Rückblicke oder so

Eigentlich sollte seit Anfang Dezember hier ein Monatsrückblick für November stehen. Eigentlich sollte seit Anfang Januar ein Monatsrückblick für Dezember stehen. Eigentlich fehlt auch noch ein Jahresrückblick.

Zumindest den Jahresrückblick könnte ich in wenigen Worten wieder geben. Ich habe alles verloren, für was ich 2015 gekämpft habe. Ich hatte nach fast 10 Jahren Psychokarriere das erste Mal eine Phase die halbwegs gut und mit Perspektiven behaftet war. Mittlerweile bin ich psychisch in einem schlechteren Zustand, als nach dem letzten Klinikaufenthalt. Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist.

Anfang November teilte mir meine Betreuerin ja mit, dass sie Ende Januar in den Mutterschutz geht. Begleitet von Hinweisen, dass für sie ja eine neue Kraft eingestellt wird. Eine Woche später teilte sie mir, freudestrahlend mit, dass es bereits ab Januar eine neue Betreuerin für mich gibt. Nannte mir den Namen und ich dachte nur, bitte nicht. Außerdem fühlte ich mich abgeschoben, weil sie so freudig war, mich schneller los zu werden.

Der Wechsel prägte den Rest der Betreuung. Und leider auch das Leben drum herum. Selbst meine Chefin sprach mich an, dass ich mies aussehe. Sonst kann ich das ja meistens ausblenden.

Im Laufe der restlichen Betreuung habe ich den Datenschutzrichtlinien widersprochen. Da wurde ich dann richtig zum Problem. Denn damit mache ich ja Arbeit. Und ganz wichtiger Punkt war auch die Supervision. Ich weiß bis heute nicht, was meine persönlichen Daten in der Supervision zu suchen haben. Somit war ein Gespräch mit der Leitung nötig. Dem ich auch zustimmte, in der Hoffnung, man hilft mir mit dem Betreuerwechsel, der für mich immer mehr zum Problem wurde.

Das Gespräch fand im Beisein von Frau Sonnenschein statt. Zusammengefasst musste ich den Datenschutzrichtlinien zustimmen, weil sonst keine Betreuung möglich wäre. Man fand mich misstrauisch und keine Ahnung. Auch weil ich doch tatsächlich Akteneinsicht möchte, was mir ja rein rechtlich zusteht und ebenfalls in den Datenschutzrichtlinien drin steht, die ich unterschreiben musste.

Ganz großes Problem am Betreuerwechsel war ja auch, dass ich die Neue vorher kennen lernen wollte. Was mir ja immer wieder verweigert wurde. Bzw. wurde mir gesagt, dass es ja vorher sei, wenn ich die Neue nach dem Betreuungsbeginn kennenlerne.

Der Leiter meines BeWos versprach mir dann, dass ich die Neue vor Weihnachten kennenlerne, aber die Betreuung erst ab Januar beginnt. Obwohl er nicht verstehen konnte, warum ich die Neue vorher kennenlernen möchte. Er meinte aber, zwei Meinungen können ja nebeneinander Bestand haben. Ich habe das damit kommentiert, dass er ja aber die Macht hat, seine Meinung durch zu setzen. Dem stimmte er zu.

Am selben Tag fand dann noch die Betreuung statt. Ich vertraute meiner schwangeren Betreuerin mit, dass für mich das Tempo ein ganz großes Problem wäre. Erst urplötzlich schwanger und die Ankündigung sie sei bis Ende Januar meine Betreuerin und die Woche drauf schon eine neue Betreuung für früher habe.

Was ich immer wieder klar formuliert habe, dass ich die Situation auf Weihnachten nicht wollte. Da man ja soo sehr Wert auf den fachlichen Austausch legt (deshalb sollte ich ja den Datenschutzrichtlinien zustimmen), müsste man eigentlich wissen, wie schwierig Weihnachten generell für mich ist. Das ich in der Regel zwischen Oktober und im schlimmsten Fall März zu nix zu gebrauchen bin.

Am nächsten Tag klingelte das Telefon. Der Leiter des BeWo. Man habe am Abend vorher noch zusammen gesessen und die Neue hätte die Betreuung ab dem Vorabend übernommen. Ich brach heulend am Telefon zusammen. Der Leiter konnte das gar nicht verstehen, weil das doch genau meinen Wünschen entsprechen würde. Ich hab das Gespräch beendet, weil ich kein Wort mehr durch mein Heulen verstand. Danach war er für mich nicht erreichbar und ab dem Tag danach im Urlaub.

Frau Sonnenschein und Wunderärztin, die mich dann beide nacheinander heulend am Telefon hatten, sind auch recht sauer über das was da passiert ist. Sind sie immer noch. Frau Sonnenschein wollte wohl, wie ich später erfuhr, den Leiter anrufen, weil in ihrem Beisein ja was anderes besprochen wurde. Was sie aber nicht tat. U.a. weil ich ihr mitgeteilt hatte, dass er im Urlaub ist. Was ich im nach hinein aber passend empfunden hätte, damit man auch mal sieht, dass andere es wie ich sehen.

Die Neue hatte ein wenig Probleme einen Termin mit mir zu finden. Sie wollte mich anrufen. Was aber nicht klappte. Dann kam eine Mail mit einem Terminvorschlag, von dem an sich hätte bekannt sein müssen, dass ich da nicht kann.

Angeblich, so hatte mir die Leitung das am Telefon mitgeteilt, sollte dann auch eine Übergabe statt finden. Den ersten Termin mit der Neuen hatte ich Anfang Dezember. Zur Übergabe kam es dann Anfang Januar – also vier Wochen später.

Ich habe meiner alten Betreuerin einen Brief geschrieben, den ich bei der Übergabe vorlesen wollte. Auf gutes Zureden anderer und weil Frau Sonnenschein meinte, eine schwangere Frau müsste man schützen, habe ich eine freundlichere Fassung aufgesetzt. In der ich eben erklärte, wie ich mich gefühlt habe in einigen Situationen.

Die Neue fand mich unmöglich, weil ich ja nur Vorwürfe mache usw. Auch findet sie es unmöglich, dass ich versucht habe, die Schweigepflichtentbindung entzogen habe und den Datenschutzrichtlinien für das andere Team zu widersprechen. Ohne meiner Zustimmung sei keine Betreuung möglich und ich sei zu misstrauisch.

Fertig vorgelesen habe ich somit auch nicht. Meine alte Betreuerin gestaltete ihre Übergabe so, dass sie drei Punkte nannte, die man ihrer Meinung nach für 2016 erreichen müsste. Aber nichts über mich oder so. Die Neue (ich glaube das ist nun ihr Synonym) meint, sie will mich selber kennen lernen. Ich finde ja, ein paar Infos wären nicht schlecht. Aber das liegt nicht in meiner Macht.

Auf meine Frage, was sie denn mit mir in dem halben Jahr erreicht hat, konnte sie mir keine Antwort geben. Ich schlussfolgere aus ihrem Schweigen, dass wir alles was im Hilfeplan steht, erreicht haben?

Die letzten Wochen mit ihr waren geprägt durch meine Fragen. Ich habe sie verzweifelt angebettelt, dass sie mir hilft mit der Situation umzugehen. Sie hat hauptsächlich geschwiegen und mich darauf hingewiesen, dass sie selber entscheiden kann, wann sie wem wie die Schwangerschaft mitteilt. Ich hätte gerne die Entscheidung, wem ich vertraue, für mich selber entschieden. Immerhin haben sich die Bedingungen für die Betreuung im August (ich vermute eher im Juli schon – also 6-8 Wochen nach Betreuungsbeginn) geändert. Nur das ich davon nichts wusste.

