Chancen auf einen Therapieplatz

Meine Hausärztin, die ich dann Donnerstag doch mal aufgesucht habe, weil immer noch heiser, hat mir ein Antiobiotika verpasst. Ich hoffe ich kann dann die Woche wieder Bäume ausreißen :-)

Die Wochen war mal wieder ein Termin bei meiner Wunderärztin. An sich mit meiner Betreuerin, die zu spät kam. Wunderärztin meinte gleich, dass wir wohl mit der Diagnostik fertig werden. Und sie meinte dann zu mir, dass mir wohl klar sei, dass sie mir dann wieder sagen wird, dass ich eine Therapie machen muss.

Statt das gleich mal wieder abzulehnen, habe ich meine Taktik geändert. Ich meinte zu ihr, ob sie mit denn einen Therapeuten empfehlen kann. Eigentlich weiß ich, dass die Klinik/PIA eben keine Therapeuten empfiehlt und eben die Wartelisten überall lang sind.

Nun ja Wunderärztin hatte am Vormittag mit jemand telefoniert, die hier bei einer Organisation arbeitet, die eben Therapeuten hat und Therapien anbietet. Da sucht gerade jemand noch Patienten für eine tiefenpsychologische Therapie. Ich glaube die ist in der Weiterbildung oder so.

Ich hab das kurz gegenüber meiner Betreuerin angesprochen. Die ja eigentlich gegen was tiefenpsychologisches ist, ich aber mit dem Hier und Jetzt der Verhaltenstherapie nicht wirklich was anfangen kann. Und DBT möchte ich ja auf keinen Fall mehr machen. Nun ja schlussendlich rief Wunderärztin da an. Sagte halt, sie hat da eine Patientin, mit einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, die eine Therapie machen will. Beschrieb mich auch charmant als nicht einfach (ich hätte sie killen können) und erzählte halt grob das es im Haus Probleme gab, sie mich übernommen hat, weil der letzte Arzt mich nicht mehr wollte und so.

Ich kann mich dort melden. Zu einem Erstgespräch oder quasi den 5 Probesitzungen. Donnerstag habe ich da keinen mehr erreicht und Freitag war ich nicht wirklich daheim. Also werde ich da morgen noch mal anrufen und mein Glück versuchen. Ansehen kann ich mir das mal, denn ich habe nichts zu verlieren.

Ich bin mittlerweile auch nicht mehr ganz gegen eine Therapie eingestellt. Wollte allerdings an sich nicht, dass die Klinik das weiß. Wobei ich der Wunderärztin ja vertraue. Aber keine Ahnung wer sonst noch regelmäßig in meine Akte sieht. Die Therapeutin will wohl auch Arztberichte und das will ich an sich nicht. Und meine Erfahrungen mit einer Therapeutin in Ausbildung ist auch Thema für sich.

Ich sollte wohl auch mal mit Anna abschließen, die immer noch Thema für mich ist. Ich weiter überlege, ob ich mit ihr Kontakt aufnehmen soll oder nicht. Bzw. ihr eben schreiben soll, wie es mir mit dem Ganzen ging. Reagieren wird sie eh nicht.

Wichtig wäre auch zu wissen, wie die Therapeutin eben mit Suizidalität umgeht. Wobei ich so weit bin, wenn sie was in der Art sagt, dass sie mich dann einweisen muss oder so was in der Art, dass ich ihr eben knallhart sage, dass ich es gewohnt bin, den Menschen zu dem Aspekt das zu sagen, was sie hören wollen. … aber innerlich denke ich, das kann keine Lösung sein.

Diagnostik und Akteneinsicht

Ich habe mir fest vorgenommen, mir nun jedes Wochenende die Zeit zu nehmen, hier regelmäßiger zu bloggen!

Heute stand mal wieder Diagnostik an. Wobei Wunderärztin mich am liebsten heim geschickt hätte, weil sie krank ist. Sie hätten versucht mich zu erreichen. Tja ich hab denen schon mehrfach gesagt, sie sollen mir eine E-Mail schicken. Nun wollten sie meine Mailadresse. Was an sich wenig bringt, wenn die mir 30 Minuten oder ne Stunde vorm Termin anrufen, da ich eine Stunde vorher spätestens das Haus verlassen. Nun ja egal.

