Lebenszeichen oder so

Eigentlich sollte ich hier schon lange der Monatsrückblick für Februar stehen. Bald auch der für März. Aber irgendwie bekomme ich es nicht wirklich auf die Reihe.

Mein Wunschaufenthalt in der Psychiatrie war Thema für sich. Es blieb bei den geplanten 10 Tagen, die ich schlussendlich Wunderärztin und Frau Sonnenschein zuliebe durch gezogen habe. Ich war mehrfach gedanklich dabei meine Koffer zu packen.

Ausschlaggebend für den Aufenthalt war für mich vor allem der Hinweis, dass ich dann ja jemand zum Reden hätte. Die Illusion wurde mir recht bald genommen. Es gab pro Woche ein Gespräch mit der Therapeutin von 25 Minuten. Was ich für verschwindend gering halte. Ich kam schon beim ersten Termin nicht hin. Denn bis ich auf die gestellte Frage geantwortet hatte, waren wir bei 50 Minuten.

Bezugspflegegespräche waren auch nur jeweils 25 Minuten. Eines pro Woche. In Krisensituationen wären die Gespräche auf mit der Bezugspflege auf 10 Minuten begrenzt gewesen. Das habe ich mir dann gleich geschenkt, weil ich es nicht schaffe, mein Gefühlschaos in 10 Minuten zu erklären. Wobei bei den Gesprächen wahrscheinlich nach 5 Minuten die Skillsschublade aufgezogen worden wäre. Sprich mir wäre geraten worden, was ich nun an Skills machen kann. Mich ablenken hilft mir aber nicht dabei meine Probleme zu lösen.

Ich habe sowohl bei der Therapeutin, wie auch bei der Bezugsschwester klar angesprochen, dass mir das nicht reicht. Ja das sei halt so. Und das sei alles bei jedem so. Nur doof, wenn andere Patienten anderen Patienten erklären, dass es ein Therapeutengespräch von 50 Minuten pro Woche gibt. Doof ist auch, wenn Mitpatienten erzählen, dass sie gerade eine Stunde mit einer Schwester geplaudert haben.

Von der Therapeutin gab es die Hausaufgabe, dass ich aufschreiben sollte, welche Bedürfnisse ich an eine neue Betreuerin hätte. Ich frage mich und das leider bis heute, warum ich Bedürfnisse formulieren soll, wenn gerade Menschen aus dem professionellen Bereich genau entgegengesetzt handeln. Damit habe ich den Aufsatz auch eingeleitet. Das wäre auch der Punkt gewesen, an dem man hätte arbeiten müssen. Statt dem wurde auf die Uhr gesehen, dass wir auch ja die 25 Minuten nicht überschreiten und dann wurde mir gesagt, wie toll ich doch meine Bedürfnisse formuliert hätte.

Ich weiß, wie es war, als ich im letzten Jahr gegenüber meiner Betreuerin mehrfach mein Bedürfnis geäußert habe, dass ich mit der Situation nicht umgehen kann, dass sie mir helfen soll. Was hat sie gemacht? Sachen, die ich ihr anvertraut habe, gegen mich verwendet. Ich weiß noch, wie es war, als ich dem Chef der betreuenden Organisation gegenüber meine Bedürfnisse geäußert habe und er mir versprach, dass er sich darum kümmert und mir am nächsten Tag mitteilte, dass er genau das Gegenteil macht und noch dazu behauptet, ich hätte das so verlangt. Komisch nur, dass Frau Sonnenschein, die bei dem gemeinsamen Gespräch dabei war, es genauso gehört hat, wie ich mich erinnere. Und ich weiß, wie die Klinik damit umging und noch umgeht, dass es mein Bedürfnis ist, zu verstehen, was bei dem Klinikaufenthalt 2009/2010 gelaufen ist. Dazu habe ich bis heute keine Auskunft, beziehungsweise ich darf darüber nicht mehr sprechen.

Wie kann man erwarten, dass ich Bedürfnisse formuliere, wenn man selbst meine Bedürfnisse mit Füßen tritt? Ich hatte ja der Therapeutin gegenüber das Bedürfnis geäußert, dass ich eindeutig mehr Gespräche bräuchte. Beziehungsweise mir eben 10 Minuten Krisengespräche nicht reichen.

Der Arztbericht war dann der Hammer. Meine Mutter ist ein Jahr und einen Monat später gestorben. Faszinierend das argumentiert wurde, man habe alte Dinge nur kopiert. Bei Copy und Paste stünde da was anderes. Ganz klar war auch, dass ich dabei bin Pflegestufe zu beantragen, um damit die Haushaltshilfe zu finanzieren. Im Arztbericht stand dann, dass ICH 3 Stunden die Woche als Haushaltshilfe arbeite. Hat man mir eigentlich zugehört? Wenn man die Zeiten schon so limitiert, dann würde ich mir zumindest wünschen, dass man mir zuhört.

Die Bezugspflegegespräche sollten an sich darum gehen, dass ich einen Plan für den Haushalt erstelle. Mit meiner Haushaltshilfe klappt das nämlich nicht wirklich. Das sie 3 Stunden dazu braucht, zwei Böden zu kehren, die beiden Böden zu saugen, in zwei Zimmern vorne herum ein wenig zu saugen, den Flur zu saugen, in Badewanne und Waschbecken massig Reinigungsmittel zu kippen und oberflächlich sauber zu machen und dann noch Küchenboden, Badboden und Hausflur zu putzen – das kann es nicht sein. Und das riss leider immer mehr ein.

