Medikamentennebenwirkungen voll mit nehmen ….

Irgendwie hänge ich gerade wieder mal in einem Loch. Ich vermute, das kommt u.a. von dem neuen Medikament. Hatte ich  ja schon mal genommen und suizidal darauf reagiert und gerade ist die Welt wieder so doof und alles so aussichtslos usw. Deshalb habe ich nun die Dosierung wieder minimiert und werde morgen Wunderärztin fragen, ob ich es absetzen darf. Ok ich darf eh.

Wird nur komisch werden. Irgendwie geht mir das letzte Mal in der selben Situation immer wieder durch den Kopf. Frau Sonnenschein hatte damals mitbekommen, wie mies es mir damit geht. Sie bat mich darum, dass meinem Arzt zu sagen. Ich schrieb mir einen Zettel, von dem ich nur ablesen brauchte. Nur ablesen brauchte, dass Frau Sonnenschein mich gebeten hat, ihm zu sagen, dass es Nebenwirkungen gibt.

Frau Sonnenschein hatte ihn schon informiert. Und ich saß da heulend und habe vorgelesen. Er nur so, ob ich Suizidgedanken habe. Und ich saß da und in mir pochte nur: Ich will tot sein, ich will tot sein, ich will tot sein. Ich habe echt überlegt, ob ich es schaffen würde durch sein Bürozimmer zu springen. Wissend die Höhe ist nicht hoch genug und nun ja, die meisten Fenster in dem Haus lassen sich nicht mal eben so öffnen. Zu ihm sagte ich, oder ich würgte es eher hervor: Tag war gut, mir geht es gut, ich kann mich glaubhaft von Suizidgedanken distanzieren. Und heulte und heulte. Eine Situation in dem ihm ja nichts anderes übrig blieb als dem zu glauben? Er hat auch keinen wirklichen Schritt auf mich zu gemacht. Nun ja aber an sich egal?

Es tut nur leider immer noch verdammt weh, dass man mich im Endeffekt in so Situationen gedrängt hat. Bzw. mir eben nichts anders übrig bleibt, als so zu handeln. Denn was würde passieren, wenn ich ehrlich wäre? Was wäre passiert, wenn ich in der Situation ehrlich gewesen wäre? Beschluss? Und keiner kümmert sich um mich?

So graut es mir ein wenig vor morgen. Allerdings hoffe ich natürlich sehr, dass es mir besser gehen wird, wenn das Medikament wieder draußen ist. Irgendwie fühlt sich diese Hoffnung oft so an, als wenn man verzweifelt versucht einen Strohhalm zu ergattern, an den man sich klammern kann.

Wobei fraglich ist, ob mich andere Sachen zu sehr belasten. Aber irgendwie habe ich so was in den letzten Monaten besser weg gesteckt. Wäre also abzuwarten? Och neee…. ich klammere mich weiter an die Hoffnung an den Strohhalm.

Die Wohnsituation ist auch Thema für sich. Ich suche weiter. War gestern eine Wohnung ansehen. Wie klein doch 40 qm sein können *seufz*. Also weiter suchen. Oder doch alles aufgeben? Ich weiß es nicht. Mein Bruder und seine Frau können nicht verstehen, dass ich hier ausziehen will. Ok die bekommen auch nicht alles mit. Sind auch der Meinung, ich muss mir mehr gefallen lassen.

Letzte Woche kam die jährliche Rechnung des Energieversorgers. Die ziemlich hoch ist. Rechnungsadresse ist immer noch die alte Wohnung. Meine Vermieter hatten mir gesagt, dass sie das geklärt haben. Allerdings zweifel ich ja immer noch da dran, dass das alles wirklich rechtens war, was die hier gemacht haben. Strom- und Gaszähler einfach mal umklemmen?

Ich war deshalb die Woche noch mal beim Energieversorger. Die mal wieder ziemlich schluckten, als sie die Story hörten. Konnten mir aber nicht weiter helfen, weil das Vermietersache ist. Allerdings wird das zu Problemen nach meinem Auszug führen. Allerdings nicht für mich. Denn erstens wird der Energieversorger jemand suchen, der die Rechnung für die Verbrauchsstelle, für die ich eingetragen bin, zu finden. Die Wohnung hängt aber an einem anderen Zähler. Und mein Nachmieter wird klar für hier seine Verbrauchsstelle anmelden und der Energieversorger wird sich wundern, weil es bei ihm, die Verbrauchsstelle gar nicht gibt. Und ich finde es richtig schade, dass ich das nicht mehr miterleben werden.

