Betreuungswirrwarr

Wie ich bereits in einem anderen Beitrag erwähnte, habe ich ja bei der Organisation, die mich ambulant betreut, Akteneinsicht gewollt. Die ganz alten Sachen sind nicht auffindbar. Von den aktuelleren Sachen auch nur was den jetzigen Betreuungszeitraum betrifft.

Ich fand das, was ich lesen konnte, recht interessant. Mal eine andere Seite lesen und so. Mittlerweile habe ich also durchaus ein gesteigertes Interesse an meiner Akte. Leider interessiert mich noch eine Sache aus dem letzten Betreuungszeitraum interessiert mich extrem.

Im Laufe des letzten Termins vor drei Wochen, sprach ich auch an, dass ich meiner Betreuerin nicht vertraue und sie mir Angst macht. Im Laufe des Gespräches meinte sie, dass sie es gut findet, dass ich so ehrlich bin. Sie versprach mir mehrfach, dass sie sich darum kümmert und das mein „Geständnis“ nun nicht das Ende meiner Betreuung bedeuten würde. Das hat sie, zumindest sinngemäß, mehrfach gesagt.

So trat ich dann heute meinen Termin an. Mittlerweile war ich selbst innerlich zur Selbstaufgabe bereit. Die Diskussionspunkte waren für mich konstant die selben: Es war ein großes Problem, dass ich tatsächlich einen Wochenrhythmus habe, an dem ihre Vorgängerinnen zum Teil hart gearbeitet hatten, der aber mit ihrem Dienstplan nicht kompatibel war…. und ein weiteres Problem war, mein Wunsch nach Akteneinsicht. Bzw. auch, dass ich Sachen und Abläufe, die ich nicht verstanden habe, hinter fragt habe. Somit war mir nur wichtig zu erfahren, ob eine weitere Akteneinsicht möglich ist und ansonsten hätte ich die Terminplanung in ihre Hände gegeben und hätte halt andere Termine dafür abgesagt.

Schlussendlich – nun ja – sie möchte meine Betreuung gerne abgeben, weil sie wenig Sinn darin sieht, wenn ich meine Zeit weiter nur bei ihr absitze. Im Austausch mit ihrem Chef, seien sie oder er – keine Ahnung mehr – der Meinung, eine weitere Zusammenarbeit mit ihrer Organisation sei nicht möglich, weil ich ja eindeutig kein Vertrauen mehr hätte und zu misstrauisch sei.

Eine weitere Akteneinsicht sei auch nicht möglich, teilte man mir vorher mit, weil die Teile doch tatsächlich verschwunden seien. Wisst ihr, da verlangt jemand, dass ich meine Daten freigebe, mir wird Null erklärt wieso, warum und an wen in welchem Umfang Daten weiter gegeben werden, man teilte mir mit dem selben Schriftstück, dass ich unbedingt unterschreiben muss mit, dass ich jederzeit Akteneinsicht haben kann und dann sind Teile meiner Akte verschollen. Findet ihr das vertrauenswürdig?

Ganz großes Problem vor Ort ist, dass es zwei Organisationen gibt, die betreuen. Zumindest was psychisch kranke Menschen betrifft. Meine Schlafmittelabhängigkeit reicht leider! nicht aus, um eine Betreuung über die Suchthilfe zu bekommen. Die dort wirkten nämlich nett und interessiert und vor allem bemüht.

Die Organisationen arbeiten nach Stadtgebieten. Die Organisation, die mich bisher betreute, hat noch einen anderen Standort. Nur ist die Entfernung zu mir eigentlich zu groß. Und die andere hat generell einen schlechten Ruf. Was mich außerdem sehr verwundert, dass mir mal klar gesagt wurde, es wird streng nach Einzugsgebiet betreut.

Ich werde nun seit über 10 Jahren – sorry ich wurde…. durch die Organisation betreut. Es gab beim Wechsel von Betreuerin 1 zu Betreuerin 2 Probleme. Die Zeit mit Betreuerin 3 lief sicherlich nicht immer gut, aber sie hielt über 7 Jahre. Die wurde beendet, weil man keine Langzeitbetreuungen mehr machen wollte. Mit der 4. war es nun ja Thema für sich und mich hat die Art des Betreungsende ein riesiges Problem gemacht. Ok kombiniert damit, dass sie mich in Krisensituationen, in denen ich klar um Hilfe gebeten habe, mir selbst überlassen hat und ihre Bedürfnisse in den Vordergrund stellte. Und Betreuerin 5 mehr als nur Thema für sich war. Wir sind so gegensätzlich, dass sich das schon nicht mehr ergänzte.

Und es an sich erst seit dem Thema letzter Betreuerwechsel Unstimmigkeiten gibt. Die bisher mit so Sätzen wie: Sie sind aber misstrauisch etc pp niedergemacht wurden. Es ist also das erste Mal das es im Endeffekt mit mir richtig Probleme gibt. Statt aber nach gemeinsamen Lösungen zu suchen, teilt man mir eben mit, dass die Betreuung mit sofortiger Wirkung beendet ist.

So wünsche ich mir den Umgang mit psychisch kranken Menschen  *ironie*.

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