„Endlich“ 40 :-)

Mein Geburtstag ist rum und ich habe lange mit den Nachwehen kämpfen dürfen. Dafür hat sich die Einstellung zu manchen Dingen geändert. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Eigentlich habe ich den Blog hier vor einem knappe Jahr hier her verlegt, weil ich geschützter sein wollte. Ich führte vorher schon jahrelang einen Blog auf einer anderen Seite, gelesen nur von „Freunden“. Hatte mich mit manchem zurück gehalten. Manches auch offen geschrieben. Als ich mich verteidigen musste, weil ich Suizidgedanken hatte, habe ich mich dort ziemlich zurück gezogen. Bewusst habe ich hier andere Sachen gepostet als dort. Auch aus Angst, dass mich hier jemand wieder erkennt. Ich glaube einen Teil von dem erspare ich mir ab sofort. Was solls, wenn mich hier jemand erkennt?

Mein Geburtstag war toll. Der schönste Tag in meinem Leben. Der besagte Freund, den ich aus einer Community kenne, hat mich ganz schön überrascht. Ok zwei Tage vorher hatte ich meine komischen Ahnungen und die Sache flog halbwegs auf. Für mich war das witzig, für andere weniger, gebe ich zu. So packte ich erst seine Geschenke aus. Dann wollte er ans Auto was holen. Zurück kam er mit einem Sack voller Geschenke.

Die haben sich in der Community echt zusammen getan und mir Geschenke geschickt. Eine Teil der Leute kenne ich schon eine gefühlte Ewigkeit. Manche davon auch persönlich. Und die haben sich richtig Mühe gegeben. An sich organisiere ich so was. Und so bin ich immer noch baff. Und ich habe ja immer gedacht, mich mögen da viele nicht. Scheint anders zu sein. Ein Teil der Gratulanten kannte ich nur aus den Foren und wir hatten nie engeren Kontakt.

Ich brauchte aber Tage um richtig wach zu werden. Meine Haushaltshilfe hatte ihre helle Freude an mir. Da ich Tage nicht wirklich wach wurde, habe ich mein Schlafmittel reduziert und nehme nur noch die Hälfte. Wenn ich überlege, vor einem Jahr ging ohne die doppelte Dosis nichts. In den letzten Monaten hatte ich meistens 1,5 Tabletten und nun bin ich bei einer halben Tablette. Mal sehen wie sich das entwickelt.

Mein Geburtstag war, wie bereits erwähnt, echt der Hit. Selbst das Kaffee trinken mit Betreuerin, Familie und besagtem Freund lief gut ab. Trotzdem verspüre ich eine innere bleierne Traurigkeit, die auch nicht wirklich weichen will. Mit dem derzeitigem Antidepressiva sind wir am Limit. An sich war geplant, wir setzen ein zweites mit ein, was ebenfalls den Schlaf fördert. Ziel war die Reduktion des Schlafmittels. Das klappte nun auch so. Keine Ahnung, wie ich mich entscheiden soll.

Frau Sonnenschein kam nicht. War an sich zu erwarten. Ich konnte es mir aber auch nicht verkneifen, sie im nächsten Gespräch nach meinem Geburtstag zu fragen, ob das Teil des Straftribunals von letztem Jahr ist. Sei es nicht usw.

Die Tage habe ich das meiner Betreuerin erzählt. Sie fand die Worte weniger gut. Muss ich echt alles nett verpacken? Irgendwie bin ich dazu nicht mehr bereit. Leider hat mich das Gespräch runter gezogen. Vorher hatte ich alles ausgeblendet. Warten wir es ab.

Mir ist außerdem die Woche bewusst geworden, dass ich jedes Mal in meinem Leben, in dem ich über meine Gefühle gesprochen habe, dafür bestraft wurde. Erst im Elternhaus und später eben von Behandlern. Meine Betreuerin sagt, die schlechten Erfahrungen sagen ja nicht, dass es nicht auch anders laufen kann. Kann es das wirklich? Wie oft soll ich mir noch die Finger verbrennen?

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