Lebenszeichen

Irgendwie bin ich hier nachlässig geworden. Sorry.

Das Betreuungschaos zieht sich noch. Ich habe nun Persönliches Budget beantragt. Was äußerst schwierig war. Denn vor Ort ist es total schwer an eine Betreuerin zu kommen, die nicht an eine Organisation gebunden ist. Ich habe nun jemand, bei der ich hoffe, dass es klappt. Sie ist anders als meine bisherigen Betreuerinnen. Allerdings könnte das ja auch andere Sichtweisen bringen. Allerdings warten wir nun auf ein Gespräch mit dem Kostenträger, welches Anfang August statt finden soll.

Ich hatte zwischenzeitlich Geburtstag. War enttäuschend, wie fast jedes Jahr. Bruderherz im Urlaub und mein Vater wollte mit mir essen gehen. Ich soll was aussuchen. Als ich ihm meine Wahl mitteilte, kam mal wieder eine ellenlange Liste mit Vorschläge die er besser fand und dem Hinweis, ich soll noch mal darüber nachdenken. Als er das nächste Mal fragte, sagte ich ihm, dass er entscheiden soll, weil ich es Leid bin, dass er mir jedes Jahr wieder sagt, was wir doch besseres machen könnten. Er war sauer, ich war sauer. Schlussendlich sollte es dann doch dorthin gehen, wo ich zuerst hin wollte. Die hatten dann Ruhetag. Ich entschied mich für was anderes, was er vorher aufgezählt hatte und in dem Moment in dem wir los gingen, kam er wieder damit, dass wir doch auch da und da hin gehen könnten.

Ich habe für mich nun entschieden, dass ich das nicht mehr will. Das Spiel spielen wir nämlich seit Jahren. Ich lade zum Essen ein und er erzählt mir, dass wir doch besser essen gehen sollten. Als ich fragte wo er denn hin will, nannte er ein Lokal, welches ich gar nicht mehr mag. Als ich das, zum wiederholten Male, ansprach kam nur: Aber er geht da gerne hin. Ich habe dann halt ja gesagt und dann gings rund. Ich soll einen Tisch bestellen. Nein Papa. Ja aber. So hat er mich dann tagelang terrorisiert. Ich soll einen Tisch bestellen.

Am Tag vor meinem Geburtstag rief er dann an, er muss mir nun unbedingt was bringen. Ja ok. Da fing er dann wieder an. Ich soll einen Tisch bestellen. Nein Papa. Er nur: Ich soll endlich mal sagen, was ich denn will. Ich nur so, dass ich das doch klar gesagt hätte und zum Essen eingeladen hätte. Großes Schweigen… dann die Frage ob man das jetzt noch ändern kann.Samstag Abend kurz vor Ladenschluss – nein kann man nicht.

Ich habe ihm erzählt, dass ich ein paar Tage später mit Frau Sonnenschein in mein Lieblingsrestaurant gehe. Er meinte zu meinem Geburtstag dann nur, er ruft mich später noch mal an und teilt mir mit, was wir am nächsten Tag machen. Er rief dann freudestrahlend an und teilte mir mit, dass wir in mein Lieblingslokal gehen würden. Klar welche Freude. *ironie*… er würde anrufen, wenn mein Bruder bei sich los fährt.

Was für mich an sich heißt, ich habe noch 20-30 Minuten. Ich nur so, wann das in etwa ist. Rumgedruckse, aber ich hatte eine Auskunft. Am nächsten Morgen halt aufgestanden, um ein braves Kind zu sein und zum Mittagessen da zu sein. Klingelt mein Telefon, während ich noch in Unterwäsche da sitze. Mein Vater. Er geht jetzt los. Ich nur wohin denn? Ja Bruderherz sei ja gleich bei ihm. Ich hab das schon gar nicht mehr kommentiert, hab mich angezogen und bin zum Treffpunkt los gerannt. Bruderherz und Frau stocksauer – keine Ahnung was Vatern ihnen erzählt hat. Mein Bruder meinte nur zu mir, nachdem ich ihm erzählt habe was los war, dass Vatern eben so ist.

Und das war nun nur ein Geburtstag vor Jahren. So läuft es aber seit Jahren. In den WM und EM Jahren sehe ich bereits im Dezember nach, wer an meinem Geburtstag spielt. Plane dann mit ein, wer evt. wann welches Spiel sehen möchte. Plane Freizeitaktivitäten meines Vaters, Schlafbedürfnis meines Vaters, Arbeitszeiten meines Bruders und evt. Fernsehprogramm meines Vaters mit ein, bevor ich mir Gedanken mache, was wir wann wie machen könnten. Und meistens endet es damit, dass mein Vater irgendwie mir immer sein Ding aufdrängt.

Ab sofort feiere ich an meinem Geburtstag nicht mehr. Noch wissen meine Angehörigen das nicht. Die werden richtig sauer sein. Was mir egal ist. Ich will an meinem Geburtstag machen was ich will und zu den Uhrzeiten, zu denen ich will.

Die geplante stationäre Therapie rückt auch in greifbare Nähe. Letzte Woche wollte man mich von einem Tag auf den anderen aufnehmen. Ich hatte aber im Vorfeld bereits gesagt, dass ich Vorlauf brauche. Nun stehe ich halt weiter auf der Warteliste. Es macht mir Angst. Aber ich habe auch Hoffnung auf Veränderung.

Laut Frau Sonnenschein merkt sie mir an, dass ich ein Soziales Kompetenztrainig gemacht habe. Ich hätte mich zum Vorteil verändert. Ich nehme es einfach mal als Kompliment.

