Die Dose der Pandora

Die Dose der Pandora öffnen als Spruch zum Thema irgendwas öffnen, was man besser geschlossen gelassen hätte.

Aber erst einen kurzen Schwenk zu meinen Vermietern. Die wollten letzte Woche auf den Speicher. Bzw. der Elektriker, damit Sohnemann Fernsehempfang hat. Was mich nur noch bitter lächeln lässt. Ich habe zwar einen neuen! Antennenanschluss in der Wohnung, kann den aber nicht nutzen, weil an der Antenne kein Steckplatz frei ist. Aber für Sohnemann geht das. Zum Glück habe ich DVBT.

Elektriker kam mit Sohnemann meiner Vermieter im Schlepptau. Elektriker meinte dann, er kommt von oben da nicht dran, er müsste in mein Wohnzimmer. Alle anderen Räume waren aufgeräumt, aber dort sah es schlimm aus. Ich hatte am Wochenende meine Stoffe sortiert und die flogen nun überall rum. Nun gut ich kam ja nicht drum herum.

Im weiteren Verlauf stiefelte dann der Sohn meiner Vermieter mit dem Elektriker ins Wohnzimmer. Ohne zu fragen. Was war ich sauer! Vor allem wenn man bedenkt, ich sollte ja eigentlich in seine Wohnung ziehen. Als mir das angeboten wurde, durfte ich die Wohnung aber noch nicht mal sehen. Wäre zum damaligen Stand erst zwei Wochen vorm angepeilten Auszug aus meiner alten Wohnung möglich gewesen. Und nun ging er einfach so mal in meine Zimmer!

Frau Sonnenschein durfte es dann ausbaden. Diese Woche waren Vermieter noch mal hier auf dem Speicher was holen. Ich habe dieses Mal bewusst was vors Wohnzimmer gestellt. Hätte auch klar gesagt, sie sollen das eben früher ankündigen und das ich nicht möchte das Fremde meine Räume betreten. Die riefen nämlich Sonntag nach 18 Uhr an und wollten Montag hier rein. Da große Nähaktion am Wochenende, sah es im Wohnzimmer entsprechend aus. Und am Sonntag Abend hatte ich dann keine wirkliche Lust drauf nur wegen denen mein Wohnzimmer aufzuräumen.

Montag Nachmittag dann Termin bei Frau Sonnenschein. Vor vielen Monaten meinte sie mal zu mir, ich muss auch mal mit was abschließen können. Bezogen auf den letzten Klinikaufenthalt. Seit Monaten schleppe ich die Frage mit mir rum, wie man denn abschließt. Wie das funktioniert. Wissend, ich werde weiter keine Antworten bekommen. Würde da eventuell ein Thema ansprechen, über das ja nicht geredet werden darf. Was mich aufwühlen wird.

Am Montag habe ich es gewagt. Habe ihr halt klar gesagt, wenn sie so Sachen sagt, muss sie das auch erklären können. Sie meinte, sie habe auch schon mal ein Problem gehabt, mit dem sie hätte abschließen wollen und hätte deswegen eine Therapie gemacht. Eben mit dem Ziel mit dem Thema abzuschließen.

Ich meinte, das wäre in meinem Fall schwierig. Sie wusste eh, dass es (mal wieder) um den letzten Klinikaufenthalt ging. Ich meinte zu ihr, wenn ich einem fremden Psychologen erzählen würde was los war, wie damit umgegangen wurde und so weiter, wäre der ja noch sprachlos. Verwies auch darauf, dass meine Betreuerin meine Geschichte ja bestätigen könnte. Also nichts mit ich bilde mir da irgendwas ein.

Fragte auch, wie ich denn mit einer Behandlung abschließen soll, deren Hauptargument war: Frau Verstoert das wissen Sie doch!. Es wird ja einiges erwartet. Wie soll Personal mit mir unvoreingenommen umgehen, wenn in meiner Akte dick prangt, dass ich den Oberguru der Klinik ein Schwein genannt haben soll? usw

Sie ließ mich viel Reden. Warf ab und an ein, dass sie sich dazu nicht äußern kann. Das sie einen Teil meiner Worte versteht. Das sie auch keine Lösung weiß, wie ich damit abschließen kann.

