Mutters Todestag

Irgendwie fällt mir gerade kein passender Titel ein, vielleicht kommt er mir beim Schreiben.

Die Woche stand mal wieder der Todestag meiner Mutter an. Unglücklicherweise auf einen Montag. Montag kann Vatern nie, weil da muss er in die Sauna. Etwas was mich immer wieder zur Weißglut bringt. Nein ich habe nichts gegen seine Saunabesuche, aber ich fand es als Teenager schon unschön, wenn ich Montags Geburtstag hatte oder mein Bruder oder meine Mutter oder gar der Hochzeitstag auf einen Montag fiel und Vatern in die Sauna ging. Damals vielleicht noch nachvollziehbar, aber mittlerweile ist er Rentner und hat an sich Zeit.

Zwei Wochen vorher fragte ich ihn, wie er sich das am Todestag vorstellt. Ei ja, er dachte, wir holen ihn an der Sauna ab und fahren dann auf den Friedhof. Ich nur so, ich kann das nicht entscheiden, ich habe kein Auto. Innerlich dachte ich nur so, wieder richtet sich alles nach ihm und für ihn ist es selbstverständlich, dass mein Bruder mal wieder xfach quer durch die Stadt fährt. Ich kommentierte das nur mit einem, aber du kannst mir gerne dein Auto geben, dann hole ich dich auch. Wie immer schlug mir hier nur Schweigen entgegen.

Letzte Woche fragte ich dann meinen Bruder, ob er mit Papa gesprochen hat. Ja hat er. Wir sollen ihn um 16.30 Uhr abholen. Hat mich sehr verwundert, denn wir hatten ihn schon mal abgeholt und hatten regelrecht darum gekämpft, dass wir ihn um 17 Uhr abholen und er eigentlich später wollte. Aber nun ja.

Dann fragte ich, wo wir danach hingehen. An sich haben wir ein Gutscheinbuch, was gerade zu solchen Anlässen genutzt wird. Aber nun ja, Bruder meinte, wir gehen in ein bestimmtes Chinalokal. Ok er druckste eher rum, weil er weiß, genau dort gehe ich nicht mehr gerne hin. Ja er hätte Papa gefragt, wo er denn hin will und Papa habe gesagt, er dürfe ja nie entscheiden und es sei ja nie recht.

Da hätte ich platzen können.

Revue: Im Mai 2007, kurz nach dem Tod meiner Mutter und meinem ersten stationären Aufenthalt ruft er an und meint, Kind du hast ja demnächst Geburtstag. Ja Papa. (Waren zwar noch fast 4 Wochen- aber egal). Er würde mich zum Essen einladen und meinen Bruder und Partnerin auch. Er zahlt. Ich dürfte mir aussuchen wohin. Ich strahlend CHINESISCH. Das liebe ich wirklich und damals war es finanziell immer knapp und nun ja Essen generell war Thema für sich.

Schon nach der Aussage meinte er, wir könnten auch italienisch essen gehen. Ich weiß nicht wie oft ich ihm bereits gesagt hatte, dass ich nicht gerne italienisch essen gehe, weil es bei mir phasenweise ständig TK- Pizza gibt. Und da ich ja wählen sollte usw. Ich ging nicht weiter darauf ein.

Ein paar Tage später will er mir Geld in die Hand drücken, damit ich meinem Bruder sagen kann, ich würde das von meinem Geld bezahlen. Ich sagte nur, nein das mache ich nicht. Ich kann meinem Bruder nicht ständig sagen, ich habe kein Geld und dann lade ich ihn zum Essen ein. Die Sache war geklärt.

Bis zu meinem Geburtstag kam immer wieder, ja wir könnten ja auch zum Italiener gehen. Ich ließ mich nicht beirren. Das Lokal passte ihm nicht und so weiter. Dann kam, ja aber nicht so spät, weil er muss ja früh raus. Also früh verabredet- wer kam zu spät? Er. Wie immer an sich. Aber das Lokal fand er dann Klasse.

Wir waren auch später noch ein paar Mal in dem Lokal. Ein guter Bekannter von mir ging dort auch öfters hin und hat sich da eine ziemlich gefährliche und meldepflichtige Magensache zugezogen. Er war dann eh in der Psychiatrie und die haben ihn in ein Einzelzimmer gelegt und er durfte nicht raus und die Pflege ließ sich dick vermummt nur für das Nötigste blicken. Und ja er hat sich das nachweislich bei dem Chinesen geholt. Ach ja Bufettessen. Ich vermute, die Sachen werden nicht heiß genug gehalten.

