Betreuungswirrwarr

Wie ich bereits in einem anderen Beitrag erwähnte, habe ich ja bei der Organisation, die mich ambulant betreut, Akteneinsicht gewollt. Die ganz alten Sachen sind nicht auffindbar. Von den aktuelleren Sachen auch nur was den jetzigen Betreuungszeitraum betrifft.

Ich fand das, was ich lesen konnte, recht interessant. Mal eine andere Seite lesen und so. Mittlerweile habe ich also durchaus ein gesteigertes Interesse an meiner Akte. Leider interessiert mich noch eine Sache aus dem letzten Betreuungszeitraum interessiert mich extrem.

Im Laufe des letzten Termins vor drei Wochen, sprach ich auch an, dass ich meiner Betreuerin nicht vertraue und sie mir Angst macht. Im Laufe des Gespräches meinte sie, dass sie es gut findet, dass ich so ehrlich bin. Sie versprach mir mehrfach, dass sie sich darum kümmert und das mein „Geständnis“ nun nicht das Ende meiner Betreuung bedeuten würde. Das hat sie, zumindest sinngemäß, mehrfach gesagt.

So trat ich dann heute meinen Termin an. Mittlerweile war ich selbst innerlich zur Selbstaufgabe bereit. Die Diskussionspunkte waren für mich konstant die selben: Es war ein großes Problem, dass ich tatsächlich einen Wochenrhythmus habe, an dem ihre Vorgängerinnen zum Teil hart gearbeitet hatten, der aber mit ihrem Dienstplan nicht kompatibel war…. und ein weiteres Problem war, mein Wunsch nach Akteneinsicht. Bzw. auch, dass ich Sachen und Abläufe, die ich nicht verstanden habe, hinter fragt habe. Somit war mir nur wichtig zu erfahren, ob eine weitere Akteneinsicht möglich ist und ansonsten hätte ich die Terminplanung in ihre Hände gegeben und hätte halt andere Termine dafür abgesagt.

Schlussendlich – nun ja – sie möchte meine Betreuung gerne abgeben, weil sie wenig Sinn darin sieht, wenn ich meine Zeit weiter nur bei ihr absitze. Im Austausch mit ihrem Chef, seien sie oder er – keine Ahnung mehr – der Meinung, eine weitere Zusammenarbeit mit ihrer Organisation sei nicht möglich, weil ich ja eindeutig kein Vertrauen mehr hätte und zu misstrauisch sei.

Eine weitere Akteneinsicht sei auch nicht möglich, teilte man mir vorher mit, weil die Teile doch tatsächlich verschwunden seien. Wisst ihr, da verlangt jemand, dass ich meine Daten freigebe, mir wird Null erklärt wieso, warum und an wen in welchem Umfang Daten weiter gegeben werden, man teilte mir mit dem selben Schriftstück, dass ich unbedingt unterschreiben muss mit, dass ich jederzeit Akteneinsicht haben kann und dann sind Teile meiner Akte verschollen. Findet ihr das vertrauenswürdig?

Ganz großes Problem vor Ort ist, dass es zwei Organisationen gibt, die betreuen. Zumindest was psychisch kranke Menschen betrifft. Meine Schlafmittelabhängigkeit reicht leider! nicht aus, um eine Betreuung über die Suchthilfe zu bekommen. Die dort wirkten nämlich nett und interessiert und vor allem bemüht.

Die Organisationen arbeiten nach Stadtgebieten. Die Organisation, die mich bisher betreute, hat noch einen anderen Standort. Nur ist die Entfernung zu mir eigentlich zu groß. Und die andere hat generell einen schlechten Ruf. Was mich außerdem sehr verwundert, dass mir mal klar gesagt wurde, es wird streng nach Einzugsgebiet betreut.

Ich werde nun seit über 10 Jahren – sorry ich wurde…. durch die Organisation betreut. Es gab beim Wechsel von Betreuerin 1 zu Betreuerin 2 Probleme. Die Zeit mit Betreuerin 3 lief sicherlich nicht immer gut, aber sie hielt über 7 Jahre. Die wurde beendet, weil man keine Langzeitbetreuungen mehr machen wollte. Mit der 4. war es nun ja Thema für sich und mich hat die Art des Betreungsende ein riesiges Problem gemacht. Ok kombiniert damit, dass sie mich in Krisensituationen, in denen ich klar um Hilfe gebeten habe, mir selbst überlassen hat und ihre Bedürfnisse in den Vordergrund stellte. Und Betreuerin 5 mehr als nur Thema für sich war. Wir sind so gegensätzlich, dass sich das schon nicht mehr ergänzte.

Und es an sich erst seit dem Thema letzter Betreuerwechsel Unstimmigkeiten gibt. Die bisher mit so Sätzen wie: Sie sind aber misstrauisch etc pp niedergemacht wurden. Es ist also das erste Mal das es im Endeffekt mit mir richtig Probleme gibt. Statt aber nach gemeinsamen Lösungen zu suchen, teilt man mir eben mit, dass die Betreuung mit sofortiger Wirkung beendet ist.

So wünsche ich mir den Umgang mit psychisch kranken Menschen  *ironie*.

Lebenszeichen oder so

Eigentlich sollte ich hier schon lange der Monatsrückblick für Februar stehen. Bald auch der für März. Aber irgendwie bekomme ich es nicht wirklich auf die Reihe.

Mein Wunschaufenthalt in der Psychiatrie war Thema für sich. Es blieb bei den geplanten 10 Tagen, die ich schlussendlich Wunderärztin und Frau Sonnenschein zuliebe durch gezogen habe. Ich war mehrfach gedanklich dabei meine Koffer zu packen.

Ausschlaggebend für den Aufenthalt war für mich vor allem der Hinweis, dass ich dann ja jemand zum Reden hätte. Die Illusion wurde mir recht bald genommen. Es gab pro Woche ein Gespräch mit der Therapeutin von 25 Minuten. Was ich für verschwindend gering halte. Ich kam schon beim ersten Termin nicht hin. Denn bis ich auf die gestellte Frage geantwortet hatte, waren wir bei 50 Minuten.

Bezugspflegegespräche waren auch nur jeweils 25 Minuten. Eines pro Woche. In Krisensituationen wären die Gespräche auf mit der Bezugspflege auf 10 Minuten begrenzt gewesen. Das habe ich mir dann gleich geschenkt, weil ich es nicht schaffe, mein Gefühlschaos in 10 Minuten zu erklären. Wobei bei den Gesprächen wahrscheinlich nach 5 Minuten die Skillsschublade aufgezogen worden wäre. Sprich mir wäre geraten worden, was ich nun an Skills machen kann. Mich ablenken hilft mir aber nicht dabei meine Probleme zu lösen.

Ich habe sowohl bei der Therapeutin, wie auch bei der Bezugsschwester klar angesprochen, dass mir das nicht reicht. Ja das sei halt so. Und das sei alles bei jedem so. Nur doof, wenn andere Patienten anderen Patienten erklären, dass es ein Therapeutengespräch von 50 Minuten pro Woche gibt. Doof ist auch, wenn Mitpatienten erzählen, dass sie gerade eine Stunde mit einer Schwester geplaudert haben.

Von der Therapeutin gab es die Hausaufgabe, dass ich aufschreiben sollte, welche Bedürfnisse ich an eine neue Betreuerin hätte. Ich frage mich und das leider bis heute, warum ich Bedürfnisse formulieren soll, wenn gerade Menschen aus dem professionellen Bereich genau entgegengesetzt handeln. Damit habe ich den Aufsatz auch eingeleitet. Das wäre auch der Punkt gewesen, an dem man hätte arbeiten müssen. Statt dem wurde auf die Uhr gesehen, dass wir auch ja die 25 Minuten nicht überschreiten und dann wurde mir gesagt, wie toll ich doch meine Bedürfnisse formuliert hätte.