Im ersten Gespräch kamen wir dazu nicht. Im zweiten Gespräch klärte mich die Schwester umfangreich darüber auf, was sie machen würde und erläuterte mir umfangreich den Stand vor dem Aufenthalt. Ich war aber schon weiter, da ich auch hier die Hausaufgabe, die lautete, machen Sie mal einen groben Plan, gemacht hatte. Und ihr Monolog durfte auch nicht unterbrochen werden. Bei jedem Versuch kam nur, ich soll sie ausreden lassen.

Mit den Mitpatienten war es auch eher Thema für sich. Einer, der ein Problem mit mir hatte, dem ich aber immer gut genug war, wenn er mich brauchte, argumentierte mir gegenüber, man würde sich an dem und dem stören – das würden die anderen auch sagen. Ich fragte mich innerlich, warum man mir das nie gesagt hat. Habe mich dann aber eben distanziert.

Ach ja, mit der Pflege gab es im Vorfeld die Absprache, wenn ich mich abkapsle, dann soll man mich ansprechen. Fiel noch nicht mal auf, dass ich auf einmal nur noch alleine war.

Ich für mich kann mittlerweile benennen, wann ich angefangen habe dicht zu machen und warum. Was für mich ein großer Fortschritt ist. Trotzdem weiß ich nun, dass das Setting, dass die Klinik anbietet, eben nicht mein Ding ist.

Seit kurz vorm dem Aufenthalt ist Persönliches Budget Thema. Der Kostenträger gibt grundsätzlich sein Ok. Allerdings muss ich vor Antragsstellung erst mal eine Betreuerin finden. Was sich als mehr als schwierig erweist. Es gibt keine offizielle Liste. Auf der inoffiziellen Liste stehen vor allem Männer drauf. Die Frauen nehmen zum Teil niemanden oder haben mich abgelehnt oder ich habe sie abgelehnt.

Ich suche nun natürlich nach Möglichkeiten. Laufe dazu von Pontius zu Pilatus. Keiner weiß was, keiner kennt jemand und so weiter. Psychosoziale Betreuung für psychisch Kranke kennt man hier kaum. Es sei denn, man geht über eine Organisation, was ich ja nicht mehr möchte.

Mit meiner neuen Betreuerin werde ich auch nicht warm. Sie macht mir Angst und ich vertraue ihr nicht. Ich sitze im Endeffekt meine Zeit bei ihr ab, bzw. habe die eben auch minimiert. Wichtige Dinge erledige ich alleine. Mehr schlecht als recht. Hauptsache ich muss mich ihr nicht anvertrauen.

Pflegestufe ist bewilligt worden, was mir zu denken gibt. Ohne Probleme beim ersten Anlauf. Die Haushaltshilfe kann ich darüber nicht finanzieren, sagte die Gutachterin. Der Kostenträger vom Betreuten Wohnen, der die Kosten zur Zeit trägt, sagt aber, dass das geht und er das einfach macht.

Momentan ist mir das alles zu viel. Vieles hätte früher meine Betreuerin aufgefangen. Die vorletzte. Die letzte hätte mich wohl nur ausgelacht?

Die Gedanken drehen sich wieder viel um Anna. Und um die letzte Betreuerin. Beide haben den selben Vornamen. Ich habe mal gesagt, ich würde mir ein T-Shirt bedrucken lassen, auf dem vorne drauf steht: Annas Spielzeug und auf der Rückseite ein Mülleimer zu sehen ist, in den man mich rein schmeißt mit den Worten: Mist kaputt – Ach egal! Denn das würde es einfach treffen.

Momentan würde ich mir einfach wünschen, dass mal was klappt. Aber irgendwie klappt gerade mal wieder nichts. Noch dazu gehe ich beim kleinsten an die Decke. Momentan ist es mein Vater.

 

 

 

 

 

 

 

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Vertrauen – Der Feind!

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, weil es gerade sooo viel ist. So viel was mich belastet, was mir durch den Kopf geht.

Im Juni gab es ja einen Betreuerwechsel. Ich wollte da an sich ja gar nicht. Die Organisation, die eben mein betreutes Wohnen macht, sagt aber mittlerweile, sie wollen keine langjährigen Betreuungen mehr. Neuer Wind und so.

Die Beziehung zu meiner letzten Betreuerin war, nach anfänglichen Schwierigkeiten (ok die hielten länger an) ziemlich gut. Richtig gut wurde sie an sich nach dem letzten Klinikaufenthalt. Sie teilte mir das an sich auch früh genug mit, wir konnten den Wechsel verschieben und sie hat mir halt klar gesagt, ich soll es als Chance sehen. Sie hat sich auch richtig viel Mühe gegeben, jemand passendes für mich zu finden. Was nicht ganz einfach ist, weil keine Mann, 2 andere Betreuer hatte ich schon, eine schließe ich grundsätzlich aus usw.