Mittlerweile gehe ich wenn eher zu einem anderen Chinesen, der auch wesentlich mehr Auswahl hat. Und ich habe auch ein wenig Ekel vor dem anderen Chinesen.

Vor drei Jahren lud ich meine Familie zu meinem Geburtstag zu mir zum Essen ein. Ich koche gerne und wollte die Gelegenheit nutzen. Ich rief dann Vater an, um die Einladung auszusprechen. Er nur so, wir können doch auch Essen gehen. Aber schon in einem Ton. Ich war eh schon genervt, weil ich gerade versuchte es allen Recht zu machen, da ja passend zu meinem Geburtstag mal wieder WM oder EM war. Ich meinte dann nur, wohin denn? Er nannte den Chinesen. Ich nur so, Papa ich mag da nicht mehr hingehen. Von meinem Bekannten habe ich ihm erzählt. Vatern sagt, das kann nicht sein, sonst hätte man das in der Zeitung gelesen. Laut meinem Bekannten war das Lokal aber sogar ein paar Tage geschlossen.

Vater nur so: ABER ICH! Da dachte ich nur so, ist doch mein Geburtstag? Warum soll ich an meinem Geburtstag in ein Lokal, dessen Essen ich nicht mag? Naja ich rief ihn zurück und sagte, wenn er das so gerne möchte, gehen wir halt dahin. Er soll mir mitteilen, wann ich da sein soll. Er nur so, ich soll einen Tisch bestellen. Ich nur so, nein mache ich nicht. Ja aber, sei doch mein Geburtstag und ich soll mich nicht so anstellen oder so.

Am späten Nachmittag am Tag vor meinem Geburtstag, es war ein Samstag Nachmittag, rief er an, er müsse mir unbedingt was vorbei bringen. Ich dachte nur, hätte er ja auch morgen mitbringen können. Aber ok. Ich ging runter und wartete auf ihn. Er fing wieder an, ich soll einen Tisch bestellen und so. Sei ja mein Geburtstag und ich soll meine Wünsche äußern. Ich sah ihn nur an und meinte, mein Wunsch wäre es gewesen, dass sie zu mir zum Essen kommen und ich koche. Den hätte ich ja auch geäußert. Er schluckt und meint dann, ja ob man das nun noch ändern könnte? Ich nur so, es ist Samstag Abend ich hab nichts daheim und sei nicht vorbereitet.

Ich erzählte ihm dann auch, dass ich am Ende der Woche dann noch von Frau Sonnenschein eingeladen wäre und wir in mein Lieblingsrestaurant gingen. Er meinte nur, er sagt mir noch Bescheid, wo wir hingehen. Ja ok.

Wenig später ruft er an, ja wir gehen zu meinem Lieblingschinesen. Ich nur trocken ist ok. Ja er ruft mich an, wenn mein Bruder losfährt und die holen mich dann da und da ab. Ich nur, ja ok. Wann in etwa? Wurde mir gesagt.

Sonntag morgen also früh aufgestanden, was nicht gerade meiner Natur entspricht. Geduscht etc. Sitze hier noch halb angezogen, klingelt das Telefon. Vatern. Ja er geht nun los. Ich nur so, ja wohin gehst du denn? Ja Bruder müsste gleich bei ihm sein. Ich wäre bald geplatzt, denn er wollte ja anrufen, wenn Bruder losfährt- da hätte ich noch 30 Minuten gehabt. Somit warf ich mich in meine Kleidung und rannte zum Treffpunkt.

Im Auto schlug mir schon eisiges Schweigen von allen entgegen. Klar hat Vatern erzählt, dass ich wieder rum zicke. Warum zum Teufel kann man an sich nicht mal mich fragen, was los war? Ich habs meinem Bruder erzählt und er konnte meine Wut und Enttäuschung verstehen. Essen durfte Bruder auch selber zahlen. Wie hat Vatern vorher gesagt, er zahlt für alle? Ich kam mir so verarscht vor.

Seit 2006 feiere ich meinen Geburtstag so wie mein Vater es will und es kotzt mich an. Egal welche Wege ich versuche, er findet immer etwas, damit ich irgendwas an dem Tag rein nach seinen und gegen meine Wünsche mache. Immer.

