Monatsrückblick Oktober 2015

Der Monat Oktober fing an sich ereignisreich an. Ich habe die Feierlichkeiten rund um den 3. Oktober in Frankfurt besucht. Einmal bereits am Freitag, mit meiner Familie und dann noch mal am Sonntag alleine.

Mit meiner Familie war eher stressig, da das ganze sehr von den Wünschen und Vorstellungen meines Vaters geprägt war, der seinen Kopf durch setzen wollte und es teilweise eben auch getan hat. Was aber halt nicht immer geht, wenn man als Gruppe unterwegs ist.

Sonntag war dann irgendwie ganz nett. Ok ich wusste vorher, wo ich in etwa hin wollte. Habe mir auch Sachen angesehen, für die am Freitag eben keine Zeit war, bzw. eben kein Interesse meiner Familie bestand.

Immerhin war ich an den Tagen mal halbwegs wieder gesund gewesen und lag danach wieder flach. Was äußerst anstrengend war und sich an sich auch bis die Woche zieht. Ok momentan bin ich körperlich relativ fit und die Husterei hält sich in Grenzen.

Somit lag dann auch fast alles wieder brach. Immerhin „durfte“ ich meine Therapeutin sehen. Heute denke ich, ich durfte nur kommen, weil sie mich möglichst schnell los werden wollte? Wir haben darüber gesprochen, dass der Gutachter eben die Therapie abgelehnt hat. Als Gründe wurden genannt, dass eben die Prognosen zu schlecht seien. Und das der stationäre und ambulante Rahmen ausgeschöpft seien.

Für die Erkrankung, für die die Therapie beantragt wurde, habe ich weder stationär noch ambulant bisher eine Therapie gemacht. Deshalb verstehe ich den Punkt nicht wirklich. Der Gutachter rät wohl zu einer Psychoanalyse. Bisher konnte mir aber keiner wirklich erklären, welchen Sinn diese hat. Man hat 3-4 Termine in der Woche und erzählt dann einem Therapeuten irgendwas. Ein Dialog findet aber nicht statt. Und genau den brauche ich.

Mich frustriert das enorm. Ich habe versucht bei der Krankenkasse was zu erreichen, wurde aber im Endeffekt damit abgespeist, nur meine Therapeutin kann einen Widerspruch einreichen. Meine Therapeutin findet aber nun wohl die Psychoanalyse am Besten für mich. Will sie mich los werden?

Btw. ich habe die Krankenkasse gefragt, wo ich im Akutfall hin kann, wenn die Klinik vor Ort ausscheidet. Die haben mir allen Ernstes eine Tagesklinik empfohlen (ach ja, natürlich in der Horrorklinik). Nur darf mich eine Tagesklinik mit akuter Suizidalität nicht behandeln. Ist ja eine Haftungssache. Und die Erfahrung habe ich bereits hinter mir.

Mein erster Klinikaufenthalt, wenn auch nur teilstationär. Damals als alles begann. Man drohte mir regelrecht, dass ich ja nicht über Suizidalität sprechen darf. Noch nicht mal im allgemeinen. Man malte mir aus, wie schlimm dann alles sei usw. Ich habe damals schweigen gelernt. Etwas, was ich mittlerweile nicht mehr könnte. Bzw. sehe ich wenig Sinn in einer Behandlung, die im Endeffekt auf Lügen beruht.

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