Vertrauen – Der Feind!

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, weil es gerade sooo viel ist. So viel was mich belastet, was mir durch den Kopf geht.

Im Juni gab es ja einen Betreuerwechsel. Ich wollte da an sich ja gar nicht. Die Organisation, die eben mein betreutes Wohnen macht, sagt aber mittlerweile, sie wollen keine langjährigen Betreuungen mehr. Neuer Wind und so.

Die Beziehung zu meiner letzten Betreuerin war, nach anfänglichen Schwierigkeiten (ok die hielten länger an) ziemlich gut. Richtig gut wurde sie an sich nach dem letzten Klinikaufenthalt. Sie teilte mir das an sich auch früh genug mit, wir konnten den Wechsel verschieben und sie hat mir halt klar gesagt, ich soll es als Chance sehen. Sie hat sich auch richtig viel Mühe gegeben, jemand passendes für mich zu finden. Was nicht ganz einfach ist, weil keine Mann, 2 andere Betreuer hatte ich schon, eine schließe ich grundsätzlich aus usw.

Die neue? Ich versuchte mit ihr warm zu werden. Vom Typ her ist sie generell schon mein Ding. Wenn so vieles anderes nicht gewesen wäre. Zumindest jetzt, im nach hinein betrachtet. Sie Betreuung begann im Juni und sie hat mich quasi zwei Wochen betreut und war dann erst mal eine Woche im Urlaub.

Im September folgten 3 Wochen Urlaub. Nun ist meine alte Betreuerin ihre Vertretung bei mir. Das erste Mal seit dem ich Betreuung habe, dass die Urlaubsvertretung kein Problem ist. Nun überschnitt sich der Urlaub der Beiden um eine Woche. In einer Woche hatte ich also meine alte Betreuerin gesehen. In der zweiten Woche war Rufbereitschaft – sprich ich hätte anrufen können. In der dritten Woche sollte ein Kollege die Vertretung machen und da hieß es klar, er ruft mich an.

Ich hatte vor Monaten, noch mit meiner alten Betreuerin, angefangen, Nachts eine Mail zu schreiben, wenn ich ins Bett gehe. Damit ich mal früher ins Bett komme. Das hat die neue übernommen. Mir wurde gesagt, dass kann ich bei der Vertretung der Vertretung auch machen, das sei abgesprochen.

In der Woche lief hier einiges schief und ich hätte einen Ansprechpartner gebraucht. Frau Sonnenschein war nämlich auch im Urlaub. Nun ja, dachte ich mir, der Betreuer wird ja irgendwann mal anrufen. Da bis Mittwoch kein Anruf kam, habe ich in der Gute Nacht Mail um ein Telefonat gebeten. Leider hat er die Mails erst Donnerstag Abends abgerufen und wir haben dann erst Freitag telefoniert.

Für mich war das keine Situation und ich wollte die für die Zukunft ändern. Was an sich auch kein Aufwand gewesen wäre. Ich sprach also meine Betreuerin an, dass das eben doof gelaufen ist und ich darum bitte, dass man für das nächste Mal, wenn klar gesagt wird, man wird mich anrufen, eben im Vorfeld ein Termin vereinbart wird.

Ich habe zwei Wochen mit ihr rum diskutiert und der Grundton war an sich, dass das alles alleine meine Schuld gewesen sei. Begreife ich bis heute nicht. Da bestand eine klare Absprache (er ruft mich an – ohne Zeitangabe) und ich muss darum betteln. Laut ihr hätte er mich nicht erreicht – was definitiv nicht stimmt. Er selbst sagte am Telefon zu mir, dass das blöd gelaufen sei und es ihm Leid tut und sie erklärt mir konstant, dass das mein Fehler gewesen ist?

Im Oktober ging es dann zur Mitte des Monats rund. Einmal war ich dauererkältet. Dann teilte mir meine Therapeutin mit, dass die Therapie nicht weiter geht, weil die Krankenkasse die Therapie ablehnt. Die Gruppentherapie wurde wieder aufgelöst. Mein Rehasport stand auch auf wackligen Beinen, weil ich dort wochenlang nicht war, weil ich ständig krank war. Das wusste meine Betreuerin, dank der nächtliche Mails, auch alles.

In der Woche stand noch ein Termin bei Wunderärztin an. Zu dem sie mitkommen sollte (wir finden so schwer einen Termin und da kam sie eben öfters mal mit). U.a. war auch geplant, Akteeinsicht für einen bestimmten Tag zu beantragen (da läuft die 10 Jahres Frist demnächst ab) und ich hatte da noch eine Frage zum Betreuungsvertrag, den ich im Beisein der Wunderärztin klären wollte.

Am Tag vor dem Termin hätte man mich an die Wand klatschen können. Ich war total neben der Spur und rief eben meine Betreuerin an. Die mir via Mail schon mitgeteilt hatte, dass sie zu dem Termin nicht mitkommen möchte, wenn ich so erkältet bin. Ich habe am Telefon die meiste Zeit geheult. Habe sie mehrfach um Hilfe gebeten. Wollte das sie mich aufmuntert. Ihr Hauptaugenmerk galt dem Punkt, sie möchte zu dem Termin nicht mit komme. Ich gehe da an sich sehr vorsichtig mit um: Ich gebe keinem die Hand, halte Abstand etc pp. Sie fährt jeden Tag eine längere Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Deshalb verstehe ich bis heute nicht, warum sie zu dem Termin nicht mit gegangen ist. Ich hätte das verstanden, wenn sie hätte zu mir nach Hause kommen müssen. Aber so? Genügend Abstand wäre gewesen, das Zimmer meiner Wunderärztin ist ja keine Besenkammer.

Ich verwies darauf, dass ich eben was wegen dem Betreuungsvertrag und so. Sie betonte mehrfach, sie hat Angst sich anzustecken. Und ich würde ja auch nicht gut klingen. (ja ich klang ziemlich verheult). Das mit der Akteneinsicht hatte ich schon gar nicht mehr auf dem Schirm, weil ich total fertig war. Schlussendlich haben wir Donnerstag telefoniert und sie hat mich dann abgewürgt, weil sie zum nächsten Termin (der seltsamerweise zu der Zeit war, zu der sie an sich mit mir einen Termin hatte) musste.