Dafür klappt es an anderen Stellen gar nicht. Ich habe ja auch eine Haushaltshilfe. Die mir an sich helfen sollte. Meistens wischt sie nur kurz durch und im Bad mal dünn drüber und labert mich voll. Wenn ich nicht aufpasse, labern wir über 2 Stunden. Absolut witzig finde ich (Achtung Ironie), dass sie mir zeitweise mehr abrechnen. Eine Abrechnung habe ich gesehen, da steht eine ganze Stunde mehr drauf. Kommentierte meine Haushaltshilfe damit, dass mir ja kein Nachteil entsteht, da ich ja die Leistungen nicht aus eigener Tasche bezahle und der Kostenträger mir nicht verbrauchte Beträge ja auch nicht auszahlt.

Dafür waren meine Vermieter zugänglich, als ich erzählte, dass ich demnächst längere Zeit zur Therapie weg bin und niemand habe, der die Treppe putzt.

Es kann also nur aufwärts gehen :-)

Und apropos Grenzen setzen – eben bei meiner Familie oder meiner Haushaltshilfe, mit einer Freundin gibt es gerade auch das Problem, dass sie mir was aufdrücken möchte, was ich nicht will. Hier: Grenzen setzen finden sich ein paar wirklich gute Tipps.

 

 

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Tee statt Pillchen

Heute stand in meinem Kalender ein Termin mit Wunderärztin. Meine Betreuerin wollte mitkommen. Kam dort hin, wollte mich anmelden, sagen die zu mir, der Termin wäre letzte Woche gewesen. Ich bin an sich sehr gewissenhaft beim Eintragen meiner Termine. Und warum hat mich keiner angerufen, dachte ich so.

Nun ja… ich durfte warten und man sah was man machen kann.

Dann ging es um neue Termine. Grundlage ist, dass mir gesagt wurde, ich hätte da einmal im Monat anzutreten. Wunderärztin hat aber nur eine halbe Stelle und arbeitet nur einen Nachmittag. Da ich morgens nicht kann, bleibt nur der Nachmittag. Den nächsten Termin konnte man mir für Ende Mai anbieten! Und wir haben dann auch gleich die Termine für das ganze Jahr gemacht. Irgendwann ist Wunderärztin im Urlaub und statt mir eben einen Termin nach drei Wochen zu geben, haben wir da wieder sechs oder sieben Wochen dazwischen. Kommentar der Dame am Empfang: Ich hätte ja noch regelmäßige Termine mit Frau Sonnenschein. So ala deswegen brauche ich nicht so oft Arzttermine. Nur doof, dass Frau Sonnenschein nur Sozialarbeiterin ist. Ich hasse dieses weiter geschiebe.

Nun ja Wunderärztin nahm mich dran, sonst wäre ich eben wieder gegangen. Mir war es aber wichtig, in Erfahrung zu bringen, warum sie beim letzten Termin so „heftig“ war. Ich sagte ihr, dass ich total verunsichert war und mir unklar war, ob sie irgendwie ein Problem mit mir hat, ihre persönlichen Probleme mit einflossen oder sie einfach ausgesprochen hatte, was sie seit langem dachte.

Sie war der Meinung, es ginge um die Behandlungsvereinbarung, die mir im momentan relativ egal ist. Oder ich verdränge den Gedanken daran. Und so ritt sie darauf wieder rum. Ich denke mittlerweile so: Die Klinik sagt zwar, ich soll meine Bedürfnisse formulieren – aber schlussendlich kann ich aus einer handvoll Behandlungsvarianten die wählen, die am wenigsten schlimm sind. Und Fakt ist (leider!), dass eben nur die Akutsituation und die Aufnahmesituation geklärt wird, aber eben nicht wie ein Aufenthalt generell abläuft/ablaufen sollte.

Ich sprach die Zopiclonsache dann konkreter an. Schlussendlich bin ich die einzige ihrer Patienten die Zopiclon nimmt, weil sie generell nichts verschreibt, was abhängig macht. Es kam wieder was ala Respekt vor dem Kollegen usw.

Ich hab dann halt gefragt, was sie denn u.a. statt Bedarf an Tees empfehlen könnte. Ich habs mal notiert. Lavendel sei gut bei Angst. Ich reagiere auf Lavendel zwar mit Heuschnupfen… aber wenn es die Angst nimmt, nehme ich auch das in Kauf. Vielleicht wirkt es bei Tees auch anders?

Im stationären Bereich schwören die meisten auf so einen komischen Gute-Nacht-Tee. Mir wurde der auch oft genug angeboten. Gewirkt haben sie nie. Und noch dazu war der wirklich eklig. Ich glaube da auch nicht wirklich dran. Man könnte nun sagen, wenn du nicht dran glaubst, dann wirkt es auch nicht…. so dachte ich beim ersten Psychopharmaka ja auch und ich hatte damit die beste Zeit meines Lebens.

Laut Wunderärztin muss es ja auch nicht sein, dass ich bei zu wenig Schlaf suizidal reagiere. Machen andere ja auch nicht. Mich kotzt es ein wenig an, dass mir da ja irgendwie mal wieder meine Erfahrung abgesprochen wird. In über 90 Prozent solcher Situationen war es so oder ist es so – kann keiner verstehen, dass ich da wirklich Angst davor habe?

Außerdem riet sie dazu, eine Entzug stationär zu machen, weil ambulant ja viel zu heikel. Ich kann mich an Medikamente absetzen im stationären Bereich erinnern, bei denen es keinen interessierte, wie es mir damit ging und ob ich Nebenwirkungen hatte. Und ich leider auch weiß, dass stationäre Situationen eh schon zu schlechtem Schlaf führen.

Wunderärztin sprach von ablenken und erzählte von einer Patientin aus der Skillsgruppe, die sich aus Langweile selbst verletzt. Hab ich nie getan, keine Ahnung was der Vergleich sollte. Aber nun ja. Wenn man nicht schlafen kann, macht man eben was anderes. Bügeln, Kochen (geht nicht, weil Kinderzimmer unter meiner Küche) und so weiter. So schlau war ich leider auch schon – ohne wirklichen Erfolg.

