Rentenwunder Part 2

Ich war ja vor kurzem hier bei der Rentenberatung. Der gute Mensch da sagte, ich muss einen Antrag auf Rehabilitation stellen, um überhaupt Auskunft zu bekommen. Außerdem gäbe es vor Ort keinen Reha-Sachbearbeiter, aber in der Nachbarstadt. Eine Antrag auf eine Leistung zu stellen, die ich an sich zur Zeit nicht will und ich ja nur Auskunft will, welche Optionen es gibt, war mir dann doch zu doof.

Daraufhin die Tage mit meiner Betreuerin in der Nachbarstadt angerufen. Sachlage geschildert. Die Dame hat mich auch gleich an einen Kollegen weiter gegeben, der sich scheinbar auskennt. Der meinte nur, so ein Antrag sei mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Allerdings sagte er mir auch, die einzige berufliche Perspektive die mir die Rentenversicherung anbieten könnte, wäre Arbeiten in einer Behindertenwerkstatt. Da ich volle Erwerbsminderungsrente ohne Befristung bekomme. Und irgendwie wäre es besser keinen Antrag zu stellen, da man mir sonst im schlimmsten Fall meine Rente streicht.

Super Perspektiven also. Für eine Behindertenwerkstatt bin ich nämlich zu fit. Im weiteren Verlauf des Gespräches riet mir der Mann aber, ich soll mal zur offenen Sprechstunde vorbei kommen. Was wir nun mal in Angriff nehmen werden.

Dann beglückte mich noch ein Brief meiner Vermieter. Die wollen ein Gespräch. Nun ja ich ahnte eh schon halb was kommt. Trotzdem erst mal meine Betreuerin gebeten, ob sie mitkommen kann. Als ich dann den Termin mit meinen Vermietern ausmachte, wagte ich doch mal zu fragen, ob ich was zu befürchten habe. Grob zusammen gefasst, ich werde aus meiner Wohnung raus müssen. Aber man kann mir evt. eine andere Wohnung im Haus anbieten.

In dem Zusammenhang entwickelte sich zwischen Online-Freunden und im Endeffekt mir, eine Diskussion. Leute, die ich zum Teil seit Jahren kenne und einige auch so in echt und Farbe und so. Also nicht nur im Internet, sondern wir haben uns auch schon getroffen.

Grundtenor ist an sich, ich soll komplett ausziehen, da es immer wieder zu Reibereien mit meinen Vermietern kam. Ich aber ungerne ausziehen würde, weil ich hier schon mein halbes Leben wohne und mein ganzes Leben hier im Häuserblock verbracht habe. Noch dazu ist hier schwer eine Wohnung zu dem Mietpreis zu finden, den ich ausgeben dürfte.

Veränderungen sind gut und bla. Ok von mir aus. Ein Teil der Argumente kann ich ja auch nachvollziehen. Was aber nichts daran ändert, dass ich nicht weiß, wie ich es psychisch wegstecken würde, wenn ich hier ganz weg muss. Und egal wie die Beziehung zu den Vermietern ist. Hier weiß ich, was ich habe. Noch dazu kenne ich meine Vermieter ebenfalls seit klein auf.

Fakt ist leider auch, so einfach ist umziehen für mich nicht. U.a. weil finanzielle Mittel fehlen. Und so bald ich mich weiter vom jetzigen Standort weg bewege, wäre ich auf eine Fahrkarte angewiesen. Geld, das ich auch nicht unbedingt habe. Bzw. ich müsste mich an anderen Stellen einschränken und das ziemlich. Noch dazu bin ich es von klein auf gewohnt, ich gehe aus der Haustür und um die Ecke und stehe mitten in der Innenstadt. Außerhalb wäre Planung von Nöten usw.

Die Diskussion entwickelte sich dann aber noch in ganz andere Richtungen. Ich solle mir einen Job suchen, dann hätte ich auch Geld. Für 400 Euro dürfte ich ja und so weiter. Ich war an sich stolz endlich mal dazu zu stehen und es einzusehen, dass ich genau das nicht schaffe zur Zeit. Ich aber immerhin zeitweise ehrenamtlich versuche was zu machen. Ja das hat ja kein Ziel und bringt kein Geld.