Die Woche drauf war ich gesundheitlich noch angeschlagen. Teilte ihr das halt auch mit. Die Vertretung meiner Hausärztin, bei der ich mich nun mal blicken ließ (die kann ja eh nicht mehr machen, außer mir Medikamente zu nennen, zum Inhalieren zu raten usw – und das kann ich alleine), hat mir ein Antibiotika verschrieben, sagte aber gleich, dass das wenig bringen wird. Meine Betreuerin war der Meinung, ich sei ja dank Antibiotika nicht mehr ansteckend. Und außerdem sei ich ja nun schon seit über einer Woche krank und da sei die Ansteckungsgefahr ja nicht mehr so groß. Ach ja, zum Termin mit Wunderärztin war ich genau eine Woche wieder richtig krank – was meine Betreuerin ebenfalls wusste.

Und was mich an sich am meisten trifft – sie sagte zum Thema Therapieende, Ende der Gruppentherapie das das alles ja gerade ein wenig viel sei und sagte fast im gleichen Atemzug, dass sie mich die Woche auch nicht sehen will. Und da wundert sich jemand, dass ich nicht rund laufe?

Vor drei Wochen redeten wir locker flockig über meine Geburtstag nächstes Jahr und sie meinte, sie notiert sich das Datum. Ich erwähnte, dass ich es toll finde, an meinem Geburtstag mit Familie, Frau Sonnenschein und Betreuerin Kaffee zu trinken. Das kam von ihr, ohne das ich es in irgendeiner Form eingefordert hätte.

Ich habe ihr allerdings auch klar gesagt, wie doof ich das fand und in Kombination mit der Aktion der Urlaubsvertretung das Vertrauen ziemlich weg ist und ich es halt doof finde, wenn ich da endlos lange meine Bedürfnisse formulieren muss und sie mir nonstop sagt ich sei im Unrecht, obwohl mir der Kollege was anderes gesagt hat. Immerhin gab sie mittlerweile zu, dass das doof gelaufen ist.

Letzte Woche meinte sie dann zu mir, dass sich bei ihnen personell nächstes Jahr was ändern wird. Sie geht ab Ende Januar in den Mutterschutz. Ende März kommt das Baby und mit Resturlaub und so.

Ich selber wäre an was langfristigem interessiert gewesen. Habe ehrlich gesagt auch keine Lust, mich nun schon wieder auf jemand einzulassen. Das meine Betreuerin schwanger wird, war bei meiner alten Betreuerin schon meine größte Sorge. Das war auch immer wieder Thema.

So nach und nach koche ich innerlich immer mehr. Klar das ihr die Vetretungssituation relativ egal war, denn da muss sie schon gewusst haben, dass sie schwanger ist. Im August war sie zu einem Termin mit der Therapeutin mit dabei. Da erzählte sie, ebenfalls von sich aus, dass wir noch in der Kennelernphase sind. Da lache ich heute bitter drüber – denn da wusste sie ja bereits, dass sie mich in wenigen Monaten nicht mehr betreuen wird.

Ich habe mich ihr anvertraut. Habe verzweifelt darum gekämpft, eine Beziehung aufzubauen – was absolut sinnlos war.

Ich hatte vor der letzten Betreuerin einen absolut miesen Betreuerwechsel. Der mich heute noch beschäftigt. Bei dem man mir vorher versprach, wenn es nicht klappt, sucht man nach einer anderen Lösung und schlussendlich lief es so, dass mich meine damalige Betreuerin von einem Tag auf den anderen fallen ließ, ich mit der Nachfolgerin gar nicht konnte und man mir konstant gesagt hat, wie schwierig es ist jemand zu finden (ich hatte damals einen sehr hohen Betreuungsschlüssel – so viele Stunden bekommt nur schwer jemand unter) und das es eben nicht anders geht. Kein Wort mehr davon, dass man eine Lösung sucht. Die damalige neue Betreuerin auch nur übergriffig war und schlussendlich von sich aus die Betreuung beendete. Ich hab nur irgendwann eingesehen, dass das auch nicht geht und Frau Sonnenschein hat sich da enorm für mich eingesetzt.

Außerdem habe ich nun in noch nicht mal 10 Jahren dann die 5. Betreuerin – da fragt keiner mehr warum und wieso, da heißt es nur: Frau Verstoert Sie haben aber viele Betreuerwechsel gehabt! Da fragt keiner, wie lange ich vom wem betreut wurde.

Ich weiß, dass ich in der Vorweihnachtszeit bis mindestens Februar, teilweise bis März nicht ansprechbar bin. Dieses Jahr bin ich, bedingt durch Therapie- und Gruppentherapieabbruch, damit sehr früh dran. Mich in dem Zustand auf jemand neues einlassen und gleichzeitig wissen, dass ich nicht damit rechnen brauche, dass meine Betreuerin ihre Termine alle einhalten wird… ich noch dazu in den letzten Jahren im Winter immer! über Wochen hinweg erkältet war (Bus fahren geht, aber mich betreuen geht ja nicht  – sie muss ja nun nicht nur sich schützen).

Diese Woche erzählte sie mir dann, sie hat mit ihrem Chef wegen einer neuen Betreuung gesprochen. Sie nannte mir die Kollegin auch, die ich dem Namen nach kenne. Passt rein vom Alter her gar nicht. Und die übernimmt mich ab Januar. Ob ich sie vorher kennen lernen kann, war meine Frage und das wäre mir enorm wichtig gewesen. Ich lerne sie irgendwann Anfang Januar kennen und das sei ja vorher. Für mich ist das nicht vorher, wenn jemand zum 1.1. die Betreuung übernimmt und ich sie dann kennen lerne.

Ich habe ihr ein wenig vom dem miesen Betreuerwechsel erzählt. Sie ist der Meinung, dazu wird es nicht mehr kommen. Ich habe klar auch gefragt, was ist, wenn ich mit ihrer Nachfolgerin nicht kann. Eine Antwort habe ich nicht wirklich bekommen. Sie ist auch der Meinung, man kann beim ersten Kennenlernen nicht entscheiden, ob es passt oder nicht. Leider kann ich genau das. Ich kann beim ersten Kennenlernen sagen: Passt, ist einen Versuch Wert oder passt eben nicht. Mich kotzt es an, dass ich zwar klare versuche einen Teil meiner Bedürfnisse zu formulieren, aber mir irgendwas eingeredet wird. Erinnert mich an meinen Oberarzt, der mir meine Gefühle ja auch abgesprochen hat.

Mir auch klar ist, dass ich nicht die einzige Klientin bin. Noch dazu eben nicht die einzige Klientin, die man nun relativ panikartig unterbringen muss – in einem Team, dass eh schon unterbesetzt ist.