Ich habe mich ihr anvertraut. Habe mein Leben transparent gehalten. Manche Dinge wurden (bewusst?) gegen mich verwendet. Man hat mich mir selbst überlassen. Im Hilfeplan steht was von psychischer Stabilität. Aber sie hat mich in allen Krisensituation während der Betreuung abgewiesen.

Ich habe teilweise heulend vor ihr gesessen und sie hat es nicht interessiert. Sie hat, bei einem Termin bei Wunderärztin, meine Selbstverletzungen gesehen und es hat sie scheinbar nicht interessiert. Ich empfinde, dass sie das wollte und das ihr Ziel war. Fehlt nur noch der Suizid.

Ich kann nicht mehr und weiß nicht weiter. Die Neue ist nicht mein Ding. Noch dazu hat sie Arbeitszeiten, die mit meinem Tagesrhythmus nicht zusammen passen. Ich lebe einen verschobenen Tagesrhythmus und seit dem ich den bewusst lebe und dazu stehe, geht es mir psychisch auch besser. Da ich es nicht schaffe, früher ins Bett zu gehen, wird das zum Problem werden. Und früher ins Bett gehen habe ich nun in den letzten Monaten mehrfach versucht. Es klappt einfach nicht. Ich überlege nun, meinen Tagesrhythmus noch mal komplett umzuschmeißen und eben von 15 bis 22 Uhr zu schlafen.

Ich finde es schade und auch verletzend, dass eine Organisation, die sich um psychisch kranke Menschen kümmern sollte, so handelt. Es verletzt mich, dass sich keiner mit mir auseinander setzt. Ich habe keine Wunder erwartet. Aber Schweigen, Schweigen, Schweigen und ab und an mal die Worte: Das ist nicht so ohne weitere Erklärungen, hat mir nicht geholfen.

Ich liebäugle mit einem Klinikaufenthalt. Sogar in der Horrorklinik. Auch hier überwältigen mich aber immer wieder die schlechten Erinnerungen. Was wird mit mir passieren dort? Wobei ja keiner am Ist-Zustand der Situation was ändern kann. Leider weiß ich auch, dass die personelle Situation in der Horrorklinik gerade mehr als bescheiden ist. Eine Pflegekraft pro Schicht für über 20 Patienten. Ich hätte wieder keinen Ansprechpartner.

Wie wird der Oberarzt reagieren? Wie wird man generell reagieren? Wie werde ich reagieren? Kann ich mich davon trennen, nicht nur bockig (resultierend aus den Erfahrungen in dem Haus) zu reagieren?

Im Dezember habe ich nur durch gehalten, weil mein Bruder Geburtstag hatte und ich ihm den Geburtstag nicht verderben wollte. So ging es auch auf Weihnachten zu. Btw. eines der miesesten Weihnachtsfeste. Im Januar habe ich jemand meine Hilfe bei was versprochen. Dort war ich nach dem Übergabegespräch verabredet. Wäre das nicht gewesen, hätte ich mir umgehend nach dem Übergabegespräch das Leben genommen.

Und ganz schwer ist es zu ertragen, dass sowohl Frau Sonnenschein, wie auch Wunderärztin und mein ambulanter Kontakt bei der Telefonseelsorge gerade nicht weiter wissen. So oft wie die letzten Wochen habe ich auch noch nie mit der Telefonseelsorge telefoniert. Die mir ebenfalls sagen, dass das was in mir vorgeht, auch für Gesunde schwierig wäre.

Monatsrückblick Juni

Der Juni trieb teilweise nur vor sich hin. Keine Ahnung warum. Auch Dinge, die sonst eine andere Wichtigkeit haben, verpufften eher neben mir.

Ich habe (endlich) einen Therapieplatz. Wobei die Therapeutin mich nur alle zwei Wochen sehen will. Ich bin mir noch nicht sicher, ob mir ihre Erklärung gefällt. Da ich aber eh Probleme habe, meine Termine unter einen Hut zu bekommen, ist das vielleicht ganz sinnvoll.

Was ich von meiner neuen Betreuerin halten soll, weiß ich auch noch nicht so wirklich. Bisher war sie nur zum Kennenlerngespräch bei mir zu Hause, zusammen mit meiner alten Betreuerin. Ansonsten verlege ich die Termine eher außer Haus. Ok der erste Termin war einfacher und Anreiz diverses zu erledigen. Inkl. Stadtführung, da sie ebenfalls nicht von hier ist. Und ich kann richtig gute Stadtführungen machen. Dann war sie im Juni eine Woche im Urlaub. Ein weiteres Mal war sie mit bei der Wunderärztin und beim letzten Termin war es so heiß und da ich in meiner Wohnung über 30 Grad habe, waren wir ebenfalls unterwegs.

Es gestaltet sich schwierig Termine zu finden. Gut ich bin Spätaufsteherin. Ich kann Montags eher nicht, weil ich da den festen Termin mit Frau Sonnenschein habe. Zwei Psychotermine am Tag sind mir zu viel. Dienstags habe ich Reha-Sort – und an sich haben die Betreuer da Teamsitzungen. Freitags ist Vormittags meine Haushaltshilfe da. Donnerstag geht an sich, aber da gehe ich eben einmal im Monat zur Wunderärztin und einmal zur Schreibwerkstatt. Somit bleibt Mittwoch übrig. Da gehe ich aber ehrenamtlich arbeiten. Wir fangen meistens um 10 Uhr an. In der Regel hören wir zwischen 13 und 13.30 Uhr auf. Ich bin dann frühestens um 14 Uhr daheim. Bei dem Wetter würde ich dann gerne duschen und ich brauche einen Moment für mich. Somit geht frühestens ab 15 Uhr. Sie drängt nun nonstop auf 14.30 Uhr. Was aber für mich heißt, ich muss nur hetzen etc.

Ansonsten sagt sie halt, sie arbeitet eher früh. Ich hab da nun mal drüber nachgedacht. Montag, Mittwoch und Freitag scheidet aus. Dienstag könnte sie Vormittags gar nicht. Und ich drehe am Rad, wenn ich Mittwoch und Freitag schon früh raus muss, wenn ich dann auch Donnerstags noch früh aufstehen muss. Ich kenne da ja leider meine Grenzen. Mal sehen wie das weiter geht.

Bei Wunderärztin waren wir im Juni auch. Ich habe ein neues Medikament versucht. An sich zum Schlafen. Gebracht hat es nicht wirklich was. Da aber eben noch hinzukommt, dass ich zu der Jahreszeit schlecht schlafe, weil eben Dachgeschoss und warm, wollte ich die Einnahme absetzen und auf den Herbst schieben. Bzw. würde ich vielleicht eine höhere Dosierung den Schlaf besser regulieren? Als ich nun wissen wollte, wie weit und in welchen Abständen ich das hoch dosieren kann, kamen eher schwammige Antworten ala das ich das doch alles weiß. Ich hätte gerne das Wissen, was man da von mir erwartet und es nervt.

Mittlerweile ist es so, dass ich meine letzte Periode Ende Mai hatte. Ich überlege nun, ob ich mir mit dem Zeug meinen Zyklus zerschossen habe. Nun habe ich die Woche Frau Sonnenschein gebeten Wunderärztin deswegen zu fragen. Auch hier ist die Antwort sehr schwammig. Als ich was hinter fragt habe, bat mich Frau Sonnenschein, das doch bitte mit Wunderärztin selbst zu klären.

Mit meiner alten Betreuerin war ich bei der Rentenversicherung in der Nachbarstadt. Hier vor Ort war ich ja schon mal vor dem Umzug, um Informationen zu bekommen, welche beruflichen Perspektiven ich habe. Die Auskunft lautete, ich muss einen Antrag auf Rehabilitation stellen, um überhaupt Fragen stellen zu dürfen. Das schien mir zu viel Aufwand. Und wenn dem Antrag statt gegeben wird, muss ich eh in die Nachbarstadt, weil es vor Ort keinen Reha-Sachbearbeiter gibt.