Dann das übliche zu meinem Tagesrhythmus. Ich liebe so Argumente ala: Ich muss ja auch jeden Tag um 6 aufstehen, obwohl ich lieber länger schlafen würde. Gut, verstehe ich nicht, denn im Endeffekt bin ich stundenmässig etwa die gleiche Stundenzahl wach, wie ein Arbeitnehmer. Nur eben zu anderen Uhrzeiten. Sehe ich kein Problem drin. Es ist ja nicht so, dass ich den ganzen Tag im Bett liege.

Mein absolutes Highlight der Diskussion war dann, als mir im Endeffekt gesagt wurde, dass ich kein Recht habe, mir nur die Rosinen raus zu picken. Gerade ich, die auf alles mögliche verzichtet, damit andere dürfen. Zusätzlich dann noch ein Kommentar ala, man gehe ja auch arbeiten, obwohl man aufgrund einer Behinderung auch daheim bleiben könnte und sich die Eier kraulen könnte.

Manche Kommentare waren sicherlich richtig. Und ja ich diskutiere endlos rum. Aber das ist ja nicht die erste Diskussion und manche Dinge habe ich durchaus angenommen oder betrachte sie nun anders.

Verwundert bin ich darüber, dass einige der Kommentatoren sich noch vor wenigen Wochen an meinem Geburtstagsgeschenk beteiligt haben. Ich hatte jedem eine selbst gebastelte Dankeskarte geschickt. Für die sich auch die meisten überschwänglich bedankt haben. Die Karten wurden nun kritisiert, weil sie ja tatsächlich Arbeit gemacht haben, für die andere keine Zeit haben. Ich hab sie aber. Warum nicht so nutzen?

Mich verwundert, dass Menschen die scheinbar einen soooooo schlechten Eindruck von mir haben, sich die Mühe machen, mir eine solche Geburtstagsüberraschung zu machen. Und ja ich hinterfrage das nun. Denn ich verstehe es nicht.

Ich habe lange gebraucht, mein Leben zu akzeptieren, wie es eben ist. Bin zwischenzeitlich auch aktiver geworden. U.a. das es eben auch zumindest gelegentlich soziale Kontakte gibt und ich zumindest zeitweise ehrenamtlich helfe. Und gerade diese ehrenamtliche Tätigkeit würde ich ja gerne öfters machen – was aber nicht an mir scheitert.

Ich stecke mittlerweile auch viel Mühe in meine Hobbys. Wobei daraus ja an sich mal eine berufliche Perspektive werden könnte. Diese Mühe, die ich in meine Hobbys stecke, werden auch negativ bewertet. Irgendwie kam kein positives Wort über mich.

Nun ja, nun bin ich schlauer. Scheinbar muss man Job und eigene Familie haben, um was wert zu sein!

Nach dem ich wusste, dass ich hier raus muss und evt. eine Wohnung im Haus haben kann, rief ich u.a. meinen Vater an, weil ich jemand zum Reden brauchte. Erst nicht erreicht, Handy hatte er auch keines dabei und dann endlich. Naja er musste mir erst mal von sich erzählen. Ich erzählte kurz von mir und dann hatte er es auch sehr eilig das Gespräch zu beenden. Quasi mitten im Satz beendete er mal wieder das Gespräch.

Allerdings habe ich auch mit meinem Bruder gesprochen. Er meinte halt ich soll erst mal abwarten, was mir nun genau angeboten wird. Aber er wird mir wohl zumindest praktisch helfen. Fühlt sich irgendwie gut an.

Trotzdem bekomme ich die Diskussion nicht aus dem Kopf und die hat mich auch böse mitgenommen. Vorerst halte ich mich dort fern. Nur einer weiß von hier. Momentan könnte ich mir Sprüche, ich komme erst wieder, wenn ich so bin wie ihr es wollt, nicht verkneifen. Was ziemlich kindisch wäre, aber dem entspricht, was gerade in mir vorgeht. Keine Ahnung ob ich mich nun erst um das Wohnungsproblem kümmern soll oder um die Jobsuche.

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Die Ruhe nach dem Sturm

Heute ist der erste Tag seit langem, an dem ich überhaupt nichts an festen Terminen haben und es ist zum ersten Mal ein komisches Gefühl. Wobei keine Termine haben ja an sich immer was Tolles war.