Sie ist aber fest der Meinung, dass Klinikpersonal bei jedem neuen Aufenthalt unvoreingenommen mit den Patienten umgehen sollte und vergangenes vergangenes sein lassen sollte. Leider weiß ich, dass dem eben nicht so ist.

Ich beschrieb ihr meine Angst vor einem missglückten Suizidversuch, wie der besagte Oberarzt danach feixend an meinem Bett stehen könnte und mir wieder nur Vorwürfe machen würde. Sagen würde, hätte er mich weiter behandelt, wäre das nicht passiert. Sie fragte mich, wie ich denn darauf komme, dass der Oberarzt mir Vorwürfe machen würde? Tja weil er mir ja auch Vorwürfe für die Geschehnisse beim letzten Klinikaufenthalt machte.

Klar auch Anna irgendwie Thema. Frau Sonnenschein wollte wissen ob wir Kontakt haben oder ich den Kontakt wieder aufgenommen habe. Ich habe ihr gesagt, dass ich am überlegen bin ihr noch mal zu schreiben. Aber im Endeffekt weiß, dass sie mir keine Antworten geben wird.

Generell hat sie sich bedeckt gehalten. Es gibt ja auch die Anweisung, dass keiner mehr mit mir über den letzten Klinikaufenthalt mehr sprechen darf. Es klang zeitweise aber auch hier raus, dass das mit mir hätte aufgearbeitet werden müssen. Das sagte ja auch Wunderärztin schon. Was ja aber nicht gemacht wurde. Bzw. Oberarzt sagt er hätte es gemacht. Seine Aufarbeitung war, dass er mir meine Fragen nicht beantwortet hat, weil ihm die Art der Fragen nicht gefallen hat. Bzw. gesagt wurde, man sei aus allen Wolken gefallen, weil ich von jetzt auf gleich Suizidgedanken hatte. Ich das 1,5 Jahre lang abgestritten habe. Man dann, aus anderen Gründen, die Doku kommen ließ und man fest stellte, die Patientin hat recht.

Irgendwie beschäftigt mich das Gespräch gestern. Irgendwie so tief innen, dass ich es nicht fühle, außer einem schlechten Gefühl. Manche Teile auch so stark außen, dass es weh tut. Es mich wütend macht, dass man mich damit alleine lässt. Das Thema mit einem Redeverbot für die Klinik erledigt wurde.

Zusammengefasst weiß ich aber nun, dass so Sachen jederzeit wieder passieren können. Mir wieder keiner glauben wird. Ich absolut hilflos dem Team ausgeliefert bin. Und ich weiß, ich darf nicht vertrauen. Wenn ich vertraue werde ich bestraft.

So lange ich nicht trennen kann, dass nicht alle so sind, wird eine neue Therapie schwierig werden. Wie sehr bereue ich es, Anna und dem Oberarzt vertraut zu haben. Ich brauchte 4 Jahre um Anna (und ihn auch) an mich ran zu lassen. Die 4 Jahre sind seit dem wieder rum. Ich merke das ich (wieder) bereit wäre zu vertrauen. Habe fürchterliche Angst vor dem was passieren könnte, wenn ich es mache.

Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich bocke und blocke. Aus Angst. Teilweise unbewusst. Selten auch bewusst. Manches Mal möchte ich es auch nicht aufhalten, denn es zeigt auch wie verletzt ich bin. Besser als Lügen ist es immerhin. Auch wenn es nicht richtig sein mag.

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3 Gedanken zu „Die Dose der Pandora

  1. Leider nicht authenticgirl, weil ich mir ständig selbst im Weg stehe *seufz*

    Pinkpanther du verlinkst auf deinen Gravatar… wie komme ich zu deinem Blog?

    Und was muss ich genau machen?*g*

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