Diagnostik war relativ „witzig“. Ich habe auf fast jede Frage mit Beispielen geantwortet, die aus dem letzten Klinikaufenthalt resultieren. Ich frage mich, ob ich die Diagnosen auch hätte, wenn man die Diagnostik vorher gemacht hätte? Manche Sachen hätte ich vorher sicherlich anders beantwortet. Wobei meine Betreuerin meinte, die Veranlagung hätte ich sicher vorher schon gehabt. Da ist sicherlich was dran.

Im Verlauf des Gespräch fragte mich Wunderärztin, ob ich denn schon mal in die Doku von damals gesehen hätte? Ich saß nur da und meinte nur, dass ich da ja nicht dran komme. Denn bisher ist mir immer gesagt worden, dass ich da keinen Einblick bekomme. Beziehungsweise das man Patienten der Psychiatrie generell keine Akteneinsicht gibt. Sie meinte, dazu gibt es ein Urteil und ich dürfte die an sich sehen.

So fragte ich dann am Empfang, was ich denn tun müsste, wenn ich so rein theoretisch die Doku sehen möchte. Das wusste man da nicht so genau und verwies mich ans Sekretariat. Die machen u.a. auch das Belegungsmanagment und die Dame dort kannte mich sogar noch mit dem Namen.

Die schien erst mal Sorge zu haben, dass ich da irgendwelche rechtlichen Schritte am Laufen habe. Ansonsten kann ich die gerne einsehen, müsste aber die Kosten tragen. Pro Seite 50 Cent und die sind im Vorfeld zu zahlen. Also ich beantrage, sie suchen die Sachen raus, stellen eine Rechnung, die ich dann bezahle und dann bekommt ein Oberarzt die Sachen zum Durchsehen und dann bekomme ich sie.

Ich meinte dann nur, ob es sein könnte, dass der Oberarzt da dann Sachen raus nimmt oder verändert oder streicht oder oder oder. Da kam ein klares Nein. Allerdings ist mir von anderer Seite aus schon angedeutet worden, dass da evt. in der Akte schon manipuliert wurde. Außerdem glaube ich nicht, dass der Oberarzt es zu lässt, dass ich in die Doku sehe.

Ich frage mich eh, was mir das bringen soll? Ok es war nun jahrelang mein Traum. Aber für mich würde sich nichts ändern. Ich würde wohl eher nach Fehlern suchen. Aber eine Entschuldigung oder ähnliches würde ich nie bekommen.

Aber ich werde da wohl noch eine ganze Zeit lang dran knabbern. Aber ich wüsste gar nicht was genau ich würde haben wollen. Nur die Woche auf der Geschlossenen? Das wäre günstig, denn wirklich viel wird da nicht dokumentiert. Und ansonsten weiß ich, dass wir momentan bei mindestens der fünften Akte sind. Und das ist nur der ambulante Bereich. Wäre also alles in allem ein teurer Spaß.

Gedankenchaos

Tja irgendwie…. ich blogge hier nun seit gut 2 Jahren. An sich wollte ich für mich einfach meine Gedanken los werden. Vielleicht auch Kommunikation? Fakt ist, dass ich immer weniger blogge. Leider nicht nur hier. Ich habe ja noch einen nicht ganz öffentlichen Blog, in einer Art sozialen Netzwerk. Dort habe ich viel über mich geschrieben. Mache ich so ausführlich schon lange nicht mehr. U.a. weil ich mich nicht mehr ständig rechtfertigen wollte.

Die Schweigsamkeit macht mir Angst. Ich weiß, dass es nicht gut ist, wenn ich ständig alles in mich rein fresse. Will „Normalos“ nicht ständig präsentieren, dass ich eben anders bin. Will nicht in so müsste ich sein Schubladen gepresst werden. Wünschte mir aber auch klar mehr Kommunikation. Nun ja egal.

Letzte Woche Termin bei meiner Wunderärztin. Dieses Mal mit Betreuerin, da wir keinen anderen Termin fanden. An sich hätten wir dann auch die Diagnostik zur antisozialen Persönlichkeitsstörung machen können. Ich befürchte weiterhin, ich nehme da alles mit. Die beiden denken da anders. Und wir kamen dazu auch nicht.