Die neue? Ich versuchte mit ihr warm zu werden. Vom Typ her ist sie generell schon mein Ding. Wenn so vieles anderes nicht gewesen wäre. Zumindest jetzt, im nach hinein betrachtet. Sie Betreuung begann im Juni und sie hat mich quasi zwei Wochen betreut und war dann erst mal eine Woche im Urlaub.

Im September folgten 3 Wochen Urlaub. Nun ist meine alte Betreuerin ihre Vertretung bei mir. Das erste Mal seit dem ich Betreuung habe, dass die Urlaubsvertretung kein Problem ist. Nun überschnitt sich der Urlaub der Beiden um eine Woche. In einer Woche hatte ich also meine alte Betreuerin gesehen. In der zweiten Woche war Rufbereitschaft – sprich ich hätte anrufen können. In der dritten Woche sollte ein Kollege die Vertretung machen und da hieß es klar, er ruft mich an.

Ich hatte vor Monaten, noch mit meiner alten Betreuerin, angefangen, Nachts eine Mail zu schreiben, wenn ich ins Bett gehe. Damit ich mal früher ins Bett komme. Das hat die neue übernommen. Mir wurde gesagt, dass kann ich bei der Vertretung der Vertretung auch machen, das sei abgesprochen.

In der Woche lief hier einiges schief und ich hätte einen Ansprechpartner gebraucht. Frau Sonnenschein war nämlich auch im Urlaub. Nun ja, dachte ich mir, der Betreuer wird ja irgendwann mal anrufen. Da bis Mittwoch kein Anruf kam, habe ich in der Gute Nacht Mail um ein Telefonat gebeten. Leider hat er die Mails erst Donnerstag Abends abgerufen und wir haben dann erst Freitag telefoniert.

Für mich war das keine Situation und ich wollte die für die Zukunft ändern. Was an sich auch kein Aufwand gewesen wäre. Ich sprach also meine Betreuerin an, dass das eben doof gelaufen ist und ich darum bitte, dass man für das nächste Mal, wenn klar gesagt wird, man wird mich anrufen, eben im Vorfeld ein Termin vereinbart wird.

Ich habe zwei Wochen mit ihr rum diskutiert und der Grundton war an sich, dass das alles alleine meine Schuld gewesen sei. Begreife ich bis heute nicht. Da bestand eine klare Absprache (er ruft mich an – ohne Zeitangabe) und ich muss darum betteln. Laut ihr hätte er mich nicht erreicht – was definitiv nicht stimmt. Er selbst sagte am Telefon zu mir, dass das blöd gelaufen sei und es ihm Leid tut und sie erklärt mir konstant, dass das mein Fehler gewesen ist?

Im Oktober ging es dann zur Mitte des Monats rund. Einmal war ich dauererkältet. Dann teilte mir meine Therapeutin mit, dass die Therapie nicht weiter geht, weil die Krankenkasse die Therapie ablehnt. Die Gruppentherapie wurde wieder aufgelöst. Mein Rehasport stand auch auf wackligen Beinen, weil ich dort wochenlang nicht war, weil ich ständig krank war. Das wusste meine Betreuerin, dank der nächtliche Mails, auch alles.

In der Woche stand noch ein Termin bei Wunderärztin an. Zu dem sie mitkommen sollte (wir finden so schwer einen Termin und da kam sie eben öfters mal mit). U.a. war auch geplant, Akteeinsicht für einen bestimmten Tag zu beantragen (da läuft die 10 Jahres Frist demnächst ab) und ich hatte da noch eine Frage zum Betreuungsvertrag, den ich im Beisein der Wunderärztin klären wollte.

Am Tag vor dem Termin hätte man mich an die Wand klatschen können. Ich war total neben der Spur und rief eben meine Betreuerin an. Die mir via Mail schon mitgeteilt hatte, dass sie zu dem Termin nicht mitkommen möchte, wenn ich so erkältet bin. Ich habe am Telefon die meiste Zeit geheult. Habe sie mehrfach um Hilfe gebeten. Wollte das sie mich aufmuntert. Ihr Hauptaugenmerk galt dem Punkt, sie möchte zu dem Termin nicht mit komme. Ich gehe da an sich sehr vorsichtig mit um: Ich gebe keinem die Hand, halte Abstand etc pp. Sie fährt jeden Tag eine längere Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Deshalb verstehe ich bis heute nicht, warum sie zu dem Termin nicht mit gegangen ist. Ich hätte das verstanden, wenn sie hätte zu mir nach Hause kommen müssen. Aber so? Genügend Abstand wäre gewesen, das Zimmer meiner Wunderärztin ist ja keine Besenkammer.

Ich verwies darauf, dass ich eben was wegen dem Betreuungsvertrag und so. Sie betonte mehrfach, sie hat Angst sich anzustecken. Und ich würde ja auch nicht gut klingen. (ja ich klang ziemlich verheult). Das mit der Akteneinsicht hatte ich schon gar nicht mehr auf dem Schirm, weil ich total fertig war. Schlussendlich haben wir Donnerstag telefoniert und sie hat mich dann abgewürgt, weil sie zum nächsten Termin (der seltsamerweise zu der Zeit war, zu der sie an sich mit mir einen Termin hatte) musste.

