Nicht mehr auf die Beine kommen….

Kennt ihr das auch? Man fällt in ein Loch und kommt einfach nicht raus?

So geht es mir zumindest momentan. Ok ich habe mich vom letzten Klinikaufenthalt nie ganz erholt. Aber ich war zumindest zeitweise besser drauf. Und gerade ist der Wurm drin. Seit eben dem mit meinem Vater. Mal davon abgesehen, dass ich (mal wieder) meinen Geburtstag als Todestag gewählt hatte und mein Geburtstag mal wieder rum ging.

Ich weiß, dass ich Hilfe bräuchte. Nur ich weiß nicht, wie ich an diese Hilfe komme. Bzw. würde ich mir wohl selbst im Weg stehen, weil ich eben ständig mit irgendwelchen Erfahrungen wedeln würde?

Und somit wäre ich dann wieder bei Anna. Ich denke mal wieder darüber nach, ihr doch zu schreiben. Ihr auch zu sagen, was ihr Behandlung oder die Behandlung, die durch sie mit in die Wege geleitet wurde, in mir ausgelöst haben. Allerdings weiß ich, dass auch sie mir keine Antworten geben wird.

Ob sie nicht kann oder nicht will ist dabei nebensächlich. Für sie ist das vorbei. Sie hatte mit Sicherheit Supervision. Selbst wenn nicht, was ich an sich nicht glaube, wird ihr der Oberarzt den Rücken gestärkt haben.

Morgen geht es zum ersten Mal zum Rehasport. Was zieht man da an? Hose hab ich. Schuhe sind Thema für sich. Wenn sie die nicht erlauben oder sie mir zu unbequem werden, kann ich immer noch welche kaufen. Was mir gerade nicht wirklich ins Budget passt. Aber das Shirt? Langärmlig wird wohl arg warm. Kurzärmlig sieht man die Narben. Wobei ich mich da evt. auch nur anstelle? Aber was ist, wenn es frische Verletzungen gibt?

Selbstverletzung ist eh gerade wieder Thema. Noch zögere ich, eben wegen dem Problem. Allerdings weiß ich auch, wenn ich es noch lange raus schiebe, wird es nur schlimmer werden.

 

Bleierne Traurigkeit

Mein Geburtstag ging rum. Sogar Vatern war ok. Vielleicht hat ihm Bruderherz auch was gesagt? Ich weiß es nicht.

Trotzdem bin ich eher orientierungslos. Hänge irgendwie im Nichts? Ich weiß es nicht.

Termin bei Wunderärztin. Statt weiterer Testung haben wir geredet. Über was eigentlich? Ich weiß es nicht mehr wirklich. Zum Teil ging es auch um den letzten Klinikaufenthalt mal wieder.

Warum muss ich ehrlich sein? Jedem irgendwas versprechen? Und warum dürfen mich Behandler anlügen? Warum dürfen sie zu mir unehrlich sein?

Meine Perle wird sich nachher freuen. Denn hier sieht es mal wieder aus. Bekomme ich gerade auch nicht auf die Reihe.

Wie so viele andere Dinge auch. Wohnungssuche? Ich verzweifel schon daran, weil ich für den Mietpreis einfach nichts finde. Es sei denn, ich würde mich weiter wesentlich verschlechtern wollen.

 

Lebensfähig – überlebensfähig?

Irgendwie lebe ich gerade mal wieder in meiner Blase und stelle fest, dass mich irgendwann in den letzten Wochen irgendwie nichts mehr „gejuckt“ hat? Kam irgendwie alleine zu recht und irgendwie klappt genau das eben gerade gar nicht.

Heute Morgen (ok mein Morgen, es war eher gegen Mittag oder um Mittag rum) rief ich auf eine Immobilienanzeige hin an. Bereits zum 3. Mal. Die ersten Male hatte ich meine Telefonnummern hinterlassen, aber es hatte sich niemand gemeldet. Die Wohnung wäre aber halbwegs ideal gewesen. Hier um die Ecke, in der Straße in der ich aufgewachsen bin, zwar ohne Badewanne, dafür erster Stock.