Damals rief ich eben in der Nachbarstadt an. Dort sagte man mir, dass das wirklich übertrieben sei mit dem Antrag, ich soll mal zur offenen Sprechstunde vorbei kommen. Dann kam der Umzug dazwischen und so schob sich das bis dieses Jahr. Und dann war es schwierig einen Termin zu bekommen.

Die Sachbearbeiterin war eher lustlos. Bei einem Reha-Sachbearbeiter einen Termin zu bekommen war unmöglich. Das geht nur nach Antrag. Auch die Sachbearbeiterin erzählte mir eben, dass ich einen Antrag stellen muss. Irgendwann telefonierte sie im Haus rum, ob noch ein Reha-Sachbearbeiter im Haus ist. Und wurde fündig und ich durfte dort hin.

Ein wenig Licht im Dunkel. Aber sollte ich wirklich noch eine Ausbildung anstreben, sollte ich mir das wohl bald überlegen. Der „Spaß“ dauert mich über die Rentenversicherung locker 5 Jahre. Faszinierend ist, falls ich in einer Behindertenwerkstatt arbeiten möchte, dann muss ich dafür auch einen Antrag stellen.

Im Juni war vor Ort ein großes Straßenfest, welches ich an sich immer besuche. Meisten treffe ich mich dort dann auch mit meinen Angehörigen. Nun war mein Bruder dieses Jahr im Urlaub und ich ging halt alleine. Dort traf ich auf meinen Vater, der her verwahrlost aussah. Das T-Shirt stand schon bald vor Dreck. Was mir nun so langsam Sorge bereitet. Das er es mit der Sauberkeit nicht so genau nimmt, war bekannt. Aber in dem Rahmen und so weiter? Als ich ihn darauf ansprach redete er sich damit raus, dass er gerade erst geschwitzt hat. Nur hatte das T-Shirt Schweißränder, die nicht frisch waren und die allen möglichen Alterstufen hatten.

Die Woche drauf bin ich spontan bei ihm daheim vorbei. Weder mein Bruder, noch ich, waren seit Jahren in der Wohnung. Es war nicht ganz so schlimm wie befürchtet, aber schlimm genug. Die Unordnung ist Thema für sich. Aber die Hygiene spricht Bände. Wenn wir da jemals ausräumen müssen, werden wir wohl einen Container kommen lassen müssen. Und die Kaution können wir auch vergessen. Wobei wir das schon gedanklich abgeheftet hatten. Ich hoffe sehr, wir müssen da nie was drauf legen.

Ansonsten hatte ich dann auch noch Geburtstag. Dann war mein Bruder krank. Ich selbst hatte da kein Problem damit, dass wir uns eben nicht sehen. Ihm tat es Leid. Dafür war ich bereit mit Vatern Essen zu gehen. Was dann zum Staatsakt ausartete. Erst erwartete er doch, dass mein Bruder doch kann. Dann versuchte er mir konstant sein Lieblingslokal schmackhaft zu machen. Dann ein weiteres Lokal, in welches ich nicht gehen mag, was ich ihm schon mehrfach erklärt habe. Ich hatte zu Anfang schon ein Lokal vorgeschlagen.

Dann wollte er an meinem Geburtstag um 18 Uhr anrufen und nachfragen, für welches Lokal ich mich entschieden habe. So saß ich dann daheim und wartete. Er rief auch pünktlich an. War dann zwar nicht begeistert. Dann meinte er, er muss nun erst Duschen. Er ruft mir an, wenn er los geht, ich sei ja eh daheim. Wie sehr ich das hasse. Ich habe ihn dann mit Mühe und Not auf halbwegs eine Uhrzeit fest genagelt.

Die Zusage für das Soziale Komeptenztraining habe ich auch. Beginn im September. Gestaltete sich wesentlich einfacher als erwartet. Allerdings wurde das Vorgespräch im Büro meines alten Arztes/Therapeuten gehalten. So ganz kann ich das immer noch nicht ablegen.

Ansonsten rauscht echt alles an mir vorbei. Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickeln wird. Allerdings hat das auch gerade den Vorteil, dass Anna nicht mehr so viel Raum einnimmt.

Monatsrückblick Februar 2015

Ich habe beschlossen, dass ein Monatsrückblick vielleicht ganz sinnvoll ist. Vielleicht auch, weil der Februar wirklich heftig war?

Der Februar war eindeutig durch PMS geprägt. Wobei PMS sicherlich ein weitreichender Begriff ist. Alle paar Monate bin ich vor, während und/oder nach meiner Periode nur angespannt, gereizt, explosiv, zerstörerisch und depressiv. Diesen Februar hatte ich gute drei Wochen Spaß daran.

Auslöser war sicherlich u.a. der Versuch mit der Klinik eine Behandlungsvereinbarung aufzusetzen. Das zog mich bereits im Januar ziemlich runter. Viele Gedanken dazu, wie es gewesen wäre wenn und so weiter. Ich vieles einfach immer noch nicht verstehe.

Geprägt war alles auch noch durch Selbstzweifel. Was hätte ich besser machen können? Was muss ich sagen, damit ich Hilfe bekomme?

Der Fragebogen für die Therapeutin gab mir dann wohl den Rest. Ich schäme mich dafür, dass ich nichts wirklich positives über meine Eltern schreiben konnte. Generell zu meinem Leben? Was sicherlich auch aufgrund meiner Gefühlslage geschehen ist. Ich in dem Moment generell alles kritisch gesehen habe?

Der Versuch bei Wunderärztin Hilfe zu finden. Ich habe mittlerweile fest gestellt, dass es schwer ist zu sagen Hilf mir, wenn ich ausklammern muss, dass ich am liebsten tot wäre. Was darf ich sagen und was nicht? Wie kann es etwas formulieren, ohne das etwas für mich schlimmes geschieht?

Mir auch bewusst ist, wie schwer es für Behandler ist, mich einzuschätzen, weil klar ist, dass ich zu viel verschweige. Aber wie soll ich es ändern? Wäre ich die letzten fünf Jahre zu dem Thema Suizidalität immer ehrlich gewesen, hätte ich mehr Zeit in der Psychiatrie zugebracht als zu Hause.

Ich habe auch fest gestellt, dass es nichts gibt, wofür ich dankbar bin, dass man mich am „Leben erhalten“ hat. Die was wäre wenn Schleife – hätte ich damals meinen Mund gehalten, dann wäre ich zwar jetzt eventuell/wahrscheinlich tot. Aber es wäre mir auch viel erspart geblieben.

Ich habe außerdem fest gestellt, dass ich nichts weiß, wofür sich Leben noch lohnt. Ich habe keinen Job. In meinen erlernten Beruf kann ich nicht zurück. Meine Rente ist zu niedrig um davon auf Dauer leben zu können. Die ergänzenden Sozialleistungen gerade so hoch, dass sich Arbeiten rein logisch gesehen nicht wirklich lohnen würde. Ich aber auch weiß, ich würde arbeiten gar nicht mehr hinbekommen.

Frau Sonnenschein meinte letzte Woche, dass Handlungen eben auch Konsequenzen bringen. Oder man eben für seine Handlungen auch die Konsequenzen tragen muss. Ich frage mich, warum ich dann für Handlungen, die ich nicht begannen habe, die Konsequenzen tragen muss? Ich habe den Oberarzt nie ein Schwein genannt, aber muss die Konsequenzen dafür tragen? Ich habe eine sachliche Frage gestellt und muss mich als paranoid beschimpfen lassen?