Die Woche drauf war ich gesundheitlich noch angeschlagen. Teilte ihr das halt auch mit. Die Vertretung meiner Hausärztin, bei der ich mich nun mal blicken ließ (die kann ja eh nicht mehr machen, außer mir Medikamente zu nennen, zum Inhalieren zu raten usw – und das kann ich alleine), hat mir ein Antibiotika verschrieben, sagte aber gleich, dass das wenig bringen wird. Meine Betreuerin war der Meinung, ich sei ja dank Antibiotika nicht mehr ansteckend. Und außerdem sei ich ja nun schon seit über einer Woche krank und da sei die Ansteckungsgefahr ja nicht mehr so groß. Ach ja, zum Termin mit Wunderärztin war ich genau eine Woche wieder richtig krank – was meine Betreuerin ebenfalls wusste.

Und was mich an sich am meisten trifft – sie sagte zum Thema Therapieende, Ende der Gruppentherapie das das alles ja gerade ein wenig viel sei und sagte fast im gleichen Atemzug, dass sie mich die Woche auch nicht sehen will. Und da wundert sich jemand, dass ich nicht rund laufe?

Vor drei Wochen redeten wir locker flockig über meine Geburtstag nächstes Jahr und sie meinte, sie notiert sich das Datum. Ich erwähnte, dass ich es toll finde, an meinem Geburtstag mit Familie, Frau Sonnenschein und Betreuerin Kaffee zu trinken. Das kam von ihr, ohne das ich es in irgendeiner Form eingefordert hätte.

Ich habe ihr allerdings auch klar gesagt, wie doof ich das fand und in Kombination mit der Aktion der Urlaubsvertretung das Vertrauen ziemlich weg ist und ich es halt doof finde, wenn ich da endlos lange meine Bedürfnisse formulieren muss und sie mir nonstop sagt ich sei im Unrecht, obwohl mir der Kollege was anderes gesagt hat. Immerhin gab sie mittlerweile zu, dass das doof gelaufen ist.

Letzte Woche meinte sie dann zu mir, dass sich bei ihnen personell nächstes Jahr was ändern wird. Sie geht ab Ende Januar in den Mutterschutz. Ende März kommt das Baby und mit Resturlaub und so.

Ich selber wäre an was langfristigem interessiert gewesen. Habe ehrlich gesagt auch keine Lust, mich nun schon wieder auf jemand einzulassen. Das meine Betreuerin schwanger wird, war bei meiner alten Betreuerin schon meine größte Sorge. Das war auch immer wieder Thema.

So nach und nach koche ich innerlich immer mehr. Klar das ihr die Vetretungssituation relativ egal war, denn da muss sie schon gewusst haben, dass sie schwanger ist. Im August war sie zu einem Termin mit der Therapeutin mit dabei. Da erzählte sie, ebenfalls von sich aus, dass wir noch in der Kennelernphase sind. Da lache ich heute bitter drüber – denn da wusste sie ja bereits, dass sie mich in wenigen Monaten nicht mehr betreuen wird.

Ich habe mich ihr anvertraut. Habe verzweifelt darum gekämpft, eine Beziehung aufzubauen – was absolut sinnlos war.

Ich hatte vor der letzten Betreuerin einen absolut miesen Betreuerwechsel. Der mich heute noch beschäftigt. Bei dem man mir vorher versprach, wenn es nicht klappt, sucht man nach einer anderen Lösung und schlussendlich lief es so, dass mich meine damalige Betreuerin von einem Tag auf den anderen fallen ließ, ich mit der Nachfolgerin gar nicht konnte und man mir konstant gesagt hat, wie schwierig es ist jemand zu finden (ich hatte damals einen sehr hohen Betreuungsschlüssel – so viele Stunden bekommt nur schwer jemand unter) und das es eben nicht anders geht. Kein Wort mehr davon, dass man eine Lösung sucht. Die damalige neue Betreuerin auch nur übergriffig war und schlussendlich von sich aus die Betreuung beendete. Ich hab nur irgendwann eingesehen, dass das auch nicht geht und Frau Sonnenschein hat sich da enorm für mich eingesetzt.

Außerdem habe ich nun in noch nicht mal 10 Jahren dann die 5. Betreuerin – da fragt keiner mehr warum und wieso, da heißt es nur: Frau Verstoert Sie haben aber viele Betreuerwechsel gehabt! Da fragt keiner, wie lange ich vom wem betreut wurde.

Ich weiß, dass ich in der Vorweihnachtszeit bis mindestens Februar, teilweise bis März nicht ansprechbar bin. Dieses Jahr bin ich, bedingt durch Therapie- und Gruppentherapieabbruch, damit sehr früh dran. Mich in dem Zustand auf jemand neues einlassen und gleichzeitig wissen, dass ich nicht damit rechnen brauche, dass meine Betreuerin ihre Termine alle einhalten wird… ich noch dazu in den letzten Jahren im Winter immer! über Wochen hinweg erkältet war (Bus fahren geht, aber mich betreuen geht ja nicht  – sie muss ja nun nicht nur sich schützen).

Diese Woche erzählte sie mir dann, sie hat mit ihrem Chef wegen einer neuen Betreuung gesprochen. Sie nannte mir die Kollegin auch, die ich dem Namen nach kenne. Passt rein vom Alter her gar nicht. Und die übernimmt mich ab Januar. Ob ich sie vorher kennen lernen kann, war meine Frage und das wäre mir enorm wichtig gewesen. Ich lerne sie irgendwann Anfang Januar kennen und das sei ja vorher. Für mich ist das nicht vorher, wenn jemand zum 1.1. die Betreuung übernimmt und ich sie dann kennen lerne.