Das Gespräch war eigenartig. Ich verstand die Person am anderen Ende der Leitung erst mal nicht und fragte nach, ob dort nicht xxx ist. Ja, hat sie doch gesagt. So was in der Art. Ich dann halt. ich würde mich für die Wohnung in der Xstraße interessieren. Ja, wann ich denn mal in der Stadt sei. Ich wohne in der Stadt. Alles mehr gebellt, als gefragt. Dann meinte sie, ja im Arbeitsverhältnis, Nichtraucher, keine Haustiere. Ebenfalls im Kommandoton. Da ich Rentner bin und rauche habe ich dann eben nur gesagt, dass ich das nicht erfüllen kann und wir haben das Telefonat beendet.

Nachmittags habe ich mich aufgerafft und bin zur Infoveranstaltung für Reha-Sport gegangen. Ich bin gespannt. Die wollten mich in die sehr gute Gruppe packen. Ich nur so, ich habe keine Kondition usw. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich da durchaus Probleme hatte, mich zu orientieren.

Auf dem Heimweg noch einkaufen. In meinem Stammdiscounter sah der Cola-Light Vorrat am Samstag schon dünn aus. Irgendwie haben die öfters im Sommer ein Problem damit. Da dachte ich mir aber noch nichts dabei. Heute war noch genau eine Flasche da. Da ich am Tag so 6 Flaschen trinke, komme ich damit nicht weit und mein Vorrat ist auch sehr beschränkt.

Also eine Verkäuferin gefragt, die meinte sie geht im Keller schauen. Begeistert war sie nicht. Kam ewig nicht wieder und ich sah zwischenzeitlich einen Filialleiter, der sie scheinbar suchte. Die beiden haben auch geredet und sie hat auch in meine Richtung gedeutet und war dann weg. Irgendwann stellte ich fest, dass sie an der Kasse sitzt. Sie meinte, sie habe dem Kollegen gesagt, dass er mir Bescheid sagen soll. Hat er aber nicht. Fand ich schon verletzend.

Problematisch ist nur, dass die Filiale eines anderen Discounter hier zu gemacht hat, die Filiale eines weiteren Discounters einfach zu weit ist, um da mehr als 6 Flaschen zu schleppen. Und ich wohl unter Übel wohl morgen die Aktion wohl doch machen muss.

Vatern habe ich angerufen, um ihm eine gute Reise zu wünschen. Mir fiel ein, der ist bestimmt zum Deutschlandspiel daheim und habe kurz vorher angerufen. Er blaffte mich zwar an, was ich will. War mir dann aber egal. Dann wollte er wissen, welche S-Bahn denn von seinem Zielbahnhof an den Heimatort fährt. Ja sorry aus dem Handgelenk wusste ich das spontan auch nicht mehr. Er ruft an, wenn er Mittwoch wieder daheim ist.

Der montägliche Termin mit Frau Sonnenschein fiel wegen der Infoveranstaltung aus. Ich hatte sie am Freitag schon angerufen, weil ich jemand zum Reden brauchte. Da hatte sie keine Zeit und meinte, evt. Montag. Da habe ich Montag also auch angerufen und eben auf dem AB hinterlassen, dass wir so etwas vereinbart haben und ich noch bis dann und dann daheim bin. Zurück gerufen hat sie nicht. Aber wir sehen uns Mittwoch.

Allerdings bin ich gerade sehr kontra eingestellt. Weil sie sagen wird, dass mein Vater meine Grenzen mal akzeptieren muss. Ich dabei aber dann nur an den letzten Klinikaufenthalt und das was daraus resultiert denken muss.

Meine Betreuerin ist die Woche auch im Urlaub. Bzw. morgen und Mittwoch ist sie noch da? Keine Ahnung. Auch sie wird mir ähnliches sagen oder mir eben sagen, dass er es ja nur gut meint?