Mein Leben besteht seit einer Woche aus Selbstverletzung. Nun kam es irgendwie zustande, dass meine Betreuerin heute mit mir bei Wunderärztin war. Seit Mittwoch Abend habe ich ein Ganzkörpercutting (heißt bei mir von überm Knie bis unter den Hals). SVV in der Klinik vorm Termin. U.a. auch im Gesicht. Die Hände habe ich gestern Abend schon erwischt (mache ich sonst nie). Endete schlussendlich damit, dass Wunderärztin das alles sehen wollte. Betreuerin fragte ob sie raus gehen soll und mir es einfach nur scheißegal war.

Ich mit Wunderärztin generell ein Gespräch geführt habe zu dem Thema stationärer Aufenthalt. Nur will ich eben nicht in „ihre“ Klinik (Horrorklinik). Mich die zweite Klinik im Einzugsgebiet auch nicht wirklich aufnehmen wird (ich wohne nicht in deren Einzugsgebiet). Im Akutfall die Klinik vor Ort zuständig ist. Schlussendlich, wenn ich in die andere Klinik will, dann eben über Warteliste (relativ sinnlos, wenn ich eine Krisenintervention will) oder ich rufe die Polizei an, „vermelde“ quasi Selbstgefährung und bettel die Herren, die dann hier auftauchen werden, dass ich nicht in die Klinik im Einzugsgebiet will. Mit viel Glück komme ich dann in die andere Klinik.

Wunderärztin meinte zum Thema wie läuft Krisenintervention ab u.a. das man in der Regel Tavor gibt, damit die Patienten ruhiger werden. Nur wirkt Tavor bei mir Null. Wie ich selber weiß, wird Tavor heute gerne durch Seroquel ersetzt – mit Seroquel war/wurde ich hochsuizidal mit nicht ganz freiwilliger Verlegung auf eine Geschlossene usw. Ich habe keine Kraft, da irgendjemand zu erklären, welche Medis ich bereits genommen habe und was alles nicht wirkt. Vor allem wenn ich bereits aus bitterer Erfahrung weiß, dass man zwar darauf pocht, dass ich doch wissen muss, was mir gut tut und was nicht – aber auf der anderen Seite wird mir doch nur gesagt, dass ich ja keine Ahnung habe.

Und als absolutes Highlight für Donnerstag – meine neue Betreuerin ist in einem anderem Team. Teamübergreifende Urlaubsvertretungen werden nicht gemacht. Somit ist das Thema Urlaubsvertretung nun auch wieder ein Problem (meine momentane Betreuerin wird auch das Abstreiten).

Ich habe nun innerhalb von einem Monat 4! Beziehungsabbrüche – und ich warte nur drauf, wann es mir jemand zum Vorwurf macht, dass ich nicht rund laufe.

Ich habe keine Lust mehr Verständnis zu haben. Ich habe auch keine Lust mehr, mir die Mühe zu machen, Bedürfnisse zu formulieren, die mir dann eh abgesprochen werden.

Und ich frage mich, warum ich eigentlich noch um mich kämpfe.

Btw. hätte ich gewusst, dass meine Betreuerin einen so dringenden Kinderwunsch hat, hätte ich mich da nie drauf eingelassen. Hätte ich im September geahnt, dass sie schwanger ist…. dann hätte ich damals gar nicht erst rum diskutiert. Und vor allem habe ich ganz sicher nicht innerhalb eines Jahres zwei Betreuerwechsel gewollt.

Und was mich ebenfalls ankotzt, dass es nicht mehr darum geht mit mir eine Lösung zu finden. Ist ja auch viel einfacher, wenn man mir mich selbst erklärt.

Absturz, Filmriss und Chaos

Die Geschichte mit meinem Vater nun ja, wir konnten sie bisher nicht bereinigen. Ich fragte ihn am Samstag, warum er nun urplötzlich ausmistet und bekam was in der Art zur Antwort, dass es bei ihm wie gebrannt aussieht. Er meinte, er meldet sich – da warte ich noch drauf.

Den vermuteten Reiseföhn wollte ich zumindest mal prüfen. Packte ihn Samstag Morgens aus und stellte fest, es ist ein Lockenstab. Noch dazu klebte das Ding so sehr, dass ich es lieber nicht in die Steckdose steckte. Ich habe das meinem Vater mitgeteilt und ich darf das Ding weg schmeißen. Ich hab ihm aber gesagt, dass er doch weiß, dass ich keinen Lockenstab benutze.

In der Woche drauf ging es leider ähnlich mies weiter. Ok ich kam erst gar nicht wieder auf die Beine und mich zog dann einfach noch mehr runter.

Termin bei der Wunderärztin. Laut Frau Sonnenschein, sollte ja Wunderärztin mit mir die Patientenvereinbarung besprechen. Die wieder rum war der Meinung Frau Sonnenschein macht das. Habe ich aber irgendwie erwartet.

Wunderärztin stellte aber klar, dass das Ding mehr oder weniger kein Wunschkonzert ist (und eben auch nicht dazu dienen soll der Klinik eins auszuwischen – was eh nicht meine Absicht war). Die Klinik könnte mir das anbieten, was im Vordruck steht. Ich kanns nehmen und wählen oder sein lassen. So ganz grob gesagt. Von ihrer Aussage zu Asylanten wusste sie nichts mehr. Nur doof, dass mich genau diese Aussage am meisten runter gezogen hat.

Es ging auch um den ITP (Hilfeplan für die Betreuung), den ich mit meiner Betreuerin fertig gestellt hatte. Da tauchten nämlich Fragen zur Diagnose auf. Meine Betreuerin hat die Diagnose schädlicher Gebrauch von Benzos raus gelassen, weil wir beide der Meinung sind, es besteht in dem Sinn keine Suchtproblematik.

Irgendwie war der ganze Termin „komisch“. Wunderärztin hat ein paar Sachen gesagt, die ich nicht nachvollziehen kann. U.a. das sie eben ein Problem mit meinem Zopiclon hat. Das Zopiclon Thema für sich ist, war mir vorher bewusst. Bisher hat sie mir aber gegenüber sich eher in die Richtung geäußert, sie findet es generell nicht gut, sieht aber, dass ich da bewusst mit umgehe. Ich es nicht auf Dauer missbrauche und so weiter.