Frau Sonnenschein hat wohl Wunderärztin gefragt, wie weit wir mit der Diagnostik sind. Warum fragt sie mich nicht? Andere aus dem Team haben wohl auch gefragt, warum sie überhaupt Diagnostik macht. Weil sie es eben wissen wollte oder so… also weil sie eben meinte, dass ist kein reines Borderline. Würde wohl auch besser sein, wenn alle Kinder einen Namen haben, wenn ich eine Therapie machen würde.

Therapie, das große Schlagwort. Keine Ahnung ob ich eine machen möchte oder nicht. Problem ist nun allerdings, dass auch ambulante Therapeuten wohl Patienten mit Suizidalität ablehnen. Super Sache oder? Stationär geht nicht, ambulant eventuell auch nicht? Ok ich kann natürlich auch weiterhin versichern, dass ich keine Suizidgedanken habe. Aber was bringt mir das?

Vielleicht fehlt mir auch manches Mal einfach die Krankheitseinsicht. Problem ist ja immer noch der letzten Klinikaufenthalt, den ich auch immer wieder in irgendeiner Form thematisiere. Wunderärztin würde wohl sagen, dass liegt an einer der vielen Persönlichkeitsstörungen. Aber kann mir mal jemand erklären, warum ein psychisch gesunder Mensch eine Behandlung hinterfragen darf und wenn ich das mache, dann ist das krank?

Weiter macht mir die Wohnungssache Probleme. Letztens stellten wir fest, dass ich eine Verlängerung meines Antrags auf eine Sozialwohnung hätten stellen müssen. Somit darf ich nun neu beantragen und fange wieder hinten auf der Liste an. Es sei denn, ich stelle einen Dringlichkeitsantrag. Ein Attest dafür zu bekommen wäre kein Problem. Aber will ich das? Ich würde ja weiterhin gerne hier in der Nähe bleiben und so müsste ich alles nehmen.

Ich müsste mich mal um eine Waschmaschine kümmern. Dazu müsste ich wissen, ob das Sozialamt eine Versicherung übernimmt. Machen die eigentlich. Trotzdem versuche ich das Geld dafür anzusparen. Das würde nun eben in die Waschmaschine fließen.

Mir macht es Sorgen, dass ich es einfach nicht auf die Reihe bekomme, mal meine Sachbearbeiterin anzurufen und nach zu fragen. Mir macht es Sorge, dass ich so wichtige Anträge vergesse. Keine Ahnung bis wann mein SGB 12 noch läuft.

Und da ich mal wieder meine Periode habe, ist meine Laune gerade mal wieder im Keller. Ich habe sogar Bedarf genommen, was ich seit Monaten nicht mehr gemacht habe. In der Hoffnung, es nimmt mir ein wenig die Angst. Fehlanzeige.

Bedarf war auch Thema bei Wunderärztin. Ganze zwei Medikamente konnte sie mir anbieten. Beide hatte ich schon. Eines habe ich daheim, weil ich das an sich als Ersatz für mein Schlafmittel wollte. Mit dem Medikament kam ich mit recht hoher Dosierung und Bedarf bis zum Anschlag ausgereizt auf die Geschlossene – kann irgendwie ja nicht wirklich helfen. Das zweite Medikament hatte ich mal als Dauermedikamentation. Wollte ich erst gar nicht nehmen, weil Suizidalität da schon bei den Nebenwirkungen stand. Habs dann genommen, weil mir nichts anderes übrig blieb. Und was passierte… nun ja. Sicherlich nicht sinnvoll mir  Medikamente rein zu hauen, bei denen ich schon suizidal reagiert habe.

Somit kann die Woche nur toll werden*ironie*

Gedankenwirrwarr

Mal wieder durcheinander und ich weiß nicht wirklich warum.

Diagnostik ging letzte Woche weiter. Zumindest habe ich (bisher) keine negativistische Persönlichkeitsstörung. Da fiel ich raus. Wobei ich einige Fragen nur so beantworten konnte, wie ich sie beantwortet habe, weil sich da meine generelle Einstellung geändert hat.