Ich habe festgestellt, dass ich eindeutig nicht wirklich erklären kann, was ich eigentlich will. Meine Bedürfnisse nicht passend formulieren kann. Egal bei wem.

Morgen kommt meine Perle. Läuft gerade auch nicht wirklich gut. Sie ist ständig mit ihrem Smartphone abgelenkt. Ich habs letzte Woche mal angesprochen, da hat sie recht pissig reagiert. Wenn mindestens was geschafft werden würde. Dem ist aber leider auch nicht wirklich so. Letzten haben wir drei Stunden gemacht. 3 Stunden sind bewilligt. Wir haben in der Zeit ein paar Sachen gespült (war nicht wirklich viel). Zusammen. Dann hat sie gesaugt, hat Küche und Hausflur geputzt und ich glaube wir haben noch zusammen das Bett bezogen. Eindeutig zu wenig für 3 Stunden.

Letztens habe ich fest gestellt, dass der Kasten der Toilettenspülung gelbe Schlieren hat. Das der gelb wird, weil ich rauche, kann sein – ok ist so. Aber wenn da gelbe Schlieren drauf sind, ist eindeutig mal nicht richtig geputzt worden. Toilette macht fast immer sie. Ich habe auch keine Lust jedes Mal hinter ihr her zu kontrollieren. Ist irgendwie ja auch nicht der Sinn. Der Kasten ist nagelneu und mich ärgert das schon.

Und wirklich was dabei lernen tue ich eben auch nicht. So wie es aussieht, wird mir die Haushaltshilfe noch einen Bewilligungszeitraum bewilligt. Die Hilfeplankonferenz ist nächste Woche. Ohne meine Betreuerin, die im Urlaub ist.

Power Woche

Geplant war Montag Geld organisieren, um eine Waschmaschine zu bestellen. Montag Abend die Waschmaschine zu bestellen und die eventuell die Woche noch zu bekommen. Dienstag Haushaltshilfe, weil ja der Freitag weg fiel und Donnerstag Handwerker angesagt waren. Mittwoch Ehrenamt. Nachmittags Betreuerin und an sich wollte ich dann noch einen Kuchen machen. Donnerstag in aller Frühe Heizungswartung und Nachmittags Schreibwerkstatt. Freitag Extraaktion Ehrenamt, ebenfalls in aller Frühe. Was somit hieß drei Tage hintereinander früh aufstehen, was mir ja wirklich Probleme macht. In der Regel kann man mich am dritten Tag zu nichts mehr gebrauchen.

Daraus wurde:

Montag Vormittag festgestellt, dass Amazon meine Waschmaschine nicht mehr im Sortiment hat. Da war guter Rat teuer. Ich habe mich Nachmittags mal bei Saturn umgesehen, die waren aber alle teurer. Außerdem ist Amazon für Lieferung, Anschließen und Altgerätmitnahme am günstigsten. Also weiter durch geklickt, welche ich sonst bei Amazon bestellen könnte.

Montag Nacht war sie dann wieder drin. Also wollte ich Dienstag bestellen. Allerdings war mir wichtig, eine Garantieverlängerung dazu zu nehmen. Nun stellte ich fest, auf meine Waschmaschine gibt es vier Jahre Herstellergarantie und ich war mir unsicher, ob die Garantieverlängerung dann dran gehängt wird. Also beschlossen, ich warte bis Mittwoch meine Betreuerin da ist.

Ehrenamt war relativ ok. Danach hetzte ich heim, weil ich den Termin mit meiner Betreuerin so früh gelegt hatte. Sie konnte später leider nicht. Ich war gerade daheim, da klingelt das Telefon. Kollege meiner Betreuerin, die sei krank. Also ihn befragt wegen der Garantieverlängerung. Ich war ganz stolz, dass ich klar formuliert habe, ich brauche Hilfe. Er wusste aber auch nicht weiter.

Also rief ich bei Amazon an. Die sagten mir was von, dass ich dann in der Zeit die Wahl habe, ob ich die Maschine vom Hersteller reparieren lasse oder ob ich die Versicherung in Anspruch nehme. Ich könnte aber ja mal bei der Versicherung anrufen oder beim Hersteller der Maschine.

Dann rief ich bei Baukneckt an, schilderte die Situation. Die meinten zu mir, dann brauche ich keine Garantieverlängerung. Dann rief ich noch bei der Versicherung an und selbst die meinten, die Versicherung sei unnötig. Denn der Mitarbeiter las das auch so, dass die Versicherung 2 Jahre nach Kauf in Kraft tritt und ich dann zwar insgesamt 5 Jahre Garantie habe, aber Bauknecht ja noch zwei Jahre länger Herstellergarantie gibt. Ich könnte ja nach knapp zwei Jahren noch mal anrufen und nachfragen, ob die Garantieverlängerung an die Herstellergarantie dran gehängt wird.

So startete ich dann das Abenteuer Waschmaschine bestellen. Als ich vor wenigen Jahren einen Trockner über Amazon kaufte, war das irgendwie einfacher. Ich brauchte ewig, bis ich den Installationservice und die Altgerätmitnahme fand. Dann stand bei der Altgerätmitnahme, dass die das Altgerät nur mitnehmen, wenn es vom Strom getrennt ist (was ja kein Problem ist) und wenn das Gerät von den anderen Anschlüssen getrennt ist. Und genau das ist ein Problem. Ich traue mich nicht da irgendwas zu entfernen. Laut den Richtlinien könnte es mir aber passieren, dass die mir die Waschmaschine nicht mitnehmen.

Also ein weiteres Telefonat mit Amazon. Der Mensch am Telefon meinte dann, er bucht mir das dazu. Soll ICH das nun nicht anklicken? Nehmen die mir dann auch das Altgerät mit? Irgendwie machte es mir Bauchweh, wenn ich das nicht anklicke. Der Mitarbeiter meinte aber immer wieder, er bucht mir das dazu. Aber ich soll das nicht anklicken. Somit habe ich nur den Installationsservice gebucht. Laut dem Herrn am Telefon schickt er mir eine Bestätigung. Die aber nicht wirklich ankam.

