Wohnungsgedanken 2

Ich war heute beim Gericht und habe einen Rechstberatungshilfeschein beantragt. Die Damen unten waren ziemlich fasziniert von mir. Mein Rucksack piepste, obwohl er aufgeräumt war. Abgeben musste ich dann ein Reise-Nähset, wegen einer stumpfen Mini-Schere. Freiwillig abgegeben habe ich die Dose mit Rasierklingen. Ich war allerdings froh, dass die da nicht weiter nachgefragt haben. Das Abtasten mit dem Piepgerät empfand ich als unangenehm.

Beim Sozialamt habe ich auch angerufen. Eben um in Erfahrung zu bringen, wie hoch die Miete sein darf, wie groß eine Wohnung sein darf usw. Das wird nicht einfach werden. Die Wohnungen, die der derzeitige Wohnungsmarkt so hergibt, sind entweder zu weit weg, zu teuer oder die Nebenkosten sind zu hoch. Aber ich muss erst mal abwarten, was meine Vermieter genau von mir wollen.

Die Nacht klingelte das Telefon. Der Freund, der meine Geburtstagsüberraschung organisiert hatte. Er, der sich in der Blogdiskussion, die ich die Tage erwähnte, nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Ja er macht sich Sorgen. Ich nur warum denn? Ja er sei vielleicht zu direkt gewesen? Ich nur so, immerhin wart ihr ehrlich und ich weiß nun, welches Bild ihr von mir habt. Ja und bla und etc und keine Ahnung. Ich war mal so frei ihn zu fragen, ob er denn weiß, warum ich nicht arbeiten gehe? Großes Schweigen. Ob ihm bewusst sei, dass mir die Rentenversicherung nicht grundlos Rente auf Dauer gewährt hat?

Alles im allem gab er zu, dass sich da was entwickelt hat, was mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun hatte und ein Wort das andere gegeben hätte. Das ich seit Tagen dort nicht Online war, ist ihm allerdings nicht aufgefallen (man kann dort sehen, wie viele Tage jemand nicht da war).

Er war aber wohl nicht der Einzige, der sich Sorgen gemacht hat. Eine gemeinsame „Freundin“ hat ihn wohl gefragt, ob ich sauer sei? Sie würde mich wohl doch nicht so gut kennen, wie sie dachte.

Ich habe mich dann mal eingeloggt und wollte kommentieren. Die Beiträge die seit meinem letzten Besuch geschrieben wurden… naja toll waren sie nicht. Ich hab ewig geschrieben und dachte dann nur, ist doch eh egal was ich schreibe.

Hauptproblem scheint für andere zu sein, dass ich eben kreative Sachen mache und da schon viel Zeit rein stecke. Ja die Zeit haben andere nicht. Und man wäre am überlegen, warum ich die Zeit nicht in meinen Haushalt stecke. Es hat aber keiner mal gefragt, wann ich denn bastle, stricke, nähe und ähnliches. Das mache ich Abends beim Fernsehen. Immer noch besser als sich vor die Kiste zu legen. Aber nun ja.

Ich schwanke, was ich machen soll. Mein Dickkopf und mein Trotz neigen gerade dazu, mir halt einen Job zu suchen, damit andere glücklich sind. Arbeit muss ja keinen Spaß machen. Also kann ich auch in meinem erlernten Beruf was suchen. Den Beruf, den ich bewusst NIE wieder machen wollte. Keine Ahnung, wie ich meinem Arbeitgeber klar machen, dass ich eben ausfalle, wenn ich offene Wunden habe. Denn das ist laut Gesetz nämlich an sich verboten. Keine Ahnung, wie ich einem Arbeitgeber weiß machen soll, dass die Arbeit mit Messern ungefährlich ist. Denn das wäre sie nicht.

Besagter junge Mann meinte, ich muss doch damit glücklich werden wie ich lebe. Ich meinte dann nur, aber mit dem Leben bekomme ich keine Anerkennung meiner „Freunde“. Da wusste er dann auch nicht weiter.

Vielleicht ist es ganz gut, zu wissen, was Menschen, die einen Freunde nennen, von einem denken. Vielleicht bringt es für mich auch mal Abstand rein? Abstand, den ich an sich nicht wollte. Immerhin war es einer meiner Kontakte zur Außenwelt!

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