Wohnungsgedanken 5

Ich hab an sich Donnerstag beschlossen, ich ziehe aus. Trotzdem habe ich meine Vermieter den Schrieb fürs Amt ausfüllen lassen. Der mir ziemlich Bauchweh macht. Und meine Vermieter wohl ziemlich Panik schieben, dass mir die Wohnung nicht bewilligt wird. Irgendwie keimt in mir der Gedanke, die haben noch andere Gründe, dass es plötzlich so eilt. Allerdings wären dann offene Worte mir gegenüber besser.

Gedanken sind auch, da sie mir ja mit der Miete so enorm entgegen kommen, dass es denen nur darauf ankommt, dass ich aus meiner Wohnung draußen bin und dann… keine Ahnung. Ein ruhiges Leben wird das hier auf alle Fälle nicht mehr. Vorhin saß ich im Wohnzimmer zum Lesen, Fenster war offen und ich hörte jeden der auf der Straße sprach.

Gestern war ich noch voller Tatendrang. Samstag morgen wurde ich wach und seit dem kreisen die Gedanken. Eine unheimliche Angst. Das ich das alles nicht schaffe. In eine Wohnung ziehen muss, die mir gar nicht zu sagt. Das mir die Umgewöhnung schwer fällt. Und so weiter.

Angst macht mir auch, wie meine Vermieter reagieren werden. Ich bin ja weiterhin daran interessiert, dass möglichst ohne Rechtsstreit zu lösen. Gedanklich wäre es so, dass ich ihnen eben sagen würde, die Wohnung wird vom Amt eben nicht bewilligt und ich würde gerne ausziehen. Es aber relativ unwahrscheinlich sei, dass ich in der kurzen Zeit was finden werde. Ich würde mich aber bemühen. Ich kann ja dann immer noch darauf hinweisen, dass sie mir bei der Suche helfen können. U.a. mit dem Hinweis auf einen Makler.

Ich sehe aber kommen, dass die einen Aufstand machen. Davon anfangen, ich muss bis Ende August/ Anfang September draußen sein. Mit weiter dem Angebot, sie könnten meine Möbel unterstellen. Aber ganz ehrlich? Würdet ihr eure Möbel wo unterstellen wollen, wo andere Zugriff zu haben? Und nein ich vertraue ihnen nicht.

Ich würde ihnen in so Momenten auch gerne sagen, wie sie sich denn fühlen würde, wenn ihnen jemand von jetzt auf gleich so kurzfristig die Lebensgrundlage entziehen würde? Wie sie sich fühlen würde, wenn jemand anderes erwartet, dass man sein Leben auf das umstellt, was andere von einem wollen? Immerhin machen sie genau das gerade. Ich soll quasi sofort raus und habe auch umgehend ihre Handwerker rein zu lassen und zwar zu den Zeiten die die wollen.

Meine Haushaltshilfe kam am Freitag, da war ich gerade am telefonieren und hatte noch keine Jacke über. An sich ziehe ich halt immer was langärmliges an. Ich fragte dann auch, ob ich was anziehen muss. Nein sei ok. Als ich halt so erzählte was los ist, meinte sie, ob ich mich deshalb selbst verletzt hätte. Das könnten die doch ruhig wissen. Betreuerin riet aber davon ab. Ließ sich aber nicht vermeiden, dass meine Vermieterin am Freitag Nachmittag hier klingelte und mir eben den Schrieb zurück gab und ich da eben nichts langärmliges an hatte. Ich denke aber nicht, dass sie das bemerkt hat.

Ich bin eigentlich am Überlegen, ob das was die da vorhaben nicht Nötigung ist? Immerhin soll ich nach ihren Wünschen agieren. Bisher sind sie ja auch fest der Meinung, die Entscheidung, ob ich in die andere Wohnung ziehe, liegt nur beim Amt. Ich wurde gar nicht gefragt. Für Erpressung reicht es nicht. Aber mir ziemlich deutlich zu sagen, wenn ich es auf einen Rechtsstreit ankommen lasse, machen sie mir das Leben zur Hölle, ist schon einiges.

Wobei ich gedanklich ja auch bei dem Thema bin. Ich vermute mal stark, wenn ich es wirklich darauf würde ankommen lassen und sagen würde, ich will hier aus meiner Wohnung nicht raus, würde ich das eventuell sogar durch bekommen. Attest von einem Arzt, dass es mir psychisch nicht zumutbar ist. U.a. weil ich hier schon so lange lebe und noch dazu eben eingeschränkt bin.

So weit würde ich aber ja gar nicht gehen wollen. Nur plant mein Vermieter ja bereits, falls ich einen Rechtsstreit will, werden trotzdem Handwerker in meiner Wohnung sein. U.a. will er die Heizung machen lassen. Die Therme wäre zwar in meiner Wohnung, aber alle Heizkörper der Nachbarwohnung mit angeschlossen. Wobei ich ja hart im Nehmen wäre und die Heizung eben aus bleibt. Außerdem würde ich nicht einsehen, dass ich den Dreck dann hier hätte.

Man meinte ja, dann wird eben so musiziert, dass es mich stört. Hätte ich ihm sagen sollen, dass musizieren, auch wenn es der Beruf ist, nicht stundenlang erlaubt ist? Wobei ja dann nicht nur ich leide, sondern auch die Mieter über mir. Die noch dazu genau über den besagten Räumen das Kinderzimmer haben.

Montag werden mal Wohnungsgesellschaften vor Ort angerufen. Dann hoffe ich, am Donnerstag bei der offenen Sprechstunde des Mieterschutzbundes Erfolg zu haben. Mal sehen was die sagen. Aber immerhin habe ich nun eine Quelle für Umzugkartons.

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