Auch in der Mail, in der nun mitgeteilt wurde, die Maschine ist auf dem Weg, steht da nichts von drin. Die Mail kam aber auch erst Samstag, da ist bei Amazon wahrscheinlich eh nur Notbesetzung. Die Maschine soll ja eh erst Freitag geliefert werden. Ich bin gespannt. Bzw. werde ich wohl Morgen mal bei Amazon anrufen /bzw. die anrufen lassen.

Der geplante Kuchen ist auch nichts geworden. Bzw. sollte es ein kalter Hund mit weißer Schokolade werden und mir ist der Kram gleich angebrannt.

Donnerstag war für ab 7.30 Uhr die Heizungswartung angekündigt. Ich hatte mit meiner Vermieterin besprochen, dass der nicht als erstes zu mir kommt. Trotzdem bin ich mal vorsorglich um 7 Uhr aufgestanden. Man weiß ja nie. Im letzten Jahr hatte der um 9.30 Uhr schon alle anderen Wohnungen durch.

Kurz nach 7.30 Uhr klopft es hier. Klingel habe ich ja immer noch nicht an der Wohnungstür. Er wüsste nichts davon, dass ich später dran sei. Er würde immer gerne am liebsten oben anfangen. Irgendwie hat mich das stutzig gemacht. Aber nun ja. Irgendwann meinte ich dann, wie er eigentlich ins Haus gekommen sei? Denn eigentlich klingeln die bei den Vermietern und die hätten dann schon gesagt, dass ich als letztes dran bin. Ja da sei gerade jemand aus dem Haus und er eben rein. Naja soll mir egal sein.

Später rief meine Vermieterin an und entschuldigte sich. Sie hätten um 9 Uhr in der Firma angerufen, weil der Handwerker noch nicht da war. Ich war ja wach, also kein Problem. Später fragte ich mich, ob die mir den Handwerker noch mal hoch geschickt hätten? Ich höre klopfen nämlich nicht wirklich.

Freitag Extraaktion Ehrenamt. Was im Vorfeld Thema für sich war, da man nicht in der Lage war einen Termin zu nennen. Im Endeffekt stand das erst am Mittwoch und war da dann noch vom Wetter abhängig. Aber ich stand pünktlich da und es war sogar schon jemand da. An sich bleibe ich immer nur zum Aufbau und komme eventuell zum Abbau wieder. Allerdings war ich Nachmittags zum Kaffee verabredet. Somit schied Abbau aus. Und da ich bevor ich die Verabredung getroffen hatte gefragt hatte… da kam nur ja das weiß man nicht, man plant ja nicht, kommt ja eh alles anders usw… war mir das zu blöd und ich habe meine Verabredung getroffen. Denn die anderen können eben nur Freitags.

Ich baute auf und bin nun schlauer was das zusammen packen im Vorfeld betrifft. Das hatte ich nämlich am Mittwoch gemacht und nun ja war nicht wirklich gut. In der Kürze der Zeit aber ok. Und generell fand ich es so toll, dass ich blieb, bis ich eben zu meiner Verabredung musste. Und ich bekam viel Lob. Obwohl ich eigentlich nicht so sehr viel gemacht habe?

Schon Freitag dachte ich, mein Hals fühlt sich komisch an. War aber auch generell doofes Wetter. Morgens noch kalt. Und da ich empfindlich bin hatte ich was um den Hals, was ich dann auszog, weils mir zu warm war und wieder an, weils mir zu kühl war und so weiter. Und die Tage vor der Heizungswartung saß ich hier auch im Kalten, weil ich wollte, dass erst die Heizung gewartet ist, bevor ich die Heizung anstelle.

Seit Freitag Abend bin ich nun wieder richtig krank. War Samstag auch nur bei der Tafel… ich bin auf die Sachen angewiesen, sonst wäre ich daheim geblieben … und bin dann wieder heim. Und nun hänge ich hier mehr oder weniger rum.

Vielleicht wäre es ganz nett, Frau Sonnenschein vorher zu informieren? An sich gehe ich ja konsequent zu den Terminen, egal in welchem Zustand ich bin, damit mir niemand vorwerfen kann, ich würde die Termine nicht einhalten. Hatten wir ja alles schon. Im letzten Jahr drückte sie mir irgendwann einen Apfel in die Hand und schickte mich eher panisch heim*g*.

Könnte aber auch sein, dass es mich gerade wieder so erwischt hat, weil das drei Tage hintereinander doch ein wenig viel war. So fing es nämlich letzten Jahr auch an. Nach vielen Tagen abseits meines Schlafrhythmus.

Aber ich werde es nun einfach genießen ohne schlechtes Gewissen gammeln zu können. Im Bett liegen und lesen und so Dinge eben.

 

 

Good Bye 60.31

Irgendwie mache ich mich hier rar. Wobei mir zurzeit einiges stinkt. Vor allem das Wetter in meiner Dachgeschosswohnung, die ich Sauna nenne.

Die Bedenken zum RehaSport haben sich gelegt. Ich habe mich für kurzärmlig entschieden, allerdings geht das gewählt Shirt auch bis über die Ellenbogen. Ansonsten kann ich einigermaßen mithalten, was ich ja so nicht erwartet hätte.

Leider fällt die Gruppe nächste Woche aus. Frau Sonnenschein ist auch im Urlaub, meine Betreuerin auch und meine Perle auch. Somit hänge ich nächste Woche wohl in einem Loch.