Auf einmal hat sie nun ein riesiges Problem damit. Sie hätte mir das ja nur weiter verschrieben aus Respekt vor dem Kollegen, der es mir vorher verschrieben hat. Bla Bla Bla usw. Irgendwann kam auch Respekt vor mir – verstehe ich zwar nicht, aber gut. Sie hätte keinen Überblick wie viel ich daheim habe usw. Genau dafür gab es mit ihr eine Absprache, wie viel ich bekommen kann. Und ich habe ihr IMMER gesagt, wenn ich mehr genommen habe. Und ich kann schon irgendwie verstehen, wenn ihr das Bauchweh macht, da sie mich eben nicht einschätzen kann, weil ich wenig Auskunft darüber gebe, wie es mir geht. Aus Angst vor dem was passieren könnte. Ich kann es ja ein wenig verstehen, aber sie war generell so unfreundlich/unwirsch – keine Ahnung wie ich es nennen soll.

Es ist nun nicht so, dass ich es in den letzten Jahren nicht versucht habe abzusetzen. Mit mässigem Erfolg. Ich aber weiß, wenn ich nicht schlafen kann, werden die Suizidgedanken so drückend…. Sie ist der Meinung, eine Nacht ohne Schlaf macht nichts. Das es bei mir dann aber mehr Nächte werden und ich phasenweise über Wochen hinweg kaum, nicht oder sehr schlecht geschlafen habe… nun ja. Sie meinte irgendwas von wenn man die eine Nacht nicht schläft, schläft man die nächste Nacht. Ich weiß aber leider, dass dem nicht so ist. Und ich weiß, dass ich ihr schon erzählt habe, was schlechter/kaum Schlaf mit mir macht.

Ich fragte sie zum Abschluss, was es für Möglichkeiten an Bedarfmedikamenten gibt. Seroquel lehne ich mittlerweile ab. Alle anderen hatte ich an sich schon und teilweise mit unschönen Wirkungen und Nichtwirkungen. Mir war es aber gerade einfach egal, weil ich nur aus dem Loch raus wollte. Ich hätte fast alles noch mal versucht. Ach ja Atosil, was mal geholfen hat, lehnt die Klinik ab. Würde ich gerade auch nicht drauf bestehen.

Sie meinte dann, sie hat in Prüfungszeiten Tee getrunken gegen gesteigerte Anspannung und pflanzliche Sachen hätten auch geholfen. Näher geraten hat sie nichts. Ich erzählte in dem Zusammenhang, dass man im stationären Bereich schon versucht hat, ob ich mit so einem Einschlaftee schlafen kann. Ok ein paar Mal wurde ich genötigt das Zeug zu trinken. Ich habs halt gemacht, damit Ruhe war. Auch mit der Hoffnung das Zeug hilft. Egal – sie erwähnte nicht, welche Tees ich trinken soll.

Am Vortag hatte mir die Therapeutin geschrieben, bei der ich in der Woche noch einen Kennenlerntermin haben sollte. Von der Stelle, die mich an sich vermittelt hatte, hatte ich einen Fragebogen, von dem ich aber nicht wusste, ob ich den zu ihr mitbringen soll. Ich hatte extra gefragt, ob ich was mitbringen soll. So fragte ich via Mail halt nach dem Fragebogen und schrieb an sich auch klar, dass ich damit gerade überfordert wäre.

Sie hat mir geantwortet, dass sie den Fragebogen braucht und ich den ausfüllen soll, so weit es geht. Sehr sinnig wenige Tage vor dem Termin. Endete auch mit Betreuerin hat mich heulend am Telefon. Die dann zu mir meinte, ich muss ja nicht alles machen und so weiter. Schlussendlich hab ich den Fragebogen fertig gemacht. Jede Frage abgetippt und am PC ausgefüllt. 14 Seiten. Und meiner Betreuerin geschickt.

Der Fragebogen hat mich auch noch mal runter gerissen (ok das war vor Wunderärztin). Ich habe mit erschrecken fest gestellt, dass mir keine guten Worte zu meinen Eltern einfielen. Auf die Frage zur Beziehung zu meiner Mutter habe ich nur schwierig geschrieben. So viele Sachen kochten hoch.

Nun ja Betreuerin rief dann nach dem Termin bei Wunderärztin an, hatte mich total verstoert und hat den Fragebogen kurz besprochen. Ich war zeitweise wohl kaum mehr zu beruhigen und war mehr am Heulen, als am Reden. Noch während des Telefonats habe ich mich selbst verletzt. Nicht das erste Mal in der Woche. Aber das erste Mal seit Jahren, dass ich zumindest überlegt habe, ob ich zum Nähen gehen muss. Etwas was ich bisher vermieden habe.

Den Termin bei der Therapeutin hätte ich am Liebsten abgesagt. Aber ich bin hin. Darüber erzähle ich ein anderes Mal.

In der folgenden Woche taten die letzten Wunden weh, die vorher eben nicht weh getan haben. Da ich keinen gültigen Tetanusschutz hatte, besuchte ich meine Hausärztin. Nun habe ich einen Tetanusschutz und die Wunde sei ok.

Mein linkes Auge zickte auch. Tränte seit Wochen. Die Tropfen der Augenärztin halfen nicht wirklich. Die ich dann auch im Chaos zwischen Wunderärztin und Kennenlerngespräch abgesetzt hatte, weil sie eh nichts brachten und ich es nicht auf die Reihe bekam, sie regelmäßig zu nehmen. Augenärztin hatte aber gesagt, wenn es nicht besser wird, muss ich in eine Augenklinik und den Tränenkanal spülen lassen.

Nun ja die Wunde war erst mal wichtiger. Hausärztin meinte aber, Tränenkanal wird auch ambulant gespült. Also wollte ich am nächsten Tag zur Notfallsprechstunde der Augenärztin und die noch mal fragen. Abends habe ich mit warmen Kompressen rum gemacht. Stehe am nächsten Morgen extra früh auf und bin fit wie ein Turnschuh. Augen schmerzte nicht mehr und auch psychisch fühlte ich mich wie zum Bäume ausreißen. Augenarzt gestrichen und lieber zur ehrenamtlichen Tätigkeit gefahren (die ich vorher halbwegs abgesagt hatte).

Das Hoch hält so halbwegs. Ich stelle aber mal wieder fest, dass ich zeitweise rund um meine Periode so reagiere. Dieses Mal waren es fast drei Wochen Ausnahmezustand. Und ich habe teilweise einen Filmriss – wo ich nicht weiß, was da alles gelaufen ist.

Das heutige Gespräch mit Frau Sonnenschein war auch nicht wirklich prickelnd. In mir ist nämlich der Gedanke gereift, dass ich vielleicht nicht die richtigen Worte gefunden habe, um beim letzten Klinikaufenthalten klar zu machen, dass ich Suizidgedanken/absichten habe. Ich wollte von ihr wisse, was ich sagen muss, wenn ich so bin. Erklärte es mit, ob es einen Zaubersatz gibt. An dem Wort biss sie sich leider fest. Und sie ist ziemlich angepisst, weil mal wieder der letzte Klinikaufenthalt Thema war. Und ich bin kein Stück weiter mit dem Problem: Was mache ich, wenn es mir wirklich schlecht geht?!

