Diagnostik und Akteneinsicht

Ich habe mir fest vorgenommen, mir nun jedes Wochenende die Zeit zu nehmen, hier regelmäßiger zu bloggen!

Heute stand mal wieder Diagnostik an. Wobei Wunderärztin mich am liebsten heim geschickt hätte, weil sie krank ist. Sie hätten versucht mich zu erreichen. Tja ich hab denen schon mehrfach gesagt, sie sollen mir eine E-Mail schicken. Nun wollten sie meine Mailadresse. Was an sich wenig bringt, wenn die mir 30 Minuten oder ne Stunde vorm Termin anrufen, da ich eine Stunde vorher spätestens das Haus verlassen. Nun ja egal.

Diagnostik war relativ „witzig“. Ich habe auf fast jede Frage mit Beispielen geantwortet, die aus dem letzten Klinikaufenthalt resultieren. Ich frage mich, ob ich die Diagnosen auch hätte, wenn man die Diagnostik vorher gemacht hätte? Manche Sachen hätte ich vorher sicherlich anders beantwortet. Wobei meine Betreuerin meinte, die Veranlagung hätte ich sicher vorher schon gehabt. Da ist sicherlich was dran.

Im Verlauf des Gespräch fragte mich Wunderärztin, ob ich denn schon mal in die Doku von damals gesehen hätte? Ich saß nur da und meinte nur, dass ich da ja nicht dran komme. Denn bisher ist mir immer gesagt worden, dass ich da keinen Einblick bekomme. Beziehungsweise das man Patienten der Psychiatrie generell keine Akteneinsicht gibt. Sie meinte, dazu gibt es ein Urteil und ich dürfte die an sich sehen.

So fragte ich dann am Empfang, was ich denn tun müsste, wenn ich so rein theoretisch die Doku sehen möchte. Das wusste man da nicht so genau und verwies mich ans Sekretariat. Die machen u.a. auch das Belegungsmanagment und die Dame dort kannte mich sogar noch mit dem Namen.

Die schien erst mal Sorge zu haben, dass ich da irgendwelche rechtlichen Schritte am Laufen habe. Ansonsten kann ich die gerne einsehen, müsste aber die Kosten tragen. Pro Seite 50 Cent und die sind im Vorfeld zu zahlen. Also ich beantrage, sie suchen die Sachen raus, stellen eine Rechnung, die ich dann bezahle und dann bekommt ein Oberarzt die Sachen zum Durchsehen und dann bekomme ich sie.

Ich meinte dann nur, ob es sein könnte, dass der Oberarzt da dann Sachen raus nimmt oder verändert oder streicht oder oder oder. Da kam ein klares Nein. Allerdings ist mir von anderer Seite aus schon angedeutet worden, dass da evt. in der Akte schon manipuliert wurde. Außerdem glaube ich nicht, dass der Oberarzt es zu lässt, dass ich in die Doku sehe.

Ich frage mich eh, was mir das bringen soll? Ok es war nun jahrelang mein Traum. Aber für mich würde sich nichts ändern. Ich würde wohl eher nach Fehlern suchen. Aber eine Entschuldigung oder ähnliches würde ich nie bekommen.

Aber ich werde da wohl noch eine ganze Zeit lang dran knabbern. Aber ich wüsste gar nicht was genau ich würde haben wollen. Nur die Woche auf der Geschlossenen? Das wäre günstig, denn wirklich viel wird da nicht dokumentiert. Und ansonsten weiß ich, dass wir momentan bei mindestens der fünften Akte sind. Und das ist nur der ambulante Bereich. Wäre also alles in allem ein teurer Spaß.

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2 Gedanken zu „Diagnostik und Akteneinsicht

  1. Man darf das? =O
    Aber nur in die Akte mit den „offiziellen“ Dingen wie Untersuchungsbefunde o.ä. oder? Nicht in diese Kurve in der Betreuer und Ärzte die persönlicheren Dinge eintragen?
    Vielleicht muss ich das doch noch mal aufrollen… das lief alles so katastrophal falsch ab.

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