Ich weiß, wie es war, als ich im letzten Jahr gegenüber meiner Betreuerin mehrfach mein Bedürfnis geäußert habe, dass ich mit der Situation nicht umgehen kann, dass sie mir helfen soll. Was hat sie gemacht? Sachen, die ich ihr anvertraut habe, gegen mich verwendet. Ich weiß noch, wie es war, als ich dem Chef der betreuenden Organisation gegenüber meine Bedürfnisse geäußert habe und er mir versprach, dass er sich darum kümmert und mir am nächsten Tag mitteilte, dass er genau das Gegenteil macht und noch dazu behauptet, ich hätte das so verlangt. Komisch nur, dass Frau Sonnenschein, die bei dem gemeinsamen Gespräch dabei war, es genauso gehört hat, wie ich mich erinnere. Und ich weiß, wie die Klinik damit umging und noch umgeht, dass es mein Bedürfnis ist, zu verstehen, was bei dem Klinikaufenthalt 2009/2010 gelaufen ist. Dazu habe ich bis heute keine Auskunft, beziehungsweise ich darf darüber nicht mehr sprechen.

Wie kann man erwarten, dass ich Bedürfnisse formuliere, wenn man selbst meine Bedürfnisse mit Füßen tritt? Ich hatte ja der Therapeutin gegenüber das Bedürfnis geäußert, dass ich eindeutig mehr Gespräche bräuchte. Beziehungsweise mir eben 10 Minuten Krisengespräche nicht reichen.

Der Arztbericht war dann der Hammer. Meine Mutter ist ein Jahr und einen Monat später gestorben. Faszinierend das argumentiert wurde, man habe alte Dinge nur kopiert. Bei Copy und Paste stünde da was anderes. Ganz klar war auch, dass ich dabei bin Pflegestufe zu beantragen, um damit die Haushaltshilfe zu finanzieren. Im Arztbericht stand dann, dass ICH 3 Stunden die Woche als Haushaltshilfe arbeite. Hat man mir eigentlich zugehört? Wenn man die Zeiten schon so limitiert, dann würde ich mir zumindest wünschen, dass man mir zuhört.

Die Bezugspflegegespräche sollten an sich darum gehen, dass ich einen Plan für den Haushalt erstelle. Mit meiner Haushaltshilfe klappt das nämlich nicht wirklich. Das sie 3 Stunden dazu braucht, zwei Böden zu kehren, die beiden Böden zu saugen, in zwei Zimmern vorne herum ein wenig zu saugen, den Flur zu saugen, in Badewanne und Waschbecken massig Reinigungsmittel zu kippen und oberflächlich sauber zu machen und dann noch Küchenboden, Badboden und Hausflur zu putzen – das kann es nicht sein. Und das riss leider immer mehr ein.

Im ersten Gespräch kamen wir dazu nicht. Im zweiten Gespräch klärte mich die Schwester umfangreich darüber auf, was sie machen würde und erläuterte mir umfangreich den Stand vor dem Aufenthalt. Ich war aber schon weiter, da ich auch hier die Hausaufgabe, die lautete, machen Sie mal einen groben Plan, gemacht hatte. Und ihr Monolog durfte auch nicht unterbrochen werden. Bei jedem Versuch kam nur, ich soll sie ausreden lassen.

Mit den Mitpatienten war es auch eher Thema für sich. Einer, der ein Problem mit mir hatte, dem ich aber immer gut genug war, wenn er mich brauchte, argumentierte mir gegenüber, man würde sich an dem und dem stören – das würden die anderen auch sagen. Ich fragte mich innerlich, warum man mir das nie gesagt hat. Habe mich dann aber eben distanziert.

Ach ja, mit der Pflege gab es im Vorfeld die Absprache, wenn ich mich abkapsle, dann soll man mich ansprechen. Fiel noch nicht mal auf, dass ich auf einmal nur noch alleine war.

Ich für mich kann mittlerweile benennen, wann ich angefangen habe dicht zu machen und warum. Was für mich ein großer Fortschritt ist. Trotzdem weiß ich nun, dass das Setting, dass die Klinik anbietet, eben nicht mein Ding ist.

Seit kurz vorm dem Aufenthalt ist Persönliches Budget Thema. Der Kostenträger gibt grundsätzlich sein Ok. Allerdings muss ich vor Antragsstellung erst mal eine Betreuerin finden. Was sich als mehr als schwierig erweist. Es gibt keine offizielle Liste. Auf der inoffiziellen Liste stehen vor allem Männer drauf. Die Frauen nehmen zum Teil niemanden oder haben mich abgelehnt oder ich habe sie abgelehnt.

Ich suche nun natürlich nach Möglichkeiten. Laufe dazu von Pontius zu Pilatus. Keiner weiß was, keiner kennt jemand und so weiter. Psychosoziale Betreuung für psychisch Kranke kennt man hier kaum. Es sei denn, man geht über eine Organisation, was ich ja nicht mehr möchte.

Mit meiner neuen Betreuerin werde ich auch nicht warm. Sie macht mir Angst und ich vertraue ihr nicht. Ich sitze im Endeffekt meine Zeit bei ihr ab, bzw. habe die eben auch minimiert. Wichtige Dinge erledige ich alleine. Mehr schlecht als recht. Hauptsache ich muss mich ihr nicht anvertrauen.

Pflegestufe ist bewilligt worden, was mir zu denken gibt. Ohne Probleme beim ersten Anlauf. Die Haushaltshilfe kann ich darüber nicht finanzieren, sagte die Gutachterin. Der Kostenträger vom Betreuten Wohnen, der die Kosten zur Zeit trägt, sagt aber, dass das geht und er das einfach macht.

Momentan ist mir das alles zu viel. Vieles hätte früher meine Betreuerin aufgefangen. Die vorletzte. Die letzte hätte mich wohl nur ausgelacht?

Die Gedanken drehen sich wieder viel um Anna. Und um die letzte Betreuerin. Beide haben den selben Vornamen. Ich habe mal gesagt, ich würde mir ein T-Shirt bedrucken lassen, auf dem vorne drauf steht: Annas Spielzeug und auf der Rückseite ein Mülleimer zu sehen ist, in den man mich rein schmeißt mit den Worten: Mist kaputt – Ach egal! Denn das würde es einfach treffen.

Momentan würde ich mir einfach wünschen, dass mal was klappt. Aber irgendwie klappt gerade mal wieder nichts. Noch dazu gehe ich beim kleinsten an die Decke. Momentan ist es mein Vater.

 

 

 

 

 

 

 

Rückblicke oder so

Eigentlich sollte seit Anfang Dezember hier ein Monatsrückblick für November stehen. Eigentlich sollte seit Anfang Januar ein Monatsrückblick für Dezember stehen. Eigentlich fehlt auch noch ein Jahresrückblick.

Zumindest den Jahresrückblick könnte ich in wenigen Worten wieder geben. Ich habe alles verloren, für was ich 2015 gekämpft habe. Ich hatte nach fast 10 Jahren Psychokarriere das erste Mal eine Phase die halbwegs gut und mit Perspektiven behaftet war. Mittlerweile bin ich psychisch in einem schlechteren Zustand, als nach dem letzten Klinikaufenthalt. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist.

Anfang November teilte mir meine Betreuerin ja mit, dass sie Ende Januar in den Mutterschutz geht. Begleitet von Hinweisen, dass für sie ja eine neue Kraft eingestellt wird. Eine Woche später teilte sie mir, freudestrahlend mit, dass es bereits ab Januar eine neue Betreuerin für mich gibt. Nannte mir den Namen und ich dachte nur, bitte nicht. Außerdem fühlte ich mich abgeschoben, weil sie so freudig war, mich schneller los zu werden.

Der Wechsel prägte den Rest der Betreuung. Und leider auch das Leben drum herum. Selbst meine Chefin sprach mich an, dass ich mies aussehe. Sonst kann ich das ja meistens ausblenden.