Chancen auf einen Therapieplatz

Meine Hausärztin, die ich dann Donnerstag doch mal aufgesucht habe, weil immer noch heiser, hat mir ein Antiobiotika verpasst. Ich hoffe ich kann dann die Woche wieder Bäume ausreißen :-)

Die Wochen war mal wieder ein Termin bei meiner Wunderärztin. An sich mit meiner Betreuerin, die zu spät kam. Wunderärztin meinte gleich, dass wir wohl mit der Diagnostik fertig werden. Und sie meinte dann zu mir, dass mir wohl klar sei, dass sie mir dann wieder sagen wird, dass ich eine Therapie machen muss.

Statt das gleich mal wieder abzulehnen, habe ich meine Taktik geändert. Ich meinte zu ihr, ob sie mit denn einen Therapeuten empfehlen kann. Eigentlich weiß ich, dass die Klinik/PIA eben keine Therapeuten empfiehlt und eben die Wartelisten überall lang sind.

Nun ja Wunderärztin hatte am Vormittag mit jemand telefoniert, die hier bei einer Organisation arbeitet, die eben Therapeuten hat und Therapien anbietet. Da sucht gerade jemand noch Patienten für eine tiefenpsychologische Therapie. Ich glaube die ist in der Weiterbildung oder so.

Ich hab das kurz gegenüber meiner Betreuerin angesprochen. Die ja eigentlich gegen was tiefenpsychologisches ist, ich aber mit dem Hier und Jetzt der Verhaltenstherapie nicht wirklich was anfangen kann. Und DBT möchte ich ja auf keinen Fall mehr machen. Nun ja schlussendlich rief Wunderärztin da an. Sagte halt, sie hat da eine Patientin, mit einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, die eine Therapie machen will. Beschrieb mich auch charmant als nicht einfach (ich hätte sie killen können) und erzählte halt grob das es im Haus Probleme gab, sie mich übernommen hat, weil der letzte Arzt mich nicht mehr wollte und so.

Ich kann mich dort melden. Zu einem Erstgespräch oder quasi den 5 Probesitzungen. Donnerstag habe ich da keinen mehr erreicht und Freitag war ich nicht wirklich daheim. Also werde ich da morgen noch mal anrufen und mein Glück versuchen. Ansehen kann ich mir das mal, denn ich habe nichts zu verlieren.

Ich bin mittlerweile auch nicht mehr ganz gegen eine Therapie eingestellt. Wollte allerdings an sich nicht, dass die Klinik das weiß. Wobei ich der Wunderärztin ja vertraue. Aber keine Ahnung wer sonst noch regelmäßig in meine Akte sieht. Die Therapeutin will wohl auch Arztberichte und das will ich an sich nicht. Und meine Erfahrungen mit einer Therapeutin in Ausbildung ist auch Thema für sich.

Ich sollte wohl auch mal mit Anna abschließen, die immer noch Thema für mich ist. Ich weiter überlege, ob ich mit ihr Kontakt aufnehmen soll oder nicht. Bzw. ihr eben schreiben soll, wie es mir mit dem Ganzen ging. Reagieren wird sie eh nicht.

Wichtig wäre auch zu wissen, wie die Therapeutin eben mit Suizidalität umgeht. Wobei ich so weit bin, wenn sie was in der Art sagt, dass sie mich dann einweisen muss oder so was in der Art, dass ich ihr eben knallhart sage, dass ich es gewohnt bin, den Menschen zu dem Aspekt das zu sagen, was sie hören wollen. … aber innerlich denke ich, das kann keine Lösung sein.

Wenn Kleinigkeiten zur riesigen Hürde werden

Irgendwie bin ich immer noch krank, was mich total annervt. Meine Hausärztin wird mich zum HNO schicken und ich will das gar nicht. Geht gerade einfach nicht.

Ich habe angefangen zu backen. Von meinen üblichen 30 Sorten habe ich schon Abstand genommen. Aber die paar Sorten heute dauerten ewig und ich bin fix und fertig. Früher ging das ohne Probleme. So langsam macht mir das Sorgen. Also das Kleinigkeiten mir auf einmal so schwer fallen.

Die Gedanken kreisen wieder viel um den letzten Klinikaufenthalt. Ich würde Anna gerne schreiben. Ich vermisse sie und habe gleichzeitig voll die Wut auf sie. Aber bringt es noch was? Der letzte professionelle Kontakt ist nun fast 4 Jahre her. Der letzte sonstige Kontakt fast 3 Jahre her. Aber muss ich immer alles einfach stehen lassen?

Die Gedanken drehen sich auch um den Oberarzt. Auf den bin ich an sich nur wütend. Vermisse ihn auch nicht wirklich. Obwohl er so lange und so intensiv meinen Weg begleitet hat. Wahrscheinlich war einfach die Verletzung einfach zu groß.

 

Kleinigkeiten, die zu großen Problemen werden können

Die Woche war nicht wirklich meine.

Dienstag Bruderherz besucht, um seinen Adventskalender zu holen. Gab es letztes Jahr und ich füll den nun wieder. Statt Weihnachtsgeschenke. Er habe meine Mail nie bekommen. Wie wir nun wissen, bekommt er scheinbar nicht alle Mails.

Mittwoch mit meiner Erkältung bei meiner Hausärztin. Die war wenig begeistert. Aber ich mach da nun seit 6 Wochen mit rum. Antibiotika und wenns nicht besser ist, in 10 Tagen wieder kommen. Danach noch in der Stadt. Und dann nach Hause.

Abends stelle ich fest, Mist ich hab die Monatsfahrkarte nicht zurück gebracht. Leider schon zum zweiten Mal innerhalb der letzten Monate.

Donnerstag früher aufgestanden und den Fahrschein zurück gebracht. Der ist stocksauer und ich bekomme sie vor erst nicht mehr. Was ein großes Problem für mich ist. Allerdings kann ich ihn verstehen. Aber ich konnte damit irgendwie nicht umgehen, dass er nun sauer ist. Also ich habs verstanden und so, aber ich hab sooo ein schlechtes Gewissen usw. Und ich ärgere mich da über meine Unzuverlässigkeit sehr.

