Verschlafene Ostern

Nachdem Ostern ja absolut nichts geplant war, habe ich Osternsamstag eine große Fernseh- Bastel- Session eingeläutet. Somit wurde es sehr spät, bis ich ins Bett kam. Ich dachte mir nur so, naja irgendwann wirst du schon wach werden. Als ich wach wurde, war es 16.30 Uhr. Großer Schock. Aber nun ja.

Schon komisch, obwohl ich mein Schlafmittel ja reduziert habe, kann ich mit dem neuen Medikament super schlafen. Meistens zumindest. Nur traue ich mich nicht, das Schlafmittel noch weiter zu reduzieren. Aus Angst, ich kann nicht schlafen. Aber ich sollte das die nächste Woche mal in Angriff nehmen.

Irgendwie ist es ja angenehm, wenn ich mal schlafen kann. Also richtig schlafen kann. Trotzdem bin ich den ganzen Tag dauermüde, was auch kein Zustand ist. Und die Schlafdauer ist an sich auch ein wenig viel. Vor allem da ich seit neustem auch keinen Wecker mehr höre. Ich stelle den schon mit zwei Weckzeiten und dann noch das Handy. Oftmals werde ich erst vom Handy wach. So 8 Stunden wären mir an sich recht. 10 Stunden sind, gerade weil ich ja ein Mensch bin, der Nachts aktiv ist, doch ein wenig viel. Aber warten wir es ab.

Samstag als ich mit meinen Angehörigen in der Stadt war, lief mir zweimal Anna über den Weg. Etwas wovor ich nun lange Angst hatte. Beim ersten Mal hatte sie mich nicht gesehen. Beim zweiten Mal mitten in einem Laden. Wir haben uns gegrüßt, mehr nicht. Was mir irgendwie ganz recht war, da ich ungern im Beisein meiner Schwägerin Zoff wollte. Die Anderen warteten vor dem Laden. Aber es fiel mir schwer, nicht sofort den Laden zu verlassen. Ich wusste nicht, was ich meiner Schwägerin hätte erklären sollen.

Zum Glück kam das tiefe Loch nicht gleich, wie es sonst der Fall ist. Wirklich distanziert bin ich aber auch nicht. Heute fühle ich mich irgendwie doof, kann es aber nicht in Worte fassen. Und in so Momenten kocht alles wieder hoch. Wie sehr ich Anna vertraut habe und wie weh es tat, als sie ihre Absprachen getroffen hat und noch dazu mich dafür beschuldigt hat.

Ich überlege ja schon länger, ihr einen Brief/Mail zu schreiben und halt zu beschreiben, wie es mir mit dem ging, was war. Obwohl ich klar weiß, ich werde keine Antworten bekommen. Überlege, ob es mir helfen würde, dadurch Abstand zu bekommen? Ich weiß es nicht.

Die Gedanken drehen sich zeitweise auch darum, doch noch mal den Weg einer Therapie zu gehen. Aber auf das was war kann mir doch kein Außenstehender Antwort geben? Werde ich je wieder Vertrauen zu lassen können, nach dem man mir quasi vorwirft, dass ich vertraut habe? Wenn ich weiß, man kann mich mit den Sachen die ich jemand anvertrauen bestrafen? Wie sehr werde ich mich auf Absprachen verlassen können? Letzten Endes kann man mir viel versprechen, aber im Endeffekt wird mich jeder einfach weg sperren, um sich selbst zu schützen. Also müsste ich doch wieder schweigen?

Und ich dreh mich somit wieder im Kreis.

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