Frau Sonnenschein auch sagte, ich habe ja immer dazu gestanden, dass ich eine Suizidankündigung gemacht habe. Ja habe ich. Im Arztbericht steht aber, ich hätte das abgestritten?

Frau Sonnenschein erklärte mir, dass ich doch weiß, wenn Fremd- oder Eigengefährdung vorliegt, dann wird eben auf eine Geschlossene verlegt. Nur doof, dass ich auch weiß, dass in der Klinik eben auch anders gehandelt wird. Nur doof, dass es im Vorfeld mit mir andere Absprachen gab. Wozu gibt es Absprachen, wenn sich andere nicht daran halten brauchen, aber ich schon?

Ich verstehe nicht, warum man mir auf der einen Seite sagt, ich soll formulieren was ich brauche, bzw. wie man mit mir umgehen soll/kann, wenn es nachher doch nur darum geht, aus einer handvoll Angeboten das auszuwählen, was am wenigsten schlimm ist? Bzw. ich jetzt schon weiß, dass besagter Oberarzt doch wieder an der Behandlung beteiligt sein wird und er generell die Schiene fährt: Wir breiten kein Behandlungsangebot vor Ihnen aus und Sie suchen aus was sie wollen und was nicht. Aber nun soll ich genau das machen? Bekomme ich gerade nicht hin. Den Gedankengang ansprechen brauche ich wohl auch nicht mehr, weil es anstrengend ist, wenn ich etwas hinterfrage?

Immerhin habe ich auch halbwegs positive Erfahrungen machen können.

Meine Chefin bei meinem Ehrenamt scheint gerade von mir angetan zu sein. Mal sehen wie lange es anhält.

Und der Kontakt mit der Therapeutin. Die mir offen und ehrlich gesagt hat, dass sie mich nicht behandeln kann. Das erste Mal in fast 10 Jahren Borderline das mir jemand offen sagt, er schafft das nicht. Ohne das ich mich schlecht damit fühle! Hochachtung an die Frau.

Und schlussendlich bin ich letzte Woche aktiver in die Wohnungssuche eingestiegen und habe Flyer aufgehängt. Der erste Anruf kam als der erste Zettel noch keine 30 Minuten hing. Mit der Frage, ob ich auch Sex will. Nein will ich nicht.

Zwischenzeitlich gab es einen zweiten Anruf und einen dritten. Beides Mal die selbe Person, denke ich. Die wollte wissen, ob ich eine Wohnung anbieten kann. Nein kann ich nicht.

Absturz, Filmriss und Chaos

Die Geschichte mit meinem Vater nun ja, wir konnten sie bisher nicht bereinigen. Ich fragte ihn am Samstag, warum er nun urplötzlich ausmistet und bekam was in der Art zur Antwort, dass es bei ihm wie gebrannt aussieht. Er meinte, er meldet sich – da warte ich noch drauf.

Den vermuteten Reiseföhn wollte ich zumindest mal prüfen. Packte ihn Samstag Morgens aus und stellte fest, es ist ein Lockenstab. Noch dazu klebte das Ding so sehr, dass ich es lieber nicht in die Steckdose steckte. Ich habe das meinem Vater mitgeteilt und ich darf das Ding weg schmeißen. Ich hab ihm aber gesagt, dass er doch weiß, dass ich keinen Lockenstab benutze.

In der Woche drauf ging es leider ähnlich mies weiter. Ok ich kam erst gar nicht wieder auf die Beine und mich zog dann einfach noch mehr runter.

Termin bei der Wunderärztin. Laut Frau Sonnenschein, sollte ja Wunderärztin mit mir die Patientenvereinbarung besprechen. Die wieder rum war der Meinung Frau Sonnenschein macht das. Habe ich aber irgendwie erwartet.

Wunderärztin stellte aber klar, dass das Ding mehr oder weniger kein Wunschkonzert ist (und eben auch nicht dazu dienen soll der Klinik eins auszuwischen – was eh nicht meine Absicht war). Die Klinik könnte mir das anbieten, was im Vordruck steht. Ich kanns nehmen und wählen oder sein lassen. So ganz grob gesagt. Von ihrer Aussage zu Asylanten wusste sie nichts mehr. Nur doof, dass mich genau diese Aussage am meisten runter gezogen hat.

Es ging auch um den ITP (Hilfeplan für die Betreuung), den ich mit meiner Betreuerin fertig gestellt hatte. Da tauchten nämlich Fragen zur Diagnose auf. Meine Betreuerin hat die Diagnose schädlicher Gebrauch von Benzos raus gelassen, weil wir beide der Meinung sind, es besteht in dem Sinn keine Suchtproblematik.

Irgendwie war der ganze Termin „komisch“. Wunderärztin hat ein paar Sachen gesagt, die ich nicht nachvollziehen kann. U.a. das sie eben ein Problem mit meinem Zopiclon hat. Das Zopiclon Thema für sich ist, war mir vorher bewusst. Bisher hat sie mir aber gegenüber sich eher in die Richtung geäußert, sie findet es generell nicht gut, sieht aber, dass ich da bewusst mit umgehe. Ich es nicht auf Dauer missbrauche und so weiter.

Auf einmal hat sie nun ein riesiges Problem damit. Sie hätte mir das ja nur weiter verschrieben aus Respekt vor dem Kollegen, der es mir vorher verschrieben hat. Bla Bla Bla usw. Irgendwann kam auch Respekt vor mir – verstehe ich zwar nicht, aber gut. Sie hätte keinen Überblick wie viel ich daheim habe usw. Genau dafür gab es mit ihr eine Absprache, wie viel ich bekommen kann. Und ich habe ihr IMMER gesagt, wenn ich mehr genommen habe. Und ich kann schon irgendwie verstehen, wenn ihr das Bauchweh macht, da sie mich eben nicht einschätzen kann, weil ich wenig Auskunft darüber gebe, wie es mir geht. Aus Angst vor dem was passieren könnte. Ich kann es ja ein wenig verstehen, aber sie war generell so unfreundlich/unwirsch – keine Ahnung wie ich es nennen soll.

Es ist nun nicht so, dass ich es in den letzten Jahren nicht versucht habe abzusetzen. Mit mässigem Erfolg. Ich aber weiß, wenn ich nicht schlafen kann, werden die Suizidgedanken so drückend…. Sie ist der Meinung, eine Nacht ohne Schlaf macht nichts. Das es bei mir dann aber mehr Nächte werden und ich phasenweise über Wochen hinweg kaum, nicht oder sehr schlecht geschlafen habe… nun ja. Sie meinte irgendwas von wenn man die eine Nacht nicht schläft, schläft man die nächste Nacht. Ich weiß aber leider, dass dem nicht so ist. Und ich weiß, dass ich ihr schon erzählt habe, was schlechter/kaum Schlaf mit mir macht.

Ich fragte sie zum Abschluss, was es für Möglichkeiten an Bedarfmedikamenten gibt. Seroquel lehne ich mittlerweile ab. Alle anderen hatte ich an sich schon und teilweise mit unschönen Wirkungen und Nichtwirkungen. Mir war es aber gerade einfach egal, weil ich nur aus dem Loch raus wollte. Ich hätte fast alles noch mal versucht. Ach ja Atosil, was mal geholfen hat, lehnt die Klinik ab. Würde ich gerade auch nicht drauf bestehen.

Sie meinte dann, sie hat in Prüfungszeiten Tee getrunken gegen gesteigerte Anspannung und pflanzliche Sachen hätten auch geholfen. Näher geraten hat sie nichts. Ich erzählte in dem Zusammenhang, dass man im stationären Bereich schon versucht hat, ob ich mit so einem Einschlaftee schlafen kann. Ok ein paar Mal wurde ich genötigt das Zeug zu trinken. Ich habs halt gemacht, damit Ruhe war. Auch mit der Hoffnung das Zeug hilft. Egal – sie erwähnte nicht, welche Tees ich trinken soll.

