Gedankenchaos

Tja irgendwie…. ich blogge hier nun seit gut 2 Jahren. An sich wollte ich für mich einfach meine Gedanken los werden. Vielleicht auch Kommunikation? Fakt ist, dass ich immer weniger blogge. Leider nicht nur hier. Ich habe ja noch einen nicht ganz öffentlichen Blog, in einer Art sozialen Netzwerk. Dort habe ich viel über mich geschrieben. Mache ich so ausführlich schon lange nicht mehr. U.a. weil ich mich nicht mehr ständig rechtfertigen wollte.

Die Schweigsamkeit macht mir Angst. Ich weiß, dass es nicht gut ist, wenn ich ständig alles in mich rein fresse. Will „Normalos“ nicht ständig präsentieren, dass ich eben anders bin. Will nicht in so müsste ich sein Schubladen gepresst werden. Wünschte mir aber auch klar mehr Kommunikation. Nun ja egal.

Letzte Woche Termin bei meiner Wunderärztin. Dieses Mal mit Betreuerin, da wir keinen anderen Termin fanden. An sich hätten wir dann auch die Diagnostik zur antisozialen Persönlichkeitsstörung machen können. Ich befürchte weiterhin, ich nehme da alles mit. Die beiden denken da anders. Und wir kamen dazu auch nicht.

Frau Sonnenschein hat wohl Wunderärztin gefragt, wie weit wir mit der Diagnostik sind. Warum fragt sie mich nicht? Andere aus dem Team haben wohl auch gefragt, warum sie überhaupt Diagnostik macht. Weil sie es eben wissen wollte oder so… also weil sie eben meinte, dass ist kein reines Borderline. Würde wohl auch besser sein, wenn alle Kinder einen Namen haben, wenn ich eine Therapie machen würde.

Therapie, das große Schlagwort. Keine Ahnung ob ich eine machen möchte oder nicht. Problem ist nun allerdings, dass auch ambulante Therapeuten wohl Patienten mit Suizidalität ablehnen. Super Sache oder? Stationär geht nicht, ambulant eventuell auch nicht? Ok ich kann natürlich auch weiterhin versichern, dass ich keine Suizidgedanken habe. Aber was bringt mir das?

Vielleicht fehlt mir auch manches Mal einfach die Krankheitseinsicht. Problem ist ja immer noch der letzten Klinikaufenthalt, den ich auch immer wieder in irgendeiner Form thematisiere. Wunderärztin würde wohl sagen, dass liegt an einer der vielen Persönlichkeitsstörungen. Aber kann mir mal jemand erklären, warum ein psychisch gesunder Mensch eine Behandlung hinterfragen darf und wenn ich das mache, dann ist das krank?

Weiter macht mir die Wohnungssache Probleme. Letztens stellten wir fest, dass ich eine Verlängerung meines Antrags auf eine Sozialwohnung hätten stellen müssen. Somit darf ich nun neu beantragen und fange wieder hinten auf der Liste an. Es sei denn, ich stelle einen Dringlichkeitsantrag. Ein Attest dafür zu bekommen wäre kein Problem. Aber will ich das? Ich würde ja weiterhin gerne hier in der Nähe bleiben und so müsste ich alles nehmen.

Ich müsste mich mal um eine Waschmaschine kümmern. Dazu müsste ich wissen, ob das Sozialamt eine Versicherung übernimmt. Machen die eigentlich. Trotzdem versuche ich das Geld dafür anzusparen. Das würde nun eben in die Waschmaschine fließen.

Mir macht es Sorgen, dass ich es einfach nicht auf die Reihe bekomme, mal meine Sachbearbeiterin anzurufen und nach zu fragen. Mir macht es Sorge, dass ich so wichtige Anträge vergesse. Keine Ahnung bis wann mein SGB 12 noch läuft.

Und da ich mal wieder meine Periode habe, ist meine Laune gerade mal wieder im Keller. Ich habe sogar Bedarf genommen, was ich seit Monaten nicht mehr gemacht habe. In der Hoffnung, es nimmt mir ein wenig die Angst. Fehlanzeige.

Bedarf war auch Thema bei Wunderärztin. Ganze zwei Medikamente konnte sie mir anbieten. Beide hatte ich schon. Eines habe ich daheim, weil ich das an sich als Ersatz für mein Schlafmittel wollte. Mit dem Medikament kam ich mit recht hoher Dosierung und Bedarf bis zum Anschlag ausgereizt auf die Geschlossene – kann irgendwie ja nicht wirklich helfen. Das zweite Medikament hatte ich mal als Dauermedikamentation. Wollte ich erst gar nicht nehmen, weil Suizidalität da schon bei den Nebenwirkungen stand. Habs dann genommen, weil mir nichts anderes übrig blieb. Und was passierte… nun ja. Sicherlich nicht sinnvoll mir  Medikamente rein zu hauen, bei denen ich schon suizidal reagiert habe.

Somit kann die Woche nur toll werden*ironie*

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Suizidale Pause oder?

Wie sollte es anders sein, meine Suizidalität stieg und stieg. Aufstehen und schon denken, ich wäre gerne tot. Inkl. meiner Betreuerin versprechen müssen, dass sie mich wieder sieht. Ich hasse das. Aber irgendwie tut es gut zu wissen, dass sie da ist.

Irgendwie scheint die Phase aber gerade mal vorbei zu sein. Ich bin zwar nicht wirklich happy, aber nicht mehr mit so einer Todessehnsucht behaftet. Wohlwissend das auch das bald wieder rum sein wird.

Die Woche war ich mal wieder für mein Ehrenamt unterwegs. Ok da gehe ich jede Woche hin und alle paar Wochen eben auch zu größeren Aktionen. Meine Chefs waren bis vor zwei Wochen im Urlaub und irgendwie war es ohne sie richtig angenehm. Wir anderen konnten mal ohne Kontrolle und ständig wechselnden Anweisungen arbeiten.

Ich kann mit dem Chaos so gar nicht mehr umgehen. Einfach weil mir nicht klar ist, was von mir erwartet wird. Und sich eben die Anweisungen so widersprechen. Ansprechen bringt wenig, denn ihr (Chefin) ist das ja alles klar.

Letzte Woche stand ich wie verabredet am Treffpunkt. Überpünktlich. Rauchte noch eine, da kamen Chefs schon. Er sagte noch nicht mal Guten Morgen, sondern sagte mir als erstes, dass Rauchen ja ungesund ist. Später kam noch ein kurzer Vortrag das Cola-Light nicht gesund ist. Ich schätze solche Einmischungen in mein Leben nicht. Und ich habe keinen behindert. Geraucht habe ich im Freien und mein Cola-Light bringe ich mit und nehme auch mein Leergut wieder mit.