Ich habe ihr ein wenig vom dem miesen Betreuerwechsel erzählt. Sie ist der Meinung, dazu wird es nicht mehr kommen. Ich habe klar auch gefragt, was ist, wenn ich mit ihrer Nachfolgerin nicht kann. Eine Antwort habe ich nicht wirklich bekommen. Sie ist auch der Meinung, man kann beim ersten Kennenlernen nicht entscheiden, ob es passt oder nicht. Leider kann ich genau das. Ich kann beim ersten Kennenlernen sagen: Passt, ist einen Versuch Wert oder passt eben nicht. Mich kotzt es an, dass ich zwar klare versuche einen Teil meiner Bedürfnisse zu formulieren, aber mir irgendwas eingeredet wird. Erinnert mich an meinen Oberarzt, der mir meine Gefühle ja auch abgesprochen hat.

Mir auch klar ist, dass ich nicht die einzige Klientin bin. Noch dazu eben nicht die einzige Klientin, die man nun relativ panikartig unterbringen muss – in einem Team, dass eh schon unterbesetzt ist.

Mein Leben besteht seit einer Woche aus Selbstverletzung. Nun kam es irgendwie zustande, dass meine Betreuerin heute mit mir bei Wunderärztin war. Seit Mittwoch Abend habe ich ein Ganzkörpercutting (heißt bei mir von überm Knie bis unter den Hals). SVV in der Klinik vorm Termin. U.a. auch im Gesicht. Die Hände habe ich gestern Abend schon erwischt (mache ich sonst nie). Endete schlussendlich damit, dass Wunderärztin das alles sehen wollte. Betreuerin fragte ob sie raus gehen soll und mir es einfach nur scheißegal war.

Ich mit Wunderärztin generell ein Gespräch geführt habe zu dem Thema stationärer Aufenthalt. Nur will ich eben nicht in „ihre“ Klinik (Horrorklinik). Mich die zweite Klinik im Einzugsgebiet auch nicht wirklich aufnehmen wird (ich wohne nicht in deren Einzugsgebiet). Im Akutfall die Klinik vor Ort zuständig ist. Schlussendlich, wenn ich in die andere Klinik will, dann eben über Warteliste (relativ sinnlos, wenn ich eine Krisenintervention will) oder ich rufe die Polizei an, „vermelde“ quasi Selbstgefährung und bettel die Herren, die dann hier auftauchen werden, dass ich nicht in die Klinik im Einzugsgebiet will. Mit viel Glück komme ich dann in die andere Klinik.

Wunderärztin meinte zum Thema wie läuft Krisenintervention ab u.a. das man in der Regel Tavor gibt, damit die Patienten ruhiger werden. Nur wirkt Tavor bei mir Null. Wie ich selber weiß, wird Tavor heute gerne durch Seroquel ersetzt – mit Seroquel war/wurde ich hochsuizidal mit nicht ganz freiwilliger Verlegung auf eine Geschlossene usw. Ich habe keine Kraft, da irgendjemand zu erklären, welche Medis ich bereits genommen habe und was alles nicht wirkt. Vor allem wenn ich bereits aus bitterer Erfahrung weiß, dass man zwar darauf pocht, dass ich doch wissen muss, was mir gut tut und was nicht – aber auf der anderen Seite wird mir doch nur gesagt, dass ich ja keine Ahnung habe.

Und als absolutes Highlight für Donnerstag – meine neue Betreuerin ist in einem anderem Team. Teamübergreifende Urlaubsvertretungen werden nicht gemacht. Somit ist das Thema Urlaubsvertretung nun auch wieder ein Problem (meine momentane Betreuerin wird auch das Abstreiten).

Ich habe nun innerhalb von einem Monat 4! Beziehungsabbrüche – und ich warte nur drauf, wann es mir jemand zum Vorwurf macht, dass ich nicht rund laufe.

Ich habe keine Lust mehr Verständnis zu haben. Ich habe auch keine Lust mehr, mir die Mühe zu machen, Bedürfnisse zu formulieren, die mir dann eh abgesprochen werden.

Und ich frage mich, warum ich eigentlich noch um mich kämpfe.

Btw. hätte ich gewusst, dass meine Betreuerin einen so dringenden Kinderwunsch hat, hätte ich mich da nie drauf eingelassen. Hätte ich im September geahnt, dass sie schwanger ist…. dann hätte ich damals gar nicht erst rum diskutiert. Und vor allem habe ich ganz sicher nicht innerhalb eines Jahres zwei Betreuerwechsel gewollt.

Und was mich ebenfalls ankotzt, dass es nicht mehr darum geht mit mir eine Lösung zu finden. Ist ja auch viel einfacher, wenn man mir mich selbst erklärt.

Monatsrückblick September 2015

Der September war anstrengend. Das passt wahrscheinlich recht gut.

Anfang September stand eine größere Aktion meiner ehrenamtlichen Tätigkeit an. Das klappte relativ gut und ich habe mich bereits im Vorfeld von einigen Punkten klar distanziert.