Im Laufe der restlichen Betreuung habe ich den Datenschutzrichtlinien widersprochen. Da wurde ich dann richtig zum Problem. Denn damit mache ich ja Arbeit. Und ganz wichtiger Punkt war auch die Supervision. Ich weiß bis heute nicht, was meine persönlichen Daten in der Supervision zu suchen haben. Somit war ein Gespräch mit der Leitung nötig. Dem ich auch zustimmte, in der Hoffnung, man hilft mir mit dem Betreuerwechsel, der für mich immer mehr zum Problem wurde.

Das Gespräch fand im Beisein von Frau Sonnenschein statt. Zusammengefasst musste ich den Datenschutzrichtlinien zustimmen, weil sonst keine Betreuung möglich wäre. Man fand mich misstrauisch und keine Ahnung. Auch weil ich doch tatsächlich Akteneinsicht möchte, was mir ja rein rechtlich zusteht und ebenfalls in den Datenschutzrichtlinien drin steht, die ich unterschreiben musste.

Ganz großes Problem am Betreuerwechsel war ja auch, dass ich die Neue vorher kennen lernen wollte. Was mir ja immer wieder verweigert wurde. Bzw. wurde mir gesagt, dass es ja vorher sei, wenn ich die Neue nach dem Betreuungsbeginn kennenlerne.

Der Leiter meines BeWos versprach mir dann, dass ich die Neue vor Weihnachten kennenlerne, aber die Betreuung erst ab Januar beginnt. Obwohl er nicht verstehen konnte, warum ich die Neue vorher kennenlernen möchte. Er meinte aber, zwei Meinungen können ja nebeneinander Bestand haben. Ich habe das damit kommentiert, dass er ja aber die Macht hat, seine Meinung durch zu setzen. Dem stimmte er zu.

Am selben Tag fand dann noch die Betreuung statt. Ich vertraute meiner schwangeren Betreuerin mit, dass für mich das Tempo ein ganz großes Problem wäre. Erst urplötzlich schwanger und die Ankündigung sie sei bis Ende Januar meine Betreuerin und die Woche drauf schon eine neue Betreuung für früher habe.

Was ich immer wieder klar formuliert habe, dass ich die Situation auf Weihnachten nicht wollte. Da man ja soo sehr Wert auf den fachlichen Austausch legt (deshalb sollte ich ja den Datenschutzrichtlinien zustimmen), müsste man eigentlich wissen, wie schwierig Weihnachten generell für mich ist. Das ich in der Regel zwischen Oktober und im schlimmsten Fall März zu nix zu gebrauchen bin.

Am nächsten Tag klingelte das Telefon. Der Leiter des BeWo. Man habe am Abend vorher noch zusammen gesessen und die Neue hätte die Betreuung ab dem Vorabend übernommen. Ich brach heulend am Telefon zusammen. Der Leiter konnte das gar nicht verstehen, weil das doch genau meinen Wünschen entsprechen würde. Ich hab das Gespräch beendet, weil ich kein Wort mehr durch mein Heulen verstand. Danach war er für mich nicht erreichbar und ab dem Tag danach im Urlaub.

Frau Sonnenschein und Wunderärztin, die mich dann beide nacheinander heulend am Telefon hatten, sind auch recht sauer über das was da passiert ist. Sind sie immer noch. Frau Sonnenschein wollte wohl, wie ich später erfuhr, den Leiter anrufen, weil in ihrem Beisein ja was anderes besprochen wurde. Was sie aber nicht tat. U.a. weil ich ihr mitgeteilt hatte, dass er im Urlaub ist. Was ich im nach hinein aber passend empfunden hätte, damit man auch mal sieht, dass andere es wie ich sehen.

Die Neue hatte ein wenig Probleme einen Termin mit mir zu finden. Sie wollte mich anrufen. Was aber nicht klappte. Dann kam eine Mail mit einem Terminvorschlag, von dem an sich hätte bekannt sein müssen, dass ich da nicht kann.

Angeblich, so hatte mir die Leitung das am Telefon mitgeteilt, sollte dann auch eine Übergabe statt finden. Den ersten Termin mit der Neuen hatte ich Anfang Dezember. Zur Übergabe kam es dann Anfang Januar – also vier Wochen später.

Ich habe meiner alten Betreuerin einen Brief geschrieben, den ich bei der Übergabe vorlesen wollte. Auf gutes Zureden anderer und weil Frau Sonnenschein meinte, eine schwangere Frau müsste man schützen, habe ich eine freundlichere Fassung aufgesetzt. In der ich eben erklärte, wie ich mich gefühlt habe in einigen Situationen.

Die Neue fand mich unmöglich, weil ich ja nur Vorwürfe mache usw. Auch findet sie es unmöglich, dass ich versucht habe, die Schweigepflichtentbindung entzogen habe und den Datenschutzrichtlinien für das andere Team zu widersprechen. Ohne meiner Zustimmung sei keine Betreuung möglich und ich sei zu misstrauisch.

Fertig vorgelesen habe ich somit auch nicht. Meine alte Betreuerin gestaltete ihre Übergabe so, dass sie drei Punkte nannte, die man ihrer Meinung nach für 2016 erreichen müsste. Aber nichts über mich oder so. Die Neue (ich glaube das ist nun ihr Synonym) meint, sie will mich selber kennen lernen. Ich finde ja, ein paar Infos wären nicht schlecht. Aber das liegt nicht in meiner Macht.

Auf meine Frage, was sie denn mit mir in dem halben Jahr erreicht hat, konnte sie mir keine Antwort geben. Ich schlussfolgere aus ihrem Schweigen, dass wir alles was im Hilfeplan steht, erreicht haben?

Die letzten Wochen mit ihr waren geprägt durch meine Fragen. Ich habe sie verzweifelt angebettelt, dass sie mir hilft mit der Situation umzugehen. Sie hat hauptsächlich geschwiegen und mich darauf hingewiesen, dass sie selber entscheiden kann, wann sie wem wie die Schwangerschaft mitteilt. Ich hätte gerne die Entscheidung, wem ich vertraue, für mich selber entschieden. Immerhin haben sich die Bedingungen für die Betreuung im August (ich vermute eher im Juli schon – also 6-8 Wochen nach Betreuungsbeginn) geändert. Nur das ich davon nichts wusste.

Ich habe mich ihr anvertraut. Habe mein Leben transparent gehalten. Manche Dinge wurden (bewusst?) gegen mich verwendet. Man hat mich mir selbst überlassen. Im Hilfeplan steht was von psychischer Stabilität. Aber sie hat mich in allen Krisensituation während der Betreuung abgewiesen.

Ich habe teilweise heulend vor ihr gesessen und sie hat es nicht interessiert. Sie hat, bei einem Termin bei Wunderärztin, meine Selbstverletzungen gesehen und es hat sie scheinbar nicht interessiert. Ich empfinde, dass sie das wollte und das ihr Ziel war. Fehlt nur noch der Suizid.

Ich kann nicht mehr und weiß nicht weiter. Die Neue ist nicht mein Ding. Noch dazu hat sie Arbeitszeiten, die mit meinem Tagesrhythmus nicht zusammen passen. Ich lebe einen verschobenen Tagesrhythmus und seit dem ich den bewusst lebe und dazu stehe, geht es mir psychisch auch besser. Da ich es nicht schaffe, früher ins Bett zu gehen, wird das zum Problem werden. Und früher ins Bett gehen habe ich nun in den letzten Monaten mehrfach versucht. Es klappt einfach nicht. Ich überlege nun, meinen Tagesrhythmus noch mal komplett umzuschmeißen und eben von 15 bis 22 Uhr zu schlafen.

Ich finde es schade und auch verletzend, dass eine Organisation, die sich um psychisch kranke Menschen kümmern sollte, so handelt. Es verletzt mich, dass sich keiner mit mir auseinander setzt. Ich habe keine Wunder erwartet. Aber Schweigen, Schweigen, Schweigen und ab und an mal die Worte: Das ist nicht so ohne weitere Erklärungen, hat mir nicht geholfen.