Extreme Handlungsweisen

Irgendwie geht mir mein Vater und mein Geburtstag nicht aus dem Kopf. +

Eigentlich wäre es nett, ihn Montag anzurufen und ihm eine gute Reise zu wünschen. Auf der einen Seite graut es mir davor, genau das zu tun. Aus Angst, er fragt, was ich nun an meinem Geburtstag machen möchte. Auf der anderen Seite, wenn ihm was passiert, würde ich mir ständig Vorwürfe machen, weil wir an sich nicht wirklich im Guten auseinander gegangen sind.

Mein Geburtstag steht mal wieder an. Den habe ich seit 2006 an sich nie so feiern können, wie ich es wollte. Weil eben er ständig irgendwas anders machen wollte. Inkl. ein Fußballspiel anschauen, von dem er vorher sagte, er will es nicht sehen. Inkl. er lädt uns alle ein, ich darf aussuchen und er erzählt mir bis zu meinem Geburtstag, wie viel toller ein anderes Lokal wäre (zum Italiener – nur gehe ich nicht gerne italienisch essen). Inkl. ich lade alle zum Essen ein und er erklärt mir, dass Essen gehen doch viel toller ist und schlägt auch umgehend ein Lokal vor, in welches ich auf keinen Fall möchte. Begründung: Er geht da aber sooo gerne hin und wundert sich dann, dass ich mich weigere einen Tisch zu bestellen usw.

Er redet nun schon seit Wochen davon, dass er mit mir essen gehen will. Keine Frage, ob ich das will. Bisher war unklar ob Bruderherz da ist oder in den Urlaub fährt. Was ich ihm gegönnt hätte, aber dann eben gerne meinen Geburtstag so verbracht hätte, wie ich es gerne möchte und nicht unter dem Druck wann mein Vater wo essen gehen will. Da Vatern plante mal in eine größere Stadt zu fahren, so lange er noch ein Auto hat, dachte ich mir, wenn Bruderherz nicht da ist, fahren wir eben dort hin. Trennen uns, ich kann machen was ich will, er was er will und jeder ist glücklich.

Nun ist Bruderherz da. Ich erwähnte die Tage eben, dass ich das evt.! geplant hätte. Vatern nur so, können wir ja trotzdem machen, aber dann müssen wir früh fahren. Ich weiß, dass es ihm hauptsächlich darum geht, bei einem bestimmten Händler eine Bratwurst zu essen. Ich meinte 11 Uhr. Er nein, das sei zu spät. Ach ja Fahrtzeit maximal eine Stunde. Bzw. mit dem Auto müsste da schon viel Stau sein.

Nun überlege ich, ob ich das wirklich machen soll. Ich kenne ihn, der dann uns unbedingt irgendwelche Sehenswürdigkeiten zeigen muss. Wir kennen die Stadt alle. Ich vermute, er will nur so früh fahren, damit er früh daheim ist und ein Mittagsschläfchen machen kann. Sehe es eben auch kommen, dass er uns erst überall mit hin schleppt und dann essen wir eine Bratwurst, weil er die so lecker findet und dann fahren wir heim und ich war in keinem einzigem Geschäft, in welches ich wollte.

Ich rechne nun damit, dass er anfängt, wie toll es wäre, wenn wir dort eben hinfahren würden. Mir es nur davor graut, es allen recht machen zu müssen. Davon mal abgesehen, habe ich zum Shoppen an sich eh kein Geld. Und ja er meint es gut usw. Aber er wird wieder ein Nein nicht akzeptieren. Das geht mir nun den ganzen Tag schon durch den Kopf. Inkl. solcher Gedanken, ich sage halt ja und lasse sie am Bahnhof warten oder ruf kurz vor der Uhrzeit an, zu der wir uns treffen wollen und sage ich habe verschlafen, sie sollen ohne mich fahren. Oder ich teile meinem Bruder mit, dass er mit Vatern dahin fahren wird, ich klar nein gesagt hätte und er das nicht akzeptiert hat.

Meine Gedanken zu meinem Vater gehen zeitweise so weit, wenn er eben weiter über meine Grenzen hinweg über mich bestimmt, dass ich dann ja auch zu ihm ziehen könnte. Wäre, wenn ich die halbe Miete übernehme, auch nicht mehr Kosten. Er hat mich greifbar, wann immer er will usw.