Die Gedanken drehen sich auch klar um Anna. Weiter um das Schreiben oder nicht Schreiben. Ändern würde sich wohl nichts? Auf der einen Seite würde ich ihr gerne mitteilen, wie es mir damit geht. Aber ich denke nicht, dass sie das noch interessieren wird. Für sie ist das Thema aufgearbeitet. Supervision u.ä. sei gepriesen. Und ich bin an dem Punkt weiter tierisch verletzt, weil ich mir eine Aufarbeitung für mich auch gewünscht hätte und das auch klar mehrfach kommuniziert hatte.

Das Nichtraucher werden stellt sich auch als schwierig raus. Wobei ich wesentlich weniger rauche als vorher. Immerhin etwas. Aber das Medikament hat da nicht wirklich die erhoffte Wirkung. Und selbst wenn, ist es die Nebenwirkungen nicht wert. Wobei ich vermute, dass das Medikament auch Verstopfung macht. Da ich statt zu rauchen teilweise Äpfel gegessen habe und zwar viele Äpfel, müsste die Verdauung besser klappen. Und an Tagen, an denen ich wenig Äpfel gegessen habe, ist die Verdauung richtig mies.

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Vergessen, verdrängt oder lebe ich mal wieder nur in meiner Welt?

Irgendwie komme ich gerade mal wieder psychisch nicht auf die Beine. Seit Wochen ist der Schlaf eher schlecht. Ich hänge wohl noch in den ADS Gedanken? Mit meiner Betreuerin habe ich da die Woche drüber geredet und da wurden dann noch andere Dinge Thema, die mich im Endeffekt auch runter gezogen haben.

Ich hänge nicht direkt in den Gedanken, fühle mich aber von einer leichten Dunkelheit eingehüllt. Treibe eher vor mich her.

Vorhin wurde mir bewusst, dass diesen Monat ja Mamas Todestag ist. Ich habe den echt vergessen und musste tatsächlich nachschauen, wann genau der ist und ich schäme mich dafür. Nun kreisen die Gedanken erst Recht! Lebe ich mal wieder zu sehr in meiner Welt? Wobei ich mich zurzeit viel klarer empfinde, als in den letzten Jahren.

Hinzu kommt, dass damals 2 Tage vorher.. da hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben jemand um Hilfe gebeten, als es mir wirklich schlecht ging und bin im Endeffekt weg geschickt worden. Von meiner damaligen Therapeutin. Ich hatte mich überwunden sie anzurufen, weil es mir wirklich mies ging. Kommentar von ihr, was sie denn machen soll? Ließ mich dann kommen. Sagte in dem Gespräch dann, ich kann nicht jedes Mal bei ihr anrufen wenn es mir schlecht geht. …. war wie gesagt das erste Mal.

2 Tage später starb Mama. Auf einen Sonntag. Keinen Ansprechpartner.

Irgendwie überfällt mich immer um den Todestag von Mama rum Traurigkeit. Das erste Jahr, in dem ich nicht im Vorfeld darauf fixiert bin, aber nun eine Erklärung habe?

Die Woche habe ich den Entschluss gefasst, ich möchte das nicht mehr. Ich möchte nicht mehr regelmäßig in der Horrorklinik Frau Sonnenschein oder Wunderärztin präsentieren was sie sehen möchten. Möchte mir keine Gedanken mehr darum machen, wie man reagieren könnte, wenn ich was erzähle. Möchte mir keine Gedanken mehr darum machen, dass ich in der einzigen Psychiatrie die für mich zuständig ist schön brav präsentieren muss, dass es mir gut geht. Mir aber auch klar ist, dass ich das nur mit einer Therapie beenden kann.

Und irgendwie ist mir gerade alles zu viel.

Ach ja nächste Woche sehe ich mir eine Wohnung an. Wobei ich vermute, dass mir die nicht liegen wird. Allerdings würde ich damit mal Übung bekommen.

ADS – Kindheitserinnerungen?

Am Mittwoch Abend lief ein „netter“ Film im ARD. An sich sehe ich die öffentlich-rechtlichen Sender eher selten. Aber die Thematik sprach mich an und es gab sonst nichts was mir behagte.