Ich liebäugle mit einem Klinikaufenthalt. Sogar in der Horrorklinik. Auch hier überwältigen mich aber immer wieder die schlechten Erinnerungen. Was wird mit mir passieren dort? Wobei ja keiner am Ist-Zustand der Situation was ändern kann. Leider weiß ich auch, dass die personelle Situation in der Horrorklinik gerade mehr als bescheiden ist. Eine Pflegekraft pro Schicht für über 20 Patienten. Ich hätte wieder keinen Ansprechpartner.

Wie wird der Oberarzt reagieren? Wie wird man generell reagieren? Wie werde ich reagieren? Kann ich mich davon trennen, nicht nur bockig (resultierend aus den Erfahrungen in dem Haus) zu reagieren?

Im Dezember habe ich nur durch gehalten, weil mein Bruder Geburtstag hatte und ich ihm den Geburtstag nicht verderben wollte. So ging es auch auf Weihnachten zu. Btw. eines der miesesten Weihnachtsfeste. Im Januar habe ich jemand meine Hilfe bei was versprochen. Dort war ich nach dem Übergabegespräch verabredet. Wäre das nicht gewesen, hätte ich mir umgehend nach dem Übergabegespräch das Leben genommen.

Und ganz schwer ist es zu ertragen, dass sowohl Frau Sonnenschein, wie auch Wunderärztin und mein ambulanter Kontakt bei der Telefonseelsorge gerade nicht weiter wissen. So oft wie die letzten Wochen habe ich auch noch nie mit der Telefonseelsorge telefoniert. Die mir ebenfalls sagen, dass das was in mir vorgeht, auch für Gesunde schwierig wäre.

Vertrauen – Der Feind!

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, weil es gerade sooo viel ist. So viel was mich belastet, was mir durch den Kopf geht.

Im Juni gab es ja einen Betreuerwechsel. Ich wollte da an sich ja gar nicht. Die Organisation, die eben mein betreutes Wohnen macht, sagt aber mittlerweile, sie wollen keine langjährigen Betreuungen mehr. Neuer Wind und so.

Die Beziehung zu meiner letzten Betreuerin war, nach anfänglichen Schwierigkeiten (ok die hielten länger an) ziemlich gut. Richtig gut wurde sie an sich nach dem letzten Klinikaufenthalt. Sie teilte mir das an sich auch früh genug mit, wir konnten den Wechsel verschieben und sie hat mir halt klar gesagt, ich soll es als Chance sehen. Sie hat sich auch richtig viel Mühe gegeben, jemand passendes für mich zu finden. Was nicht ganz einfach ist, weil keine Mann, 2 andere Betreuer hatte ich schon, eine schließe ich grundsätzlich aus usw.

Die neue? Ich versuchte mit ihr warm zu werden. Vom Typ her ist sie generell schon mein Ding. Wenn so vieles anderes nicht gewesen wäre. Zumindest jetzt, im nach hinein betrachtet. Sie Betreuung begann im Juni und sie hat mich quasi zwei Wochen betreut und war dann erst mal eine Woche im Urlaub.

Im September folgten 3 Wochen Urlaub. Nun ist meine alte Betreuerin ihre Vertretung bei mir. Das erste Mal seit dem ich Betreuung habe, dass die Urlaubsvertretung kein Problem ist. Nun überschnitt sich der Urlaub der Beiden um eine Woche. In einer Woche hatte ich also meine alte Betreuerin gesehen. In der zweiten Woche war Rufbereitschaft – sprich ich hätte anrufen können. In der dritten Woche sollte ein Kollege die Vertretung machen und da hieß es klar, er ruft mich an.

Ich hatte vor Monaten, noch mit meiner alten Betreuerin, angefangen, Nachts eine Mail zu schreiben, wenn ich ins Bett gehe. Damit ich mal früher ins Bett komme. Das hat die neue übernommen. Mir wurde gesagt, dass kann ich bei der Vertretung der Vertretung auch machen, das sei abgesprochen.

In der Woche lief hier einiges schief und ich hätte einen Ansprechpartner gebraucht. Frau Sonnenschein war nämlich auch im Urlaub. Nun ja, dachte ich mir, der Betreuer wird ja irgendwann mal anrufen. Da bis Mittwoch kein Anruf kam, habe ich in der Gute Nacht Mail um ein Telefonat gebeten. Leider hat er die Mails erst Donnerstag Abends abgerufen und wir haben dann erst Freitag telefoniert.

Für mich war das keine Situation und ich wollte die für die Zukunft ändern. Was an sich auch kein Aufwand gewesen wäre. Ich sprach also meine Betreuerin an, dass das eben doof gelaufen ist und ich darum bitte, dass man für das nächste Mal, wenn klar gesagt wird, man wird mich anrufen, eben im Vorfeld ein Termin vereinbart wird.

Ich habe zwei Wochen mit ihr rum diskutiert und der Grundton war an sich, dass das alles alleine meine Schuld gewesen sei. Begreife ich bis heute nicht. Da bestand eine klare Absprache (er ruft mich an – ohne Zeitangabe) und ich muss darum betteln. Laut ihr hätte er mich nicht erreicht – was definitiv nicht stimmt. Er selbst sagte am Telefon zu mir, dass das blöd gelaufen sei und es ihm Leid tut und sie erklärt mir konstant, dass das mein Fehler gewesen ist?

Im Oktober ging es dann zur Mitte des Monats rund. Einmal war ich dauererkältet. Dann teilte mir meine Therapeutin mit, dass die Therapie nicht weiter geht, weil die Krankenkasse die Therapie ablehnt. Die Gruppentherapie wurde wieder aufgelöst. Mein Rehasport stand auch auf wackligen Beinen, weil ich dort wochenlang nicht war, weil ich ständig krank war. Das wusste meine Betreuerin, dank der nächtliche Mails, auch alles.

In der Woche stand noch ein Termin bei Wunderärztin an. Zu dem sie mitkommen sollte (wir finden so schwer einen Termin und da kam sie eben öfters mal mit). U.a. war auch geplant, Akteeinsicht für einen bestimmten Tag zu beantragen (da läuft die 10 Jahres Frist demnächst ab) und ich hatte da noch eine Frage zum Betreuungsvertrag, den ich im Beisein der Wunderärztin klären wollte.

Am Tag vor dem Termin hätte man mich an die Wand klatschen können. Ich war total neben der Spur und rief eben meine Betreuerin an. Die mir via Mail schon mitgeteilt hatte, dass sie zu dem Termin nicht mitkommen möchte, wenn ich so erkältet bin. Ich habe am Telefon die meiste Zeit geheult. Habe sie mehrfach um Hilfe gebeten. Wollte das sie mich aufmuntert. Ihr Hauptaugenmerk galt dem Punkt, sie möchte zu dem Termin nicht mit komme. Ich gehe da an sich sehr vorsichtig mit um: Ich gebe keinem die Hand, halte Abstand etc pp. Sie fährt jeden Tag eine längere Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Deshalb verstehe ich bis heute nicht, warum sie zu dem Termin nicht mit gegangen ist. Ich hätte das verstanden, wenn sie hätte zu mir nach Hause kommen müssen. Aber so? Genügend Abstand wäre gewesen, das Zimmer meiner Wunderärztin ist ja keine Besenkammer.

Ich verwies darauf, dass ich eben was wegen dem Betreuungsvertrag und so. Sie betonte mehrfach, sie hat Angst sich anzustecken. Und ich würde ja auch nicht gut klingen. (ja ich klang ziemlich verheult). Das mit der Akteneinsicht hatte ich schon gar nicht mehr auf dem Schirm, weil ich total fertig war. Schlussendlich haben wir Donnerstag telefoniert und sie hat mich dann abgewürgt, weil sie zum nächsten Termin (der seltsamerweise zu der Zeit war, zu der sie an sich mit mir einen Termin hatte) musste.