Heute mein monatlicher Termin bei meiner Wunderärztin. Die Klinik ist echt teilweise Faszination pur. Bevor sie mich behandelt hat, hatte mich ja ein Oberarzt behandelt. Mein Schlafmittel bekam ich in rauen Mengen verschrieben. Da achtete keiner drauf, wann ich wie viel bekommen habe. Mit Wunderärztin habe ich abgesprochen, ich bekomme im Monat von jedem maximal zwei Päckchen.

Letzte Woche war ich bei Frau Sonnenschein. Das die in Urlaub geht, hatte ich nicht auf dem Plan und habe nach ihrer Ankündigung eben das ersten Rezept mitgenommen. Jeweils eine Packung. Heute wollte ich das zweite Rezept mitnehmen. Scheinbar zeigt deren Computerprogramm nun an, wann ich zuletzt ein Rezept bekommen habe. Sie meinte dann, die Packungen können ja nicht leer sein und weil sie weiß, dass ich einen Vorrat habe und so weiter. Und sie will ja nicht das ich es horte, denn 1000 würden zum Suizid reichen. Danke, diese Info wollte ich gar nicht haben.

Ich meinte dann nur, dass das relativ sinnlos sei, da ich die Krebsmedis meiner Mutter habe, die seit 2007 tot ist. Großes Erstaunen, wozu ich die aufgehoben habe. Ja, die habe ich schon bewusst aufgehoben/mitgenommen, um mir damit das Leben zu nehmen. Konnte sie irgendwie nicht wirklich fassen. Nun ja. Rezept gabs keins. Mir fiel erst später auf, dass nächste Woche ja der Monat rum ist. Und dabei habe ich die letzten Monate schon weniger Rezepte mitgenommen, als ich hätte haben dürfen.

Im weiteren Verlauf haben wir dann mal weiter Diagnostik gemacht. Selbstunsichere und Zwanghafte haben wir geschafft. Beide bestätigt. Deshalb steht nun nicht mehr 60.31 auf dem Diagnosezettel, sondern 60 – als kombinierte Persönlichkeitsstörung. Irgendwie falle ich im Netz auf 61? Oder doch 60? Keine Ahnung.

Wobei sie mir die Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung nicht zugetraut hätte. Die Zwanghafte aber wohl auch nicht. Weil ich ja so selbstbewusst wirke. Nun ja, dem ist eben nicht so.

Ich vermute stark, ich werde auch bei den anderen Persönlichkeitsstörungen voll zu langen. Ich vermute aber auch, mein Leben wird damit nicht einfacher. Da ich ja oftmals versuche alles irgendwie positiv zu sehen: Mein Leben wird dadurch spannender.

 

Bleierne Traurigkeit

Mein Geburtstag ging rum. Sogar Vatern war ok. Vielleicht hat ihm Bruderherz auch was gesagt? Ich weiß es nicht.

Trotzdem bin ich eher orientierungslos. Hänge irgendwie im Nichts? Ich weiß es nicht.

Termin bei Wunderärztin. Statt weiterer Testung haben wir geredet. Über was eigentlich? Ich weiß es nicht mehr wirklich. Zum Teil ging es auch um den letzten Klinikaufenthalt mal wieder.

Warum muss ich ehrlich sein? Jedem irgendwas versprechen? Und warum dürfen mich Behandler anlügen? Warum dürfen sie zu mir unehrlich sein?

Meine Perle wird sich nachher freuen. Denn hier sieht es mal wieder aus. Bekomme ich gerade auch nicht auf die Reihe.

Wie so viele andere Dinge auch. Wohnungssuche? Ich verzweifel schon daran, weil ich für den Mietpreis einfach nichts finde. Es sei denn, ich würde mich weiter wesentlich verschlechtern wollen.

 

Arbeiten – besser nicht

Ich sollte eindeutig öfters hier schreiben. Aber irgendwie bekomme ich das nicht wirklich auf die Reihe.

EEG ist rum. Dem Befund werde ich nach turnen können. Immerhin weiß ich mittlerweile, dass der Arzt des MVZ regelmäßig in den Teambesprechungen der PIA mit drin sitzt. Deshalb verwundert es mich immer mehr, dass man da keinen kleinen Dienstweg nehmen kann.

Meine Vermieter sind ruhig. Ok letzte Woche wurde wieder was in der Toilette vor meiner Wohnungstür gemacht und den Dreck durfte wieder ich weg machen. Und die Sachen auf dem Speicher sind nun alle gesichtet. Irgendwie wird es nicht weniger Zeug. Meine Perle versucht mich da zu beruhigen, denn es sind eben auch noch einige Bücherkisten da oben.

Seit etwa spätes Frühjahr 2012 gehe ich ja so halbwegs einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Wobei ich immer noch bevorzugt gerne die Arbeiten machen, die sonst keiner machen mag. Die Arbeiten, die besonders begehrt sind, sind eh nicht meine Welt und ich weigere mich diese zu machen. Da es genügend Leute gibt, die das machen wollen, ist das auch kein Problem.

Bisher ergab sich diese Tätigkeit für einmal die Woche ein paar Stunden und alle paar Wochen mal mehr. An sich dachte ich darüber nach, ob ich nicht mehr Zeit darein investieren möchte, was aber an anderen Terminen scheiterte. Mittlerweile denke ich, mit dem einmal pro Woche reicht mir das eigentlich auch und alles andere wird mir zu viel.

Diese Tätigkeit ist an sich dadurch geprägt, dass man Ideen von mir fordert oder mir eben sagt, ich soll Ideen klar aussprechen. Oder mir Gedanken zu dem und dem machen. Ich bin da auch durchaus kreativ. Meine Ideen werden überschwänglich gelobt. Nur umgesetzt werden sie nicht. Teilweise mit fadenscheinigen Begründungen. Frau Sonnenschein meinte heute dazu, ja nichts ändern wollen. Das trifft es an sich. Man will zwar Ideen haben, um eben einiges zu verändern. Wenn aber Ideen kommen, werden diese nicht angenommen.