Eine Online-Bekannte hat am WE ihr drittes Kind bekommen. Ich freue mich durchaus für sie. Aber mir gehen klar auch Gedanken durch den Kopf, dass ich mir meinen Kinderwunsch abschminken kann.

Thema ist sowohl bei Frau Sonnenschein, wie auch bei Wunderärztin ansonsten Patientenvereinbarung. Vielleicht liest hier jemand mit, der bereits eine hat? Ich scheue ja noch davor. Stellte die Woche auch die Frage in den Raum, wie weit die rechtlich bindend ist. Denn es geht ja darum, so Situationen, wie beim letzten Klinikaufenthalt zu vermeiden.

Endergebnis an sich, die Klinik ist in allen Fällen fein raus, falls wieder was schief läuft. Denn die Klinik kann ja jederzeit sagen, dass das eben nicht möglich war. Also das nicht möglich war, was vorher mit ihr schriftlich vereinbart wurde.

Generell finde ich es eh nun ja zum Kotzen, dass schriftliche Dinge fest gehalten werden müssen, die selbstverständlich sein sollten. Die zum Teil auch in Psychiatrieratgebern stehen.

Und ganz besonderes Highlight: Wunderärztin und Frau Sonnenschein sollen/wollen das mit mir gemeinsam machen. Wunderärztin ist aber nur Ambulanzärztin. Nun meinte man zu mir, man setzt mit mir so ein Ding auf und dann legt man es den Stationen vor und die sollen noch ihr ok geben. Ich sehe hier kommen, dass der Oberarzt nur lacht und sagt, dass geht nicht. Mit dem Unterschied, dass aus dem Ding ja auch klar meine Ängste hervor gehen. Somit Angriffsfläche biete. Sprich, die wissen dann, mit was man mich bestrafen kann.

Frau Sonnenschein tendiert eh eher zu einem Vordruck. Ich habe mir mal Vordrucke angesehen. Das meiste würde in der Klinik vor Ort gar nicht gehen, weil die Gegebenheiten eben nicht gegeben sind.

Betreuerin meinte mal dazu, ich hätte nichts zu verlieren. Ich habe ganz große Sorge, dass wieder was schief läuft… und ich dann wieder falle. Woher soll denn Vertrauen kommen? Btw. warum muss ich ehrlich zu Menschen sein, die mich zum Teil offen (und nachweisbar) angelogen haben?

Heute erzählte mir die Vertretung meiner Betreuerin, dass eine Ärztin, die ich auch kannte, gestorben ist. So alt war die doch noch gar nicht. Die lernte ich bei meinem ersten Aufenthalt in der Tagesklinik kennen. Sie war für mich der erste Mensch in dem Rahmen, dem ich vertraut habe. Auch einer der Menschen, der mich bitter enttäuscht hat. Immerhin war sie der Meinung, meine ach so schlimme Essstörung, die bis dahin niemand interessiert hatte, sei schlimmer als Borderline. Btw. stellte im Endeffekt sie die Borderline-Diagnose.

Fakt ist, sie wechselte irgendwann die Klinik. Leider nur in das nächste Haus, welches mich evt!!! aufnehmen würde müssen. Ein Grund für mich, da nie Patientin sein zu wollen. Anna wechselte später auch dort hin. Anna wird wohl noch da sein. Aber immerhin hätte ich das Problem mit der Ärztin los? Öffnet sich da gerade eine neue Tür?

Heute wollte ich zum Sport und habe verschlafen. Mein Körper fordert wohl gerade alles mögliche ein. Ich bin gespannt.

Good Bye 60.31

Irgendwie mache ich mich hier rar. Wobei mir zurzeit einiges stinkt. Vor allem das Wetter in meiner Dachgeschosswohnung, die ich Sauna nenne.

Die Bedenken zum RehaSport haben sich gelegt. Ich habe mich für kurzärmlig entschieden, allerdings geht das gewählt Shirt auch bis über die Ellenbogen. Ansonsten kann ich einigermaßen mithalten, was ich ja so nicht erwartet hätte.