Die Woche drauf war ich gesundheitlich noch angeschlagen. Teilte ihr das halt auch mit. Die Vertretung meiner Hausärztin, bei der ich mich nun mal blicken ließ (die kann ja eh nicht mehr machen, außer mir Medikamente zu nennen, zum Inhalieren zu raten usw – und das kann ich alleine), hat mir ein Antibiotika verschrieben, sagte aber gleich, dass das wenig bringen wird. Meine Betreuerin war der Meinung, ich sei ja dank Antibiotika nicht mehr ansteckend. Und außerdem sei ich ja nun schon seit über einer Woche krank und da sei die Ansteckungsgefahr ja nicht mehr so groß. Ach ja, zum Termin mit Wunderärztin war ich genau eine Woche wieder richtig krank – was meine Betreuerin ebenfalls wusste.

Und was mich an sich am meisten trifft – sie sagte zum Thema Therapieende, Ende der Gruppentherapie das das alles ja gerade ein wenig viel sei und sagte fast im gleichen Atemzug, dass sie mich die Woche auch nicht sehen will. Und da wundert sich jemand, dass ich nicht rund laufe?

Vor drei Wochen redeten wir locker flockig über meine Geburtstag nächstes Jahr und sie meinte, sie notiert sich das Datum. Ich erwähnte, dass ich es toll finde, an meinem Geburtstag mit Familie, Frau Sonnenschein und Betreuerin Kaffee zu trinken. Das kam von ihr, ohne das ich es in irgendeiner Form eingefordert hätte.

Ich habe ihr allerdings auch klar gesagt, wie doof ich das fand und in Kombination mit der Aktion der Urlaubsvertretung das Vertrauen ziemlich weg ist und ich es halt doof finde, wenn ich da endlos lange meine Bedürfnisse formulieren muss und sie mir nonstop sagt ich sei im Unrecht, obwohl mir der Kollege was anderes gesagt hat. Immerhin gab sie mittlerweile zu, dass das doof gelaufen ist.

Letzte Woche meinte sie dann zu mir, dass sich bei ihnen personell nächstes Jahr was ändern wird. Sie geht ab Ende Januar in den Mutterschutz. Ende März kommt das Baby und mit Resturlaub und so.

Ich selber wäre an was langfristigem interessiert gewesen. Habe ehrlich gesagt auch keine Lust, mich nun schon wieder auf jemand einzulassen. Das meine Betreuerin schwanger wird, war bei meiner alten Betreuerin schon meine größte Sorge. Das war auch immer wieder Thema.

So nach und nach koche ich innerlich immer mehr. Klar das ihr die Vetretungssituation relativ egal war, denn da muss sie schon gewusst haben, dass sie schwanger ist. Im August war sie zu einem Termin mit der Therapeutin mit dabei. Da erzählte sie, ebenfalls von sich aus, dass wir noch in der Kennelernphase sind. Da lache ich heute bitter drüber – denn da wusste sie ja bereits, dass sie mich in wenigen Monaten nicht mehr betreuen wird.

Ich habe mich ihr anvertraut. Habe verzweifelt darum gekämpft, eine Beziehung aufzubauen – was absolut sinnlos war.

Ich hatte vor der letzten Betreuerin einen absolut miesen Betreuerwechsel. Der mich heute noch beschäftigt. Bei dem man mir vorher versprach, wenn es nicht klappt, sucht man nach einer anderen Lösung und schlussendlich lief es so, dass mich meine damalige Betreuerin von einem Tag auf den anderen fallen ließ, ich mit der Nachfolgerin gar nicht konnte und man mir konstant gesagt hat, wie schwierig es ist jemand zu finden (ich hatte damals einen sehr hohen Betreuungsschlüssel – so viele Stunden bekommt nur schwer jemand unter) und das es eben nicht anders geht. Kein Wort mehr davon, dass man eine Lösung sucht. Die damalige neue Betreuerin auch nur übergriffig war und schlussendlich von sich aus die Betreuung beendete. Ich hab nur irgendwann eingesehen, dass das auch nicht geht und Frau Sonnenschein hat sich da enorm für mich eingesetzt.

Außerdem habe ich nun in noch nicht mal 10 Jahren dann die 5. Betreuerin – da fragt keiner mehr warum und wieso, da heißt es nur: Frau Verstoert Sie haben aber viele Betreuerwechsel gehabt! Da fragt keiner, wie lange ich vom wem betreut wurde.

Ich weiß, dass ich in der Vorweihnachtszeit bis mindestens Februar, teilweise bis März nicht ansprechbar bin. Dieses Jahr bin ich, bedingt durch Therapie- und Gruppentherapieabbruch, damit sehr früh dran. Mich in dem Zustand auf jemand neues einlassen und gleichzeitig wissen, dass ich nicht damit rechnen brauche, dass meine Betreuerin ihre Termine alle einhalten wird… ich noch dazu in den letzten Jahren im Winter immer! über Wochen hinweg erkältet war (Bus fahren geht, aber mich betreuen geht ja nicht  – sie muss ja nun nicht nur sich schützen).

Diese Woche erzählte sie mir dann, sie hat mit ihrem Chef wegen einer neuen Betreuung gesprochen. Sie nannte mir die Kollegin auch, die ich dem Namen nach kenne. Passt rein vom Alter her gar nicht. Und die übernimmt mich ab Januar. Ob ich sie vorher kennen lernen kann, war meine Frage und das wäre mir enorm wichtig gewesen. Ich lerne sie irgendwann Anfang Januar kennen und das sei ja vorher. Für mich ist das nicht vorher, wenn jemand zum 1.1. die Betreuung übernimmt und ich sie dann kennen lerne.

Ich habe ihr ein wenig vom dem miesen Betreuerwechsel erzählt. Sie ist der Meinung, dazu wird es nicht mehr kommen. Ich habe klar auch gefragt, was ist, wenn ich mit ihrer Nachfolgerin nicht kann. Eine Antwort habe ich nicht wirklich bekommen. Sie ist auch der Meinung, man kann beim ersten Kennenlernen nicht entscheiden, ob es passt oder nicht. Leider kann ich genau das. Ich kann beim ersten Kennenlernen sagen: Passt, ist einen Versuch Wert oder passt eben nicht. Mich kotzt es an, dass ich zwar klare versuche einen Teil meiner Bedürfnisse zu formulieren, aber mir irgendwas eingeredet wird. Erinnert mich an meinen Oberarzt, der mir meine Gefühle ja auch abgesprochen hat.

Mir auch klar ist, dass ich nicht die einzige Klientin bin. Noch dazu eben nicht die einzige Klientin, die man nun relativ panikartig unterbringen muss – in einem Team, dass eh schon unterbesetzt ist.

Mein Leben besteht seit einer Woche aus Selbstverletzung. Nun kam es irgendwie zustande, dass meine Betreuerin heute mit mir bei Wunderärztin war. Seit Mittwoch Abend habe ich ein Ganzkörpercutting (heißt bei mir von überm Knie bis unter den Hals). SVV in der Klinik vorm Termin. U.a. auch im Gesicht. Die Hände habe ich gestern Abend schon erwischt (mache ich sonst nie). Endete schlussendlich damit, dass Wunderärztin das alles sehen wollte. Betreuerin fragte ob sie raus gehen soll und mir es einfach nur scheißegal war.

Ich mit Wunderärztin generell ein Gespräch geführt habe zu dem Thema stationärer Aufenthalt. Nur will ich eben nicht in „ihre“ Klinik (Horrorklinik). Mich die zweite Klinik im Einzugsgebiet auch nicht wirklich aufnehmen wird (ich wohne nicht in deren Einzugsgebiet). Im Akutfall die Klinik vor Ort zuständig ist. Schlussendlich, wenn ich in die andere Klinik will, dann eben über Warteliste (relativ sinnlos, wenn ich eine Krisenintervention will) oder ich rufe die Polizei an, „vermelde“ quasi Selbstgefährung und bettel die Herren, die dann hier auftauchen werden, dass ich nicht in die Klinik im Einzugsgebiet will. Mit viel Glück komme ich dann in die andere Klinik.