Als ich das nun hörte, dass er ja nie entscheiden dürfte und er ja soooo gerne zu dem Chinesen wollte und so….. da sage ich an meinem Geburtstag ich mag da nicht hingehen und er macht da ne Sache draus ala er darf NIE entscheiden. Davon mal abgesehen, hatte er zwischenzeitlich ja auch Geburtstag. Warum waren wir da nicht bei dem Chinesen?

Zurück zum Todestag meiner Mutter.

Wir wartetet vor der Sauna, Bruder stand im Parkverbot, weil es dort kaum Parkplätze gibt. Wer kam erst um 16.45 Uhr raus? Vatern. Erzählte dann was von die Dame zum Bezahlen sei nicht da gewesen und er hat 5 Minuten auf sie gewartet. Ich verkniff mir den Kommentar, dass der dann trotzdem zu spät gewesen wäre.

Der Abend verlief naja Thema für sich. Wir kamen auf dem Friedhof an, er musste noch Blumen kaufen. Wir warteten. Bruder hatte was im Auto vergessen, also er ans Auto, während dessen kam Vater zurück. Gekauft hat er eine Kerze. Statt auf Bruder zu warten, läuft er im Marschschritt vor aus. Generell rannten wir eher über den Friedhof.

Das Lokal machte statt um 17.30 Uhr erst um 18 Uhr auf. So standen wir davor und warteten. Nun ja. Im Lokal war es eisig kalt, was sich auch später nicht änderte. Das Essen war ok. Trotzdem finde ich die Auswahl im anderen trotzdem besser. Aber den ganzen Abend stand Vater ständig mitten im Gespräch auf, was ich als äußerst unhöflich empfunden habe. Vor allem wenn geplant wurde, was wir Ostern machen.

Ach ja Ende vom Lied war, Vater muss ja Montag in die Sauna, deshalb können wir uns Montag nicht treffen. Bruder kann Sonntag nicht. Samstag Abend gibt es Fußball, ging also auch nicht. Somit habe ich mich, wie jeden Samstag, mit meinem Vater zum Bratwurstessen getroffen und Bruder + Frau kamen mit.

Somit habe ich Ostern für mich :-) Hat alles sein Vor- und Nachteile :-)

Medikamente und kein Arzt im Haus

Wie ich bereits erwähnt, bin ich ja an eine PIA einer Klinik angebunden. Wenn ich Medikamentennachschub brauche, dann nehme ich die Rezepte mit, wenn ich da eh einen Termin habe. Da ich ja seit letzten Sommer dort nicht mehr zur Ergo darf, komme ich nur noch einmal die Woche dorthin, zum allmontäglichen Gespräch mit Frau Sonnenschein. Wenn sie im Urlaub ist, bleibt mir der Weg erspart. Es sei denn, ich hätte zufällig einen Termin mit der Wunderärztin.

Nun hat Frau Sonnenschein die nächste Woche Urlaub. In der Woche drauf ist Ostermontag. In der Regel nehme ich alle zwei Wochen spätestens ein Rezept für mein Schlafmittel mit. Einmal volle Dosis und einmal halbe Dosis. Bis vor kurzem nahm ich auch jede Nacht jeweils eine. Mit dem neuen Medikament nehme ich meistens nur noch eine von der vollen Dosis, was aber die Klinik nicht wirklich weiß.

Nun hatte ich letzte Woche kein Rezept mitgenommen, weil ich irgendwie verpennt hatte,dass Frau Sonnenschein ja zwei Wochen nicht da ist. Somit stand ich heute in der PIA und bat um ein Rezept für Beides und habe das auch mit dem Urlaub begründet. Ob ich denn auch Beides nehme, wurde ich dann gefragt. Zeitweise. Im weiteren Verlauf erklärte ich halt auch, dass ich ja weiß, dass sie mir keine zwei vollen Päckchen aufschreiben und ich die halben dann auch stückeln könnte und das ja auch Ostern ist und es da sicherlich sinnvoll ist, wenn ich da schlafen könnte.

Es stellte sich dann raus, es ist überhaupt kein Arzt im Haus. Bzw. die Ärztin käme erst um 18 Uhr. Ich verwies in der Diskussion um die Menge, die die Dame zum Nachdenken brachte auch mal darauf, dass ich das gerade nicht verstehe, da sich ja sonst auch keiner drum kümmert…. ich mir oft genug anhören musste, wenn ich Fragen wegen Medikamenten hätte, dass ich ja eh mache was ich will und die eh absetze wie ich lustig bin und warum das nun ein Problem ist. Klar war ich an der falschen Stelle.