Inhalt kurz zusammengefasst:

Merle besucht die 6. Klasse eines Gymnasium. Sie hat noch eine Halbschwester (Lea), die im Teenageralter ist. Beide Kinder haben die selbe Mutter, aber nicht den selben Vater. Die Mutter ist mit dem Vater von Merle verheiratet, der aber Lea von Geburt an kennt.

Merle ist nicht dumm, träumt aber gerne vor sich hin und vergisst dabei die Welt. U.a. deshalb schreibt sie schlechte Klassenarbeiten, weil ihr die Zeit nicht reicht. Die Eltern werden zum Gespräch gebeten und ihnen wird nahegelegt, Merle vom Gymnasium zu nehmen. Der Vater ist der Meinung, man will sein Kind nur los werden, weil es Arbeit macht. Die Mutter drängt darauf, zumindest mal einen Arzt zu fragen, weil sie der Meinung ist, ihr Kind hat da irgendwelche Probleme.

Der Kinderarzt schickt sie zur einer Therapeutin, die dem Kind ganz klar ADS diagnostiziert. Sie rät zu Medikamenten und Therapie. Die Eltern lehnen Medikamente ab.

Nun konzentriert sich alles auf Merle. Es wird täglich mit ihr geübt, nach einem Zeitplan. Über Belohnungen soll das Kind animiert werden, sich bewusst zu werden, wofür es lernt. Dabei bleibt Lea auf der Strecke, die Arbeit der Eltern (selbstständig als Architekten oder so), die Ehe der Eltern usw. Der Vater zweifelt an sich, weil Lea ja gesund ist, sein Kind aber nicht. Die Mutter will ohne Medikamente arbeiten und orientiert das komplette Leben an Merle, Lea sieht nur noch, dass sich alles um Merle dreht und jeder Einwand wird von der Mutter bei Seite geschoben. Und Merle steht dazwischen. Fühlt sich „Krank“, „gebrandmarkt“ etc. Die Oma (Mutter der Mutter) empfindet ADS als Modediagnose usw. Unterstützt die Familie aber teilweise.

Die Mutter bricht zusammen, kommt ins Krankenhaus, Lea haut ab…. die Eltern streiten. Beide Kinder (Lea wurde von der Polizei zurück gebracht) hören das. Und alle, wirklich alle 4 sind am Ende ihrer Kräfte.

Der Film war generell recht gut gemacht. Mich hat ein wenig verwundert, dass man das erst in der 6. Klasse bemerkt und noch dazu die Eltern scheinbar noch nie was von ADS und ADHS gehört haben. Die Eltern lehnen Medikamente ab. Namen werden keine genannt, aber mir war klar, dass es um Ritalin gehen muss. Ich kann verstehen, dass die Eltern sich wehren. Sie wehrten sich aber bereits, als sie noch nichts über das Medikament wussten. Ich selbst halte die Gabe von Ritalin für nicht unbedenklich, aber gleichzeitig auch teilweise für sinnvoll.

Nun zu meinen Gedanken und zu mir :-)

Ich war genau so ein Kind. Träumerchen de Luxe. Ich kann mich erinnern, dass in der Grundschule die Lehrerin bei Aufsätzen zu mir gesagt hat, ich soll endlich mal anfangen und das mehr als einmal. Es wurde in dem Film gezeigt, wie schnell sich Merle ablenken lässt durch Kleinigkeiten. Bsp. Ein Klassenkamerad spielt mit seinem Stift. Sie beobachtet den Stift. Die Szene kenne ich nur zu genau. Ich hab letzte Weihnachten eine Kugelbahn verschenkt. Ich hätte sie am liebsten selbst behalten, weil ich stundenlang dabei zuschauen könnte, wie die Kugeln nach unten rollen.

Ich habe 2007 eine ADS Diagnostik machen lassen. Kurz vor dem Tod meiner Mutter, bzw. überschnitt sich das dann. Die Ärztin wollte Auskunft zu meiner Kindheit, die ich nicht geben konnte. Wollte einen Elternfragebogen. Den haben ich mitgenommen und dachte mir, ich nehme den am Sonntag mit ins Hospiz zu meiner Mutter, wenn mein Vater auch da ist und wir füllen den gemeinsam aus. An diesem Sonntag verstarb meine Mutter.