Wunderärztin meinte zum Thema wie läuft Krisenintervention ab u.a. das man in der Regel Tavor gibt, damit die Patienten ruhiger werden. Nur wirkt Tavor bei mir Null. Wie ich selber weiß, wird Tavor heute gerne durch Seroquel ersetzt – mit Seroquel war/wurde ich hochsuizidal mit nicht ganz freiwilliger Verlegung auf eine Geschlossene usw. Ich habe keine Kraft, da irgendjemand zu erklären, welche Medis ich bereits genommen habe und was alles nicht wirkt. Vor allem wenn ich bereits aus bitterer Erfahrung weiß, dass man zwar darauf pocht, dass ich doch wissen muss, was mir gut tut und was nicht – aber auf der anderen Seite wird mir doch nur gesagt, dass ich ja keine Ahnung habe.

Und als absolutes Highlight für Donnerstag – meine neue Betreuerin ist in einem anderem Team. Teamübergreifende Urlaubsvertretungen werden nicht gemacht. Somit ist das Thema Urlaubsvertretung nun auch wieder ein Problem (meine momentane Betreuerin wird auch das Abstreiten).

Ich habe nun innerhalb von einem Monat 4! Beziehungsabbrüche – und ich warte nur drauf, wann es mir jemand zum Vorwurf macht, dass ich nicht rund laufe.

Ich habe keine Lust mehr Verständnis zu haben. Ich habe auch keine Lust mehr, mir die Mühe zu machen, Bedürfnisse zu formulieren, die mir dann eh abgesprochen werden.

Und ich frage mich, warum ich eigentlich noch um mich kämpfe.

Btw. hätte ich gewusst, dass meine Betreuerin einen so dringenden Kinderwunsch hat, hätte ich mich da nie drauf eingelassen. Hätte ich im September geahnt, dass sie schwanger ist…. dann hätte ich damals gar nicht erst rum diskutiert. Und vor allem habe ich ganz sicher nicht innerhalb eines Jahres zwei Betreuerwechsel gewollt.

Und was mich ebenfalls ankotzt, dass es nicht mehr darum geht mit mir eine Lösung zu finden. Ist ja auch viel einfacher, wenn man mir mich selbst erklärt.

Monatsrückblick Mai

Der Mai hatte es in sich und ich habe so ziemlich alles durch. Aber daraus resultierend habe ich nun angefangen neue Wege zu gehen.

Ich war am Anfang des Monats eher überdreht. Sehr überdreht. Aber es hat sich gut angefühlt. Richtig gut sogar. Davon ist relativ wenig übrig, denn Hochmut kommt nun mal vor dem Fall.

Ich habe ja bereits berichtet, dass ich ehrenamtlich arbeite. An sich macht mir das total viel Spaß. Allerdings fällt es mir zeitweise schwer den Anweisungen meiner Chefin zu folgen. Einfach weil ich manche Dinge nicht wirklich nachvollziehen kann und weil sie ständig widersprüchliche Anweisungen gibt. Teilweise auch fünf verschiedene und sich widersprechende Anweisungen zu einem Thema in dreißig Minuten.

Dann ist das Ding generell recht groß geworden. Sie hat teilweise nicht mehr wirklich den Überblick. Möchte aber über alles die Kontrolle haben. Da andere Helfer aber der Meinung sind, man kann auch mal selbst was entscheiden, gibt es immer wieder Ärger. Leider ist sie aber nicht immer greifbar um sie zu fragen.

Nun machte ich einen Vorschlag zu etwas. Machte mich dann auch kundig, ob es Möglichkeiten gibt und teilte ihr mit, es gäbe Möglichkeiten. Ja ich soll ihr das mal aufschreiben. Da ich es persönlich doof finde, wenn man Links von einem Zettel abschreiben muss, habe ich ihr alle Links per Mail geschickt. Die kann man dann anklicken oder schnell kopieren.

Ich habe weder geschrieben man muss das machen. Es waren auch aufwendigere Dinge mit dabei, die aber in anderen Bereichen bisher hoch bejubelt wurden. Ich stehe dem kritisch gegenüber, habe sie aber wegen der Vollständigkeit eben mit dazu gepackt. Also eine reine Liste.

Nun ja, dann bekam mich ihr Mann, den ich als Chef ansehe, in die Finger. Was mir einfallen würde, ihm so ein Pamphlet zu schicken. Ich hatte ihre Mailadresse benutzt. Das die Mails alle bei ihm landen wusste ich nicht. Machte mich runter ala ich hätte ja so viel Zeit usw und ich soll das doch dann machen. Ob ich der Meinung sei, sie hätten nicht genug zu tun und ihnen sei langweilig usw.

Alles vor den anderen Kolleginnen. In einem Ton der sich gewaschen hatte. Ich würde alles an mich reißen wollen usw. Warum ich das noch nicht in die Wege geleitet habe. etc pp. Ich kann doch nirgends anrufen und sagen ich bin von Organisation X und wollte das und das. Doch doch hätte ich machen können. Vorher war noch das Thema, weil jemand was hinter dem Rücken der Chefin gemacht hat. Also wieder ein Widerspruch.

Auf der Arbeit sei die Arbeit seit Wochen vergiftet und das nur wegen mir, ob mir das nie aufgefallen sei. Da fiel ich aus allen Wolken. Wendete mich an die Kolleginnen von wegen ob das stimmt, denn ich hatte einen ganz anderen Eindruck. Er unterbrach mich, ich wendete ein, dass ich gerade nicht ihn gefragt habe. Die Kolleginnen sahen alle sehr ungläubig aus und meinten dann auch, dass sie wunderbar mit mir zurecht kommen. Falls ich mal nervig sei, stellen sie eben auf Durchzug.

Eine Kollegin hatte sich vorher schon hinter mich gestellt. Sie fände gut was ich mache. Ich hätte immer so tolle Ideen usw. Was allerdings eben auch anstrengend ist, da meine Chefin ständig nach Ideen fragt, um mir dann zu sagen, dass das ja alles nicht geht.

Generell ist es schon öfters so gewesen, wenn Chef schlecht gelaunt ist, dann lässt er es an mir aus. Und mich kotzt das nun endgültig an. Weil es teilweise eben auch sehr persönlich wird und ihn das nichts angeht. Über mein Privatleben rede ich generell eh selten. Somit hat er auch keine Ahnung, wie viel Zeit ich habe und so weiter.

Abends kam dann eine SMS, dass man ein gemeinsames ruhiges Gespräch möchte. Mir graute es davor, weil das eine 2 gegen 1 Situation gewesen wäre. Ich hab nur am nächsten Tag mit einem kurzen Ok geantwortet, denn mir ging es halt wirklich richtig schlecht. Inkl. heulendes Telefonat mit meiner Betreuerin und SVV.

Da ich ihr nicht aus dem Weg gehen kann, weil wir automatisch wo zusammen treffen, habe ich mich für die kurz gefasste SMS entschuldigt. Sie war froh, dass ich mich überhaupt gemeldet habe. Wir hätten vielleicht früher mal reden sollen, meinte sie. Ich habe ihr halt auch gesagt, dass es mir darum ging, für die Organisation das möglichst beste raus zu holen usw. und ich es nicht böse meinte. Bat auch ein Gespräch mit meiner Betreuerin an.

Mittlerweile scheint alles vergessen? Ich sehe zu, dass ich ihm aus dem Weg gehe. Meine Ideen mehr für mich behalte und wenn sie konkret fragt, eben auch mal sage, wie doof das ist, wenn nachher ja doch alles (angeblich) nicht geht.

Mir ging es an sich damit richtig mies was war. So mies, dass ich ernsthaft über einen Klinikaufenthalt nach dachte. Ich, die seit Jahren jeglichen stationären Rahmen ablehne. Mich hat vor allem die Art verletzt. Und das persönliche. Und ich stand da leider auch nicht alleine da mit dem Gefühl, nicht zu wissen, was nun eigentlich los ist.