Letzte Woche war wieder so eine Sonderaktion. Bin ich natürlich sofort mit dabei gewesen. Nur war alles einfach nur chaotisch. Ich brauche da irgendwie klare Anweisungen. Bzw. es wird auch oft genug gesagt ich soll machen und nachher ist es doch nicht recht. Deshalb will ich Anweisungen.

Gelegentlich ist eine Frau mit dabei, die in etwa in meinem Alter sein müsste (+/-2 Jahre). Die kommt nur gelegentlich. Steht dann hauptsächlich rum. Brüstet sich aber später damit, was sie alles geleistet hat und das der Laden quasi ohne sie nicht laufen würde. Das nervt. Ich könnte Romane über sie schreiben.

So war ich also letzte Woche dort da und es war klar am nächsten Tag noch mal. Ich eh schon genervt weil alles so chaotisch war. Aber ok, mittlerweile gewöhne ich mich da langsam dran. Zum Abschied noch mal angesprochen, was die Umsetzung einer Idee am Folgetag betraf. Auf einmal ging das dann doch nicht. U.a. weil man am nächsten Tag nicht genügend Leute sei. Ich habe aber mitbekommen, dass man zu einige gesagt hat, man bräuchte sie am nächsten Tag nicht. Und mir war klar, der Hauptjob am nächsten Tag ist mir alleine. Was nicht sehr zu meiner Freude beitrug.

Mich hat das alles enorm beschäftigt. Die Gedanken kreisen da immer wieder drum. Auch das Bewusstsein, im normalen Berufsleben würde ich das nicht schaffen. Auch wenn ich bedenke, wie viele der Termine ich absagen musste, hauptsächlich wegen meiner Vermieter. Das hätte kein Arbeitgeber mit gemacht.

Ich sehe klar, dass ich mit den einmal ein paar Stunden voll ausgelastet bin. Die paar Stunden im Monat zusätzlich sind auch kein Problem. Aber mehrmals pro Woche wäre nicht drin. Hart sich das einzugestehen.

Dann empfinde ich die Tätigkeit zwar als etwas was mir gut tut. Auf der anderen Seite kommt es mir eben so sinnlos vor, Vorschläge machen zu sollen und dann hoch gelobt zu werden und es wird doch nichts umgesetzt. Oder das es bei wenigen Sachen wirklich klare Anweisungen gibt und die auch mit Grund und sich außer mir scheinbar keiner dran hält und ich das aber zum Teil ausbaden muss ( entweder weil ich dafür dann die Kritik bekomme oder weil ich die Fehler ausbaden muss, weil sie eben meine Tätigkeit betreffen). Und mir ist unklar, welche Ziele verfolgt werden sollen. Die sind zwar an sich klar definiert, aber es kümmert sich keiner drum diese zu erreichen. Bzw. ab und kommt dann Aktionismus durch und es muss alles sofort erledigt werden und liegt aber die Zeit dazwischen sinnlos brach.

Klar brachten mich die Gedanken dazu generell zum Grübeln über meine Berufstätigkeit früher. Erinnerungen. Wie es sich heute noch anfühlt, wenn man im elterlichen Betrieb arbeitet und der Vater nicht hinter einem steht. Man nur ausgenutzt wird. Andere Tätigkeiten, die mir eindeutig nicht gut taten, die ich aber machen musste, um eben aus dem ALG 1 Bezug raus zu kommen. Erinnerung an die letzte Tätigkeit, bei der schon der Probetag eine Katastrophe war. Die sich bis zum Ende zog. Runter machen vor Kunden, Verbote bestimmte Teile des Verkaufsraums zu betreten, Desinfektion der Toilette, nach dem ich sie benutzt hatte und so weiter. Was schlussendlich zu meinem ersten Aufenthalt in einer Tagesklinik führte. Im damaligen Arztbericht steht, Patientin glaubt! gemobbt worden zu sein. In jedem Mobbingratgeber stehen so Punkte drin, die mir dort passiert sind.

Ich an dem Punkt fest gestellt habe, ich werde immer die sein, die gemobbt wird. Eben weil für mich vieles normal ist. Ich habe es nie anders gelernt. Und ich habe das Gefühl, es kommen immer mehr Baustellen dazu, die an sich mal behandelt werden müssten. Ich den Weg weiterhin scheue und auch im Kopf habe, ich bekomme maximal 80 Therapiestunden, da bekommt man nicht mal die Hälfte der Baustellen bearbeitet.

Vor allem da sich ja auch eines durchs andere ergibt oder so? In dem Zusammenhang klar wieder der letzten Klinikaufenthalt und Anna in meine Gedanken tritt und so weiter.

Eine Neverending Story und ich wäre so gerne einfach nur normal!

Wenn einem alles zu viel wird….

Termin fürs EEG steht. Ich konnte die überzeugen, dass sie mir einen Termin an einem Tag geben, an dem ich eh im Haus bin. Immerhin etwas. Aber es ist nicht möglich die Ergebnisse gleich in die PIA zu schicken. Also turne ich weiter den Ergebnissen hinter her.

Mieterschutzbund hat eine nette Rechnung geschickt. Für die Schreiben wollen die ja extra Geld. Über 40 Euro für zwei Schreiben? Wobei bei einem nur das erste Schreiben kopiert wurde. Soll meine Betreuerin mit mir klären.

Ansonsten geht es mir nicht wirklich gut und ich weiß nicht wirklich warum es so ist. Ok ich habe meine Periode und da ticke ich ja öfters mal anders. Aber irgendwie ist es gerade wieder extrem. In einer Community habe ich nun mitgeteilt, dass es mir nicht gut geht und ich entweder jemand ungespitzt in den Boden ramme oder hier mein persönliches Blutbad anrichte und ich deshalb erst mal Abstand brauche. Immer noch besser als jetzt jeden anzuzicken.