Und nachher sollte ich Frau Sonnenschein anrufen. Die ich zurzeit auch eher nur anpampen würde. Sie die Probleme mit meinem Vater kennt. Sie klar sagt, er darf das nicht machen usw. und ich eben klar sagen soll, was ich will. Ich ihr aber auch antworten würde, ich hätte mir auch gewünscht, dass man mit mir über den letzten Klinikaufenthalt spricht. Das da im Endeffekt das selbe Schema lief. Eine Behandlung eingeleitet wurde, die ich immer abgelehnt habe. Mir Sachen versprochen wurden, die nie eingehalten worden sind.

Und so drehe ich mich gerade wieder mal im Kreis. Und stoße dabei sicherlich auch mal wieder ein paar Leute vor dem Kopf.

Familienbande

Die Woche läuft gerade mal alles irgendwie wieder schief. Pfingsten habe ich in einer kochend heißen Wohnung verbracht und habe es mal wieder bereut, dass ich dem Umzug zugestimmt habe. Dafür war ich dann eben im Park, was bei der Hitze kein angenehmer Fußmarsch ist. Aber besser als hier einzugehen.

Dienstag Abend rief dann Vatern an. Zu einer Uhrzeit, zu der er nie telefonieren mag, weil er da ja kochen muss. Ach ja ich koche da an sich auch. Er wollte nun wissen, wie der Fernbus fährt usw. Dann ging es um die Frage nach einer Unterkunft. Ich meine die Beerdigung ist schon nächste Woche Dienstag. Fällt ihm also früh ein.

Er meinte dann, er bringt mir das Geld für den Bus am Mittwoch vorbei. Da bin ich arbeiten Papa. Wie arbeiten? Ei ja, ehrenamtliche Tätigkeit. Ja wann ich den weg gehe. Dann kommt er dann vorher. Wie ich das hasse. Ich bat ihm an, ich brauche das Geld nicht schon am Mittwoch morgen und er kann es auch in den Briefkasten schmeißen. Nein er bringt mir das Geld morgens, bevor ich aus dem Haus gehe. Widerspruch war sinnlos und ich kochte.

Abgesprochen war, er kommt, wir sehen kurz nach einer Unterkunft. Mittwoch morgen klingelt es. Ich drücke auf und mache mich weiter fertig. Seiten mit Unterkünften schon geöffnet. Kein Vater in Sicht. An die Sprechanlage: Papa? Ja! Kommst du nicht hoch? Ei er dachte ich muss weg. Hätten wir auch angeblich so abgesprochen. Ich nur so, dann muss er warten. Eilte mich, schrieb von der nähsten Unterkunft die Telefonnummer auf und bin runter. Drückte ihm das in die Hand und er fängt noch ein Gespräch an, welches ich dann mit einem: Ich muss los! abwürgte.

Zwischenzeitlich teilte er mir mit, er kommt am Freitag wegen der Unterkunft. Papa, da ist meine Haushaltshilfe da. Ja das sei ja egal, er bringt auch Fisch mit. Ich noch mehrfach, dass ich da nicht kann. Doch, doch er kommt und bringt Fisch mit.

Donnerstag Abend rief ich ihn an, von wegen ob er bei der Unterkunft angerufen hat, von der ich ihm die Nummer gegeben habe. Die ich ihm gegeben hatte, weil die Preise im Internet sich auf längere Aufenthalte bezogen, er aber nur eine Nacht bleibt. Er weiß nicht wo er die Nummer hin hat. Aber wir hätten ja abgesprochen, dass er morgen kommt und wir das machen. Ich hätte am liebsten gebrüllt: DU hast das entschieden und das gegen meinen Willen. Ich habs über mich ergehen lassen. Sagte ihm, dass ich keinen Fisch will. Warum denn nicht? In einem beleidigtem Ton. Ich habe ihm vorher schon erklärt, ich will Mittags auf ein Fest und würde gerne dort was essen.