Ich habe vor kurzem angefangen, einer gemeinnützigen Organisation zu helfen. Das hatte sich eher durch einen Zufall heraus ergeben. So half ich nun ein paar Mal den Flohmarktstand abzubauen. Zur Freude der Betreiberin und zum Ärger von jemand anderem. Naja nicht wirklich Ärger, aber er versucht sich da an Regeln zu halten, die mal jemand anderes aufgestellt hat. Nun ja…

Es stellte sich dann auch heraus, dass die Betreiberin des Flohmarktstandes und ihr Mann quasi zum Vorstand gehören. Was ein komisches Gefühl war. Aber die Mitarbeit durchaus erleichtert, da nicht erst sonst jemand gefragt werden muss.

Am letzten Freitag half ich im Lager Dinge zu sortieren. Unter Anderem für den großen Flohmarkt am Sonntag. Da wurde dann auch gefragt, ob ich den Samstag beim Aufbauen helfen kann. Klar kann ich und habe ich dann auch gemacht. Wobei ich einiges als echt chaotisch empfand. Auf der einen Seite bin ich selbst ja absolut chaotisch. Aber irgendwie brauche ich da einfach mal System. Aber daran kann ich ja für mich arbeiten. Wobei ich ein Mensch bin, dem man einfach einen Auftrag geben kann und ich mache den.

Sonntag war ich dann zum Abbauen dort. Chaotisch wie der Aufbau. Aber nun gut. Als fast alles aus dem Raum raus war, stand die Frage im Raum, dass die Laster ja im Lager ja auch wieder ausgepackt werden müssen und ob ich helfe. So ne Situation hatten wir schon mal. Ich mache das. Aber mir wäre es schon lieber, man sagt mir das vorher.

An sich wird Montag, Mittwoch und Freitag was im Lager gemacht. Falls die Betreiberin kann, denn ohne sie kommt keiner ins Lager rein. Nun konnte ich Montag und Mittwoch nicht. Gestern rief sie an, dass sie Freitag auch nicht kann.

Das Gespräch war ein wenig eigenartig. Sie meinte, wir wollten auf dem Gelände aufräumen, auf dem mehrfach die Woche Flohmarkt gemacht wird. Kann ich mich nicht dran erinnern. So meinte ich, von mir aus können wir auch dort was machen. Sie hat aber Vormittags einen Termin. Scheinbar will sie Nachmittags nichts machen? Ich weiß es nicht und warte ab. Aber es war irgendwie eigenartig.

Ansonsten hatte ich die Woche halt Termine. Unter anderem bei der Wunderärztin. Der war auch eigenartig. Irgendwie kamen wir aufs Trinken zu sprechen. Also die tägliche Flüssigkeitszufuhr. Ich nur so, da braucht sie sich wenig Gedanken machen, ich trink um die 10 Liter am Tag. Schock, schweigen. Typische Reaktion. Ich war mit dem Problem auch schon bei anderen Ärzten. Ihr Vorgänger fand es gut, Hausärztin hat nur Zucker getestet, der ok war. Und ich mich mit dem Problem ebenfalls allein gelassen fühlte. Wunderärztin aber nun auch nichts machen wollte, weil alle anderen es ja ok fanden. Allerdings stellte sie fest, dass sie keine neuerer Blutwerte vorliegen hat. Ich nur so, entweder nimmt sie mir Blut ab, denn sonst wird das in dem Haus keiner machen (weil ich keinen ran lasse) oder es gibt kein Blut. Sie musste erst fragen, ob sie das darf. Hat sie dann auch getan.

Ihr Vorgänger war auch schon mal zu dem Vergnügen gekommen. War nur doof, dass ich mich am Abend vorher selbst verletzt habe. Ich glaube vorher war ihm nicht bewusst, dass Selbstverletzung statt findet. Er band den Arm ab und die Wunden gingen auf und das Blut lief mir die Arme herunter. Mich stört das nicht wirklich. Er hat es vorsichtig abgewischt. Dieses Mal waren die Wunden älter und das passierte nicht.

Morgen steht ein Klassentreffen an, was mich, vermute ich zumindest, auch unruhig macht. Wie geht man damit um, dass man gar nicht mehr arbeiten geht? Die meisten wissen das eh. Aber es ist trotzdem ein komisches Gefühl. Meistens teilt sich die Gruppe eh in Eltern, die dann über ihre Kinder sprechen. Auch eine Gruppe, zu der ich kinderlos nicht dazu gehöre. Und mich das auch belasten wird, da ich mir meinen Kinderwunsch wohl abschminken kann.

