Arbeiten – besser nicht

Ich sollte eindeutig öfters hier schreiben. Aber irgendwie bekomme ich das nicht wirklich auf die Reihe.

EEG ist rum. Dem Befund werde ich nach turnen können. Immerhin weiß ich mittlerweile, dass der Arzt des MVZ regelmäßig in den Teambesprechungen der PIA mit drin sitzt. Deshalb verwundert es mich immer mehr, dass man da keinen kleinen Dienstweg nehmen kann.

Meine Vermieter sind ruhig. Ok letzte Woche wurde wieder was in der Toilette vor meiner Wohnungstür gemacht und den Dreck durfte wieder ich weg machen. Und die Sachen auf dem Speicher sind nun alle gesichtet. Irgendwie wird es nicht weniger Zeug. Meine Perle versucht mich da zu beruhigen, denn es sind eben auch noch einige Bücherkisten da oben.

Seit etwa spätes Frühjahr 2012 gehe ich ja so halbwegs einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Wobei ich immer noch bevorzugt gerne die Arbeiten machen, die sonst keiner machen mag. Die Arbeiten, die besonders begehrt sind, sind eh nicht meine Welt und ich weigere mich diese zu machen. Da es genügend Leute gibt, die das machen wollen, ist das auch kein Problem.

Bisher ergab sich diese Tätigkeit für einmal die Woche ein paar Stunden und alle paar Wochen mal mehr. An sich dachte ich darüber nach, ob ich nicht mehr Zeit darein investieren möchte, was aber an anderen Terminen scheiterte. Mittlerweile denke ich, mit dem einmal pro Woche reicht mir das eigentlich auch und alles andere wird mir zu viel.

Diese Tätigkeit ist an sich dadurch geprägt, dass man Ideen von mir fordert oder mir eben sagt, ich soll Ideen klar aussprechen. Oder mir Gedanken zu dem und dem machen. Ich bin da auch durchaus kreativ. Meine Ideen werden überschwänglich gelobt. Nur umgesetzt werden sie nicht. Teilweise mit fadenscheinigen Begründungen. Frau Sonnenschein meinte heute dazu, ja nichts ändern wollen. Das trifft es an sich. Man will zwar Ideen haben, um eben einiges zu verändern. Wenn aber Ideen kommen, werden diese nicht angenommen.

Letzte Woche war wieder so eine Sonderaktion. Bin ich natürlich sofort mit dabei gewesen. Nur war alles einfach nur chaotisch. Ich brauche da irgendwie klare Anweisungen. Bzw. es wird auch oft genug gesagt ich soll machen und nachher ist es doch nicht recht. Deshalb will ich Anweisungen.

Gelegentlich ist eine Frau mit dabei, die in etwa in meinem Alter sein müsste (+/-2 Jahre). Die kommt nur gelegentlich. Steht dann hauptsächlich rum. Brüstet sich aber später damit, was sie alles geleistet hat und das der Laden quasi ohne sie nicht laufen würde. Das nervt. Ich könnte Romane über sie schreiben.

So war ich also letzte Woche dort da und es war klar am nächsten Tag noch mal. Ich eh schon genervt weil alles so chaotisch war. Aber ok, mittlerweile gewöhne ich mich da langsam dran. Zum Abschied noch mal angesprochen, was die Umsetzung einer Idee am Folgetag betraf. Auf einmal ging das dann doch nicht. U.a. weil man am nächsten Tag nicht genügend Leute sei. Ich habe aber mitbekommen, dass man zu einige gesagt hat, man bräuchte sie am nächsten Tag nicht. Und mir war klar, der Hauptjob am nächsten Tag ist mir alleine. Was nicht sehr zu meiner Freude beitrug.

Mich hat das alles enorm beschäftigt. Die Gedanken kreisen da immer wieder drum. Auch das Bewusstsein, im normalen Berufsleben würde ich das nicht schaffen. Auch wenn ich bedenke, wie viele der Termine ich absagen musste, hauptsächlich wegen meiner Vermieter. Das hätte kein Arbeitgeber mit gemacht.

Ich sehe klar, dass ich mit den einmal ein paar Stunden voll ausgelastet bin. Die paar Stunden im Monat zusätzlich sind auch kein Problem. Aber mehrmals pro Woche wäre nicht drin. Hart sich das einzugestehen.

Dann empfinde ich die Tätigkeit zwar als etwas was mir gut tut. Auf der anderen Seite kommt es mir eben so sinnlos vor, Vorschläge machen zu sollen und dann hoch gelobt zu werden und es wird doch nichts umgesetzt. Oder das es bei wenigen Sachen wirklich klare Anweisungen gibt und die auch mit Grund und sich außer mir scheinbar keiner dran hält und ich das aber zum Teil ausbaden muss ( entweder weil ich dafür dann die Kritik bekomme oder weil ich die Fehler ausbaden muss, weil sie eben meine Tätigkeit betreffen). Und mir ist unklar, welche Ziele verfolgt werden sollen. Die sind zwar an sich klar definiert, aber es kümmert sich keiner drum diese zu erreichen. Bzw. ab und kommt dann Aktionismus durch und es muss alles sofort erledigt werden und liegt aber die Zeit dazwischen sinnlos brach.

Klar brachten mich die Gedanken dazu generell zum Grübeln über meine Berufstätigkeit früher. Erinnerungen. Wie es sich heute noch anfühlt, wenn man im elterlichen Betrieb arbeitet und der Vater nicht hinter einem steht. Man nur ausgenutzt wird. Andere Tätigkeiten, die mir eindeutig nicht gut taten, die ich aber machen musste, um eben aus dem ALG 1 Bezug raus zu kommen. Erinnerung an die letzte Tätigkeit, bei der schon der Probetag eine Katastrophe war. Die sich bis zum Ende zog. Runter machen vor Kunden, Verbote bestimmte Teile des Verkaufsraums zu betreten, Desinfektion der Toilette, nach dem ich sie benutzt hatte und so weiter. Was schlussendlich zu meinem ersten Aufenthalt in einer Tagesklinik führte. Im damaligen Arztbericht steht, Patientin glaubt! gemobbt worden zu sein. In jedem Mobbingratgeber stehen so Punkte drin, die mir dort passiert sind.

Ich an dem Punkt fest gestellt habe, ich werde immer die sein, die gemobbt wird. Eben weil für mich vieles normal ist. Ich habe es nie anders gelernt. Und ich habe das Gefühl, es kommen immer mehr Baustellen dazu, die an sich mal behandelt werden müssten. Ich den Weg weiterhin scheue und auch im Kopf habe, ich bekomme maximal 80 Therapiestunden, da bekommt man nicht mal die Hälfte der Baustellen bearbeitet.

Vor allem da sich ja auch eines durchs andere ergibt oder so? In dem Zusammenhang klar wieder der letzten Klinikaufenthalt und Anna in meine Gedanken tritt und so weiter.

Eine Neverending Story und ich wäre so gerne einfach nur normal!

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