Wir haben abgesprochen, er kann um 12 Uhr kommen, weil um 13 Uhr meine Haushaltshilfe kommt. Er kam um 12.15 Uhr. Wie immer also. Ich habe da auch keine langen Diskussionen mehr geführt und war kurz angebunden. Zwischendurch teilte er mir noch mit, wann er und mein Bruder sich auf dem Fest treffen und wo. Ich gab ihm noch das Hemd, welches ich besorgt und gewaschen und gebügelt hatte. Außerdem die 2 andere Hemden, die ich nicht sauber bekommen habe, die aber unbedingt behalten wollte. Die knüllte er in seinen Rucksack und packte das gebügelte Hemd dazu. Entlockte mir dann ein: Dann hätte ich es auch nicht bügeln brauchen! Ja, wir er das denn sonst in den Rucksack packen soll. War mir dann auch egal, er muss es tragen.

Fest war so naja. Meine Schwägerin sprach mich dann an, ich soll ein wenig freundlicher zu meinem Vater sein. Dabei habe ich mich echt zusammen gerissen. Und dann auch ein Großteil dessen was los war aus mir raus brach. Ja dein Vater wird halt älter, ihre Eltern werden auch älter und damit schwieriger und das muss ich akzeptieren usw. Ich soll halt nein sagen, wenn ich was nicht will. Also zumindest was meinen Geburtstag betrifft. Was ich bisher keine Ahnung wie oft versucht habe. Und er immer seinen Kopf in irgendeiner Form durch gesetzt hat.

Muss ich wirklich alles immer akzeptieren? Ist es wirklich zu viel verlangt, wenn ich nur erwarte oder eher erwünsche, dass er einfach mich mal akzeptiert? Auch mal ein Nein akzeptiert? Und ich bin zeitweise echt am überlegen ob ich ihm zu liebe das Problem zwischen uns an meinem Geburtstag einfach löse. Dann wäre das Theater, dass er mir ständig diktiert, wie er meinen Geburtstag mit mir verbringen mag, endlich gelöst.

 

Das Gedankenkarussell dreht sich weiter

Irgendwie habe ich es nicht geschafft, aus dem Karussell aus zusteigen. Es dreht sich munter vor sich hin.

Diagnostik haben wir allerdings gemacht. Nach dem wir über Kinderwunsch gesprochen haben. Wunderärztin hat davon angefangen… keine Ahnung. Sie ist der Meinung, Singles können invitro Befruchtung machen lassen. Wie ich mittlerweile weiß, geht das in Deutschland nicht wirklich.

Bei den Einzelinterviews zu den einzelnen Persönlichkeitsstörungen wollte ich dann mit Borderline anfangen. Hat sie auch mitgemacht. Sie stellte die ersten beiden Fragen, die ich prompt verneinte. Ich spottete schon. Sie dann nur so, ich soll sie nicht schwach machen, das wäre ja nun was, wenn nun durch die Einzelinterviews heraus kommt, dass ich gar kein Borderline habe. Da würde ja jemand drei Türen weiter ganz schön am Rädchen drehen.

Allerdings sagte sie mir auch, wie sie mich zu einem der beiden Punkte erlebte und ich musste ihr zustimmen. Ich nahm aber dann eh fast alle anderen Punkte mit und bin somit eindeutig Borderlinerin. Sicherlich kommt da aber noch was dazu.

Ich frage mich allerdings, wie es jemand mit Selbstverletzendem Verhalten schafft, keine Borderline-Diagnose zu bekommen. In dem Einzelinterview gab es etwa 15 Fragen. 5 müssen mindestens mit Ja beantwortet werden, damit die Diagnose Borderline ist. Alleine 3-4 Fragen drehen sich im Endeffekt um Selbstverletzung. Und die anderen Fragen – ich halte es für möglich, dass auch „Normalos“ die eine oder andere Frage mit Ja beantworten würden.

