Das Gedankenkarussell dreht sich weiter

Irgendwie habe ich es nicht geschafft, aus dem Karussell aus zusteigen. Es dreht sich munter vor sich hin.

Diagnostik haben wir allerdings gemacht. Nach dem wir über Kinderwunsch gesprochen haben. Wunderärztin hat davon angefangen… keine Ahnung. Sie ist der Meinung, Singles können invitro Befruchtung machen lassen. Wie ich mittlerweile weiß, geht das in Deutschland nicht wirklich.

Bei den Einzelinterviews zu den einzelnen Persönlichkeitsstörungen wollte ich dann mit Borderline anfangen. Hat sie auch mitgemacht. Sie stellte die ersten beiden Fragen, die ich prompt verneinte. Ich spottete schon. Sie dann nur so, ich soll sie nicht schwach machen, das wäre ja nun was, wenn nun durch die Einzelinterviews heraus kommt, dass ich gar kein Borderline habe. Da würde ja jemand drei Türen weiter ganz schön am Rädchen drehen.

Allerdings sagte sie mir auch, wie sie mich zu einem der beiden Punkte erlebte und ich musste ihr zustimmen. Ich nahm aber dann eh fast alle anderen Punkte mit und bin somit eindeutig Borderlinerin. Sicherlich kommt da aber noch was dazu.

Ich frage mich allerdings, wie es jemand mit Selbstverletzendem Verhalten schafft, keine Borderline-Diagnose zu bekommen. In dem Einzelinterview gab es etwa 15 Fragen. 5 müssen mindestens mit Ja beantwortet werden, damit die Diagnose Borderline ist. Alleine 3-4 Fragen drehen sich im Endeffekt um Selbstverletzung. Und die anderen Fragen – ich halte es für möglich, dass auch „Normalos“ die eine oder andere Frage mit Ja beantworten würden.

Ansonsten ist mal wieder alles gefühlsmäßig einfach doof. Noch dazu naht mein Geburtstag und mein Vater verplant den mal wieder nach seinen Wünschen und mich kotzt das tierisch an. Bruderherz ist eventuell im Urlaub, was ich ihm gönne und das so richtig aus ganzem Herzen. Und Vatern erklärt mich schon, dass er aber auf alle Fälle mit mir Essen gehen will. Erklärte nun auch schon mehrfach, dass ich ja eventuell ein Cordon Bleu haben will – natürlich in seinem Stammrestaurant, in dem wir Weihnachten und Ostern schon waren. Und ich da zu meinem Geburtstag gerade mal keine Lust zu habe, weil man da nur mit dem Bus hinkommt, der noch dazu zu den Zeiten maximal 2x die Stunde fährt. Und Vatern würde ja nicht mit dem Auto fahren, weil er dann ja nichts trinken kann. Und ich hasse die Trinkerei! Dann jammert er nur rum, ich würde ihm doch sein Bierchen wohl gönnen.

Ich sehe kommen, ich werde daran noch sehr meine Freude haben. Und irgendwie habe ich gerade auch keine Lust habe, da nun eine auf alle angepasste Planung zu machen. Das mache ich nämlich sonst – so das ich keinen Ärger damit habe.

Der Mann der einzigen leiblichen Schwester meiner Mutter ist verstorben. Die wohnen ziemlich weit weg und ich habe zu ihm nie wirklich einen Bezug gehabt. Ok zu ihr auch nicht wirklich, aber sie ist eben die letzte leibliche Angehörige. Zur Beerdigung mag ich nicht gehen. An sich lege ich darauf Wert, jemand den letzten Respekt zu zeigen – aber ich mochte ihn nicht und halte das nicht für nötig. Allerdings würde ich ja evt. meiner Tante zu Liebe? Aber Vatern wird fahren und macht da nun halbwegs einen Monsterwirbel drum. Bruderherz soll mit, der will aber auch nicht. Allerdings aus anderen Gründen.

Nun meldet sich meine Tante wohl nicht wegen dem Beerdigungstermin und mein Vater ist der Meinung, man will ihn nicht dabei haben. Warum kann er nicht respektieren, wenn man meinen Onkel evt. im allerengsten Familienkreis bestatten möchte? Noch dazu soll es eine Feuerbestattung sein, die wohnen eher auf dem Dorf, da wird sooft auch nicht verbrannt. Das Theater um das Thema nervt so langsam.

Vater will auf keinen Fall bei meiner Tante übernachten. Was ich in der Situation auch nicht wollen würde. Nun plant er evt. mit der Bahn eine Reise in die nächste größere Stadt zu machen für drei Tage oder so. Aber meine Tante darf nicht wissen, dass er da ein Hotelzimmer hat. Was ich nun kindisch finde. Aber nun ja. In dem Zusammenhang erzählte er, dass sie uns beiden Kinder mal zur Tante gebracht haben in den Sommerferien. Kann ich mich dunkel dran erinnern. Sie sind dann zu zweit verreist. Und sie waren wohl mehrere Tage in der besagten größeren Stadt, aber die Tante hätte das nicht wissen dürfen. Und mich hat es unheimlich verletzt, wie man uns quasi abgeschoben hat. Denn auch uns wurde erzählt, sie seien sonst wo gewesen.

Wir waren ganzen zweimal mit unseren Eltern alleine im Urlaub. Ansonsten wurden wir zu Kinderfreizeiten geschickt. Ich mit der Kirche, mein Bruder übers Jugendamt. Mein Bruder kam schon beim ersten Mal nur weinend heim. Heute frage ich mich, warum sie ihn ein zweites Mal mit geschickt hat? Ansonsten waren wir eben bei ihrer Stiefmutter oder ihrer Halbschwester. War sicherlich schön. Aber heute fühle ich mich nur abgeschoben.

Aber immerhin gehe ich mir nächste Woche eine Wohnung ansehen. Hier in der Nähe. Superschön, zumindest auf den Bildern. Zwei Zimmer ohne Dachschrägen!, Badezimmer mit Badewanne, Küche, 2 Balkone und Keller. Allerdings im dritten Stock. Aber ansehen würde ich sie schon ganz gerne mal.

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