Wenn aus Vermieterangst Realität wird

Wie recht ich mit meiner Angst vor meinen Vermietern hatte. Ich würde mir wünschen, es wäre anders gelaufen.

Eine Stunde sicherlich mit meiner Betreuerin die Mängel aufgelistet, geprobt was ich sagen will. Dann runter. Er fühlte sich gestört, weil er gerade am Schreiben war. Ich fragte, ob wir einen Termin machen sollen? Nein, wenn es nicht lang dauert.

Ihm die Übergabeprotokolle vorgelegt. Er wollte sie später lesen. Ok. Von mir aus.

Ihm gesagt, dass ich den Mietvertrag so nicht unterschreiben werde. Ja warum denn nicht? Kündigungsfrist und Renovierungsklauseln. Ja aber das muss ja rein, man müsse sich ja schützen. Sie haben so viel Geld darein gesteckt. Es wurden Beträge genannt. Man wollte mir die Rechnungen sogar vorlegen. Und was man alles für mich getan hat usw.

Dann ging es um die Zusatzvereinbarung, die meine Vermieter zum Mietvertrag haben wollen. Es ging wieder mal um den Speicher. Sie hatten mir ja angeboten, alles was in der Wohnung keinen Platz hat, darf auf den Speicher. Habe ich auch schriftlich. Nun soll ich den Speicher räumen. Ich hatte vorher ja schon darauf hingewiesen, dass nur so viele Kisten auf dem Speicher stehen, weil wir die vor dem Umzug bereits hoch getragen hatten und die nirgends wo anders hin konnten. Davon mal abgesehen, bekomme ich wirklich vieles nicht unter. Ganz großes Kino aufgrund der Anzahl der Kisten.

Dann ging es mal wieder um die Rollläden. Ich habs ja schriftlich. Mieterschutz sagt auch, die haben da Rollläden drin stehen, dann müssen da auch Außenrollläden vorhanden sein. Ja aber. Der Fensterbauer. Betreuerin nur so, sie hätten mir das mindestens vorher sagen können, damit ich die Wahl gehabt hätte. Ja die Fenster seien ja bereits bestellt gewesen. An sich eine komische Sache: Sie wollten von mir wissen, ob ich neue Fenster will. Würde 10 Euro mehr Miete kosten. Ich sagte, muss ich erst abklären. Scheinbar waren die ja schon bestellt. Ich vermute ja mal stark, die Rollläden waren nicht mehr in Ordnung und man hat sie deshalb ausgebaut, weil das sonst zu teuer geworden wäre. Laut meinem Vermieter waren die in Ordnung. Warum baut man Rollläden aus, die in Ordnung sind?

Ich hab mich irgendwann zurück gezogen und Betreuerin hat weiter diskutiert. Ich wurde erst hellhörig als meine Vermieterin laut wurde und meine Betreuerin meinte, dass es nun reicht oder so. Leider weiß ich nicht, was meine Vermieterin gesagt hat.

Dann meinte mein Vermieter, wir sollten doch noch einen Termin machen. Und das er ja immer einen Termin mit uns machen muss, weil wegen meiner Betreuerin. Ihn würde man ja auch ständig stören. Hinweis von mir an ihn, dass ich zu Anfang ja fragte, ob wir einen Termin machen sollen.

Ich stand eh mal wieder als Böse schlechthin da. Ich meinte dann nur, dass ich auch auf vieles verzichtet habe. U.a. mit der Rentenversicherung am Verhandeln war wegen meiner beruflichen Zukunft. Das alles habe liegen lassen, nur um den Umzug zu machen, den sie wollten. Das sie mir so viel versprochen haben und von allen Punkten die mir wichtig waren abgewischen sind. Und schlussendlich das es mir nun reicht und ich nun gehe.

Drehte mich um und fing an die Treppen hoch zu stiefeln. Wir haben dann noch einen Termin ausgemacht. Kurze Zeit später rief meine Vermieterin an, dass ihr Mann da gar nicht im Haus sei und hat den Termin verschoben.

Meine Betreuerin meinte nur zu mir, dass es nun vielleicht doch besser sei, die Sache dem Mieterschutzbund zu übergeben. Das wäre sonst dauerhaft Streiterei. Und ich werde den Schritt wohl gehen.

Wenn ich mal zusammen fasse:

Im Frühjahr ist der Vater/Schwiegervater verstorben. Der wohnte in der Nachbarwohnung. da baulich alles ein wenig eigen ist, machte ich mir Sorgen wegen meiner Wohnung. Damals hieß es Sohnemann zieht in die Wohnung. Kein Wort von wegen der soll das ganze Stockwerk bekommen. Hätte ich das damals gewusst, hätte ich mir was anderes suchen können. Da sah der Wohnungsmarkt auch noch ein klein wenig besser aus.

Ende Juli teilen sie mir mit, sie wollen das ganze Stockwerk zu einer Wohnung machen. Mir bot man die Wohnung des Sohnes an. Größer und teurer. Ich durfte die Wohnung noch nicht mal sehen!