Dann ruft eine Kollegin meiner Betreuerin an. Betreuerin krank. Leider kann sich die Kollegin irgendwie nicht wirklich verständnisvoll äußern. Denn mich zog das total runter. Auch weil am Mittwoch Hilfeplankonferenz ist. Tja dann geht halt jemand anderes mit. Das will ich aber doch gar nicht.

Mittags ein Schreiben des Kostenträgers, Einladung zur HPK. Ich könnte jemand mitbringen. Ich habe noch nie ein Schreiben bekommen. Klärte sich dann am Freitag. Da war auch meine Betreuerin wieder da und bot mir einen Termin an. Immerhin war der Hilfeplan noch nicht wirklich fertig.

Donnerstag war ich dann nur total verstoert. Hab eine DVD eingelegt und Adventskalender gebastelt. Zum Glück, denn das zog sich länger als geplant. Ich bin immer noch nicht fertig und hab nun gerade mal die Hälfte oder so. Wird morgen noch mal Kampftag werden. Dafür lag dann Donnerstag auch die geplante Hausarbeit brach. Sehr zur Freude meiner Haushaltshilfe am Freitag. Die war nicht sehr amused*g*…. aber nun ja, dafür ist sie ja da und sie hat mir auch geholfen hier halbwegs wieder Ordnung rein zu bringen.

Meine Betreuerin möchte zum nächsten Termin mit Frau Sonnenschein mit gehen. Was mich verwundert, weil sie das bisher ablehnte. Geht ihr irgendwie um das Thema Aufnahme.

Meine Vermieter sind scheinbar auch stocksauer. Zumindest hatten sie Probleme mich zu grüßen. Ich bin gespannt was da raus kommt. Wobei ich gerade dazu tendiere, alles mal wieder einfach hin zu nehmen.

Mir geht es nicht wirklich gut. Aber keine Ahnung wie ich es beschreiben soll. Vor mir liegt weiter enorm viel Arbeit. Also Kisten auspacken und so weiter und ich sehe kein Ende. Was mich enorm belastet. Genauso eben wie die Situation mit meinen Vermietern.

 

Mal wieder krank…

Nach dem nun langsam Ruhe einkehrte und ich auch mal zwischen Terminen Luft gehabt hätte, liege ich seit Samstag mal wieder mit einer Grippe oder so was flach. Was nicht gerade zu meiner Freude beiträgt. Somit löste sich mein Plan, am Wochenende mal ein paar Kisten auszupacken in Luft auf. Ich lebe weiter im Chaos, denn auch sonst war nicht viel möglich.

Montag dann erst mal zur Hausärztin, weil ich eh hustend wach lag. Die war wenig begeistert. Da Medikamente ja eh selbst bezahlt werden müssen und ich ja keine Krankmeldung brauche. Wenn ich mehr als 2 Wochen damit rum mache oder sich die Farbe des Schleims verändert, dann soll ich noch mal kommen. Ok das weiß ich nun für das nächste Mal.

Der Termin mit Frau Sonnenschein stand ja auch an. Letztes Jahr habe ich bei der Art Erkrankung zum ersten Mal Termine abgesagt, was damit endete, das hinter meinem Rücken Entscheidungen über mich getroffen wurden, ohne das ich gefragt wurde. Was mich damals ziemlich verärgert hat und auch heute noch ärgert. Deshalb fuhr ich Montag brav zu dem Termin. Frau Sonnenschein war wenig begeistert und packte mir irgendwann Bonbons ein und drückte mir einen Apfel in die Hand und ich soll doch bitte heim gehen.

Heute wollte ich an sich mit Betreuerin zum Mieterschutzbund. Mietvertrag überprüfen lassen. Als ich aufstand war ich richtig heiser. Leider arbeitet meine Betreuerin Montags nicht, sonst hätte ich das gestern mit ihr geklärt. Die rief mich dann aber an. Eigentlich um mich zu wecken. Uns war dann beiden klar, dass das heute nichts bringt.

Wir hatten dann noch einen zweiten Termin heute. Ich rief sie an und meinte, wir können den auch lassen. Sie meinte, wir sollten telefonieren. Taten wir dann auch. Und wie es aussieht, haben wir den diesjährigen IBRP fertig. Da diskutieren wir sonst Wochen drüber und ich schwanke zwischen absolut offen und zugänglich und konstantem rum Gezicke Deluxe. Ging heute relativ harmonisch.

An sich hatte ich heute auch einen Termin bei meiner Wunderärztin. Da rief ich dann heute Morgen an und fragte, ob es nächsten Dienstag geht. Nein geht nicht. Die Woche drauf wollte man mir dann keinen Termin geben, weil der nächste Termin dann ja schon die Woche drauf sei. Ok, dann komme ich halt heute.

Irgendwann rief dann die PIA an, sei wohl doch nicht sehr geschickt, wenn ich mich heute dort hin quälen würde. Wie es mit einem Telefontermin aussehen würde. Dem habe ich dann mal zugestimmt. Gerade überlege ich allerdings, ob man mir wieder Sonderbehandlung vorwerfen wird? Momentan erst mal egal. Das Gespräch war recht gut.

Ich erwähnte Suizidgedanken. Klar kam dann die Frage, wie stark oder akut die sind. Ich dachte ich höre nicht richtig. Meinte dann auch nur, sie würde doch nicht ernsthaft glauben, ich würde ihr diese Frage beantworten. Da ich das eher ins lächerliche zog und ihr auch bewusst wurde, wie doof die Frage war, da sie mir dann ja die Polizei schicken müsste.

Statt den Nachmittag ruhend im Bett zu verbringen habe ich also telefoniert. Aber irgendwie war es ein gutes Gefühl, dass sich da jemand Sorgen macht. So doof das klingen mag. Mir ging es auch psychisch recht gut damit. Körperlich hatte ich dank Medis auch aufgebaut und war dann einkaufen. Da merkte ich dann doch, dass ich nicht wirklich fit bin.

Diagnosewirrwarr

Ich war tatsächlich bei meiner Hausärztin, die allerdings im Urlaub war. Also zur Kollegin der Gemeinschaftspraxis. Die sah zwar ins Ohr, konnte aber nichts finden. Antibiotika gabs und das wars. So huste ich bis heute vor mich hin. Was nicht gerade zu meiner Freude beiträgt. Und heute Abend ist mein Ohr wieder zu.