Mein Vater konnte mir keine Auskunft geben. Weil er sich eben gar nicht um uns gekümmert hat und das alles Mama gemacht hat. Daraufhin bin ich mit dem Fragebogen in meinen Kindergarten. Denn dort war ich immerhin vom 3. Geburtstag bis nach dem 11. Geburtstag. Eine der Erzieherinnen erzählte mir in dem Zusammenhang, man habe meiner Mutter schon im Kindergarten gesagt, sie soll mit mir mal professionelle Hilfe suchen. Was sie ablehnte. Das tickt seit dem ständig in meinem Kopf. Wie groß wären die Chancen, dass ich heute gesund wäre?

Die Erzieherinnen konnten mir auch nur zum Teil Auskunft geben, immerhin lag das über 20 Jahre zurück. Andere Verwandte gab es in dem Sinne nicht, da wir doch recht abgeschottet aufwuchsen.

Wäre ich in der heutigen Zeit aufgewachsen, wäre ich schon als Kind behandelt worden. Denn irgendwer hätte eingegriffen. Damals machte man das noch nicht. Bzw. nur in sehr extremen Fällen.

Meine Mutter hätte mir allerdings ohne lange Diskussionen Ritalin gegeben. So was wurde nie hinter fragt. Sich mit mir auseinander gesetzt, wie Merles Mutter es getan hat, hätte man sich mit mir auch nicht. Und man hätte mir ständig Vorwürfe gemacht. Btw. das war etwas was ich an dem Film sehr schön fand, dass man Merle keine Vorwürfe machte.

Ich frage mich, warum meine Mutter nie mit mir zum Arzt ist. Bzw. ihr war schon bewusst das ich „anders“ bin. Weil ich eben nicht ins Bild passte usw. Ich kann mich erinnern, dass mein Bruder oft Kopfschmerzen hatte und man mit ihm zu x Ärzten ging. Aber das war was greifbares. Ich war einfach nur ungezogen usw.

Ich saß mit einem großen WARUM MAMA vor dem Fernseher. Ich werde den Gedanken nicht los. Warum hat sie sich um mich nicht so gekümmert, wie um meinen Bruder? Wobei, wenn man mir sagen würde, mein Bruder hätte in seiner Kindheit ADHS gehabt, dem würde ich zustimmen. Ich denke, wenn bei ihm mal eine Borderline- Diagnostik gemacht werden würde, dann würde er die Diagnose auch haben. Allerdings denke ich auch, Borderline muss kein Problem sein, wenn man Menschen hat, die hinter einem stehen. Und die hat mein Bruder eben.

Ach ja das Ergebnis der ADS Diagnostik war „witzig“. Die Ärztin, die den Test mit mir machte, wollte mich an sich sofort in einer ADS Gruppe für Erwachsene unterbringen. Sagte das dann kurzfristig ab. Dem Ergebnis turnte ich monatelang hinter her. Man erklärte mir nichts. In dem Arztbericht dazu steht, dass ich wahrscheinlich in der Kindheit ADS hatte, es aber nicht gehabt haben könnte, weil ich zu viel gelesen habe. Es könnte sein, dass ich auch jetzt ADS habe oder auch nicht. Der IQ Test fiel recht gut aus, was mich nicht verwunderte, aber neue Wunden auf riss. Und hätte ich gewusst, dass ein IQ Test gemacht wird, hätte ich auf die komplette Diagnostik verzichtet. Denn ich frage mich auch hier, warum ich nie gefördert worden bin und immer als Dummchen behandelt wurde. Immerhin durfte ich auch kein Abi machen, weil ich ja ein Mädchen bin und eh mal heiraten und Kinder bekomme.

Der letzte behandelnde Arzt tat ja eh alles mit: Das ist alles Borderline! ab. Ich glaube die Testung habe ich bei ihm nur kurz mal angesprochen. Hat ihn auch nicht weiter interessiert. Anna meinte auch: Das ist alles Borderline! und sagte mir an sich auch klar, dass sie keine Lust auf Diagnostik hat, weil zu aufwendig.

Wisst ihr, ich würde es gerne hinterfragen, warum meine Mutter nie was getan hat… aber im Endeffekt habe ich mit Behandlern die selben Erfahrungen gemacht. Bilde ich mir wirklich alles nur ein?

 

Wenn man nichts mitbekommt….

Heute habe ich erfahren, dass die Nachbarin unter mit bereits im Januar verstorben ist. Ich wusste das sie schwer krank ist und nicht mehr Laufen kann. Deshalb wollte ihr Mann mit ihr in die Parterre Wohnung ziehen, damit sie überhaupt mal aus dem Haus kann. Nun zieht er nächste Woche in die Erdgeschosswohnung. Alleine.