Am Vortag hatte mir die Therapeutin geschrieben, bei der ich in der Woche noch einen Kennenlerntermin haben sollte. Von der Stelle, die mich an sich vermittelt hatte, hatte ich einen Fragebogen, von dem ich aber nicht wusste, ob ich den zu ihr mitbringen soll. Ich hatte extra gefragt, ob ich was mitbringen soll. So fragte ich via Mail halt nach dem Fragebogen und schrieb an sich auch klar, dass ich damit gerade überfordert wäre.

Sie hat mir geantwortet, dass sie den Fragebogen braucht und ich den ausfüllen soll, so weit es geht. Sehr sinnig wenige Tage vor dem Termin. Endete auch mit Betreuerin hat mich heulend am Telefon. Die dann zu mir meinte, ich muss ja nicht alles machen und so weiter. Schlussendlich hab ich den Fragebogen fertig gemacht. Jede Frage abgetippt und am PC ausgefüllt. 14 Seiten. Und meiner Betreuerin geschickt.

Der Fragebogen hat mich auch noch mal runter gerissen (ok das war vor Wunderärztin). Ich habe mit erschrecken fest gestellt, dass mir keine guten Worte zu meinen Eltern einfielen. Auf die Frage zur Beziehung zu meiner Mutter habe ich nur schwierig geschrieben. So viele Sachen kochten hoch.

Nun ja Betreuerin rief dann nach dem Termin bei Wunderärztin an, hatte mich total verstoert und hat den Fragebogen kurz besprochen. Ich war zeitweise wohl kaum mehr zu beruhigen und war mehr am Heulen, als am Reden. Noch während des Telefonats habe ich mich selbst verletzt. Nicht das erste Mal in der Woche. Aber das erste Mal seit Jahren, dass ich zumindest überlegt habe, ob ich zum Nähen gehen muss. Etwas was ich bisher vermieden habe.

Den Termin bei der Therapeutin hätte ich am Liebsten abgesagt. Aber ich bin hin. Darüber erzähle ich ein anderes Mal.

In der folgenden Woche taten die letzten Wunden weh, die vorher eben nicht weh getan haben. Da ich keinen gültigen Tetanusschutz hatte, besuchte ich meine Hausärztin. Nun habe ich einen Tetanusschutz und die Wunde sei ok.

Mein linkes Auge zickte auch. Tränte seit Wochen. Die Tropfen der Augenärztin halfen nicht wirklich. Die ich dann auch im Chaos zwischen Wunderärztin und Kennenlerngespräch abgesetzt hatte, weil sie eh nichts brachten und ich es nicht auf die Reihe bekam, sie regelmäßig zu nehmen. Augenärztin hatte aber gesagt, wenn es nicht besser wird, muss ich in eine Augenklinik und den Tränenkanal spülen lassen.

Nun ja die Wunde war erst mal wichtiger. Hausärztin meinte aber, Tränenkanal wird auch ambulant gespült. Also wollte ich am nächsten Tag zur Notfallsprechstunde der Augenärztin und die noch mal fragen. Abends habe ich mit warmen Kompressen rum gemacht. Stehe am nächsten Morgen extra früh auf und bin fit wie ein Turnschuh. Augen schmerzte nicht mehr und auch psychisch fühlte ich mich wie zum Bäume ausreißen. Augenarzt gestrichen und lieber zur ehrenamtlichen Tätigkeit gefahren (die ich vorher halbwegs abgesagt hatte).

Das Hoch hält so halbwegs. Ich stelle aber mal wieder fest, dass ich zeitweise rund um meine Periode so reagiere. Dieses Mal waren es fast drei Wochen Ausnahmezustand. Und ich habe teilweise einen Filmriss – wo ich nicht weiß, was da alles gelaufen ist.

Das heutige Gespräch mit Frau Sonnenschein war auch nicht wirklich prickelnd. In mir ist nämlich der Gedanke gereift, dass ich vielleicht nicht die richtigen Worte gefunden habe, um beim letzten Klinikaufenthalten klar zu machen, dass ich Suizidgedanken/absichten habe. Ich wollte von ihr wisse, was ich sagen muss, wenn ich so bin. Erklärte es mit, ob es einen Zaubersatz gibt. An dem Wort biss sie sich leider fest. Und sie ist ziemlich angepisst, weil mal wieder der letzte Klinikaufenthalt Thema war. Und ich bin kein Stück weiter mit dem Problem: Was mache ich, wenn es mir wirklich schlecht geht?!

Neues Jahr, Neues Glück?

Das mit dem regelmäßigem bloggen bekomme ich scheinbar nicht hin. Asche auf mein Haupt. Aber ich werde mich bemühen oder versuche es zumindest.

Vor Weihnachten war es richtig stressig. Ich brauchte ja noch Weihnachtsgeschenke. Immerhin habe ich es geschafft, für eine Organisation vor Ort, bei der ich auch so halbwegs ehrenamtlich arbeite, Weihnachtsgeschenke zum Verteilen zu machen. Worauf ich ziemlich stolz bin.

Bei der Organisation durfte ich dann auch vor Weihnachten extra helfen, was irgendwie alles eigenartig war. Meine Kolleginnen erzählten, dass sie eben für die Verteilaktion aufbauen. Als ich meine Chefin fragte, zögerte sie, bis ich nachfragte, ob ich die Oberchefin selbst fragen soll. Gesagt, getan und die hat sofort gestrahlt und klar darf ich helfen und so. Meine Chefin hat mir nämlich vor ein paar Monaten erzählt, dass mich die Oberchefin nicht leiden kann. Was aber gar nicht zum Verhalten der Oberchefin mir gegenüber passt. Die grüßt mich immer freudestrahlend und das ist auch nicht aufgesetzt. Denn eigentlich spüre ich das ja genau, wenn mich jemand nicht mag. Mich verunsichert das sehr.

Weihnachten war ok. Heilig Abend mit der Familie zu Mittag gegessen bei mir und am ersten Feiertag waren wir Essen. Ich habe kurz entschlossen doch Geschenke für meine Familie gemacht, weil ich das Gefühl hatte, das wird erwartet. Vater war wie gewohnt generell eigen, um es nett zu umschreiben, aber im allgemeinen nicht so schwierig wie sonst.

Silvester war ich mal wieder alleine daheim. Dank Dachgeschosswohnung war es auch mal wieder nichts mit den Jahresanfang verschlafen. Wobei es dieses Jahr ruhiger war als im Jahr zuvor und ich wohl hätte schlafen können? Mich hat aber auch zum ersten Mal das Alleinsein belastet.

Im neuen Jahr wird es wohl einige Änderungen geben, die mich ebenfalls beschäftigen. Allem voran werde ich versuchen mit der Horrorklinik eine Behandlungsvereinbarung aufzusetzen. Wie sich nun raus stellte, hat die Klinik einen Vordruck. Ich selber habe mittlerweile Abstand davon genommen, den kompletten Aufenthalt durch zu planen. Im Vordruck sind einige Punkte drin, bei denen ich eigentlich weiß, dass die Klinik das nicht leisten kann. Ich bin also gespannt. Die Woche gibt es deshalb einen Termin mit Wunderärztin, Frau Sonnenschein, meiner Betreuerin und mir. Bisherige Versuche meinerseits mich damit auseinander zu setzen endeten nicht so gut.

