Veränderungen

Die Einrichtung wegen eines Therapieplatzes habe ich Montags erreicht. Da musste ich erst mal an einer Art Interview teilnehmen. So ganz unvorbereitet natürlich Thema für sich. Für was ich denn nun akut einen Therapieplatz brauche? Ob es akute Probleme gibt? Ich hab was in der Art erklärt, dass der letzte Klinikaufenthalt nicht so dolle war und ich seit dem Therapien verweigert habe.

Welches Ziel eine Therapie haben soll? Ich kann Ziele ganz schlecht definieren. Aber es wäre ganz nett, wenn ich mit mir besser zurecht kommen würde und mich nicht immer nur arrangieren würde. Ich meinte, dass das irgendwie blöd klingt. Die Dame am Telefon fand es gut. Sie würden sich noch mal melden. Ich dachte da an sich, dass die mich nicht nehmen werden, weil zu kompliziert und so. Donnerstag riefen sie an, ich habe Mitte Januar einen Termin.

Ein wenig komisch haben die reagiert, weil ich meine Betreuerin mitbringen möchte. Ich kann das halt auch nicht wirklich erklären, weiß aber, dass es evt. für alle Beteiligten einfacher ist.

Apropos Betreuerin. Mit der war ich letzte Woche zusammen bei Frau Sonnenschein. Meine Betreuerin wird zum nächsten Hilfeplan meine Betreuung abgeben. So was Internes, dass nicht mehr zu lange betreut werden soll von der selben Person. Was mir aber gerade Probleme macht, weil noch so viel offen ist. Wir haben uns nun für eine Verlängerung mit ihr bis Juni geeinigt. Und ich lerne die Neue spätestens vier Wochen vorher kennen.

Der Betreuerwechsel wird generell ein Problem sein. In ihrem Team lehne zu fast alle ab. Weil hauptsächlich Männer und die eine Kollegin mochte ich noch nie. Im anderen Team ist meine alte und erste Betreuerin. Und da verlief das Ende megamies. Sie teilte mir in einer Krisensituation mit, dass sie die Betreuung abgibt. Wie sich später raus stellte, hat sie mit meiner Suizidalität Probleme gehabt. Sie selbst hat das Thema aber wieder von sich aus angesprochen. Mir dann einen Vorwurf zu machen finde ich mies.

Mir wurde damals auch versprochen, wenn ich die Nachfolgerin nicht mag, könnte man da was machen. Die war mir beim ersten Termin schon unsympathisch. Ich sagte auch gleich, dass ich mit ihr nicht zurecht kommen werde. Dann übertrat die Nachfolgerin konstant Grenzen. Schlussendlich hat sie das beendet. Angeblich gab es damals auch keine andere Möglichkeit. Ich habe mit Hilfe von Frau Sonnenschein dann noch mal versucht, ob nicht doch was geht, weil so ganz ohne Betreuung war auch nicht gut.

Zur Zeit merke ich, dass ich mich verändert habe. Mich nicht mehr konstant zurück ziehe. Ich war gestern auf einer Gedenkveranstaltung, die ich regelmäßig besuche. Ich habe die Polizisten zugelabbert, die mich kontrollierten. War generell offener. Habe bei der Veranstaltung zugehört, ohne in meine Gedanken zu versinken.

Ich hoffe das es anhält. Wäre ja mal ganz nett :-)

Chancen auf einen Therapieplatz

Meine Hausärztin, die ich dann Donnerstag doch mal aufgesucht habe, weil immer noch heiser, hat mir ein Antiobiotika verpasst. Ich hoffe ich kann dann die Woche wieder Bäume ausreißen :-)

Die Wochen war mal wieder ein Termin bei meiner Wunderärztin. An sich mit meiner Betreuerin, die zu spät kam. Wunderärztin meinte gleich, dass wir wohl mit der Diagnostik fertig werden. Und sie meinte dann zu mir, dass mir wohl klar sei, dass sie mir dann wieder sagen wird, dass ich eine Therapie machen muss.

Statt das gleich mal wieder abzulehnen, habe ich meine Taktik geändert. Ich meinte zu ihr, ob sie mit denn einen Therapeuten empfehlen kann. Eigentlich weiß ich, dass die Klinik/PIA eben keine Therapeuten empfiehlt und eben die Wartelisten überall lang sind.

Nun ja Wunderärztin hatte am Vormittag mit jemand telefoniert, die hier bei einer Organisation arbeitet, die eben Therapeuten hat und Therapien anbietet. Da sucht gerade jemand noch Patienten für eine tiefenpsychologische Therapie. Ich glaube die ist in der Weiterbildung oder so.

Ich hab das kurz gegenüber meiner Betreuerin angesprochen. Die ja eigentlich gegen was tiefenpsychologisches ist, ich aber mit dem Hier und Jetzt der Verhaltenstherapie nicht wirklich was anfangen kann. Und DBT möchte ich ja auf keinen Fall mehr machen. Nun ja schlussendlich rief Wunderärztin da an. Sagte halt, sie hat da eine Patientin, mit einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, die eine Therapie machen will. Beschrieb mich auch charmant als nicht einfach (ich hätte sie killen können) und erzählte halt grob das es im Haus Probleme gab, sie mich übernommen hat, weil der letzte Arzt mich nicht mehr wollte und so.

Ich kann mich dort melden. Zu einem Erstgespräch oder quasi den 5 Probesitzungen. Donnerstag habe ich da keinen mehr erreicht und Freitag war ich nicht wirklich daheim. Also werde ich da morgen noch mal anrufen und mein Glück versuchen. Ansehen kann ich mir das mal, denn ich habe nichts zu verlieren.

Ich bin mittlerweile auch nicht mehr ganz gegen eine Therapie eingestellt. Wollte allerdings an sich nicht, dass die Klinik das weiß. Wobei ich der Wunderärztin ja vertraue. Aber keine Ahnung wer sonst noch regelmäßig in meine Akte sieht. Die Therapeutin will wohl auch Arztberichte und das will ich an sich nicht. Und meine Erfahrungen mit einer Therapeutin in Ausbildung ist auch Thema für sich.

Ich sollte wohl auch mal mit Anna abschließen, die immer noch Thema für mich ist. Ich weiter überlege, ob ich mit ihr Kontakt aufnehmen soll oder nicht. Bzw. ihr eben schreiben soll, wie es mir mit dem Ganzen ging. Reagieren wird sie eh nicht.

Wichtig wäre auch zu wissen, wie die Therapeutin eben mit Suizidalität umgeht. Wobei ich so weit bin, wenn sie was in der Art sagt, dass sie mich dann einweisen muss oder so was in der Art, dass ich ihr eben knallhart sage, dass ich es gewohnt bin, den Menschen zu dem Aspekt das zu sagen, was sie hören wollen. … aber innerlich denke ich, das kann keine Lösung sein.