Ich habe von ihrem Tod nichts mitbekommen. Woher auch? Ihr Tod beschäftigt mich nun sehr. Ein weiterer Mensch, der mein Leben von klein auf miterlebt hat. Auch das ich es nicht wusste und so. War schon ein wenig peinlich. Gerade weil ich auch Wert darauf gelegt hätte gerade ihr die letzte Ehre zu erweisen und zur Beerdigung gegangen wäre.

Es verwundert mich, dass mein Vater das mit keinem Wort erwähnt hat, denn er liest an sich ja täglich die Zeitung und auch bevorzugt die Traueranzeigen.

Heute war der Schornsteinfeger hier. Der war sichtlich nicht sehr begeistert, dass die fast 20 Jahre alte Heizung mit umgezogen ist. Außerdem fehlen die Lüftungsgitter in der Tür, was meinem Vermieter nicht gefiel. Als ich vorhin heim kam, kam mir meine Vermieterin entgegen, der Schreiner sei da gewesen, hätte mir wohl eine Nachricht hinterlassen.

Der kommt nun morgen früh um 9 Uhr. Gar nicht meine Zeit. Gekoppelt mit den Gedanken um die Nachbarin werde ich morgen meine helle Freude an mir haben. Noch dazu kommt zwischen 13 und 15 Uhr erst das Gas-Wasser-Mensch wegen der Heizung.

Den Schreiner habe ich auch gleich gefragt, wie es nun mit Vorhängen ähnlichem aussieht. An sich war er im Dezember hier, um eine Lösung für die Rollläden zu finden, die man ja einfach ausgebaut hatte. Die Jalousien passten nicht. Er schlug Gardinenschienen vor und meinte, das wird aber nächstes Jahr. Seit dem warte ich drauf. Und der wollte nun umgehend eine Zusage von mir…. irgendwie zweifel ich gerade an, ob es richtig ist, das nun einzufordern. Allerdings war ein Beweggrund die Wohnung zu nehmen eben die Rollläden gewesen, die man laut Vertrag auch überprüfen wollte, die aber einfach ausgebaut wurden.

Frau Sonnenschein hatte auch schon ihren Spaß an mir. Ok da war ich noch gut drauf. Ich halt erzählt, dass der Schornsteinfeger hier war und Vermieter eben auch (die wollten auf den Speicher). Mein Vermieter eben wegen dem Lüftungsgitter nicht begeistert war. Ich nur denke, wie wenig ihn doch Sicherheit interessiert. Die Lüftungsgitter sind ja nicht grundlos vorgeschrieben!

Ich nur bei Frau Sonnenschein meinte, mir sei es ja egal, wenn mir die Bude um die Ohren fliegt. Wäre nur doof, wenn ich das überlebe und dann nichts mehr habe.

Rauchentwöhnung – weiter gehts

Das mit dem weniger rauchen klappte bis Donnerstag ganz gut und dann happerte es ein wenig. Aber seit Sonntag bin ich wieder stramm mit dabei. Wobei ich letzte Woche teilweise richtige Hochgefühle hatte und das Nichtrauchen sich sooo toll angefühlt hat. Wenn nur das Verlangen nicht teilweise ständig drängen würde.

Von Mittwoch bis Samstag war ich mal wieder ehrenamtlich unterwegs. Ok Mittwoch ist eh Standard. Und nun stand halt mal wieder was größeres an. Was wieder ähnlich chaotisch lief, wie sonst auch. Etwas, was ich bis heute nicht wirklich verstehe. Meine Cheffin meinte, man solle besser nichts planen, denn es kommt eh anders, als man plant. Ich persönlich würde eine Grundstruktur besser finden. Trotzdem bin ich für manche Dinge ziemlich gelobt worden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das ernst gemeint war oder ob das nur dem Ziel diente, das ich nicht abspringe. U.a. weil ich eben auch die Arbeiten mache, die sonst keiner machen mag.

Ich werde mich also die nächsten Tage weiter dem Nichtraucher werden widmen. Ich hoffe mit Erfolg. Leider esse ich nun mehr. Was meine Waage mir übel nimmt und meine Kleidungsstücke leider auch. Aber ich denke mal, beides parallel zu versuchen wäre Wahnsinn. Leider klappt es mit dem Schlafen zur Zeit nämlich auch nicht wirklich gut. Ich habe mein Schlafmittel wieder hoch dosiert auf die Normaldosis. Aber ich bin echt am Überlegen ob es an dem neuen Medikament liegt. Wenns die Tage nicht besser wird, sollte ich mal versuchen Wunderärztin telefonisch zu erreichen.