Am Abend war ich dann noch auf einer Grillfeier. Nicht wirklich freiwillig. Aber es hat mir recht gut gefallen. Und ich kam zumindest mal unter Leute.

In der Woche drauf habe ich einer Bekannten beim Umzug geholfen. Das hatte ich Wochen vorher schon angeboten. Allerdings hatten wir keine Kontaktdaten und sie hat mich zufällig getroffen. Dienstags getroffen, mit der Aussage, sie zieht am Wochenende um und es ist noch kein Stück gepackt. Kartons hatte sie auch so gut wie keine.

So stand ich dann Samstags Morgens um 8 Uhr auf der Matte. Eine Zeit, zu der man mich an sich freiwillig nirgends hin bekommt. Die Wohnung war generell Thema für sich. Es blieb uns wirklich nichts anderes übrig, als einfach alles irgendwie einzupacken. Ich befürchte meine Bekannte ist bis heute damit beschäftigt Wäsche zu waschen.

Dann musste sie mehrfach weg fahren, um irgendwelche Leute irgendwo zu holen und mich wohin zu bringen, zu holen und keine Ahnung. Somit habe ich mich breitschlagen lassen, auch am Sonntag noch zu helfen. Und wer war nicht da? Sie. Sie kam irgendwann und der Rest des Umzuges lief chaotisch weiter.

Allerdings kam mir vieles aus meinem Leben bekannt vor. Ich habe ihr nun angeboten, ich würde sie dabei unterstützen Hilfe zu bekommen. Sie muss das Angebot an sich nur annehmen.

Nach dem Umzug war ich dann mal wieder krank und das zieht sich an sich bis heute. Ok ich war zwischenzeitlich mal ein paar Tage halbwegs gesund.

Leider hat sich das auch umgehend auf meine Psyche ausgewirkt. Frau Sonnenschein hatte Urlaub und so fielen die Termine schon mal weg. Meine neue Betreuerin war auch im Urlaub. Meine alte Betreuerin hat Vertretung gemacht. War dann aber die letzte Urlaubswoche auch im Urlaub. Und die Vertretung der Vertretung sollte an sich anrufen und es endete schlussendlich damit, dass ich förmlich um das Gespräch gebettelt habe.

Meine Vermieter haben hier oben auch mal wieder geräumt. Der ganze Kram steht bei mir auf dem Stockwerk rum. Da stört es ja keinen. Und ich bin ja keiner. Meine Nachbarin, die alle paar Wochen mal übers Wochenende da ist. hat dann Sonntags Nachts noch irgendwas zwischen meine Wohnungstür und einem Schrank vor meiner Wohnungstür gestopft. Das würde sie vor ihrer Tür stören. Da ist massig Platz und sie ist eh nie da.

Den Dreck habe ich mittlerweile auch mehrfach weg gewischt. Dann war noch ein Handwerker in den Räumen, die meine Vermieter hier oben noch haben und der hat massig Dreck hinter lassen.

Nun haben wir einen neuen Mieter im Haus, der im Keller räumt. Ich habe schon immer den kleinsten Keller im Haus. Bzw. hatten die anderen Mieter immer einen großen Keller und einen Kohlekeller und ich eben nur so einen Kohlekeller. Die Kohlekeller will der neue Mieter, wohl in Absprache mit unseren Vermietern, die Kohlekeller abreißen, um mehr Platz zu schaffen.

Nun räumt der eben den alten Kram raus, der noch von alten Mietern ist. Kam nun auf mich zu, dass er meinen Keller auch abreißen will. Evt. kann ich einen großen Keller bekommen. Letzter Stand war nun, dass ich aus meinem Verschlag umziehen soll und dann irgendwann später noch mal umziehen soll. Warum ich nun zweimal umziehen soll? Man könne meinen Vermietern nicht zumuten, die großen Keller nun durch zu sehen.

Ich hatte große Schwierigkeit an ihm nicht den Zorn auf meine Vermieter auszulassen. Ich habe mir ein: Ich bin ja eh nur geduldet! nicht verkneifen. Alleine schaffe ich es eh nicht den Keller auszuräumen. Ich warte nur drauf, dass meine Vermieter mir mitteilen, dass ich ja keinen Keller brauche, weil ich ja den Speicher nutzen kann. Ich brauche den Keller aber, weil ich einen Teil meiner Getränke dort lagere, da ich nicht alles auf einmal hier hoch schaffen kann. Und dort sind eben auch Sachen, die ich noch brauche, aber eben in meiner jetzigen Wohnung nicht stellen kann.

Während ich krank war, stellte sich auch raus, dass mein Bruderherz zu Lebzeiten meiner Mutter in meinem Handyvertrag rum gepfuscht hat. Ich zahle nämlich fleißig 50 Cent die Einheit. Laut Anbieter läuft das Handy aber auf meinen Bruder und ich kann da nichts dran ändern. Wir haben es bisher nicht geschafft, da mal zusammen hin zu gehen. Der Umstand ist seit 2 Jahren bekannt. Nun habe ich eine SMS bekommen, dass die mir den Vertrag kündigen. Als ich bei ihm nachfragte, meinte er, er hat da was Schriftlich bekommen und da fiel ihm eben ein, dass da irgendwas war. Er meinte nun locker flockig, ich soll entweder aufladen oder das Ding eben auslaufen lassen.

