Der Tod- ein ständiger Begleiter

Ich wohne schon recht lange in meiner Wohnung. Meine Vermieter und deren Familie kenne ich, so lange ich denken kann. Ich bekam die Wohnung damals nur, weil mein Seniorvermieter mit meinem Großvater im Schützengraben lag.

Im Juli wäre mein Seniorvermieter 100 Jahre alt geworden. Am Donnerstag Nacht ist er verstorben. Etwas, mit dem zu rechnen war, was aber auch gleichzeitig traurig stimmt. Es gibt wenige Menschen, die nicht mit mir verwandt sind, die mich schon so lange kennen.

Hin zu kommen so Sachen, wie mein Vater, der in dem Zusammenhang nun gerade sehr stressig ist und die Gedanken, was aus meiner Wohnung wird. Ist hier alles baulich ein wenig eigen und nun ja im Endeffekt habe ich mir mit dem Seniorvermieter fast die Wohnung geteilt. – Schwer zu beschreiben- die Wohnungen sind schon abgetrennt, aber auf einem Stockwerk und ein Teil meiner Wohnung gehört seit Jahrzehnten zu seiner usw.

Mein Vater möchte auf die Beerdigung. Ich auch, deshalb nun gut. Als ich ihm sagte, er muss da schon im Anzug kommen- naja fast Land unter. Großes Gegrummel usw. Scheinbar hat aber Bruderherz auch was zu ihm gesagt. Seit Jahren juckt es ihn nicht wie ich auf den Friedhof komme. Juckte ihn auch nicht, bevor klar war, er trägt zur Beerdigung doch einen Anzug. Ja WIR müssten nun mal sehen, wie wir das am Beerdigungstag machen. Ich denke nun nur noch- bisher hat es dich doch auch nicht gejuckt. Aber im Anzug kann er ja unmöglich bis dorthin laufen. Ich wäre da mit dem Bus hin. Als ich fragte, ob er dann mit dem Auto fährt- am Friedhof ist voll und er bekommt da keinen Parkplatz und wenn er heim kommt, bekommt er bei sich keinen Parkplatz.

Alles andere rund um den Trauerfall stört ihn auch gerade und seine Sprüche dazu sind nur noch nervig. Kann man nicht mal akzeptieren, dass andere Menschen anders trauern? Da wir morgen zum Kaffeetrinken verabredet sind, bin ich auf das was kommt gespannt.

Da ich eh gereizt bin und enorm angespannt, kann ich mir manche Kommentare nur schwer verkneifen. Wobei ich fest gestellt habe, ich habe enorm viel Abstand zu ihm bekommen. Könnte das an dem tollen Weihnachtsgeschenk gelegen haben?

Aber im Endeffekt ist mir gerade auch alles einfach egal…..

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