Leider fällt die Gruppe nächste Woche aus. Frau Sonnenschein ist auch im Urlaub, meine Betreuerin auch und meine Perle auch. Somit hänge ich nächste Woche wohl in einem Loch.

Heute mein monatlicher Termin bei meiner Wunderärztin. Die Klinik ist echt teilweise Faszination pur. Bevor sie mich behandelt hat, hatte mich ja ein Oberarzt behandelt. Mein Schlafmittel bekam ich in rauen Mengen verschrieben. Da achtete keiner drauf, wann ich wie viel bekommen habe. Mit Wunderärztin habe ich abgesprochen, ich bekomme im Monat von jedem maximal zwei Päckchen.

Letzte Woche war ich bei Frau Sonnenschein. Das die in Urlaub geht, hatte ich nicht auf dem Plan und habe nach ihrer Ankündigung eben das ersten Rezept mitgenommen. Jeweils eine Packung. Heute wollte ich das zweite Rezept mitnehmen. Scheinbar zeigt deren Computerprogramm nun an, wann ich zuletzt ein Rezept bekommen habe. Sie meinte dann, die Packungen können ja nicht leer sein und weil sie weiß, dass ich einen Vorrat habe und so weiter. Und sie will ja nicht das ich es horte, denn 1000 würden zum Suizid reichen. Danke, diese Info wollte ich gar nicht haben.

Ich meinte dann nur, dass das relativ sinnlos sei, da ich die Krebsmedis meiner Mutter habe, die seit 2007 tot ist. Großes Erstaunen, wozu ich die aufgehoben habe. Ja, die habe ich schon bewusst aufgehoben/mitgenommen, um mir damit das Leben zu nehmen. Konnte sie irgendwie nicht wirklich fassen. Nun ja. Rezept gabs keins. Mir fiel erst später auf, dass nächste Woche ja der Monat rum ist. Und dabei habe ich die letzten Monate schon weniger Rezepte mitgenommen, als ich hätte haben dürfen.

Im weiteren Verlauf haben wir dann mal weiter Diagnostik gemacht. Selbstunsichere und Zwanghafte haben wir geschafft. Beide bestätigt. Deshalb steht nun nicht mehr 60.31 auf dem Diagnosezettel, sondern 60 – als kombinierte Persönlichkeitsstörung. Irgendwie falle ich im Netz auf 61? Oder doch 60? Keine Ahnung.

Wobei sie mir die Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung nicht zugetraut hätte. Die Zwanghafte aber wohl auch nicht. Weil ich ja so selbstbewusst wirke. Nun ja, dem ist eben nicht so.

Ich vermute stark, ich werde auch bei den anderen Persönlichkeitsstörungen voll zu langen. Ich vermute aber auch, mein Leben wird damit nicht einfacher. Da ich ja oftmals versuche alles irgendwie positiv zu sehen: Mein Leben wird dadurch spannender.

 

Bleierne Traurigkeit

Mein Geburtstag ging rum. Sogar Vatern war ok. Vielleicht hat ihm Bruderherz auch was gesagt? Ich weiß es nicht.

Trotzdem bin ich eher orientierungslos. Hänge irgendwie im Nichts? Ich weiß es nicht.

Termin bei Wunderärztin. Statt weiterer Testung haben wir geredet. Über was eigentlich? Ich weiß es nicht mehr wirklich. Zum Teil ging es auch um den letzten Klinikaufenthalt mal wieder.

Warum muss ich ehrlich sein? Jedem irgendwas versprechen? Und warum dürfen mich Behandler anlügen? Warum dürfen sie zu mir unehrlich sein?

Meine Perle wird sich nachher freuen. Denn hier sieht es mal wieder aus. Bekomme ich gerade auch nicht auf die Reihe.

Wie so viele andere Dinge auch. Wohnungssuche? Ich verzweifel schon daran, weil ich für den Mietpreis einfach nichts finde. Es sei denn, ich würde mich weiter wesentlich verschlechtern wollen.

 

Das Gedankenkarussell dreht sich weiter

Irgendwie habe ich es nicht geschafft, aus dem Karussell aus zusteigen. Es dreht sich munter vor sich hin.