Gestern suchte ich für das Klassentreffen Fotos raus. Fotos aus einem anderen Leben. Das tat irgendwie weh. Und ich hab echt viele Fotos. Von allen möglichen Gelegenheiten. An die ich mich zum Teil auch erinnere, dass ich da glücklich war. Obwohl das damals schon oft nur oberflächlich war.

Auf alle Fälle ist es heute vom Gefühl her komisch. Ängstlich? Keine Ahnung. Ich kanns mal wieder nicht beschreiben, aber es fühlt sich nicht gut an.

Neues Jahr- Neues Glück?

Die liebe verstoert geht seit Jahren an Silvester vor 0 Uhr ins Bett. Nur ja nicht den Jahreswechsel mit bekommen. Nicht abseits neben all den Feiernden stehen. Ja nicht neben glücklichen Pärchen stehen usw. Selbst als ich über Silvester im Krankenhaus war, blieb ich dem treu. Wenn auch mit zahlreichen Hilfsmittel, die ich daheim natürlich noch mehr ausnutze. Keine Sorge, ist weitgehenst ärztlich abgeklärt. Bzw. ist mir generell erlaubt, die Medis so weit hoch zu fahren.

Dieses Mal wirkte auch mein Ohropax. Im Jahr davor konnte ich wegen der Knallerei erst nicht einschlafen. Dieses Mal drehten sich mehr die Gedanken und die Angst. Aber die Dosis war wohl hoch genug und ich war früh genug weg. Dafür war ich dann auch dementsprechend früh wach.

Mittlerweile versuche ich wieder in den Alltag rein zu kommen. Irgendwie habe ich zwar keine Struktur, aber die Feiertage haben mich noch mehr aus der Bahn geworfen. Aber die Woche ist ja noch nicht zu Ende.

Die Gedanken sind zur Zeit einigermaßen still. Ich wette sie werden sich nächste Woche pünktlich zum ersten Termin mit Frau Sonnenschein wieder einstellen. Irgendwie laufe ich im Sparmodus *grübel*

Vorsätze habe ich nicht wirklich. Hoffnungen ala gesund werden etc., habe ich schon lange aufgegeben. Immerhin wollte ich mit dem Rauchen aufhören. Nikotinkaugummis schmecken echt scheiße- halten aber nur halb vom Rauchen ab. Also werde ich nun täglich neu starten. Ich habe mich nun für minimieren entschieden. Ganz klappt eh nicht.

Ich habe aber beschlossen, die ambulante Anbindung an die Klinik zu beenden. Ende Januar habe ich einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt. Noch gefällt mir das nicht ganz und die Anbindung an die Klinik läuft auch noch. Eine Überweisung pro Quartal stellt mir meine Hausärztin aus. Vielleicht sollte ich beim ersten Termin mal fragen, ob man mir eine Überweisung zu einem weiteren Facharzt gibt? Kommt zwar doof- aber ich bin so weit, dass ich mich nicht mehr arrangieren mag, sondern eine Behandlung will, mit der ich Leben kann! Auch wenn das doof klingt. Somit denke ich, der Wechsel wird bis spätestens zum dritten Quartal 2013 über die Bühne sein.

Ansonsten steht mein 40. Geburtstag an. Meinen Kinderwunsch werde ich dann auch beerdigen können. Ja man kann mit über 40 noch Mutter werden usw. Aber für mich war das immer die Grenze.

Ansonsten lasse ich immer zum Jahresende das Jahr Revue passieren. Irgendwas positives finde ich immer. Aber für 2012 würde ich nur verzweifelt versuchen irgendwas schön zu reden. Gerade 2012 sind so viele Sachen passiert, die mir im Endeffekt den Boden unter den Füßen weg gezogen hat. Obwohl so viel ist nicht passiert. Nur das „Theater“ in der Klinik.

Meine Betreuerin meinte, es kann ja nur besser werden, als ich ihr sagte, 2012 war mein beschissenstes Jahr. Ich zweifle daran noch. Denn es wurde immer schlechter. Ein klein wenig Optimismus habe ich zwischenzeitlich. Mal sehen wie es weiter geht.

