Klassentreffen

Das Klassentreffen war relativ in Ordnung. Wenn man von dem Kellner absieht, den wir alle unmöglich fanden. Ich mit seiner Art aber gar nicht umgehen konnte und auch in einem Moment dementsprechend pampig war.

Das Klassentreffen war allerdings auch eher eine kleine Runde. Somit brauchte ich mich an sich nicht groß erklären. Entweder man wusste es oder kam nicht ins Gespräch- so in etwa.

Unangenehm war es, als ich erzählte, ich nehme ein Schlafmittel. Das brachte mit zwei Klassenkameradinnen ein längeres Gespräch mit sich. Mit beiden hatte ich irgendwann mal eine für mich engere Beziehung. Aber an sich wissen beide nicht wirklich was los ist. Ok die eine weiß, dass ich Rente auf Lebenszeit bekomme. Sie meinte, ich könnte doch einen Entzug machen. Ich meinte nur, das geht wenn nur in Klinik vor Ort und da will ich auf keinen Fall mehr hin. Ja dann müsste ich es selbst minimieren. Zum Glück wurde dann zum Aufbruch aufgerufen und ich musste mich nicht weiter erklären. Denn ich hätte wohl sagen müssen, dass ich halt die Wahl haben zwischen Schlafen können und mir geht es am nächsten Tag halbwegs oder nicht Schlafen zu können, mit der Konsequenz die Nacht mit Suizidabsichten heulend zu verbringen, samt dem was der Tag dazu bringt.

Irgendwie war ich aber nach dem Klassentreffen recht fertig. Psychisch. Die Nacht halbwegs zum Tag gemacht und dafür bis Nachmittags geschlafen. Aber wirklich gut ging es mir damit nicht. Irgendwie Tendenzen zur Weltuntergangstimmung. Und morgen geht es wieder zu Frau Sonnenschein und ich überlege den ganzen Tag, was ich ihr sagen soll. Denn im Endeffekt ist es mittlerweile so, wenn es mir mies geht, ist das erste was ich mache, vor mich hin sagen: Tag war gut, mir geht es gut, ich kann mich glaubhaft von Suizidgedanken distanzieren. Was meine Stimmung natürlich nicht besser macht, weil dann alles mögliche mit hoch kocht.

Eine Klassenkameradin hat nun eine Band und tritt demnächst auf. Allerdings nicht am Wohnort. Nun wollen die Anderen dort hin. Ich wurde schon ziemlich bedrängt, dass ich unbedingt mit muss. Generell würde ich das machen. Aber dort wo das statt findet, komme ich alleine nicht weg, da die Verbindungen zum Wohnort mies sind. Ich will also gar nicht dort hin. Und könnte kochen, wenn mein Nein ich möchte nicht mit, nicht akzeptiert wird.

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