Irgendwann wurde mir bewusst, wenn kein Arzt im Haus, dann bekomme ich heute auch kein Rezept. Ich nur so, wenn ich heute eh kein Rezept brauche, braucht sie auch nicht nachfragen (wundert mich eh, seit wann nach gefragt wird- bisher haben die fleißig mit dem nicht ganz ungefährlichem Zeug um sich geschmissen). Ich dachte nur so, ich fahr sicherlich nicht wegen einem Rezept dort noch mal hin und der Bus kostet mich an sich auch knappe 5 Euro. Und innerlich dachte ich nur, es darf wohl nicht wahr sein, dass die PIA einer Psychiatrie keinen Arzt hat, der ein Rezept unterschreiben kann.

Ich war nun zum Glück an eine recht freundliche Dame dort geraten. Die meinte dann zu mir, man würde mir das Rezept an die Apotheke schicken, wenn ich ihr die Apotheke sagen könnte. Trotzdem muss sie eben erst nachfragen, ob sie das Rezept ausstellen darf.

Ich meinte dann nur, ach ja morgen sei ja meine Wunderärztin wieder da, die würde das ja dann entscheiden. Nein, die ist im Urlaub. Das entscheidet Frau X. Tolle Sache- denn die Frau hatte nie was mit mir zu tun. Die behandelnden Ärzte überlassen quasi mir, wie ich mit Medikamenten umgehe, aber wildfremde Ärzte entscheiden nun.

Ich bin dann mal gespannt, was ich morgen dann in der Apotheke bekomme. Komischerweise würde ich denen vertrauen, wenn sie morgen nur die vollen Tabletten geben würden.

Medikamente und die „Überwachung“

Ich schrieb ja, dass ich ein neues Medikament habe. Im Dezember sagte mir die Wunderärztin, ich kann in der PIA anrufen und nach ihr Verlangen. Als sie mir die Visitenkarte gab, schallte mir ein: Dafür ist aber Frau Sonnenschein zuständig! entgegen. Was mich ziemlich angekotzt hat. Und immer noch ankotzt. Nun meinte Wunderärztin, wenn es mit dem Medikament Probleme gibt, soll ich mich an sie wenden. Ich nur so, mir sei ausdrücklich gesagt worden, dass ich mich außerhalb der Termine an Frau Sonnenschein wenden soll. Da Frau Sonnenschein ja aber „nur Sozialarbeiterin“ sei, würde ich das als nicht effektiv erachten. Sie nur so, ach Frau Sonnenschein würde sicherlich dann mit ihr sprechen.

Ich bin ehrlich gesagt nicht damit zufrieden, dass ich ein Psychopharmaka nehmen und keinen Ansprechpartner habe und noch dazu den nächsten Termin erst in 6 Wochen (ok jetzt sind es noch 4 Wochen). Bei Frau Sonnenschein würde ich es von mir aus auch nicht mehr ansprechen. U.a. weil mir das weiter reichen zu doof ist.

Heute kam das Gespräch auf meinen Schlaf. Ich nur irgendwann so, Sie wissen aber schon, dass ich ein neues Medikament nehme? Nein sagt sie- seit wann denn? Ich war zu irritiert, um ihr zu sagen, dass sie ja an sich für die Überwachung zuständig ist.

Bisherige Nebenwirkungen sind an sich auch nur, dass ich dauermüde bin. Allerdings habe ich mein Schlafmittel reduziert und es sollte sich so langsam ja mal einpendel. Ansonsten naja Verstopfung…. da versuche ich gerade das irgendwie mit dem Essen auf die Reihe zu bekommen und denke (und hoffe) an sich nicht, dass es rein alleine von dem Medikament kommt.

Vielleicht bin ich auch einfach zu sehr verwöhnt. Ich kannte es die letzten Jahre eben so, wenn ich ein neues Medikament bekam, dann hat mein Arzt jede Woche mit mir telefoniert. Ok eine Zeitlang hatte ich bei ihm ja eh wöchentliche therapeutische Termine. Aber so 4-6 Wochen im Endeffekt keinen Ansprechpartner oder die Damen von der Rezeption fragen mal so halbwegs interessiert, können mir aber zeitgleich nicht wirklich Auskunft geben? Sollte irgendwie bei Psychopharmaka nicht die Regeln sein. Vor allem, da die Wunderärztin ja halbwegs bestätigt hat, dass ich scheinbar paradox auf Medikamente wirke.

