließen soll, deren Hauptargument war: Frau Verstoert das wissen Sie doch!. Es wird ja einiges erwartet. Wie soll Personal mit mir unvoreingenommen umgehen, wenn in meiner Akte dick prangt, dass ich den Oberguru der Klinik ein Schwein genannt haben soll? usw

Sie ließ mich viel Reden. Warf ab und an ein, dass sie sich dazu nicht äußern kann. Das sie einen Teil meiner Worte versteht. Das sie auch keine Lösung weiß, wie ich damit abschließen kann.

Sie ist aber fest der Meinung, dass Klinikpersonal bei jedem neuen Aufenthalt unvoreingenommen mit den Patienten umgehen sollte und vergangenes vergangenes sein lassen sollte. Leider weiß ich, dass dem eben nicht so ist.

Ich beschrieb ihr meine Angst vor einem missglückten Suizidversuch, wie der besagte Oberarzt danach feixend an meinem Bett stehen könnte und mir wieder nur Vorwürfe machen würde. Sagen würde, hätte er mich weiter behandelt, wäre das nicht passiert. Sie fragte mich, wie ich denn darauf komme, dass der Oberarzt mir Vorwürfe machen würde? Tja weil er mir ja auch Vorwürfe für die Geschehnisse beim letzten Klinikaufenthalt machte.

Klar auch Anna irgendwie Thema. Frau Sonnenschein wollte wissen ob wir Kontakt haben oder ich den Kontakt wieder aufgenommen habe. Ich habe ihr gesagt, dass ich am überlegen bin ihr noch mal zu schreiben. Aber im Endeffekt weiß, dass sie mir keine Antworten geben wird.

Generell hat sie sich bedeckt gehalten. Es gibt ja auch die Anweisung, dass keiner mehr mit mir über den letzten Klinikaufenthalt mehr sprechen darf. Es klang zeitweise aber auch hier raus, dass das mit mir hätte aufgearbeitet werden müssen. Das sagte ja auch Wunderärztin schon. Was ja aber nicht gemacht wurde. Bzw. Oberarzt sagt er hätte es gemacht. Seine Aufarbeitung war, dass er mir meine Fragen nicht beantwortet hat, weil ihm die Art der Fragen nicht gefallen hat. Bzw. gesagt wurde, man sei aus allen Wolken gefallen, weil ich von jetzt auf gleich Suizidgedanken hatte. Ich das 1,5 Jahre lang abgestritten habe. Man dann, aus anderen Gründen, die Doku kommen ließ und man fest stellte, die Patientin hat recht.

Irgendwie beschäftigt mich das Gespräch gestern. Irgendwie so tief innen, dass ich es nicht fühle, außer einem schlechten Gefühl. Manche Teile auch so stark außen, dass es weh tut. Es mich wütend macht, dass man mich damit alleine lässt. Das Thema mit einem Redeverbot für die Klinik erledigt wurde.

Zusammengefasst weiß ich aber nun, dass so Sachen jederzeit wieder passieren können. Mir wieder keiner glauben wird. Ich absolut hilflos dem Team ausgeliefert bin. Und ich weiß, ich darf nicht vertrauen. Wenn ich vertraue werde ich bestraft.

So lange ich nicht trennen kann, dass nicht alle so sind, wird eine neue Therapie schwierig werden. Wie sehr bereue ich es, Anna und dem Oberarzt vertraut zu haben. Ich brauchte 4 Jahre um Anna (und ihn auch) an mich ran zu lassen. Die 4 Jahre sind seit dem wieder rum. Ich merke das ich (wieder) bereit wäre zu vertrauen. Habe fürchterliche Angst vor dem was passieren könnte, wenn ich es mache.

Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich bocke und blocke. Aus Angst. Teilweise unbewusst. Selten auch bewusst. Manches Mal möchte ich es auch nicht aufhalten, denn es zeigt auch wie verletzt ich bin. Besser als Lügen ist es immerhin. Auch wenn es nicht richtig sein mag.

Frau Sonnenschein- Sozialdienst

Da ich heute meinen allwöchentlichen Termin mit der Sozialarbeiterin hatte, kann ich sie auch kurz vorstellen.

Frau Sonnenschein (Name natürlich geändert), ist eine der Sozialarbeiterinnen der Klinik. Den ersten Kontakt hatten wir schon während meines ersten teilstationären Aufenthalts in der Tagesklinik. Einer der wenigen Personen damals, die mich fair behandelt haben. Eine Person, der ich erst skeptisch gegenüber stand. Aber auch die einzige Person, die seit dem mein Leben konstant begleitet hat. Und das ausnahmsweise, ohne das ich zum Klammeräffchen wurde.