Allerdings wurde ich danach von alle Kollegen in irgendeiner Form angesprochen. Ich glaube die haben das alle nicht gut gefunden.

Daraus resultierend ist mir aber auch bewusst geworden, dass mir eindeutig Soziale Kompetenzen fehlen. Also suche ich derzeit nach einer Möglichkeit ein Soziales Kompetenztraining zu machen. Bieten hier aber nur die PIAs an. An eine bin ich angebunden, somit nimmt mich die andere nicht. Und meine PIA – nun ja mit der Gruppenleiterin gabs bisher auch Probleme und ich kann sie leider auch nicht wirklich ernst nehmen.

Ich habe aber nun beschlossen, für mich mitzunehmen was geht. Alles andere auszublenden. Wobei es noch drin ist, dass die Gruppenleiterin mich ablehnt. Wobei ich hier ja auf persönlicher Gründe tippe. Mal sehen wie sie das umschiffen wird.

Ansonsten habe ich ab Juni eine neue Betreuerin, die ich bereits im Mai endlich mal kennen lernte. Wirklich wohl ist mir dabei nicht. Allerdings ist sie nett. Meine alte Betreuerin hat mich nun aber über 7 Jahre betreut und mir fällt das klar schwer, weil sie eben auch ein Teil meiner Geschichte ist und ich gerade das Gefühl habe, da verschwindet ein Stück von mir.

Monatsrückblick April

Die Zeit rast weiter. Und schon wieder ist ein Monat rum.

Ostern war ehrlich gesagt weniger berauschend. Am Ostersonntag war ich mit meinen Angehörigen Essen. Wieder mal so eine Aktion meines Vaters. Ich meinte vorher zu ihm, sie könnten am Ostersamstag zu mir kommen, aber erst gegen 19 Uhr. Weil unklar war, wie der Ablauf bei der Tafel sein wird, zu der ich Samstags als Abholer gehe. Er meinte nur so, ach wir können doch auch am Sonntag in Lokal X gehen, da gehst du doch auch gerne hin Kind.

Das Essen ist ok. Ich bekomme mein Cordon Bleu mit Pommes. Ansonsten ist es nur Aufwand. Das ist außerhalb, da fährt zweimal die Stunde ein Bus. Dann wird dort an Feiertagen in Etappen gegessen. Vorletzte Weihnachten saßen wir gemütlich und wurden fast raus geschmissen, weil Vatern davon nichts wusste.

Nun hatte er den Tisch für 12 Uhr bestellt, aber um 13.30 Uhr müssen wir weg sein. Der eine Bus ist um kurz nach halb schon da und der nächste da wäre ich erst um viertel nach da. Was dann zeitlich doch eng werden könnte. Dazu meinte er nur, ja er sagt meinem Bruder er soll um viertel vor schon da sein, dann gehen wir früher rein und es wird zeitlich nicht so eng.

Für mich heißt das aber, ich muss um 11 rum aus dem Haus. Mit meinem verschobenen Tagesrhythmus ein Problem. Den Tisch später bestellen wollte Vatern nicht. Offizielle Begründung, es wäre ja doof, wenn wir dann da wären und da sitzen noch Leute und man muss warten. Ich persönlich finde es genauso doof, wenn wir schnell essen müssen und fluchtartig den Tisch verlassen müssen.

Aber egal, ich fahr da nur noch den Funktionieren-Modus. Ist eindeutig entspannter. Nun ja nicht wirklich entspannt, aber ich bürde mir den Kampf nicht mehr auf.

Er läuft in das Lokal. Ist eine gute Stunde strammer Fußmarsch. Wenn er meint das machen zu müssen, sein Ding. Mittlerweile fährt er mit mir zurück im Bus. An Ostern war bis Ostersonntagmorgen unklar, ob er mit dem Bus hin fährt, wegen dem Wetter. Als er mich anrief, um mich zu wecken, wusste auch mein Bruder noch nicht, dass er ne Viertelstunde eher da sein soll.  Aber nun ja.

Nun legt er ja Wert darauf ein Bier zu trinken. Da müssen auch alle für Verständnis haben. Mein Bruder trinkt auch eins. Nur wird mein Bruder nach einem Bier nicht anders. Mein Vater aber. Vielleicht empfinde ich das auch nur extrem?

Auf alle Fälle sind wir an den Bus und er erzählte mir alles mögliche. Von mir aus. Im Bus setzte ich mich ans Fenster oder er ließ mich da sitzen. Nun ist an meinem Vater nicht wirklich viel dran, ich bin ein wenig umfangreicher. Aber an sich ist da echt genug Platz auf den Sitzen, wenn beide sich ordentlich hinsetzen.

Er aber sitzt so breitbeinig da, dass ich mich ins Eckchen drücken muss. Was ja noch halbwegs erträglich wäre, ja wenn. Am Ostersonntag roch er extrem nach Bier. So eine richtige Bierfahne, die ich eben als eklig empfinde. Er erzählte mir ständig was und hauchte mir ständig ins Gesicht. Distanz kennt er nicht. Ich rückte als mehr weg und er kam ständig näher. Ostern war für mich damit gelaufen.

Dafür klappte der SGB 12 Antrag. Die haben mir ein ganz komisches Formular gesendet, in dem ich denen quasi eine Kontovollmacht geben sollte. Inklusive für meine Erben. Mit dem Hinweis, dass diese Vollmacht nicht widerrufen werden kann. Mein Bruder meinte auch, er würde das nicht unterschreiben.

Ich bekomme nun ja nicht wirklich viel Leistungen. Aber eben zu viel, um darauf verzichten zu können. Aber das war der Punkt für mich, an dem ich nicht mehr bereit war, mich komplett auszuziehen.

Ich meinte dann zu der Sachbearbeiterin, was diese Erklärung denn genau heißt, denn ich würde das nicht unterschreiben wollen. Ja sie hätten so Probleme, wenn jemand stirbt, an überzahlte Beträge zu kommen. Ich meinte dann nur, falls das bei mir der Fall sein sollte, soll sie das bei meinem Bruder anfordern, der wird das umgehend zurück überweisen. Ach wenn ich Angehörige habe ist das ja kein Problem.

Mich ärgert es trotzdem, dass so was einfach versucht wird. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute das einfach unterschreiben.

Einen Termin bei Wunderärztin hatte ich nicht. Was mich ja ein wenig ankotzt. Frau Sonnenschein auch ein wenig aus allen Wolken fiel, als ich anmerkte, dass sie ja nun den Job von Wunderärztin machen sollte. Ich für mich werden schwierigere Sachen, die ich am Empfang klären muss, mit der Sprechstundenhilfe nicht mehr machen. Ich hoffe, das lässt sich umsetzen.

Ansonsten gab es im April nicht wirklich viel. Ich war krank, war wieder gesund, seit Mai wieder krank. Mit meiner Betreuerin habe ich einen Deal laufen, dass ich bis zum 15. Mai 100 Sachen los werde. Das Ziel habe ich bereits erreicht. Und dann bis Mitte Juni noch mal 50 Sachen. Leider war mir da noch nicht bewusst, dass ich ab Juni eine neue Betreuerin habe. Was mir meine jetzige Betreuerin auch erst Ende April mal wieder klar machte. Wobei im ITP eben Juli steht. Sie aber nun auf Juni drängt, weil das ja ein Schreibfehler sei. Was mir aber gerade schwer fällt.

Außerdem muss sich an meinem Schlafrhythmus was ändern. Es hat sich immer mehr eingebürgert, dass ich erst gegen 4 und später ins Bett bin. Ziel ist nun 2 Uhr und ich schicke ihr jede Nacht vor dem ins Bett gehen eine Mail. Klappt ganz gut.

