Monatsrückblick August 2015

Lieber spät als nie, könnte mein neues Motto werden? Der Monatsrückblick für den August fehlt noch. An sich wäre ja der 10.9. recht passend gewesen, da am 10.9. auch Welttag der Suizidprävention ist. Aber dafür ist am 11.9. mein dritter Bloggeburtstag.

Der August war ähnlich heiß wie der Juli. Allerdings dank ein wenig Gewöhnungseffekt ein wenig erträglicher. Aber auf Dauer ist das im vierten Stock keine Lösung.

Die ehrenamtliche Tätigkeit ist weiterhin Thema für sich. Ich habe Angst vor meinem „Chef“. Bin allerdings auch so weit, dass er mich zumindest teilweise so nehmen muss, wie ich bin. Ich gehe ihm aus dem Weg und zurzeit ist er eh weniger dabei.

Meine neue Betreuerin ist nett, aber weiter eben nicht meine alte Betreuerin. Allerdings fragt sie durchaus nach. So wusste sie auch vor meinen Ängsten vor einem Termin bei meiner Therapeutin und bat an, mit zu gehen.

Ich schwankte hier ein wenig. Denn an sich kennt sie mich nicht gut genug. Auf der anderen Seite, rechnete ich ja damit, dass meine Therapeutin die Therapie beendet. Da die Horrorklinik ja der Meinung ist, meine Betreuerin wird das schon regeln….. nun ja, generell Thema für sich…. dachte ich mir, einen Versuch ist es Wert.

Meinen Therapieplatz habe ich noch, falls wir endlich die Bewilligung bekommen. Meine Therapeutin ist irgendwie der Typ, der genau das was Andere machen nicht macht. Und da mich ja bisher Andere eben nicht wirklich behandelt haben und sie spürt, wie viel Ablehnung ich bisher erfahren habe, ist sie der Meinung, sie kann es anders/besser machen. Ich bin gespannt.

Die Krankenkasse hingegen ist „witzig“. Die schickten mir nun endlich mal ein Schreiben, dass da ja eine Psychotherapie für mich beantragt wurde, aber alles noch zum Gutachter muss. Dabei lagen dann Vordrucke, auf denen was in der Art Stand: Stellungnahme des Gutachters. Bögen zum Ausfüllen – allerdings ohne was ausgefülltes. Und dann lag ein schicker roter Umschlag dabei. Den ich auch beinahe aufgerissen hätte. Ich entdeckte dann, dass da dick drauf steht, nur vom Gutachter zu öffnen.

Das war der Befundbericht der Therapeutin – und wer sich ein wenig auskennt, das war etwas, was eine Patientin NIE in die Finger bekommen sollte. Es fiel mir ziemlich schwer den Umschlag nicht zu öffnen. Und ich habe die Unterlagen dann auch lieber persönlich bei der Krankenkasse zurück gebracht. Obwohl man mir angeboten hat, ich soll alles unfrei zurück schicken. Aber wenn einmal der Wurm drin ist und so – ich kenne ja mein Glück und die Post verliert das dann alles.

Also harre ich weiter der Dinge. Die Therapeutin fühlt sich irgendwie schon gut an. Aber ich frage mich auch, ob ich das wirklich alles will? Es kocht doch einiges wieder hoch, was ich lieber vergessen würde.

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