Auch nach der Tagesklinik war sie damals für mich erreichbar. Ok sie war auch die erste Person, die mir die Polizei geschickt hat. Und die einzige Person, der ich das nie Übel genommen habe.

Sie geht mit mir respektvoll um. Hört mir zu, nimmt mich ernst. Oder ich hatte zumindest das Gefühl, sie tut das. Momentan ist dazu ein Wirrwarr in meinem Kopf.

Ich kann mich an viele Phasen, vor allem ambulante Phasen erinnern, in denen sie schon gesehen hat, dass es mir ziemlich mies geht. Ich auch merkte, sie macht sich Sorgen. Ich auch weiß, dass sie mehrfach meinen behandelnden Arzt informiert hatte. Aber sie immer die war, die mich zu Absprachen brachte. Sie es war, die mir sagt, ich soll mich bitte dann und dann melden usw.

Ich kann mich an Phasen erinnern, in denen ich bei ihr darum bettelte, falls ich den letzten Schritt gehe, dass sie mir nicht böse ist. Die Absolution für mein Handeln wollte. Wobei mir zwar klar war, sie muss handeln, wenn sie es nicht mehr abschätzen kann. Aber irgendwie auch klar war, sie würde es nicht gut finden, würde es aber irgendwie wohl verstehen.

Der Hauptgrund für meinen letzten Klinikaufenthalt war im Endeffekt sie. Sie drängte nicht. Aber ich konnte es nicht mehr ertragen, dass sie die ganze Last trug und das eindeutig nicht ihr Job war. Und das Gefühl hatte, meinen Arzt interessierte es so gar nicht. Mein Arzt, der seit Wochen Tagebuchkarten mit Höchstwerten hatte und darüber hinweg las.

Auch wenn der stationäre Bereich nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fiel, war sie an sich fast immer da. Die wöchentlichen Termine liefen weiter, so lange sie keinen Urlaub hatte. Auch auf der geschlossenen Station, war sie für mich da. Mich verwundert es heute noch, dass man eine Patientin Freitags Nachmittags auf eine Geschlossenen verlegt und die erste Person die fragt, was an sich in mir los war, die Sozialarbeiterin im Dienstag Nachmittag war. Ist ja nicht so, dass dort Montags Oberarztvisite ist. Dort hat keiner gefragt. Ich weiß auch, dass sie meine Antwort dokumentiert hat. Trotzdem hat keiner mit mir darüber gesprochen. Die zuständige Therapeutin (damit wären wir dann mal wieder bei Anna*seufz*) war noch Monate danach der Meinung, sie sei der Grund.

Sie sagte mir mal, sie muss hinter der Klinik stehen. Kann ich nachvollziehen, trotzdem verletzt es. Gerade weil da auch mit raus klingt, sie findet auch nicht alles richtig was gelaufen ist.

Mittlerweile kann ich sie nicht mehr einschätzen. Gehe brav zu ihr, sage ihr, dass es mir gut geht. Oft auch heulend. Es gibt Sachen, die hätte ich ihr vor einem halbem Jahr erzählt. Eben weil ich ihr vertraue. An sich vertraue ich ihr immer noch irgendwie, will aber manches einfach nicht mehr in der Akte haben. Da sie die einzige Person ist, die eindeutig sauber dokumentiert usw.- Wobei sie klar weiß, dass ich mit Sicherheit nie wieder akute Suizidalität zugeben würde.

Ich bin schon so lange sauer wegen dem letzten Klinikaufenthalt. Das meiste hat sie abbekommen. Sie, die am wenigste dafür kann. Sie, die an sich hinter mir stand. Sie, an sich die Einzige, die sich ein wenig um mich gekümmert hat (und mit Sicherheit mehr getan hat, als die Leute, die zuständig waren). Und ich tobe ja innerlich immer noch und kann mich nur schwer zurück halten, meine Wut nicht ihr entgegen zu schleudern.

Heute war mal wieder so ein Tag. Ich war aber halbwegs brav. Ok ziemlich brav. Ich sagte ihr aber auch irgendwann, dass ich zusammen reiße. Irgendwann fing sie mit Skills an. Ein Hassthema, gebe ich zu. Wobei ich sicherlich Skills benutze. Ich meinte dann nur zu ihr, dass das kein Thema sei, wenn ich nicht verbal zuschlagen soll. Hat sie dann auch beendet.