Dann war da auch noch der letzte Termin mit der Wunderärztin in der Horrorklinik. Die gute Frau durfte mir ein Gutachten schreiben …. nein mal Spaß bei Seite. Da will halt jemand amtliches über meinen Gesundheitszustand was wissen. Was in dem Fall auch ok ist. Es wurden wohl auch Unterlagen eingereicht, die der Stelle aber nun zu alt sind. Deshalb bat ich die Wunderärztin, dass sie eben was neues schreibt und ich würde es vorher gerne lesen. Hat sie echt gemacht. Ich bin immer noch baff.

Sie erklärte mir auch alles. Sie hat nun zwar Borderline angegeben, aber auch Depressionen (die im Vorfeld durch den vorherigen Behandler ja abgestritten wurden) und eine Low-Level-Abhängigkeit. Das hat mir schon zu schaffen gemacht. Wobei sie natürlich Recht hat. Ich nehm mein Schlafmittel ja konstant seit Jahren. Allerdings wird mir genau die Aussage wahrscheinlich mal bei einem niedergelassenen Facharzt helfen. Die haben wohl ein Problem damit, das Schlafmittel zu verschreiben. Aber durch die Diagnose ist es eben auch so, dass es mit einfach nicht mehr nehmen nicht getan sein wird. Das liegt aber in weiter Ferne.

Allerdings sagt sie auch, sie zweifelt die Borderline Diagnose an. Sie ist der Meinung, dass ist eine andere Persönlichkeitsstörung. Eigenartig war, dass ich gerade vorher darüber nachgedacht habe. Gedanklich hatte ich so im Kopf, ich hab auch autistische Bestandteile. Kein reiner Autismus, aber Anteile eben. Wobei die Klinik ja immer wieder zu allem sagte, DAS ist alles Borderline.

Sie wäre bereit eine Testung zu machen. Keine Ahnung wie sie sich das vorstellt in den 30 Minuten die wir einmal im Monat haben. Faszinierend daran ist, dass sie mir klar erzählt hat, dass der Professor nicht möchte, dass Testungen gemacht werden. Also generell nicht. Er möchte Diagnosen nicht durch Testungen haben. Was ich irgendwie nicht nachvollziehen kann. Fakt ist allerdings, dass diese Klinik die Diagnose Borderline ohne Testung gestellt hat. Allerdings war er da noch nicht Professor in dem Haus, sondern weilte noch wo anders. Ich mich immer noch frage, aufgrund welcher Punkte die Diagnose gestellt wurde. Denn man entließ mich damals mit einem Verdacht auf Borderline. Kurze Zeit später wurde wohl ein Gutachten verfasst, in dem als Diagnose Borderline steht. Aber die Ärztin, die dieses Gutachten geschrieben hat, hat mich zwischen Entlassung und Gutachten nicht gesehen. Noch dazu wurde ich in dem Haus damals nicht ambulant behandelt. Aufgrund welcher Sachlage unterschreibt sie erst einen Arztbericht, in dem Verdacht steht und schreibt dann ein Attest, in dem ich auf einmal Borderline habe?

Letzte Woche fand ich es irgendwie noch toll, dass sich mal jemand mit mir auseinander setzt. Zwischenzeitlich macht mir das klar Gedanken. Wobei ich der Testung ja eh nicht zustimmen kann/darf, denn das wäre ja Sonderbehandlung, die ich mittlerweile ablehne. Und somit stecke ich ein wenig im Zwiespalt. Nehme ich die Testung an, muss ich damit rechnen, dass man mir das vorwirft. Hatte ich dort ja nun oft genug. Ohne Testung… eigentlich würde sich nichts wirklich ändern. Allerdings wäre mir eine klare Diagnose lieber.

Trotzdem beschäftigt es. Ich finde es persönlich ja generell besser, wenn alle Kinder einen eigenen Namen haben. Also wenn lieber viele Einzeldiagnosen gestellt werden, als alles in eine Schublade zu pressen. Wobei ich bezweifle, dass ein niedergelassener Facharzt sich dafür die Zeit nehmen wird. Und klar macht es mir Angst, was so alles ans Tageslicht kommen könnte.

Und ich verstehe trotzdem nicht, warum sich eine Klinik nicht in den letzten Behandlungsjahren mal bemüht hat. Zu meiner Frage nach einer Testung bekam ich allerlei Antworten. Meine Lieblingsantwort ist von Anna, die diese Testung nicht machen wollte, weil es ihr zu viel Arbeit war.

Nach dem halben Sturm

Meiner Haushaltshilfe habe ich für Freitag abgesagt. Ging absolut problemlos, sie war eher froh drum. Somit war uns Beiden geholfen. Zum Arzt bin ich allerdings nicht. Hätte ich vielleicht machen sollen.

Die Helfaktion für Samstag wurde auch abgesagt. Was mir ebenfalls Recht war, denn wirklich viel hätte ich nicht machen können.

Die Kuchenaktion hat so halbwegs geklappt. Ich hätte früher anfangen sollen. Aber ich habs fertig gebracht. In meine Küche traue ich mich allerdings nicht mehr rein. Wobei ich gerade merke, dass die Hilfe der Haushaltshilfe endlich kleine Früchte trägt, denn ich hab zumindest mal zwischendurch was weg gespült. Hätte ich früher so nicht gemacht. Alles in allem bin ich strukturierter an die Sache ran gegangen.

Dafür war dann mein Ohr gegen Abend dicht. Wie wenn Wasser drin wäre. In dem Moment habe ich es bereut, dass ich am Freitag nicht beim Arzt war. Wobei da ja noch nichts am anziehen war. Nun ja, heute morgen war es besser und ich war auch bei der Feier und hab mich Nachmittags noch mit meinem Besuch getroffen. War recht schön.

Aber ich merke schon, dass sie Anspannung das ich alles schaffe nach lässt – also eher im negativen Sinne. Der Druck fehlt. Bzw. werde ich mir den Druck nun selber machen? Ich weiß es nicht. Bis Donnerstag Abend muss die Küche betretbar sein. Wohnzimmer, in dem es ebenfalls aussieht, als wenn ne Bombe eingeschlagen hätte, ebenfalls. Morgen früh sollte ich zu meiner Hausärztin. Die sicherlich nicht sehr begeistert ist.

Wird sie fragen, warum ich nicht früher gekommen bin? Warum bin ich eigentlich nicht? Weil ich die Sätze, von wegen der vielen Sonderbehandlungen, die ich bekommen haben (soll), nicht mehr aus meinem Kopf bekomme. Vielen Dank Psychiatrie vor Ort. Ich glaube ich nenne die Klinik mal vorerst Horrorklinik, vielleicht geht es mir damit besser.