Vor wenigen Tagen hatte ich ein Erstgespräch zur Psychotherapie. Das war relativ gut. Die Dame hat sich sehr viel Zeit genommen. Was mir vorher nicht klar war, dass die Chefin der Organisation das Gespräch macht und ich nicht von ihr therapiert werden, sondern eben von jemand anderem.

Die Organisation bildet Therapeuten aus. Keine Ahnung ob ich das will. Anna war ja auch in der Ausbildung und ich glaube, manches wäre anders gelaufen, wenn sie fertig ausgebildet gewesen wäre.

Problematisch könnte da aber auch meine Krankheitsgeschichte und vor allem die Anzahl der Therapien sein. Die Krankenkassen würden mir dort eventuell gar keine Therapie bewilligen, weil ich schon so viele Therapien hatte und bei dem Krankheitsbild und so weiter. Wobei es eigentlich gar nicht so viele offizielle Therapien waren.

Die Leiterin der Organisation schaut nun mal, ob sie intern jemand hat der passt und fragt auch mal ihre ambulanten Kontakte durch. Immerhin ein Lichtblick oder nicht? Wobei das Thema Suizidalität wohl weiter ein Problem sein wird.

Ansonsten merke ich in letzter Zeit, dass ich irgendwie aus dem schlimmsten raus bin, wenn ich es nicht gerade wieder mal aufwühle. Leider werde ich einiges aufwühlen müssen, wenn ich die Behandlungsvereinbarung möchte und auch wenn ich einen Therapieplatz möchte.

Weiterhin sprachlos

Ich bin immer noch ziemlich heiser. So langsam nervt es.

Eine neue Waschmaschine habe ich nun auch endlich. Was mir aber an sich nur Ärger brachte. Das Altgerät sollte ja mitgenommen werden, an der Hotline sagten sie, sie buchen das für mich, dann rief ich da noch mal an, weil ich keine Bestätigung hatte – die Dame war so nett und hat sich dafür eingesetzt, dass die alte Maschine mit genommen wird. Die kamen dann, nein Altgerätmitnahme machen sie nicht.

Wieder mit der Firma telefoniert. Sie kümmern sich drum. Dann boten sie mir an, sie holen die neue Maschine wieder ab, ich bestell sie neu, bestell dann auch die Altgerätmitnahme und hätte dann eben eine neue Maschine und das Altgerät weg. Ich finde es ziemlich unsinnig, eine funktionierende Maschine zurückgehen zu lassen. Schlussendlich entsorge ich sie nun selbst.

Nun muss ich nur durch das Abenteuer durch, dass ich jemand finde, der mir das Altgerät runter trägt. Ich habe nun mal meinen Chef vom Ehrenamt gefragt, ob er eine Idee hat. Er würde das mit jemand machen. Irgendwie ist mir das nicht wirklich recht, aber irgendwie muss die Maschine ja nach unten. Momentan sind die Nachbarn nicht da, da kann ich sie dort vor der Tür stehen lassen. Falls die aber demnächst kommen sollten…. und unten in den Hausflur kann ich sie auch schlecht stellen, denn da steht alles voll.

Irgendwie war das aus dem zweiten Stockwerk leichter zu händeln. Vier Stockwerke sind da doch eine andere Hausnummer. Aber wenn es nicht anders geht, steht die eben ein paar Tage unten im Hausflur. Falls meine Vermieter was sagen, kann ich immer noch sagen, aus dem zweiten Stockwerk wäre das alles einfacher gewesen. Ok ich vermute eh, die alte Maschine hat beim Umzug einen Knall bekommen. Aber das kann ich nicht beweisen.

Meine Betreuerin kam aber letzte Woche, was ganz gut tat. Ok die meiste Zeit habe ich wegen der Waschmaschine telefoniert oder es krächzend versucht.

Sie sprach den neuen ITP an. Mit dem neuen ITP steht nämlich auch ein Betreuerwechsel an, was mir gerade sehr viel Angst macht. Darüber blogge ich aber wohl die Tage mal ausführlicher.

Power Woche

Geplant war Montag Geld organisieren, um eine Waschmaschine zu bestellen. Montag Abend die Waschmaschine zu bestellen und die eventuell die Woche noch zu bekommen. Dienstag Haushaltshilfe, weil ja der Freitag weg fiel und Donnerstag Handwerker angesagt waren. Mittwoch Ehrenamt. Nachmittags Betreuerin und an sich wollte ich dann noch einen Kuchen machen. Donnerstag in aller Frühe Heizungswartung und Nachmittags Schreibwerkstatt. Freitag Extraaktion Ehrenamt, ebenfalls in aller Frühe. Was somit hieß drei Tage hintereinander früh aufstehen, was mir ja wirklich Probleme macht. In der Regel kann man mich am dritten Tag zu nichts mehr gebrauchen.

Daraus wurde:

Montag Vormittag festgestellt, dass Amazon meine Waschmaschine nicht mehr im Sortiment hat. Da war guter Rat teuer. Ich habe mich Nachmittags mal bei Saturn umgesehen, die waren aber alle teurer. Außerdem ist Amazon für Lieferung, Anschließen und Altgerätmitnahme am günstigsten. Also weiter durch geklickt, welche ich sonst bei Amazon bestellen könnte.

Montag Nacht war sie dann wieder drin. Also wollte ich Dienstag bestellen. Allerdings war mir wichtig, eine Garantieverlängerung dazu zu nehmen. Nun stellte ich fest, auf meine Waschmaschine gibt es vier Jahre Herstellergarantie und ich war mir unsicher, ob die Garantieverlängerung dann dran gehängt wird. Also beschlossen, ich warte bis Mittwoch meine Betreuerin da ist.

Ehrenamt war relativ ok. Danach hetzte ich heim, weil ich den Termin mit meiner Betreuerin so früh gelegt hatte. Sie konnte später leider nicht. Ich war gerade daheim, da klingelt das Telefon. Kollege meiner Betreuerin, die sei krank. Also ihn befragt wegen der Garantieverlängerung. Ich war ganz stolz, dass ich klar formuliert habe, ich brauche Hilfe. Er wusste aber auch nicht weiter.

Also rief ich bei Amazon an. Die sagten mir was von, dass ich dann in der Zeit die Wahl habe, ob ich die Maschine vom Hersteller reparieren lasse oder ob ich die Versicherung in Anspruch nehme. Ich könnte aber ja mal bei der Versicherung anrufen oder beim Hersteller der Maschine.

Dann rief ich bei Baukneckt an, schilderte die Situation. Die meinten zu mir, dann brauche ich keine Garantieverlängerung. Dann rief ich noch bei der Versicherung an und selbst die meinten, die Versicherung sei unnötig. Denn der Mitarbeiter las das auch so, dass die Versicherung 2 Jahre nach Kauf in Kraft tritt und ich dann zwar insgesamt 5 Jahre Garantie habe, aber Bauknecht ja noch zwei Jahre länger Herstellergarantie gibt. Ich könnte ja nach knapp zwei Jahren noch mal anrufen und nachfragen, ob die Garantieverlängerung an die Herstellergarantie dran gehängt wird.

So startete ich dann das Abenteuer Waschmaschine bestellen. Als ich vor wenigen Jahren einen Trockner über Amazon kaufte, war das irgendwie einfacher. Ich brauchte ewig, bis ich den Installationservice und die Altgerätmitnahme fand. Dann stand bei der Altgerätmitnahme, dass die das Altgerät nur mitnehmen, wenn es vom Strom getrennt ist (was ja kein Problem ist) und wenn das Gerät von den anderen Anschlüssen getrennt ist. Und genau das ist ein Problem. Ich traue mich nicht da irgendwas zu entfernen. Laut den Richtlinien könnte es mir aber passieren, dass die mir die Waschmaschine nicht mitnehmen.