Da ist aber noch Guthaben drauf. Ich habe zwar mittlerweile ein neues Handy mit neuer Karte, aber es ärgert mich doch. Außerdem kamen viele Erinnerungen hoch. Als meine Mutter krank war, durfte ich vor allem die Dreckarbeit machen. Als sie ein neues Handy wollte, freute ich mich darauf, das Handy kaufen zu dürfen und dann durfte mein Bruder das machen.

Ich komme mir mittlerweile nur noch vor wie ein Stiefkind. Egal in welcher Situation. Wenn mein Vater und mein Bruder irgendwas ausmachen und ich übergangen werde. Bei Erinnerungen an meine Mutter. In Situationen mit meinen Vermietern.

Monatsrückblick Mai

Der Mai hatte es in sich und ich habe so ziemlich alles durch. Aber daraus resultierend habe ich nun angefangen neue Wege zu gehen.

Ich war am Anfang des Monats eher überdreht. Sehr überdreht. Aber es hat sich gut angefühlt. Richtig gut sogar. Davon ist relativ wenig übrig, denn Hochmut kommt nun mal vor dem Fall.

Ich habe ja bereits berichtet, dass ich ehrenamtlich arbeite. An sich macht mir das total viel Spaß. Allerdings fällt es mir zeitweise schwer den Anweisungen meiner Chefin zu folgen. Einfach weil ich manche Dinge nicht wirklich nachvollziehen kann und weil sie ständig widersprüchliche Anweisungen gibt. Teilweise auch fünf verschiedene und sich widersprechende Anweisungen zu einem Thema in dreißig Minuten.

Dann ist das Ding generell recht groß geworden. Sie hat teilweise nicht mehr wirklich den Überblick. Möchte aber über alles die Kontrolle haben. Da andere Helfer aber der Meinung sind, man kann auch mal selbst was entscheiden, gibt es immer wieder Ärger. Leider ist sie aber nicht immer greifbar um sie zu fragen.

Nun machte ich einen Vorschlag zu etwas. Machte mich dann auch kundig, ob es Möglichkeiten gibt und teilte ihr mit, es gäbe Möglichkeiten. Ja ich soll ihr das mal aufschreiben. Da ich es persönlich doof finde, wenn man Links von einem Zettel abschreiben muss, habe ich ihr alle Links per Mail geschickt. Die kann man dann anklicken oder schnell kopieren.

Ich habe weder geschrieben man muss das machen. Es waren auch aufwendigere Dinge mit dabei, die aber in anderen Bereichen bisher hoch bejubelt wurden. Ich stehe dem kritisch gegenüber, habe sie aber wegen der Vollständigkeit eben mit dazu gepackt. Also eine reine Liste.

Nun ja, dann bekam mich ihr Mann, den ich als Chef ansehe, in die Finger. Was mir einfallen würde, ihm so ein Pamphlet zu schicken. Ich hatte ihre Mailadresse benutzt. Das die Mails alle bei ihm landen wusste ich nicht. Machte mich runter ala ich hätte ja so viel Zeit usw und ich soll das doch dann machen. Ob ich der Meinung sei, sie hätten nicht genug zu tun und ihnen sei langweilig usw.

Alles vor den anderen Kolleginnen. In einem Ton der sich gewaschen hatte. Ich würde alles an mich reißen wollen usw. Warum ich das noch nicht in die Wege geleitet habe. etc pp. Ich kann doch nirgends anrufen und sagen ich bin von Organisation X und wollte das und das. Doch doch hätte ich machen können. Vorher war noch das Thema, weil jemand was hinter dem Rücken der Chefin gemacht hat. Also wieder ein Widerspruch.

Auf der Arbeit sei die Arbeit seit Wochen vergiftet und das nur wegen mir, ob mir das nie aufgefallen sei. Da fiel ich aus allen Wolken. Wendete mich an die Kolleginnen von wegen ob das stimmt, denn ich hatte einen ganz anderen Eindruck. Er unterbrach mich, ich wendete ein, dass ich gerade nicht ihn gefragt habe. Die Kolleginnen sahen alle sehr ungläubig aus und meinten dann auch, dass sie wunderbar mit mir zurecht kommen. Falls ich mal nervig sei, stellen sie eben auf Durchzug.

Eine Kollegin hatte sich vorher schon hinter mich gestellt. Sie fände gut was ich mache. Ich hätte immer so tolle Ideen usw. Was allerdings eben auch anstrengend ist, da meine Chefin ständig nach Ideen fragt, um mir dann zu sagen, dass das ja alles nicht geht.

Generell ist es schon öfters so gewesen, wenn Chef schlecht gelaunt ist, dann lässt er es an mir aus. Und mich kotzt das nun endgültig an. Weil es teilweise eben auch sehr persönlich wird und ihn das nichts angeht. Über mein Privatleben rede ich generell eh selten. Somit hat er auch keine Ahnung, wie viel Zeit ich habe und so weiter.