Zur Grippe hat Frau Sonnenschein nichts groß gesagt. Aber sie hat mich mit Tee versorgt, den sie noch da hatte und eh nicht trinkt. Früher fand ich das ok. Heute überlege ich immer, warum sie das macht und ob es richtig ist, solche Dinge anzunehmen.

Grippale Verwirrtheiten- auf ein Neues

Ich hab mal wieder eine Grippe. Zumindest kam es so plötzlich, dass ich eine einfache Erkältung ausschließen kann. Trägt auch gerade nicht wirklich zu meiner psychischen Gesundheit bei.

Ich denke, meiner Haushaltshilfe kann ich dann absagen. Was eher zur Freude beiträgt, denn dann kann ich mindestens ausschlafen. Ich muss ja am Montag früh raus, weil um 9 Uhr der Schornsteinfeger hier antritt. Immerhin ist die Küche halbwegs aufgeräumt, beziehungsweise ist das alles heute Nachmittag in ein paar Minuten erledigt.

Aber ich gebe zu, ich werde den Termin mit Frau Sonnenschein am Montag boshafterweise genießen. Da werde ich hingehen, koste es was es wolle. Nach der Aktion bei meiner letzten Grippe, sage ich sicherlich keinen Termin mehr ab. Denn ich bin ja daran schuld, wenn in der Teeküche (manche nennen es auch Teamsitzung) über mich entschieden wird. Zu der Situation wäre es nie gekommen, hätte ich die Termine da nicht abgesagt.

Irgendwie klinge ich gerade mal wieder sehr verbittert. Ich denke aber auch immer häufiger darüber nach, wie es weiter gehen soll. Und da ist ein großes Gar nicht. Denn so wie zurzeit geht es sicherlich auf Dauer nicht. Arbeiten ist aber auch nicht wirklich drin. Die Zeit sinnvoller nutzen scheitert an den finanziellen Mitteln. Therapie wäre evt. ganz nett, aber ich befürchte, dazu muss ich erst mit den letzten Therapeuten abgeschlossen haben. Und da liegt gerade wieder mal das Problem und es dreht sich gerade wieder einiges um Anna *seufz*.

Am Montag kann ich dann darüber nachdenken, ob ich meiner Hausärztin einen Besuch abstatte. Mich nervt das ja, schon wieder krank zu sein. Vor allem da ich ja extra die Grippeschutzimpfung hab machen lassen.

Medikamente und ihre Nebenwirkungen

Letzte Woche hatte mir die Wunderärztin ja ein neues Medikament verschrieben. Das hatte ich bisher noch nicht wirklich genommen. Zwei Tabletten als Versuch bei meinem allerersten stationären Aufenthalt und dann sind wir/ die Klinik dazu übergegangen, mir doch ein richtiges Schlafmittel zu geben. Aufgeklärt wurde ich damals über das Schlafmittel nicht. Warum auch? Ich hatte es vorher in einer Rehaeinrichtung schon bekommen. Man ging wohl davon aus, dass ich dort aufgeklärt wurde? Ist zumindest meine Vermutung. Allerdings wurde ich in der Klinik vor Ort noch nie wirklich über Medikamente aufgeklärt. Ok ab und an bei den letzten Medikamenten.

Nun hatte ich mir letzte Woche bewusst nur eine Kleinpackung verschreiben lassen. Ich finde es unsinnig, wenn man mir eine 100er Packung verschreibt und ich setz die nach einer Woche wieder ab. Reine Geldverschwendung.

So stand ich am Montag in der Klinik und wollte ein weiteres Rezept. So weit so gut. Ich wurde gefragt, ob man mir dieses Mal eine größere Packung verschreiben soll. Ich stimmte mal zu. Fragte dann, ob man mir mein Schlafmittel mit aufschreiben würde, damit ich nicht so oft in die Apotheke muss. Ja kann man machen.

So ging ich zu meinem Termin mit Frau Sonnenschein, die das Medikamententhema mit keinem Wort ansprach. Auch sonst keine Äußerung zu meinem Verhalten nach dem Arztbesuch in der letzten Woche. Ok soll mir recht sein. Thema war aber u.a. die Anzahl von Therapeutengesprächen bei einem Aufenthalt. Später nur noch von der Tagesklinik. Sie meinte was in der Art, die Kassen zahlen halt nicht mehr und personell gingen mehr Gespräche halt auch nicht immer. Ich hab das nicht wirklich kommentiert. Sie war ja bereits angepisst, als ich von Erzählungen anderer berichtete, die teilweise gar keine Gespräche bekommen haben. Ich während meines ersten Aufenthalts in der Tagesklinik auch nicht. Aber jetzt sei das ja anders…. tja, ich befürchte eher, das Problem ist nicht, dass die Kassen das nicht zahlen, sondern eher, dass die nicht genügend Personal haben. Was solls.