In dem Haus, in dem ich wohne, wurde die Treppe renoviert. Ganz komische Aktion, die für mich mit vielen Ängsten verbunden war. Schlussendlich hat man nur die Treppenabsätze bis in den zweiten Stock gemacht, aber keine Stufen. Und hier oben löst sich der Boden auf.

Man hat außerdem versucht ins Haus einzubrechen. Ich vermute, ich habe die Einbrecher versucht rein zu lassen? Hinterlässt alles ein ungutes Gefühl, da ich hier oben ja weder eine Klingel an der Wohnungstür habe noch einen Spion. Wenn jemand klopft, mache ich auf.

Weiterhin sprachlos

Ich bin immer noch ziemlich heiser. So langsam nervt es.

Eine neue Waschmaschine habe ich nun auch endlich. Was mir aber an sich nur Ärger brachte. Das Altgerät sollte ja mitgenommen werden, an der Hotline sagten sie, sie buchen das für mich, dann rief ich da noch mal an, weil ich keine Bestätigung hatte – die Dame war so nett und hat sich dafür eingesetzt, dass die alte Maschine mit genommen wird. Die kamen dann, nein Altgerätmitnahme machen sie nicht.

Wieder mit der Firma telefoniert. Sie kümmern sich drum. Dann boten sie mir an, sie holen die neue Maschine wieder ab, ich bestell sie neu, bestell dann auch die Altgerätmitnahme und hätte dann eben eine neue Maschine und das Altgerät weg. Ich finde es ziemlich unsinnig, eine funktionierende Maschine zurückgehen zu lassen. Schlussendlich entsorge ich sie nun selbst.

Nun muss ich nur durch das Abenteuer durch, dass ich jemand finde, der mir das Altgerät runter trägt. Ich habe nun mal meinen Chef vom Ehrenamt gefragt, ob er eine Idee hat. Er würde das mit jemand machen. Irgendwie ist mir das nicht wirklich recht, aber irgendwie muss die Maschine ja nach unten. Momentan sind die Nachbarn nicht da, da kann ich sie dort vor der Tür stehen lassen. Falls die aber demnächst kommen sollten…. und unten in den Hausflur kann ich sie auch schlecht stellen, denn da steht alles voll.

Irgendwie war das aus dem zweiten Stockwerk leichter zu händeln. Vier Stockwerke sind da doch eine andere Hausnummer. Aber wenn es nicht anders geht, steht die eben ein paar Tage unten im Hausflur. Falls meine Vermieter was sagen, kann ich immer noch sagen, aus dem zweiten Stockwerk wäre das alles einfacher gewesen. Ok ich vermute eh, die alte Maschine hat beim Umzug einen Knall bekommen. Aber das kann ich nicht beweisen.

Meine Betreuerin kam aber letzte Woche, was ganz gut tat. Ok die meiste Zeit habe ich wegen der Waschmaschine telefoniert oder es krächzend versucht.

Sie sprach den neuen ITP an. Mit dem neuen ITP steht nämlich auch ein Betreuerwechsel an, was mir gerade sehr viel Angst macht. Darüber blogge ich aber wohl die Tage mal ausführlicher.

Wohnungschaos- vor erst Ruhe?

Meine Vermieter gehen mir seit neustem aus dem Weg. Wenn sie mich im Hausflur sehen oder hören, verschwinden sie schnell wieder in ihrer Wohnung. Die vom Mieterschutzbund gesetzte Frist ist ebenfalls abgelaufen. Aber immerhin ist das mit den Vorhängen hoffentlich am Laufen.

Mieterschutzbund rät, mich nun ruhig zu verhalten, es sei denn ich würde auf irgendwas bestehen wollen. Mir ist es mittlerweile egal, ob sie mir meine Lampen anschließen oder nicht. Licht habe ich ja. Die Sockelleisten sind mir an sich auch egal. Da ich das alles in einem Protokoll fest gehalten habe und dafür eine Zeugin habe, kann man mir da auch nichts wollen. Sprich man kann mir die Mängel bei Auszug nicht vorwerfen.

Wegen meiner Heizung war immerhin nun mal jemand da. Aber auch nur, weil es mein Vater noch mals direkt beim Vermieter angesprochen hat. Der Handwerker war ganz erstaunt, welch alte Therme hier drin hängt. Mal sehen ob das Teil ausgetauscht wird. Ansonsten heißt es weiter Wasser auffüllen. Was mich zwar an meine Grenzen bringt, aber das ist machbar.

Meine Vermieter haben mir ja kurz bevor das Chaos begann eine Nebenkostenabrechnung für 2012 zukommen lassen. Mit einer nicht unerheblichen Forderung an mich. Da sie aber falsche Abschläge genutzt haben, habe ich das mitgeteilt. Endstand war, wenn sie kein Geld bekommen, dann ist das in Ordnung. Sprich nun ruht das. Laut denen geht es nun Null auf Null aus.

Ich hab mich nun beim Mieterschutz kundig gemacht. Ich kann da noch bis Ende 2015 was zu sagen. Bzw. habe ich auch keine Abrechnung für 2011 bekommen. Wären für 2012 schon einige Euros gewesen. Ich vermute für 2011 auch. Falls ich bald eine Wohnung finde, bzw. vor Ende 2014, werde ich das nach dem Auszug mal einfordern. Immerhin muss ich ja auch einen Makler zum Teil bezahlen, den sie mir an sich bezahlen wollten. Und diverse andere Nettigkeiten die dieses Jahr gelaufen sind, waren ja auch nicht wirklich in Ordnung.

Wohnungssuche ist Thema für sich. Die Woche war eine tolle Wohnung in einem Vorort zu vermieten. Gute Infrastruktur. Gute Busanbindung. Nur nicht mehr im Einzugsgebiet meiner Betreuerin. Daraufhin habe ich nun mal generell Frau Sonnenschein gefragt, ob sie nicht mal mit der Organisation dort einen Kontakt herstellen kann. Einfach um heraus zu finden, ob ich mir das vorstellen kann. Sie meinte, da wäre meine Betreuerin die bessere Ansprechpartnerin.

Meine Betreuerin nun ja… sie sagte mir heute, dass in absehbarer Zeit eh ein Betreuerwechsel anstehen würde. Sie haben wohl beschlossen, dass eine Betreuung durch den selben Betreuer, sich nicht über Jahre ziehen soll. Damit die Betreuer unbefangener an die Sache ran gehen. Auf der einen Seite nachvollziehbar. Aber es macht mir Angst. Löst klar das Gefühl von allein gelassen werden aus.

Wobei es schon mal einen Betreuerwechsel gab und der nur mies lief. Bis ich halt zu meiner jetzigen Betreuerin kam. Ich die anderen Betreuer in ihrem Team an sich auch nicht sonderlich mag. Zwei sind glaube männlich und scheiden deshalb für mich aus. Von den Kolleginnen…. mit einer gibt es immer Probleme, wenn ich dort mal anrufe. Eine Kollegin mag ich sehr. Allerdings habe ich da schon lange Sorge und das auch vor längerem schon angesprochen, dass da so ein Anna Ding draus wird. Im letzten Jahr hat sie die Vertretung nicht gemacht. Mir wurde gesagt, weil sie die Vertretung für eine andere Klientin übernommen hat, die auf keinen Fall von einem Mann betreut werden soll. Meine Einwände, dass ich das an sich auch ablehne, wurden überhört.

Ich habe meine Betreuerin gebeten, dass sie sich da mal Gedanken macht, mir das anders zu erklären mit dem Betreuerwechsel, weil ich da eh bald wieder in einem Gedankenkarussell drin bin. Sie meinte, ich würde das sicherlich wieder auf mich münzen. Das die Betreuung wegen meiner Person abgegeben wird. Da hat sie ziemlich mit getroffen, was mir vorher nicht so bewusst war.

Generell ist sie mir schon wichtig. Im Endeffekt kann mir ein Wechsel aber auch Vorteile bringen. Und alles brüllt wieder innerlich: Will nicht!