Diagnostik haben wir allerdings gemacht. Nach dem wir über Kinderwunsch gesprochen haben. Wunderärztin hat davon angefangen… keine Ahnung. Sie ist der Meinung, Singles können invitro Befruchtung machen lassen. Wie ich mittlerweile weiß, geht das in Deutschland nicht wirklich.

Bei den Einzelinterviews zu den einzelnen Persönlichkeitsstörungen wollte ich dann mit Borderline anfangen. Hat sie auch mitgemacht. Sie stellte die ersten beiden Fragen, die ich prompt verneinte. Ich spottete schon. Sie dann nur so, ich soll sie nicht schwach machen, das wäre ja nun was, wenn nun durch die Einzelinterviews heraus kommt, dass ich gar kein Borderline habe. Da würde ja jemand drei Türen weiter ganz schön am Rädchen drehen.

Allerdings sagte sie mir auch, wie sie mich zu einem der beiden Punkte erlebte und ich musste ihr zustimmen. Ich nahm aber dann eh fast alle anderen Punkte mit und bin somit eindeutig Borderlinerin. Sicherlich kommt da aber noch was dazu.

Ich frage mich allerdings, wie es jemand mit Selbstverletzendem Verhalten schafft, keine Borderline-Diagnose zu bekommen. In dem Einzelinterview gab es etwa 15 Fragen. 5 müssen mindestens mit Ja beantwortet werden, damit die Diagnose Borderline ist. Alleine 3-4 Fragen drehen sich im Endeffekt um Selbstverletzung. Und die anderen Fragen – ich halte es für möglich, dass auch „Normalos“ die eine oder andere Frage mit Ja beantworten würden.

Ansonsten ist mal wieder alles gefühlsmäßig einfach doof. Noch dazu naht mein Geburtstag und mein Vater verplant den mal wieder nach seinen Wünschen und mich kotzt das tierisch an. Bruderherz ist eventuell im Urlaub, was ich ihm gönne und das so richtig aus ganzem Herzen. Und Vatern erklärt mich schon, dass er aber auf alle Fälle mit mir Essen gehen will. Erklärte nun auch schon mehrfach, dass ich ja eventuell ein Cordon Bleu haben will – natürlich in seinem Stammrestaurant, in dem wir Weihnachten und Ostern schon waren. Und ich da zu meinem Geburtstag gerade mal keine Lust zu habe, weil man da nur mit dem Bus hinkommt, der noch dazu zu den Zeiten maximal 2x die Stunde fährt. Und Vatern würde ja nicht mit dem Auto fahren, weil er dann ja nichts trinken kann. Und ich hasse die Trinkerei! Dann jammert er nur rum, ich würde ihm doch sein Bierchen wohl gönnen.

Ich sehe kommen, ich werde daran noch sehr meine Freude haben. Und irgendwie habe ich gerade auch keine Lust habe, da nun eine auf alle angepasste Planung zu machen. Das mache ich nämlich sonst – so das ich keinen Ärger damit habe.

Der Mann der einzigen leiblichen Schwester meiner Mutter ist verstorben. Die wohnen ziemlich weit weg und ich habe zu ihm nie wirklich einen Bezug gehabt. Ok zu ihr auch nicht wirklich, aber sie ist eben die letzte leibliche Angehörige. Zur Beerdigung mag ich nicht gehen. An sich lege ich darauf Wert, jemand den letzten Respekt zu zeigen – aber ich mochte ihn nicht und halte das nicht für nötig. Allerdings würde ich ja evt. meiner Tante zu Liebe? Aber Vatern wird fahren und macht da nun halbwegs einen Monsterwirbel drum. Bruderherz soll mit, der will aber auch nicht. Allerdings aus anderen Gründen.

Nun meldet sich meine Tante wohl nicht wegen dem Beerdigungstermin und mein Vater ist der Meinung, man will ihn nicht dabei haben. Warum kann er nicht respektieren, wenn man meinen Onkel evt. im allerengsten Familienkreis bestatten möchte? Noch dazu soll es eine Feuerbestattung sein, die wohnen eher auf dem Dorf, da wird sooft auch nicht verbrannt. Das Theater um das Thema nervt so langsam.

