Rentenwunder

Ab und an bin ich ja relativ motiviert. An anderen Tagen mache ich mir klar Gedanken darum, was aus mir werden soll. Im erlernten Beruf werde ich nicht mehr arbeiten können. So langsam werde ich aber auch älter und sollte mal in die Pötte kommen, falls ich noch einen neuen Weg gehen will.

In einer der halbwegs motivierten Phasen habe ich mit meiner Betreuerin einen Beratungstermin bei der Rentenversicherung ausgemacht. Ziel war es, dass ich weiß, welche Perspektiven ich habe. Noch dazu würde ich mich halt gerne mit meinem Hobby selbstständig machen, mit einem Nebengewerbe. Wie weit ich das halt darf.

Der Ansprechpartner war nicht sonderlich motiviert. Immerhin weiß ich nun, dass Einkommen durch Nebengewerbe sich nach Gewinn rechnet. Immerhin etwas. Aber über irgendwelche Perspektiven konnte er mir nichts sagen. Ich muss erst einen Antrag stellen auf Rehabilitation oder so und dann bekomme ich evt. einen Termin bei einem Rehasachbearbeiter. Dazu wird natürlich ein ärztliches Attest benötigt. Liegt ja nicht erst ein relativ neues Attest vor. Naja evt. reicht das. Ich finde es frustrierend. Ich will doch nur die Möglichkeiten wissen und nicht gleich einen Antrag stellen!

Dafür sind nun Frau Sonnenschein und meine Betreuerin drei Wochen nicht da. Was nicht gerade zu meiner Freude beiträgt. Für meine Betreuerin gibt es theoretisch zumindest eine Vertretung. Ich habe Vertretungen bis vor etwa 2 Jahren abgelehnt. Die Vertretungen davor waren nicht der Hit. An meinem Geburtstag anrufen und noch nicht mal gratulieren, finde ich z.B. weniger toll. Irgendwann hatte ich eine total nette Kollegin am Telefon, als ich versuchte meine Betreuerin zu erreichen. Daraufhin sagte ich meiner Betreuerin, die würde ich als Vertretung nehmen. Das gin nun zwei Jahre. Dieses Jahr geht es angeblich nicht. Das ich einen großen Schritt gemacht habe und Vertretung zugelassen habe, das sieht niemand. Und ich bin nicht mehr bereit mich auf irgend jemand einzulassen. Der gute Mann hatte im Frühjahr schon mal Vertretung gemacht. Eines Tages kam eine E-Mail von ihm. Er habe eben versucht mich zu erreichen, aber ich sei ja nicht da gewesen. Boah da könnte ich platzen. Wohlbemerkt lief die Vertretung da schon ein paar Tage und ich war an genau dem Tag Nachmittags mal relativ kurz aus dem Haus. Und dann muss ich so was lesen. Soll ich jeden Tag den ganzen Tag daheim sitzen und warten?

Gut ein wenig ist es nun eine Trotzreaktion. Die Kollegin mag ich eben und die jetzige Vertretung ist ein Mann. Ich umgehe wenn irgend möglich eben das Männer Bezugspersonen irgendwelcher Art sind. Kommentar meiner Betreuerin, ja sie hat eine Klientin, da geht nun mal nur eine Frau und deshalb muss ich nun eben mit dem männlichen Kollegen vorlieb nehmen. Meine Einwände zählen da nichts. Ich hasse dieses ich muss Rücksicht nehmen Argument!

Nun ja ich harre halt mal der Dinge die nächsten zwei Wochen. Besonders gut gelaunt bin ich generell eh nicht wirklich…..

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