Unfähig….

Verstoert trifft es heute.

Zu spät ins Bett, was ja an sich nichts Neues ist. Aber mehrfach wach gewesen, wegen einem Wadenkrampf. Das ist relativ neu. Nur doof, wenn die längste Schlafphase für mich zu kurz war. Ich konnte zwar ausnahmsweise wieder einschlafen, aber irgendwie ist das dann kein wirklicher Schlaf mehr.

Dementsprechend fühle ich mich heute. Wie nach einem Saufgelage. Nur trinke ich gar keine Alkohol. Und der Tag plätscherte eher vor sich hin. Mit Mühe aufgerafft in die Stadt zu gehen, um was zu besorgen. Leider erfolglos.

Ich mag mich gerade selbst gar nicht leiden. Wirklicher Selbsthass ist es noch nicht, aber Hass trifft es. Ich hasse, was ich bin. Was aus mir geworden ist (hier frage ich mich nur, ob ich je anders war). Fühle mich minderwertig. Und am meisten hasse ich meine Unfähigkeit was zu ändern.

Urlaub….

Momentan ist ja jeder aus meinem Netz der Helfenden im Urlaub, selbst die Leute, die nicht direkt zum Netz gehören. Und irgendwie bekomme ich es nicht geregelt, Struktur rein zu bringen, wenn die festen Termine weg fallen. Tagesstruktur ist ja eh nicht mein Ding, aber es fällt gerade alles weg.- Irgendwie gerade kein Urlaub für mich.

Als ich eine ähnliche Situation im Frühjahr hatte- da will ich irgendwie nicht mehr hin. Die Tage bestanden aus spät ins Bett gehen, spät aufstehen, mit Schlafmittel zuschmeißen (ok die Dosis war abgesegnet), ein bisschen Online sein, wieder ins Bett gehen und Lesen (wahlweise auch heulen), ein bisschen Internet, Fernsehen, Internet, spät ins Bett gehen.

Samstag traf ich meinen Vermieter im Hausflur. Gut das er mich treffen würde, am 19. käme die Firma zur Heizungswartung. Ja ok. Ob es reicht, wenn ich ab 10 Uhr da bin? Komische Reaktion. Naja was solls. Irgendwie immer witzig. Er hat ein Problem mich zu erreichen. Ich bin in der Woche maximal 20 Stunden aus dem Haus. Ich wohne über ihm, er müsste mich an sich ja mal hören. Briefkasten habe ich auch. Telefonnummer hat sich auch nie geändert. Aber ok. Und ich verstehe nicht, warum ich ab sagen wir 7 Uhr hier sitzen und warten soll, wenn der Handwerker dann frühestens um 12 Uhr zu mir kommt. Ich plane mal gegen 10 Uhr aufzustehen. Ich wette aber, dass ich beim ins Bett gehen heute Nacht doch wieder grüble, ob früher nicht besser ist und mich dann morgen wieder ärgere.

Generell schwanke ich gerade zwischen keine Ahnung was. Am Samstag drehten sich die Gedanken wieder mal um Erinnerungen. Ich bin so wütend und damit dann auch verstört. Ich kann das was passiert ist nicht ändern. Schade nur, dass man mir immer wieder entweder sagt, dass ist nicht passiert oder ich sei schuld dran.

Die Gedanken drehten sich auch um die neue Psychiaterin. Bzw. deswegen kochten alte Gedanken hoch. Wie weit ihr sagen, dass ich scheinbar ein Problem mit Nähe und Distanz habe? Bisher hat das vorher sagen auch nichts gebracht. Als das Kind in den Brunnen gefallen war, hat man mich mit den Problemen alleine gelassen.

Immerhin ist die Küche nun aufgeräumt. In die Bücherei will/muss ich die Woche noch. Bei der Frauenärztin sollte ich auch mal vorbei schauen. Ich trau mich ja nicht anzurufen. Und ich könnte mal das Wagnis auf mich nehmen, zu Ikea zu fahren.
Ich sollte die Tage ohne Druck genießen. Mache mir aber selbst Druck, dass ich nicht nur abhängen kann. Aber irgendwie auch keine Kraft, größere Aktionen zu planen.