Als ich fragte, welchen zeitlichen Rahmen sie angedacht haben: Ja sobald die Handwerker anfangen können, sollte ich aus meiner Wohnung draußen sein. So in 6-8 Wochen. Und dann müsste ich so 6-8 Wochen sehen wo ich unter komme. Meine Möbel könnte man unterstellen. Und wenn Sohn dann oben, kann ich in seine Wohnung.

Außerdem müssten nun ab und an Handwerker in meine Wohnung. Die Termine legen sie fest. Auf meine Bitte, die Termine mit mir abzusprechen, großes Kino: Ja aber sie dürften ja jederzeit in meine Wohnung. Ich hab doch noch nicht mal gesagt, nein das geht nicht. Ich wollte nur Terminabsprachen haben, weil ich meine Termine nicht immer kurzfristig absagen kann.

Als klar war, ich kann nicht 6-8 Wochen irgendwo unterkommen, bat man mir im Dachgeschoss was an. Da sei aber keine Heizung und keine Küche drin.

Ich meinte dann nur, ich schaffe das in der kurzen Zeit nicht. Doch doch das kann ich. Immerhin sei die neue Wohnung ja viel toller. Neue Fenster, neues Badezimmer (was nur neu ist, weil da ein Wasserschaden war), neue Heizung (die auch nur neu ist, weil die alte kaputt war). Und die Wohnung sei ja viel besser als die Wohnung meiner Vermieter und so weiter. Auch meine Betreuerin wendet ein, dass ich das nicht schaffe. Sagt auch, sei fraglich ob das Amt dem Umzug zustimmt, da die Wohnung ja teurer und größer sei. Doch, doch, die Miete sei ja so günstig. Sie sagten auch klar, dass ich auch den Rechtsweg gehen kann, sie mir dann aber das Leben zur Hölle machen und zählten detailliert auf, in welcher Form das geschehen wird.

Am nächsten Tag die ersten Handwerker. Kurz vorher bat man mir zumindest an, dass ich die Wohnung doch sehen darf. Mit dem Handwerker stand auch unangekündigt Sohnemann mit in meiner Wohnung. Ungefragt natürlich.

Formular vom Amt besorgt. Vermietern gegeben. Darauf hingewiesen, sie sollen wahrheitsgemäß ausfüllen. Was  machen sie? Schreiben weniger Quadratmeter rein.

Ein paar Tage später bieten sie an, sie renovieren das Dachgeschoss für mich. Heizung rein. Ein Raum wird zur Küche gemacht. Fußböden werden gemacht. Toilette in die Wohnung. Mich hat der Schlag getroffen als ich die Wohnung gesehen habe.

Außerdem bat man mir an, sie machen den Umzug. Lassen ein Unternehmen kommen, die auch packen. Ach packen mache ich alleine – Kartons besorgte ich später auch, die ich noch abarbeiten muss. Und wenn ich doch ausziehen möchte, dann zahlen sie den Makler.

Was blieb übrig? In der Wohnung wurde wesentlich mehr gemacht. Damit wird ständig geprahlt. Was aber nur zum Nutzen meiner Vermieter ist. Denn wenn ich ausziehe, können sie die Wohnung sofort teuer weiter vermieten. Hätten sie nur das Nötigste gemacht, hätten sie noch mal anfangen müssen. Makler? Ach das ist ja sooo teuer. Auf 500 Euro hab ich sie gehandelt. Ein Makler wird mich aber knappe 1000 Euro kosten. Umzug? Ja wir sind behilflich! Tragen die Möbel hoch, schließen die Lampen und Küche und Warmwassergeräte an. Kisten tragen wir nur bis VOR die Wohnung. Und eben die Sache mit den Rollläden.

Seit Ende Juli bekomme ich ständig andere Informationen. Bekomme das falsche Umzugsdatum gesagt. Lampen sind bis heute nicht angeschlossen. Es sind noch nicht alle Arbeiten in der Wohnung gemacht. Die Wohnungstür lässt sich kaum öffnen und schließen. Und ich muss mir ständig Vorwürfe machen lassen, was sie alles für mich getan haben. Ich wollte den Umzug nicht. Ich habe auch angeboten, ich ziehe gleich ganz aus. Wollten sie nicht, weil ihnen das zu lange dauert.

ich bin eigentlich total enttäuscht, weil sie sich an keine Absprachen halten und mir ständig den schwarzen Peter zu schieben. Sich fein von allen Zusagen zurück ziehen. Zum Glück habe ich einige schriftlich. Für andere habe ich zum Teil meine Betreuerin als Zeugin.

Ich ärgere mich, dass ich nicht den Rechtsweg gegangen bin. Und dann knallhart erst mal hätte prüfen lassen, ob man mir überhaupt kündigen kann, aufgrund meiner Behinderung und der langen Mietdauer.

Ich ärgere mich, dass ich um eine friedliche Lösung gekämpft habe. Ich hätte sie gleich wegen Nötigung oder so Anzeigen sollen. Mal davon abgesehen, dass sie deutsches Recht gerade auslegen wie sie das wollen. Und im Endeffekt werde ich alles hinnehmen müssen :-(

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2 Gedanken zu „Wenn aus Vermieterangst Realität wird

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