Also ein weiteres Telefonat mit Amazon. Der Mensch am Telefon meinte dann, er bucht mir das dazu. Soll ICH das nun nicht anklicken? Nehmen die mir dann auch das Altgerät mit? Irgendwie machte es mir Bauchweh, wenn ich das nicht anklicke. Der Mitarbeiter meinte aber immer wieder, er bucht mir das dazu. Aber ich soll das nicht anklicken. Somit habe ich nur den Installationsservice gebucht. Laut dem Herrn am Telefon schickt er mir eine Bestätigung. Die aber nicht wirklich ankam.

Auch in der Mail, in der nun mitgeteilt wurde, die Maschine ist auf dem Weg, steht da nichts von drin. Die Mail kam aber auch erst Samstag, da ist bei Amazon wahrscheinlich eh nur Notbesetzung. Die Maschine soll ja eh erst Freitag geliefert werden. Ich bin gespannt. Bzw. werde ich wohl Morgen mal bei Amazon anrufen /bzw. die anrufen lassen.

Der geplante Kuchen ist auch nichts geworden. Bzw. sollte es ein kalter Hund mit weißer Schokolade werden und mir ist der Kram gleich angebrannt.

Donnerstag war für ab 7.30 Uhr die Heizungswartung angekündigt. Ich hatte mit meiner Vermieterin besprochen, dass der nicht als erstes zu mir kommt. Trotzdem bin ich mal vorsorglich um 7 Uhr aufgestanden. Man weiß ja nie. Im letzten Jahr hatte der um 9.30 Uhr schon alle anderen Wohnungen durch.

Kurz nach 7.30 Uhr klopft es hier. Klingel habe ich ja immer noch nicht an der Wohnungstür. Er wüsste nichts davon, dass ich später dran sei. Er würde immer gerne am liebsten oben anfangen. Irgendwie hat mich das stutzig gemacht. Aber nun ja. Irgendwann meinte ich dann, wie er eigentlich ins Haus gekommen sei? Denn eigentlich klingeln die bei den Vermietern und die hätten dann schon gesagt, dass ich als letztes dran bin. Ja da sei gerade jemand aus dem Haus und er eben rein. Naja soll mir egal sein.

Später rief meine Vermieterin an und entschuldigte sich. Sie hätten um 9 Uhr in der Firma angerufen, weil der Handwerker noch nicht da war. Ich war ja wach, also kein Problem. Später fragte ich mich, ob die mir den Handwerker noch mal hoch geschickt hätten? Ich höre klopfen nämlich nicht wirklich.

Freitag Extraaktion Ehrenamt. Was im Vorfeld Thema für sich war, da man nicht in der Lage war einen Termin zu nennen. Im Endeffekt stand das erst am Mittwoch und war da dann noch vom Wetter abhängig. Aber ich stand pünktlich da und es war sogar schon jemand da. An sich bleibe ich immer nur zum Aufbau und komme eventuell zum Abbau wieder. Allerdings war ich Nachmittags zum Kaffee verabredet. Somit schied Abbau aus. Und da ich bevor ich die Verabredung getroffen hatte gefragt hatte… da kam nur ja das weiß man nicht, man plant ja nicht, kommt ja eh alles anders usw… war mir das zu blöd und ich habe meine Verabredung getroffen. Denn die anderen können eben nur Freitags.

Ich baute auf und bin nun schlauer was das zusammen packen im Vorfeld betrifft. Das hatte ich nämlich am Mittwoch gemacht und nun ja war nicht wirklich gut. In der Kürze der Zeit aber ok. Und generell fand ich es so toll, dass ich blieb, bis ich eben zu meiner Verabredung musste. Und ich bekam viel Lob. Obwohl ich eigentlich nicht so sehr viel gemacht habe?

Schon Freitag dachte ich, mein Hals fühlt sich komisch an. War aber auch generell doofes Wetter. Morgens noch kalt. Und da ich empfindlich bin hatte ich was um den Hals, was ich dann auszog, weils mir zu warm war und wieder an, weils mir zu kühl war und so weiter. Und die Tage vor der Heizungswartung saß ich hier auch im Kalten, weil ich wollte, dass erst die Heizung gewartet ist, bevor ich die Heizung anstelle.

Seit Freitag Abend bin ich nun wieder richtig krank. War Samstag auch nur bei der Tafel… ich bin auf die Sachen angewiesen, sonst wäre ich daheim geblieben … und bin dann wieder heim. Und nun hänge ich hier mehr oder weniger rum.

Vielleicht wäre es ganz nett, Frau Sonnenschein vorher zu informieren? An sich gehe ich ja konsequent zu den Terminen, egal in welchem Zustand ich bin, damit mir niemand vorwerfen kann, ich würde die Termine nicht einhalten. Hatten wir ja alles schon. Im letzten Jahr drückte sie mir irgendwann einen Apfel in die Hand und schickte mich eher panisch heim*g*.

Könnte aber auch sein, dass es mich gerade wieder so erwischt hat, weil das drei Tage hintereinander doch ein wenig viel war. So fing es nämlich letzten Jahr auch an. Nach vielen Tagen abseits meines Schlafrhythmus.

Aber ich werde es nun einfach genießen ohne schlechtes Gewissen gammeln zu können. Im Bett liegen und lesen und so Dinge eben.

 

 

Suizidale Pause oder?

Wie sollte es anders sein, meine Suizidalität stieg und stieg. Aufstehen und schon denken, ich wäre gerne tot. Inkl. meiner Betreuerin versprechen müssen, dass sie mich wieder sieht. Ich hasse das. Aber irgendwie tut es gut zu wissen, dass sie da ist.

Irgendwie scheint die Phase aber gerade mal vorbei zu sein. Ich bin zwar nicht wirklich happy, aber nicht mehr mit so einer Todessehnsucht behaftet. Wohlwissend das auch das bald wieder rum sein wird.

Die Woche war ich mal wieder für mein Ehrenamt unterwegs. Ok da gehe ich jede Woche hin und alle paar Wochen eben auch zu größeren Aktionen. Meine Chefs waren bis vor zwei Wochen im Urlaub und irgendwie war es ohne sie richtig angenehm. Wir anderen konnten mal ohne Kontrolle und ständig wechselnden Anweisungen arbeiten.

Ich kann mit dem Chaos so gar nicht mehr umgehen. Einfach weil mir nicht klar ist, was von mir erwartet wird. Und sich eben die Anweisungen so widersprechen. Ansprechen bringt wenig, denn ihr (Chefin) ist das ja alles klar.

Letzte Woche stand ich wie verabredet am Treffpunkt. Überpünktlich. Rauchte noch eine, da kamen Chefs schon. Er sagte noch nicht mal Guten Morgen, sondern sagte mir als erstes, dass Rauchen ja ungesund ist. Später kam noch ein kurzer Vortrag das Cola-Light nicht gesund ist. Ich schätze solche Einmischungen in mein Leben nicht. Und ich habe keinen behindert. Geraucht habe ich im Freien und mein Cola-Light bringe ich mit und nehme auch mein Leergut wieder mit.

 

Bratwurst ohne Anna

Samstag stand das allsamstägliche Bratwurstessen mit Vatern an. Das machen wir an sich jeden Samstag, wenn ich nicht gerade einen unpassenden Tafeltermin habe. Heute klappte es mal wieder. Während wir da standen und aßen und plauderten schweift mein Blick durch die Gegend. Auch zur Schlange am Stand. Und da nickt mir eine junge Frau freundlich zu. ANNA.

Damit habe ich gar nicht gerechnet, gebe ich zu. Irgendwie hatte sie mich auch so lange angeschaut, bis ich geschaut habe? Bisher war ich auch der Meinung, sie ernährt sich zumindest vegetarisch, wenn nicht sogar vegan.