Vater will auf keinen Fall bei meiner Tante übernachten. Was ich in der Situation auch nicht wollen würde. Nun plant er evt. mit der Bahn eine Reise in die nächste größere Stadt zu machen für drei Tage oder so. Aber meine Tante darf nicht wissen, dass er da ein Hotelzimmer hat. Was ich nun kindisch finde. Aber nun ja. In dem Zusammenhang erzählte er, dass sie uns beiden Kinder mal zur Tante gebracht haben in den Sommerferien. Kann ich mich dunkel dran erinnern. Sie sind dann zu zweit verreist. Und sie waren wohl mehrere Tage in der besagten größeren Stadt, aber die Tante hätte das nicht wissen dürfen. Und mich hat es unheimlich verletzt, wie man uns quasi abgeschoben hat. Denn auch uns wurde erzählt, sie seien sonst wo gewesen.

Wir waren ganzen zweimal mit unseren Eltern alleine im Urlaub. Ansonsten wurden wir zu Kinderfreizeiten geschickt. Ich mit der Kirche, mein Bruder übers Jugendamt. Mein Bruder kam schon beim ersten Mal nur weinend heim. Heute frage ich mich, warum sie ihn ein zweites Mal mit geschickt hat? Ansonsten waren wir eben bei ihrer Stiefmutter oder ihrer Halbschwester. War sicherlich schön. Aber heute fühle ich mich nur abgeschoben.

Aber immerhin gehe ich mir nächste Woche eine Wohnung ansehen. Hier in der Nähe. Superschön, zumindest auf den Bildern. Zwei Zimmer ohne Dachschrägen!, Badezimmer mit Badewanne, Küche, 2 Balkone und Keller. Allerdings im dritten Stock. Aber ansehen würde ich sie schon ganz gerne mal.

Dem Gedankenkarusell mal wieder entkommen?

Das Zusammentreffen mit Anna, das „neue“ Medikament, zweimal sehr frühes Aufstehen… forderte irgendwie seinen Tribut. Ich war am Dienstag Nacht schon mies drauf. Am Mittwoch hatte meine Betreuerin ihren Spaß an mir.

Gesprächsthema im Endeffekt, ob ich Anna nun schreibe oder nicht. Sie meint weiterhin, ich soll es lassen, weil ich dann wieder voll drin bin. Außerdem würde Anna mir eh nicht antworten. Bzw. befürchtet sie, dass ich egal wie Anna reagiert enttäuscht sein werde. Sie befürchtet, ich würde trotzdem auf eine Antwort von Anna hoffen und wäre enttäuscht, wenn keine Antwort kommt. Oder ich wäre enttäuscht, wenn eine Antwort kommen würde. Wobei mir eigentlich klar ist, falls sie antwortet, dass da kein bisschen Vertrauen mehr da ist und ich ihr wahrscheinlich kein Wort glauben würde.

Thema war somit auch der letzte Klinikaufenthalt. Mal wieder. Sie meint, ich wüsste doch für mich, dass Fehler gemacht worden sind. Nur mir persönlich bringt das wenig, weil es mich so sehr verletzt, dass ich eben ständig Vorwürfe gemacht bekam. In jedem Ratgeber für Patienten der Psychiatrie steht, dass Patienten dort abgeholt werden sollten, wo sie sind. Geschah bei mir eindeutig nicht. Warum hat das keiner gesehen? Warum bekam ich immer wieder gesagt: Das wissen Sie doch!

Und ich kanns drehen und wenden wie ich will. Ich muss an sich aus der Schleife raus. Was sich so einfach sagt. Wird man mir wieder sagen, dass ich das doch weiß? Wird man wieder Wissen voraussetzen, welches ich nicht habe?

Mindestens bin ich nicht mehr ganz so mies drauf wie am Mittwoch. Allerdings zeigte mir das auch, dass ich es nicht schaffe, auf Dauer früh aufzustehen. Wobei ich durchaus früher ins Bett bin. Aber Schlaf gerade auch nicht wirklich mein Ding ist. Meistens werde ich wegen meinem Rücken wach, kann aber immerhin meistens wieder einschlafen.