Ansonsten ist mal wieder alles gefühlsmäßig einfach doof. Noch dazu naht mein Geburtstag und mein Vater verplant den mal wieder nach seinen Wünschen und mich kotzt das tierisch an. Bruderherz ist eventuell im Urlaub, was ich ihm gönne und das so richtig aus ganzem Herzen. Und Vatern erklärt mich schon, dass er aber auf alle Fälle mit mir Essen gehen will. Erklärte nun auch schon mehrfach, dass ich ja eventuell ein Cordon Bleu haben will – natürlich in seinem Stammrestaurant, in dem wir Weihnachten und Ostern schon waren. Und ich da zu meinem Geburtstag gerade mal keine Lust zu habe, weil man da nur mit dem Bus hinkommt, der noch dazu zu den Zeiten maximal 2x die Stunde fährt. Und Vatern würde ja nicht mit dem Auto fahren, weil er dann ja nichts trinken kann. Und ich hasse die Trinkerei! Dann jammert er nur rum, ich würde ihm doch sein Bierchen wohl gönnen.

Ich sehe kommen, ich werde daran noch sehr meine Freude haben. Und irgendwie habe ich gerade auch keine Lust habe, da nun eine auf alle angepasste Planung zu machen. Das mache ich nämlich sonst – so das ich keinen Ärger damit habe.

Der Mann der einzigen leiblichen Schwester meiner Mutter ist verstorben. Die wohnen ziemlich weit weg und ich habe zu ihm nie wirklich einen Bezug gehabt. Ok zu ihr auch nicht wirklich, aber sie ist eben die letzte leibliche Angehörige. Zur Beerdigung mag ich nicht gehen. An sich lege ich darauf Wert, jemand den letzten Respekt zu zeigen – aber ich mochte ihn nicht und halte das nicht für nötig. Allerdings würde ich ja evt. meiner Tante zu Liebe? Aber Vatern wird fahren und macht da nun halbwegs einen Monsterwirbel drum. Bruderherz soll mit, der will aber auch nicht. Allerdings aus anderen Gründen.

Nun meldet sich meine Tante wohl nicht wegen dem Beerdigungstermin und mein Vater ist der Meinung, man will ihn nicht dabei haben. Warum kann er nicht respektieren, wenn man meinen Onkel evt. im allerengsten Familienkreis bestatten möchte? Noch dazu soll es eine Feuerbestattung sein, die wohnen eher auf dem Dorf, da wird sooft auch nicht verbrannt. Das Theater um das Thema nervt so langsam.

Vater will auf keinen Fall bei meiner Tante übernachten. Was ich in der Situation auch nicht wollen würde. Nun plant er evt. mit der Bahn eine Reise in die nächste größere Stadt zu machen für drei Tage oder so. Aber meine Tante darf nicht wissen, dass er da ein Hotelzimmer hat. Was ich nun kindisch finde. Aber nun ja. In dem Zusammenhang erzählte er, dass sie uns beiden Kinder mal zur Tante gebracht haben in den Sommerferien. Kann ich mich dunkel dran erinnern. Sie sind dann zu zweit verreist. Und sie waren wohl mehrere Tage in der besagten größeren Stadt, aber die Tante hätte das nicht wissen dürfen. Und mich hat es unheimlich verletzt, wie man uns quasi abgeschoben hat. Denn auch uns wurde erzählt, sie seien sonst wo gewesen.

Wir waren ganzen zweimal mit unseren Eltern alleine im Urlaub. Ansonsten wurden wir zu Kinderfreizeiten geschickt. Ich mit der Kirche, mein Bruder übers Jugendamt. Mein Bruder kam schon beim ersten Mal nur weinend heim. Heute frage ich mich, warum sie ihn ein zweites Mal mit geschickt hat? Ansonsten waren wir eben bei ihrer Stiefmutter oder ihrer Halbschwester. War sicherlich schön. Aber heute fühle ich mich nur abgeschoben.

Aber immerhin gehe ich mir nächste Woche eine Wohnung ansehen. Hier in der Nähe. Superschön, zumindest auf den Bildern. Zwei Zimmer ohne Dachschrägen!, Badezimmer mit Badewanne, Küche, 2 Balkone und Keller. Allerdings im dritten Stock. Aber ansehen würde ich sie schon ganz gerne mal.