Abends kam dann eine SMS, dass man ein gemeinsames ruhiges Gespräch möchte. Mir graute es davor, weil das eine 2 gegen 1 Situation gewesen wäre. Ich hab nur am nächsten Tag mit einem kurzen Ok geantwortet, denn mir ging es halt wirklich richtig schlecht. Inkl. heulendes Telefonat mit meiner Betreuerin und SVV.

Da ich ihr nicht aus dem Weg gehen kann, weil wir automatisch wo zusammen treffen, habe ich mich für die kurz gefasste SMS entschuldigt. Sie war froh, dass ich mich überhaupt gemeldet habe. Wir hätten vielleicht früher mal reden sollen, meinte sie. Ich habe ihr halt auch gesagt, dass es mir darum ging, für die Organisation das möglichst beste raus zu holen usw. und ich es nicht böse meinte. Bat auch ein Gespräch mit meiner Betreuerin an.

Mittlerweile scheint alles vergessen? Ich sehe zu, dass ich ihm aus dem Weg gehe. Meine Ideen mehr für mich behalte und wenn sie konkret fragt, eben auch mal sage, wie doof das ist, wenn nachher ja doch alles (angeblich) nicht geht.

Mir ging es an sich damit richtig mies was war. So mies, dass ich ernsthaft über einen Klinikaufenthalt nach dachte. Ich, die seit Jahren jeglichen stationären Rahmen ablehne. Mich hat vor allem die Art verletzt. Und das persönliche. Und ich stand da leider auch nicht alleine da mit dem Gefühl, nicht zu wissen, was nun eigentlich los ist.

Allerdings wurde ich danach von alle Kollegen in irgendeiner Form angesprochen. Ich glaube die haben das alle nicht gut gefunden.

Daraus resultierend ist mir aber auch bewusst geworden, dass mir eindeutig Soziale Kompetenzen fehlen. Also suche ich derzeit nach einer Möglichkeit ein Soziales Kompetenztraining zu machen. Bieten hier aber nur die PIAs an. An eine bin ich angebunden, somit nimmt mich die andere nicht. Und meine PIA – nun ja mit der Gruppenleiterin gabs bisher auch Probleme und ich kann sie leider auch nicht wirklich ernst nehmen.

Ich habe aber nun beschlossen, für mich mitzunehmen was geht. Alles andere auszublenden. Wobei es noch drin ist, dass die Gruppenleiterin mich ablehnt. Wobei ich hier ja auf persönlicher Gründe tippe. Mal sehen wie sie das umschiffen wird.

Ansonsten habe ich ab Juni eine neue Betreuerin, die ich bereits im Mai endlich mal kennen lernte. Wirklich wohl ist mir dabei nicht. Allerdings ist sie nett. Meine alte Betreuerin hat mich nun aber über 7 Jahre betreut und mir fällt das klar schwer, weil sie eben auch ein Teil meiner Geschichte ist und ich gerade das Gefühl habe, da verschwindet ein Stück von mir.

Lichtblicke

Mir fällt es gerade wieder mal schwer mich aufzuraffen. Keine Ahnung warum. Trotzdem schaffen gerade Kleinigkeiten Licht im Dunkel.

Heute war meine Betreuerin da. Der erste volle Termin in diesem Jahr. Zu erledigen war endlich die Zuzahlungsbefreiung. Der Antrag kam irgendwann kurz nach meinem Umzug und ich hab den verschusselt. Dann noch mal beantragt und bis ich dann die Papiere zusammen hatte. Da noch der Schrieb vom Arzt fehlte, konnten wir das letztes Jahr nicht mehr fertig machen und ich habs alleine nicht auf die Reihe bekommen.

Neuer Betreuungsvertrag. So was schiebe ich ja auch immer. Hab den aber immerhin mal gelesen, bevor meine Betreuerin kam. Schweigepflichtsentbindung für Frau Sonnenschein, meine Perle und Wunderärztin. An sich will ich das nicht unterschreiben. Ich habe gerne die Kontrolle darüber wer mit wem wann über mich kommuniziert. War in Ordnung, dass ich den Schrieb nicht unterschrieben habe.

Klar kam das Gespräch wieder auf den letzten Klinikaufenthalt. Meine Gedanken Anna zu schreiben. Betreuerin meint weiterhin das bringt eh nichts. Hat sie sicherlich Recht mit. Sie sagte aber auch, dass die Ereignisse mit mir hätten aufgearbeitet werden müssen und sie das auch nicht gut findet. Aber es sei nun mal vorbei.

Auf meinem Speicher waren wir auch. Mir graut es ja noch davor, wenn meine Vermieter kommen, ich soll den Speicher ganz räumen. Wenn die mir den ersten Teil lassen, würde mir das ja reichen. Ok den großen Kleiderschrank müsste man wo anders unterbringen. Was aber denen ihre Sache sein wird.

Somit immerhin ein Lichtblick. Wichtigen Papierkram erledigt. Nächste Woche ist der Mieterschutz noch mal dran. Denn meine Vermieter haben immer noch nicht das Übergabeprotokoll unterschrieben und ich nicht den Mietvertrag. Ich nehme mal an die holen zum Großkampf auf, wenn Sohnemann umgezogen ist. Was scheinbar noch dauert. Hier oben turnen die Handwerker auch gerade ständig rum und werkeln irgendwas in der Nachbarwohnung und in der Toilette auf dem Hausflur. Ich bin gespannt.