Nächste Woche ist der nächste Termin bei Wunderärztin. Da geht es dann wohl mit der Diagnostik weiter. Ich habe Frau Sonnenschein angerufen, damit sie Wunderärztin bitte mitteilt, dass sie dafür Sorge tragen soll, dass ich mir nicht den Schuh anziehe, dass ich ein schlechter Mensch bin, weil ich nun mal so bin, wie ich bin. Das befürchte ich nämlich, dass ich mal wieder genauso reagieren werde. Nach dem xten Mal erklären, kam glaube ich auch an, was ich an sich will.

Meine Vermieter habe ich heute auch mal getroffen. Nächsten Monat gibt es Rauchmelder. Ich bin gespannt. Ich frage mich allerdings, wann sie mir das mitgeteilt hätten, wenn sie mich nicht zufällig gesehen hätten? Und natürlich mal wieder ein Mittwoch. Mit viel Glück kommt der Mensch früh genug, damit ich zu meinem ehrenamtlichen Job gehen kann.

Diagnostik

Ich hab die Diagnostik gemacht, bzw. wir haben damit gestartet.

Eine Fragebogen mit Ja und Nein Fragen angekreuzt. Wobei ich bei vielen Fragen beides angekreuzt habe, weil es keine eindeutige Antwort gab. Zu dem Fragebogen bekam ich einen der letzten Befundberichte und den Auswertungsbogen. War wohl ein Versehen.

Ich habe Wunderärztin auch vor der Auswertung darüber informiert, dass mir klar ist, dass das eine Sonderbehandlung ist und ich darauf warte, wann mich jemand runter putzt, weil ich diese Sonderbehandlung angenommen habe. Wäre schließlich Standardvorgehen im Haus.

So fing Wunderärztin an zu zählen. Also auf dem Fragebogen und so. Beim ersten Kriterium hatte ich schon mehr als die erforderliche Punktzahl. Kommentar von ihr, DAS hätte sie nun nicht gedacht. Allerdings zeigt es doch, wie sehr ich mich verstellen kann. Also sinngemäß.

Das nächste nahm ich, glaube ich, auch voll mit. Kommentar der Wunderärztin: Na da haben wir ein Fass aufgemacht Frau verstoert!?

Bei einem Punkt diskutierten wir um die Punkte. Sie ist fest der Meinung, die Diagnose trifft nicht zu. Meine Betreuerin, die dabei war, ebenfalls nichts. Ich meinte dazu nur, dass ich zu lange in der „normalen Welt“ gelebt habe. Betreuerin sah mich fragend an und ich nur so, vieles ist einfach antrainiert. Ich mache vieles, weil man es eben so macht, aber nicht weil ich das will. Sie hat sofort verstanden was ich meinte.

Schlussendlich müssen alle Punkte, bei denen ich eben über der erforderlichen Zahl lag noch mal einzeln abgefragt werden. Dazu war keine Zeit mehr. Das wird sich auch ziehen. Denn ich habe bei fast allen die erforderliche Punktzahl erreicht.

Da ja Grundlage für die Testung u.a. war, dass Wunderärztin meinte, das sei kein reines Borderline…. bei mir eher ankam, das ist kein Borderline.. in dem Haus nie eine Diagnostik gemacht wurde, sondern gleich die Diagnose gestellt wurde…. und ich irgendwie dachte, naja vielleicht doch kein Borderline? In dem Abschnitt haben ich die erforderliche Punktzahl weiter übertroffen und tatsächlich alle Punkte bekommen *seufz*

Wie es mir damit allgemein geht, weiß ich noch nicht. Ein wenig wie: Ich bin kein schlechter Mensch!. Und das ich so viel mitnehme, habe ich nicht erwartet. Bei einem Punkt meinte Wunderärztin, dass diese Störung bereits in den ersten 6 Lebensmonaten gelegt wird oder so. Das sind so Momente, in denen ich mich frage, warum haben die beiden nur Kinder bekommen.

Meine Betreuerin musste sich auch schon ein oder zwei doofe Kommentare gefallen lassen mit dem Hinweis, ich muss das nun voll ausleben. Also meinem Humor, auch wenn er sehr sarkastisch ist, habe ich noch nicht verloren.