Also morgen früh aufstehen. Schnell duschen. Fahrkarte organisieren. Mein Lieblingsfahrkartenleiher braucht sie morgen selbst. Dann Hausärztin und hoffen, dass ich nicht ewig warten muss. Danach nach Hause, eventuell ein wenig Pause und dann weiter in die Horrorklinik zur Wunderärztin. Danach noch was auf dem Weg erledigen und dann eilen, damit ich mit der Fahrkarte rechtzeitig zurück bin.

Einen Vorteil hat der Besuch bei meiner Hausärztin, ich brauch mein Schilddrüsenmedikament. Ich müsste diese oder nächste Woche also eh dort hin und mir ein Rezept holen.

Neuer Versuch

Nach dem ich nun ziemlich genau 5 Jahre an die PIA angebunden bin, habe ich morgen einen Termin zum Erstgespräch bei einer niedergelassenen Psychiaterin. Irgendwie bin ich damit aber gerade nicht wirklich glücklich. Ok war auch mal wieder ein wenig chaotisch und ich hätte mich vielleicht nicht spontan darauf einlassen sollen? (Randinfo ich wollte zu einer anderen Ärztin der Praxis, die aber nun weg geht….mir wurde dann ein Termin bei dieser Ärztin gegeben).

Ich weiß nicht wirklich was mich erwarten wird.Das ich Borderline habe, wird sie schon wissen. Ich hab ja auch gleich am Telefon gesagt, dass ich eine schwierige Patientin bin. Aber bin ich das wirklich oder ist das nur meine Reaktion auf die Aussagen diverser PIA Mitarbeiter?

Momentan stehe ich der Ärztin leider nicht mehr wirklich neutral gegenüber. Sie hat mal in der anderen PIA gearbeitet. Genau das wollte ich an sich vermeiden. An Angestellte der PIAs zu geraten.

Mehr als abwarten kann ich nicht. Nächste Chance für einen neuen Termin bei einer anderen Ärztin wäre dann leider erst im April. Und irgendwie bin ich da gerade ungeduldig.

Heute war ich beim Schmerztherapeut. Boah der war so nett. Hat mir nun doch Krankengymnastik verschrieben. Meinte, wenn das nicht hilft, fällt ihm noch mehr ein. So viel Einsatz habe ich bisher nie erlebt. Egal ob es nun wegen dem Rücken oder der Psyche war.

Er empfahl mir, falls ich Bedenken habe wegen der Krankengymnastik, soll ich dort eben offen ansprechen, dass ich da eventuell Probleme habe. Ich soll ruhig sagen, dass er und seine Frau (meine Hausärztin) sich viel Zeit genommen haben. Nun muss ich mich nur aufraffen, dort einen Termin zu machen.

Auf dem Heimweg dachte ich nur, ich hätte ihn fragen müssen, ob das Sonderbehandlung ist. Wollte ich ja an sich auch vorher. Ok ich wollte ihm auch sagen, dass ich psychische Gründe ausschließen kann und das habe ich auch vergessen. Aber das Sonderbehandlungsding geht mir nicht aus dem Kopf- also so generell. Warten wir es einfach mal ab :-)

Neues Jahr- Neues Glück?

Die liebe verstoert geht seit Jahren an Silvester vor 0 Uhr ins Bett. Nur ja nicht den Jahreswechsel mit bekommen. Nicht abseits neben all den Feiernden stehen. Ja nicht neben glücklichen Pärchen stehen usw. Selbst als ich über Silvester im Krankenhaus war, blieb ich dem treu. Wenn auch mit zahlreichen Hilfsmittel, die ich daheim natürlich noch mehr ausnutze. Keine Sorge, ist weitgehenst ärztlich abgeklärt. Bzw. ist mir generell erlaubt, die Medis so weit hoch zu fahren.

Dieses Mal wirkte auch mein Ohropax. Im Jahr davor konnte ich wegen der Knallerei erst nicht einschlafen. Dieses Mal drehten sich mehr die Gedanken und die Angst. Aber die Dosis war wohl hoch genug und ich war früh genug weg. Dafür war ich dann auch dementsprechend früh wach.

Mittlerweile versuche ich wieder in den Alltag rein zu kommen. Irgendwie habe ich zwar keine Struktur, aber die Feiertage haben mich noch mehr aus der Bahn geworfen. Aber die Woche ist ja noch nicht zu Ende.

Die Gedanken sind zur Zeit einigermaßen still. Ich wette sie werden sich nächste Woche pünktlich zum ersten Termin mit Frau Sonnenschein wieder einstellen. Irgendwie laufe ich im Sparmodus *grübel*

Vorsätze habe ich nicht wirklich. Hoffnungen ala gesund werden etc., habe ich schon lange aufgegeben. Immerhin wollte ich mit dem Rauchen aufhören. Nikotinkaugummis schmecken echt scheiße- halten aber nur halb vom Rauchen ab. Also werde ich nun täglich neu starten. Ich habe mich nun für minimieren entschieden. Ganz klappt eh nicht.

Ich habe aber beschlossen, die ambulante Anbindung an die Klinik zu beenden. Ende Januar habe ich einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt. Noch gefällt mir das nicht ganz und die Anbindung an die Klinik läuft auch noch. Eine Überweisung pro Quartal stellt mir meine Hausärztin aus. Vielleicht sollte ich beim ersten Termin mal fragen, ob man mir eine Überweisung zu einem weiteren Facharzt gibt? Kommt zwar doof- aber ich bin so weit, dass ich mich nicht mehr arrangieren mag, sondern eine Behandlung will, mit der ich Leben kann! Auch wenn das doof klingt. Somit denke ich, der Wechsel wird bis spätestens zum dritten Quartal 2013 über die Bühne sein.

Ansonsten steht mein 40. Geburtstag an. Meinen Kinderwunsch werde ich dann auch beerdigen können. Ja man kann mit über 40 noch Mutter werden usw. Aber für mich war das immer die Grenze.

Ansonsten lasse ich immer zum Jahresende das Jahr Revue passieren. Irgendwas positives finde ich immer. Aber für 2012 würde ich nur verzweifelt versuchen irgendwas schön zu reden. Gerade 2012 sind so viele Sachen passiert, die mir im Endeffekt den Boden unter den Füßen weg gezogen hat. Obwohl so viel ist nicht passiert. Nur das „Theater“ in der Klinik.

Meine Betreuerin meinte, es kann ja nur besser werden, als ich ihr sagte, 2012 war mein beschissenstes Jahr. Ich zweifle daran noch. Denn es wurde immer schlechter. Ein klein wenig Optimismus habe ich zwischenzeitlich. Mal sehen wie es weiter geht.