Nach dem Gespräch habe ich mein Rezept geholt. Sehe so drauf und denke nur so, warum an sich 50 Tabletten und nicht gleich 100? Ich dann mal gefragt. Eher aus Interesse, im Endeffekt ist es mir Recht, wenn ich nicht so viele Tabletten im Haus habe. Ei ja, da ja mein Schlafmittel noch mit drauf sei und beides schlaffördern wirkt, da könne man keine größere Menge aufschreiben. Ich grinste (eher in mich rein, als offensichtlich) und meine nur so, ja aber die schlaffördernde Wirkung sei ja an sich nur eine Nebenwirkung. Immerhin wurde ich dann gefragt, ob das Medikament wirkt. Ich weiß nicht, ob die Damen wissen, wozu ich das Mittel bekommen habe. Ich dachte aber in dem Moment nur, seit wann die Damen am Empfang nun nach der Wirkung fragen. Für mich immer noch eine Sache, die Arztsache sein sollte.

Aber ich wollte nicht ganz zickig sein und meinte, ich seie nun dauermüde. Das sei weniger gut. Aber ich könnte dann ja auch besser schlafen?! Naja es geht so, aber ich hab mal mein Schlafmittel reduziert, meinte ich. Das sei doch gut! Und die andere Dame fing dann an, ja wegen der Nebenwirkungen des Schlafmittels. Ich nur so, immer noch grinsend, was denn die Nebenwirkungen seien? Ja das würde ja abhängig machen! Ich nur so, nach 5 Jahren sei das ja nun auch egal. Welche Nebenwirkungen es denn noch hätte? Auf die Antwort warte ich immer noch. Ansonsten waren beide der Meinung, ich solle abwarten (was anderes bleibt mir ja eh nicht übrig), da würde sicherlich erst ein Spiegel aufgebaut werden müssen usw.

Apropos Nebenwirkungen oder so. Ich hab vor wenigen Monaten den Beipackzettel mal angesehen. Ja ich weiß, sollte man eher machen usw. Ich mache das eher selten. Verunsichert mich. Bei dem Beipackzettel steht drauf, dass man das Medikament bei Depressionen nicht nehmen soll. Nun weiß ich auch, warum mein Arzt mit Jahre lang gesagt hat, ich hätte keine Depressionen. Und ehrlich gesagt kotzt es mich ziemlich an, dass das das zweite Medikament ist, welches ich an sich gar nicht hätte nehmen dürfen. Aber da es nun mal abhängig macht und ich damit halbwegs schlafen kann usw.

Eigentlich….

Eigentlich müsste ich ins Bett. Aber irgendwie will ich nicht. Ich weiß, so bald der PC aus ist, kommen die Gedanken wieder.

Eigentlich müsste ich mich um ein Folgerezept für die Physio kümmern. Ich traue mich nicht. Wobei ich gerade davon ausgehe, die Beschwerden sind doch psychosomatisch. Nur kann ich eben die physischen Probleme nicht raus nehmen. Zeitweise hat die Physio ja auch ein wenig geholfen. Ich grüble nun, was ich machen soll. Folgerezept ausstellen lassen? Arztgespräch wäre dort erst Ende März. Wenn wäre es sicherlich sinnig, gleich die nächsten Behandlungen zu machen.

Das neue Medikament macht wirklich müde. Dafür sind die Nächte eher mies. Ich wache wie gerädert auf. Bin noch dazu den ganzen Tag müde. Warten wir es ab.

Ob Frau Sonnenschein da morgen nach fragen wird? Warum mache ich mir an sich immer wieder so viele Gedanken um die Termine mit ihr? Mir geht es nicht gut und das darf ich ihr an sich nicht sagen? Oder doch? Aber dann irgendwas versichern?

Außerdem überlege ich, ob ich Anna schreibe. Wird eine längere Aktion. Meine Gedanken und Gefühle. Vor allem eben zum letzten Klinikaufenthalt. Antworten wird sie eh nicht. Aber ich bin mir sicher, dass sie es lesen wird. Nur mir ist damit wenig geholfen? Oder wird es mir Erleichterung schaffen?