Komisch das ich in den letzten Tagen wieder vermehrt an sie denke. Schreib ich den Brief nun oder nicht? Gedanklich am verfassen bin. Immer wieder die Frage an mich, was ich erwarte? Ich würde ja sagen, ich hoffe auf Kontakt…. mache ich das? Irgendwie würde ich einfach gerne verstehen, warum es damals so passiert ist. Warum sie mich verlegt hat. Warum mir immer wieder gesagt wurde, man sei ja aus allen Wolken gefallen, weil ich von jetzt auf gleich Suizidgedanken geäußert habe. Warum mir niemand wirklich zugehört hat. Immerhin beweist die Dokumentation ja, dass ich im Vorfeld mehrfach darüber gesprochen habe.

Die Ehrenamtaktion klappte ganz gut. Ich kam zum Aufbauen und ging wieder und kam zum Abbauen und blieb da auch nicht bis zum Schluss. Wurde akzeptiert. Und ich bin gelobt worden. Was mir ziemlich gut tut.

Entgegen meiner Gewohnheiten bin ich vor 6 Uhr aufgestanden. Da war ich auch richtig stolz drauf. Hatte das auch wo anders gepostet. Es kamen die üblichen Hinweise, dass ja andere Menschen jeden Tag so früh aufstehen. Ich hasse das. Ich habe nun lange genug gebraucht, um einfach zu akzeptieren, dass ich eben einen anderen Tagesrhythmus habe und mich nicht zwanghaft dem anpassen muss, was andere für richtig halten. Schlussendlich habe ich für mich nun daraus gezogen, dass ich mich dort zurück ziehen werde und lieber hier anonymer schreiben werde.

Im Zusammenhang mit der Aktion des Ehrenamts habe ich aber auch gemerkt, dass mir das eindeutig zu viel war. Ich war den ganzen Tag wie erschlagen. Allerdings habe ich wegen meinem Rücken auch Schmerzmittel genommen, die eindeutig müde machen. Ich bin gespannt, wann der endlich wieder richtig gut ist. Immerhin habe ich Samstag keine Schmerzmittel mehr genommen. Da die ebenfalls abhängig machen sicherlich eine weise Entscheidung.

 

Psychischer Rücken

Auf mein Tagebuch kann ich immer noch nicht zugreifen und bekomme scheinbar auch keine Antwort, was ich irgendwie verstoerend finde. Aber noch warte ich halt mal ab.

Ich habe mit meiner Betreuerin darüber gesprochen, was ich da gelesen habe. Was mich schon beschäftigt hat und wohl immer noch beschäftigt. Mich beschäftigt aber auch die Aussage von Wunderärztin, dass die eine „Erkrankung“ schon in den ersten 6 Lebensmonaten ihren Anfang findet. Bisher dachte ich die Geburt meines Bruders brachte den Stein ins Rollen? Meine Betreuerin meinte zu mir, vielleicht hatte meine Mutter Wochenbettdepressionen. Papa brauche ich danach nicht fragen. Nun grüble ich, ob seine Schwester was bemerkt hat? Oder ob meine Patentante was weiß?

Ich helfe ja seit ein paar Monate ehrenamtlich. Ok es ist mittlerweile sicherlich ein Jahr. Ich habe auch endlich einen Ausweis und bin darauf total stolz. Allerdings verstoert mich vieles an der Tätigkeit. Es ist teilweise ein einzige Chaos. Teilweise werden sich widersprechende Aussagen innerhalb von 30 Minuten gemacht. Ich kann damit nicht umgehen.

Nun steht die Tage eine größere Aktion in dem Rahmen an. Bisher war ich immer die, die außer den „Chefs“ quasi zum Schluss da war und das gemacht hat, was sonst keiner machen wollte. Kein Problem für mich. Allerdings eben mit viel körperlicher Arbeit, die an sich für eine Frau zu schwer ist, verbunden. Nun ist die Aktion die Tage wesentlich größer. Mir graute es davor wieder alleine da zu stehen. Sagte nun mehrfach klar, dass sie sich darum kümmern müssen, dass da noch ein paar Leute mehr zu da sind. Ja ja weiß man alles usw. Wusste man auch bei den anderen Aktionen. Da hieß es dann, ach da kamen so viele plötzlich nicht. So viele haben sich gar nicht gemeldet usw. Irgendwie alles komisch.

Nun habe ich seit dem letzten Wochenende wieder so Rückenschmerzen, dass ich mich kaum bewegen kann. Die Arbeit kann ich also nicht machen. Hatte nun Sorge, wie ich das am besten vermittle. Rief dann die Tage an und sagte es eben und das ich eben im kleinen Rahmen helfen, aber die Abschlussarbeit auf keinen Fall machen kann. Nun bin ich gespannt.

Ich überlege aber nun, ob das die körperliche Reaktion auf meine Sorge, dass ich da wieder alleine da stehe, ist. Denn ich habe sogar davon geträumt, wie alle verschwunden sind und ich wieder mit den „Chefs“ alleine da stehe.

Dann nehme ich ja mal wieder das Antidepressiva, welches eben auch zur Rauchentwöhnung dienen soll. Hatte ich zwischenzeitlich wegen der Nebenwirkungen abgesetzt und doch wieder angesetzt. Und nun gerade geht es mir damit nicht gut. Passend eben zur Monatsblutung.

Bei Ebay verkaufe ich zur Zeit auch ein paar Sachen. Die meisten Sachen gehen für einen Euro weg. Ich sage mir halt, mindestens Platz. Aber Bücherkisten mit über 20 Büchern für einen Euro, da schlucke ich dann schon. Egal, Hauptsache weg.

Manche Punkte ärgern mich trotzdem. Ich bereichere mich nicht an den Versandkosten. So nehme ich für eine Büchersendung, die 1 Euro Porto kostet 1,30 Euro. Ich muss die Versandtasche kaufen, verpacke das Buch in einem Gefrierbeutel, die Sendung wird mit Musterbeutelklemmen verschlossen, die ich ebenfalls kaufen muss, wird noch nett mit Aufklebern verziert (ok das ist mein Bier)…. ich finde da 30 Euro nun wirklich nicht zu viel. Aber meine Bewertungen bei den Versandkosten sind nicht die Besten.

Wobei das nun natürlich nicht nur die Bewertungen für die Büchersendungen sind. Ich habe auch andere Dinge verkauft, wie eben Bücherkisten mit bis zu 26 Büchern. Da klebt teilweise eine halbe Rolle Klebeband drauf. Eine Rolle kostet 1 Euro. Ich verlange einen Aufschlag von um die 50 Cent. Dafür ist Polstermaterial im Paket, das Paket muss besorgt, wenn auch nicht gekauft werden, das Versandetikett muss gedruckt werden, ich schleppe die Pakete aus dem 4. Stock runter und so weiter. Und meine Pakete sind wirklich sehr ordentlich verpackt.

Warum erwartet eigentlich jeder, dass Privatverkäufer kostenlos versenden. Wenn ich nun mal rechne. Bücherkiste mit 26 Büchern. Verkaufspreis 1 Euro. Da gehen die Ebaygebühren von 10% noch runter. Meine Bank nimmt für jede Buchung Geld. Das Versandetikett druckt sich auch nicht allein. Stromkosten habe ich auch. der Karton muss besorgt werden. Das Klebeband muss bezahlt werden. Ich lege bei den Paketen immer noch was dazu. Klar das müsste ich nicht, aber ich finde dann kann man auch fair bewerten. Also wenn ich nun sagen wir eben weiter Bücherkisten mit um die 20 Bücher versteigere. Keine Versandkosten nehme. Dann lege ich noch drauf :-(. Es ärgert mich einfach.