Ok da gabs am Wochenende auch ein wenig Unstimmigkeiten. Ich habe zu Weihnachten eine kleine Wichtelrunde organisiert. Bereits zum dritten Mal. Die ersten beiden Jahre ging an sich auch alles relativ glatt. Ich gebe zu, ich hatte ein wenig den Überblick verloren, wer schon was hat und wer nicht. Zeitgleich haben wohl ein paar der Leute noch in einer anderen Gruppe gewichtelt. Da überschnitten sich die Sendungen und keiner wusste, aus welcher Gruppe die nun sind.

Ich habe extra darum gebeten, bis spätestens am 17. die Päckchen zu versenden. Könnte ja sein das Schnee liegt und vor Weihnachten sind die Postlaufzeiten durchaus auch mal länger. Am 21.12. bekomme ich eine Mail, die ich natürlich auch erst spät Nachmittags bekommen habe, weil ich an dem Tag erst spät ins Netz bin. In der Mail die Info, dass da was nicht verschickt ist und man es auch vor Weihnachten nicht mehr schafft.

Bei ihr lief wohl schon vorher einiger im Leben falsch. Ich hatte das nicht auf dem Schirm usw. Nur wo so schnell noch ein Geschenk bis Weihnachten verschicken? Also Empfängerin benachrichtigt und angeboten ich schicke noch was, schicke was zwischen den Jahren, schicke was nach Weihnachten…. wollte sie nicht.

Man versprach mir, es wird auf alle Fälle noch was verschickt. Letztes Wochenende von der Empfängerin ein enttäuschter Post sie habe immer noch nicht. Versenderin hatte mir die Woche geschrieben sie schickt es nun weg. Ich dachte ja, das sei schon längst weg. Nun holt die Post dort die Päckchen wohl erst Montags usw.

Der Post der Empfängerin und die Enttäuschung sind nachvollziehbar. Prompt stiegen aber andere ein und es kamen Sprüche ala man habe es ja auch geschafft, man kann auch jemand beauftragen usw. Ohne die Hintergründe zu kennen. Die ich ebenfalls nicht kannte. Die ich mittlerweile nur zum Teil kenne. Und ich hätte das unter den Umständen auch nicht hinbekommen. Mich hat diese ganze Art aufgeregt. Auch dieses einzelne Worte aus meinen Posts ziehen und die ganze Story anders darstellen.

Und immer wieder der Satz, DU verstoert kannst da ja nichts dafür. Ich denke ja schon, ich hätte da mehr drauf achten können. Nun ja. Wie ich mittlerweile gelesen habe, ist bereits eine Sendung von jemand anderen ebenfalls an die Empfängerin unterwegs. Natürlich mit einem bissigen Kommentar von wegen mal sehen ob das wirklich so lange zum Versenden dauert.

Egal, lässt sich gerade nicht ändern.

Heute war meine Perle da. Die kam ja Freitag nicht und kommt dafür diese Woche eben zweimal. An sich wollte ich heute die 3 Stunden auf den Speicher und Freitag die Wohnung machen. Meine Wohnung, die verboten aussah. Weil ich es mal wieder nicht auf die Reihe bekommen habe.

Da sie recht spät kommen wollte, musste ich nicht ganz so früh raus. Wecker klingelt. Ich wache auf. Monsterlärm vor meiner Wohnungstür. Irgendwelche Handwerker die irgendwie arbeiten.

Machte mir gleich Angst. Machen die nun doch den Treppenaufgang? Haben die meinen Wecker gehört und urteilen wieder über mich? Doch Speicher und die urteilen über die Sachen, die da von mir stehen? usw.

Mittwochs gehe ich ja mittlerweile regelmäßig ehrenamtlich arbeiten. Das wurde zum Glück für morgen/heute abgesagt. Somit kann ich ausschlafen, was mir eigentlich immer gut tut. Ich hoffe zumindest, dass ich von den Handwerkern nicht wach werde.

Scheinbar werden/wurden in der Toilette vor meiner Wohnungstür nämlich neue Fenster eingesetzt. Der Schreiner soll ja eigentlich auch bei mir für Gardinenstangen sorgen. Allerdings kann man ja Handwerker auch mal ankündigen.

Lichtblicke

Mir fällt es gerade wieder mal schwer mich aufzuraffen. Keine Ahnung warum. Trotzdem schaffen gerade Kleinigkeiten Licht im Dunkel.

Heute war meine Betreuerin da. Der erste volle Termin in diesem Jahr. Zu erledigen war endlich die Zuzahlungsbefreiung. Der Antrag kam irgendwann kurz nach meinem Umzug und ich hab den verschusselt. Dann noch mal beantragt und bis ich dann die Papiere zusammen hatte. Da noch der Schrieb vom Arzt fehlte, konnten wir das letztes Jahr nicht mehr fertig machen und ich habs alleine nicht auf die Reihe bekommen.

Neuer Betreuungsvertrag. So was schiebe ich ja auch immer. Hab den aber immerhin mal gelesen, bevor meine Betreuerin kam. Schweigepflichtsentbindung für Frau Sonnenschein, meine Perle und Wunderärztin. An sich will ich das nicht unterschreiben. Ich habe gerne die Kontrolle darüber wer mit wem wann über mich kommuniziert. War in Ordnung, dass ich den Schrieb nicht unterschrieben habe.

Klar kam das Gespräch wieder auf den letzten Klinikaufenthalt. Meine Gedanken Anna zu schreiben. Betreuerin meint weiterhin das bringt eh nichts. Hat sie sicherlich Recht mit. Sie sagte aber auch, dass die Ereignisse mit mir hätten aufgearbeitet werden müssen und sie das auch nicht gut findet. Aber es sei nun mal vorbei.

Auf meinem Speicher waren wir auch. Mir graut es ja noch davor, wenn meine Vermieter kommen, ich soll den Speicher ganz räumen. Wenn die mir den ersten Teil lassen, würde mir das ja reichen. Ok den großen Kleiderschrank müsste man wo anders unterbringen. Was aber denen ihre Sache sein wird.