Rauchentwöhnung und andere Gedanken

Der Sohn meiner Vermieter ist endlich umgezogen. Irgendwie stellt sich nun doch Wehmut ein. Meine heiß geliebte alte Wohnung und so Sachen die mit dran hingen. Der vierte Stock fällt mir nicht wirklich leicht. Auch das ich nicht eben mal aus dem Fenster sehen kann, wenn es auf der Straße laut ist, vermisse ich. Auch wenn das doof klingt.

Generell lebe ich eh gerade in einem Gedankenkarussell. Ein mal klar ausgelöst durch das Gespräch mit Frau Sonnenschein. Zu der ich nachher darf und dank Fasching auch Fahrscheine kaufen muss.

Gedanken zur Wohnungssuche. Die nächste wäre ja noch mal kleiner als jetzt. Muss kleiner sein, weil ich staatliche Leistungen bekomme. Ich würde ja auch 10 Euro oder so aus dem Regelbedarf drauf legen, würde mir ja die Monatsfahrkarte ersparen. Wenn die aber die Wohnung nicht bewilligen, weil zu teuer oder zu groß, dann muss ich zusehen wo ich die Kaution her bekomme. Muss ich den Umzug alleine finanzieren.

Ich würde mich ja gerne weiterhin mit meinem Bastelkram selbst ständig machen. An Ideen mangelt es nicht. Jetzt schon starten geht nicht, weil mein Vermieter mit Sicherheit einer teilgewerblichen Nutzung seiner Wohnung nicht zustimmen wird. Selbst wenn, stünde ich weiter vor dem Problem, wer finanziert einen Umzug. Und das Geld habe ich nicht. Werde ich auch nicht erwirtschaften können. Mit einem Nebengewerbe würde ich aus dem SGB 12 Bezug fallen.

Mit dem Basteln etc. habe ich gerade auch ein schlechtes Gewissen. Es ist genauso ein Teil von mir wie meine Psyche. Ich habe vor Kurzem begonnen einen extra Blog damit zu machen. Klar so ein wenig mit dem Ziel schon vorher ein wenig bekannt zu sein, Ideen zu sammeln usw. Ich habe bewusst eine komplett neue Adresse angelegt. Ich will das hier und die Bastelei getrennt halten. Ein mal weil ich keinen Stempel haben will und in der Welt der Normalos (ich hasse den Begriff) ein wenig mitspielen möchte. Aber auch, damit niemand mir die Polizei schicken kann. Denn auf dem anderen Blog muss ich über kurz oder lang meinen realen Namen und die Adresse angeben. Und nun habe ich das Gefühl ein doppeltes Spiel zu spielen. Klingt das doof?

Seit gestern versuche ich mit dem Rauchen aufzuhören. Ich nehme ja nun ein AD was u.a. eben auch zur Rauchentwöhnung genommen wird. Vielleicht hätte ich noch ein paar Tage warten sollen, bis das AD voll anschlägt? Nun ja, ich kämpfe mich mit Nikotinkaugummis über den Tag und rauche ab und an eine Zigarette oder teile die auf 2x eine halbe. Also doch den Weg über Reduktion.

Gestern einen interessanten Trick gesehen. Man soll sich eine möglichst schlimme (eklige?) Situation vorstellen. Die soll man sich beim Rauchen vorstellen. Erster Gedanke war letzter Klinikaufenthalt, den ich dann schnell verworfen habe. Dann dachte ich an den Moment, als ich meine Mutter das letzte Mal lebend und wach erlebt hat. Sie sich übergeben hat. Etwas was ich nicht ertragen kann. Es hilft beim Rauchen daran zu denken. Allerdings kreisen meine Gedanken nun viel um meine Mutter, meine Kindheit und so weiter.

Aber ich werde das mit dem Rauchen aufhören weiter verfolgen. Es würde mein Leben enorm erleichtern. Mehr Zeit, mehr Geld, kein Zwang mehr genügend Tabak daheim haben zu müssen, weniger Dreck, mehr Platz. Und das Geld, welches ich nun einspare, damit könnte ich vielleicht einen Teil der Maklerkosten bezahlen.