Wohnungsgedanken 1

Ich denke mal, dass mit dem eventuell umziehen, wird nun einen großen Platz in meinen Gedanken einnehmen. Zur Zeit macht es mir nur Angst. Vielleicht hilft mir das nun meine Gedanken zu sortieren.

Ich habe mich auf alle Fälle schon mal grob nach einer Wohnung in der Nähe umgesehen. Wird wohl nicht so einfach wäre. Gedanklich spiele ich auch das Spiel durch, wie es wohl wäre in der Wohnung zu leben, die man mir wahrscheinlich anbieten wird. Und die Gedanken drehen sich, weil ich eben gerade nicht weiß, was nun wirklich kommt.

Mit meiner Betreuerin habe ich Freitag telefoniert. Sie meint, dass eine Eigenbedarfskündigung an sich nicht wirklich rechtens ist. Man müsse mir einen vergleichbare Wohnung anbieten. Die Wohnung, die man mir wohl anbieten wird, ist größer. Noch dazu im Parterre. Was schon ein Unterschied zu einer Wohnung in einem höheren Stockwerk ist. Noch dazu ist fraglich, ob meine Vermieter Eigenbedarf durch bekommen, da die Familie die hier rein soll ja eine Wohnung hat. Ziel meiner Vermieter ist, das ganze Stockwerk zu einer Wohnung zu machen. Ob das noch angemessen ist? Mir ist das im Endeffekt egal, wie groß die Wohnung für sie oder Angehörige ist. Ich habe auch kein Problem mit einer größeren Wohnung. Aber ich habe ein Problem mit dem Parterre. Vielleicht kann man mir auch meine Ängste nehmen?

Ich kann mir finanziell keinen Umzug leisten. Egal wohin. Kosten kommen auf alle Fälle auf mich zu. Auch wenn ich nur ins Parterre ziehe. Noch dazu habe immens viel Sachen. Mir graut es davor mit dem Kram umzuziehen. Ich kann es mir aber auch nicht leisten, einfach alles zu entsorgen. Wobei ich zumindest schon mal angefangen habe, mich von ein paar Dingen zu trennen.

Mit meiner Betreuerin habe ich nun erst mal beschlossen, ich kümmere mich morgen mal um einen Rechtsberatungshilfeschein. Einfach um generell abzuklären, was ich darf und was nicht. Und was meine Vermieter dürfen und was nicht. Wobei mir daran gelegen ist, friedlich aus der Sache heraus zu kommen.

Außerdem wollte ich meine Sachbearbeiterin beim Sozialamt anrufen, in welche Höhe die Miete übernommen wird und wie groß eine Wohnung sein darf. Denn da die Wohnung größer ist, rechne ich auch mit mehr Miete. Und selbst wenn die mir die Wohnung zum jetzigen Mietpreis geben, ist eben fraglich, ob mir die Kosten übernommen werden, wenn die Wohnung wesentlich größer ist. Denn ich bin jetzt schon drüber. Da sagte das Amt aber, es ist unsinnig wenn ich ausziehe, weil die Miete so günstig ist. Fraglich ist halt auch, in wie weit sich an den Umzugskosten beteiligt wird. Denn an sich habe ich ja eine Wohnung.

Im Endeffekt habe ich mich mit einem Umzug abgefunden. Trotzdem habe ich Angst. Angst es nicht zu schaffen. Angst vor meinen Vermietern, die leider recht unterschiedlich handeln. Ich habe vorhin versucht Papiere zusammen zu suchen, die ich evt. für den Rechtsberatungshilfeschein brauche. Da fiel mir auch ein Brief meines Vermieters in die Hand.

Ich hatte vor längerem meine Wohnung im Winter kaum warm bekommen. Von ihm kamen nur Vorwürfe. Ich habe kein Recht mich zu beklagen, schließlich wohne ich günstig. Ende vom Lied, sie baten an zwei Fenster zu erneuern. Was in seinen Augen nicht nötig wäre. Naja die Fenster schlossen schlecht, klapperten und so weiter. Das war im Endeffekt Instandsetzung. Abschließend erklärte mir mein Vermieter schriftlich, wie ärgerlich er es findet, sich mit mir und den Probleme abgeben zu müssen, schließlich habe er einen Job und Familie.

Ich wäre durchaus bereit auszuziehen. Nur kann ich das nicht so einfach. Ich habe Angst davor, dass die einen Umzug möglichst bald wollen. Was definitiv nicht geht. Ich habe Angst, dass Argumente kommen, dass ich keine Ansprüche stellen darf. So groß wären meine Ansprüche glaube nicht. Ich meine, wenn ich in meiner Wohnung bleibe, kann alles bleiben wo es ist. Nun müsste ich aber raus. Und ich scheitere da teilweise an Kleinigkeiten. Meine Küche ist sicher nicht mehr schön, aber es ist alles da. Die müsste mit. Die kann ich weder alleine abbauen, noch habe ich jemand. Mal davon abgesehen, dass der Herd angeschlossen werden muss. Was ebenfalls Kosten verursacht.

Keine Ahnung, ob alle Möbel einen Umzug mitmachen. Aber sie müssen mit. Denn ich hab keine anderen. Und es sind finanziell auch keine anderen drin. Wobei ein zwei Stücke ausgetauscht werden müssen. Und ich sehe mich schon mit meinem Bruder diskutieren, dass mein Zeug weg muss oder solche Diskussionen, dass ich keine Ansprüche stellen darf. Hatten wir schon mal, als ich meinte, ich brauche eine Wohnung mit Küche. Er meint, eine Pantryküche tut es auch. Das mag gehen, wenn man berufstätig ist und kaum daheim kocht. Ich bin aber darauf angewiesen, kochen zu können. Noch dazu mache ich es gerne.

Ich wünschte mir, es wäre schon Mittwoch Abend und ich wüsste was Sache ist. Wobei ich wahrscheinlich noch mehr durch den Wind sein werde, befürchte ich. Frau Sonnenschein weiß es auch schon. Die wird auch Fragen stellen. Hier spielt dann wieder, der ich darf dort nicht um Hilfe bitten Gedanke mit rein.

Ich könnte momentan auch noch nicht mal sagen, was für mich die Ideallösung wäre. In der Wohnung bleiben scheidet aus. Selbst wenn ich das durch drücken würde, hätte ich wahrscheinlich die Hölle auf Erden.

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2 Gedanken zu „Wohnungsgedanken 1

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