Somit immerhin ein Lichtblick. Wichtigen Papierkram erledigt. Nächste Woche ist der Mieterschutz noch mal dran. Denn meine Vermieter haben immer noch nicht das Übergabeprotokoll unterschrieben und ich nicht den Mietvertrag. Ich nehme mal an die holen zum Großkampf auf, wenn Sohnemann umgezogen ist. Was scheinbar noch dauert. Hier oben turnen die Handwerker auch gerade ständig rum und werkeln irgendwas in der Nachbarwohnung und in der Toilette auf dem Hausflur. Ich bin gespannt.

Kleinigkeiten, die zu großen Problemen werden können

Die Woche war nicht wirklich meine.

Dienstag Bruderherz besucht, um seinen Adventskalender zu holen. Gab es letztes Jahr und ich füll den nun wieder. Statt Weihnachtsgeschenke. Er habe meine Mail nie bekommen. Wie wir nun wissen, bekommt er scheinbar nicht alle Mails.

Mittwoch mit meiner Erkältung bei meiner Hausärztin. Die war wenig begeistert. Aber ich mach da nun seit 6 Wochen mit rum. Antibiotika und wenns nicht besser ist, in 10 Tagen wieder kommen. Danach noch in der Stadt. Und dann nach Hause.

Abends stelle ich fest, Mist ich hab die Monatsfahrkarte nicht zurück gebracht. Leider schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten Monate.

Donnerstag früher aufgestanden und den Fahrschein zurück gebracht. Der ist stocksauer und ich bekomme sie vor erst nicht mehr. Was ein großes Problem für mich ist. Allerdings kann ich ihn verstehen. Aber ich konnte damit irgendwie nicht umgehen, dass er nun sauer ist. Also ich habs verstanden und so, aber ich hab sooo ein schlechtes Gewissen usw. Und ich ärgere mich da über meine Unzuverlässigkeit sehr.

Dann ruft eine Kollegin meiner Betreuerin an. Betreuerin krank. Leider kann sich die Kollegin irgendwie nicht wirklich verständnisvoll äußern. Denn mich zog das total runter. Auch weil am Mittwoch Hilfeplankonferenz ist. Tja dann geht halt jemand anderes mit. Das will ich aber doch gar nicht.

Mittags ein Schreiben des Kostenträgers, Einladung zur HPK. Ich könnte jemand mitbringen. Ich habe noch nie ein Schreiben bekommen. Klärte sich dann am Freitag. Da war auch meine Betreuerin wieder da und bot mir einen Termin an. Immerhin war der Hilfeplan noch nicht wirklich fertig.

Donnerstag war ich dann nur total verstoert. Hab eine DVD eingelegt und Adventskalender gebastelt. Zum Glück, denn das zog sich länger als geplant. Ich bin immer noch nicht fertig und hab nun gerade mal die Hälfte oder so. Wird morgen noch mal Kampftag werden. Dafür lag dann Donnerstag auch die geplante Hausarbeit brach. Sehr zur Freude meiner Haushaltshilfe am Freitag. Die war nicht sehr amused*g*…. aber nun ja, dafür ist sie ja da und sie hat mir auch geholfen hier halbwegs wieder Ordnung rein zu bringen.

Meine Betreuerin möchte zum nächsten Termin mit Frau Sonnenschein mit gehen. Was mich verwundert, weil sie das bisher ablehnte. Geht ihr irgendwie um das Thema Aufnahme.

Meine Vermieter sind scheinbar auch stocksauer. Zumindest hatten sie Probleme mich zu grüßen. Ich bin gespannt was da raus kommt. Wobei ich gerade dazu tendiere, alles mal wieder einfach hin zu nehmen.

Mir geht es nicht wirklich gut. Aber keine Ahnung wie ich es beschreiben soll. Vor mir liegt weiter enorm viel Arbeit. Also Kisten auspacken und so weiter und ich sehe kein Ende. Was mich enorm belastet. Genauso eben wie die Situation mit meinen Vermietern.

 

Mieterschutzbund – wird sich was ändern?

Donnerstag noch, haben meine Betreuerin und ich einen Brief an meine Vermieter geschrieben. Das ich das Ganze gesundheitlich nicht mehr verkrafte und ich deshalb den Ratschlag, der Mieterschutzbund soll sich einschalten, angenommen habe und sie eben demnächst Post vom Mieterschutzbund bekommen.

Bereits am Freitag fand ich in meinem Briefkasten die Kopie des Schreibens des Mieterschutzbundes. Ein „sehr schöner Brief“. Ich bin gespannt, was nun passieren wird. Und ich habe Angst vor meinen Vermietern, die sicherlich sehr wütend sein werden.

Ich hatte außerdem was bestellt. Es ist hier nicht absehbar, wann Post zugestellt wird. In der Regel nimmt es irgendjemand an. In der Regel Vermieter oder Sohn. Ich schob nun Panik, dass ich meine Sendung dort holen muss. Was war ich glücklich, dass die Nachbarn unter mir die Sendung angenommen haben.

Am Freitag habe ich zusammen mit meiner Perle versucht auf dem Speicher mal Ordnung zu schaffen. Ich werde den Speicher nie leer bekommen. Nicht mal annähernd. Ich hoffte ja darauf, ich bekomme noch einen Großteil runter und einen Teil verkaufe ich. Der Stapel der Kisten, die ich gar nicht erst auspacken brauche, weil einfach kein Platz ist, wurde immer größer. Macht mir eindeutig Angst und belastet mich. Auf der anderen Seite möchte ich meine Hobbys gerne mal wieder ausüben. Was hier nicht in dem Ausmaß gehen wird.

Und eigentlich sollte ich auch mal ins Bett gehen *seufz*