Aufstehen oder Liegenbleiben?

Heute Gespräch mit meiner Betreuerin. Die nur eine Stunde hatte, da wir die zweite Stunde mit meiner Haushaltshilfe verbracht haben.

Thema war das Gespräch zur Tagesstätte. Ich weiß immer noch nicht was ich da wirklich soll…. es wurden auch so viele Gedanken los getreten. Ich sagte ihr halt auch, mein Kopf sagt mir gerade, ich soll es annehmen, weil mir sonst wieder jemand vorwirft, ich boykottiere ja alles und dann sagt mein Kopf, mir wird eh wieder jemand sagen, das ist alles Sonderbehandlung. Und ich kann nun entscheiden, welcher Vorwurf leichter zu verkraften ist.

Tja dann hat das alles keinen Sinn. Sie kann so Sachen auch nicht mehr hören. Kann ich irgendwo ja verstehen, aber es tut verdammt weh. Ich weiß was ich alles getan habe, um irgendwas zu ändern. Was für mich auf einer Geschlossenen endete und man mir dafür Vorwürfe macht, wenn ich krankheitstypische Symptome zeige.

Ich habe Angst, noch mal zu versuchen zu vertrauen. Ich versuche alles vorher abzuschätzen. Ich muss ja schließlich wissen, wie andere handeln. Ich würde mich gegen das was war gerne wehren, aber ich weiß nicht wie. Meine Betreuerin weiß es auch nicht? Vielleicht sieht sie auch keinen Sinn darin?

Warum dürfen Menschen, die man um Hilfe bittet, deren Beruf es ist, sich um Leute wie mich zu kümmern, einen so verletzten, die Schuld auf den Patienten abwälzen und werden dafür noch bezahlt?

Nein ich mag nicht mehr aufstehen. Nicht mehr um Hilfe bitten, denn das darf ich nicht! Ich mag an sich nur noch tot sein. Was ich ihr auch irgendwie gesagt habe. Im Endeffekt würde es wenig bringen, mich nun in DER Klinik unterzubringen, meinte sie. Das würde sich alles wiederholen. Aber man könnte sich langfristig um die Unterbringung in einer anderen Klinik kümmern. Denen ich dann natürlich nicht sagen darf, dass ich akute Suizidgedanken habe. Tolle Sache.

Was wäre es toll, wenn ich beim letzten Klinikaufenthalt nicht mehr um Hilfe gebeten hätte und statt dem einfach gegangen wäre. Welche Ersparnis- die Klinik, die weniger Sonderbehandlung hätte machen müssen, keiner der sich belästigt gefühlt hätte, weil ich bis heute nicht verstehe, warum man mir nicht geholfen hat, keiner der sich hätte überlegen müssen, wie man alles dreht, damit ich als Patientin als Böse da stehe usw.

So werde ich mich nachher zusammen reißen, mit meinen Angehörigen Kaffee trinken gehen. Vorhin bekam ich eine Einladung zur Beerdigung. Was meinen Vater wahrscheinlich zur Weißglut bringen wird, weil er keine bekommen hat. Soll ich ihn fragen, was er meint, warum er hätte eine bekommen sollen?

Morgen treffe ich mich mit Klassenkameraden von früher. Auch hier werde ich wohl versuchen zu funktionieren. Mir graut es davor. Vielleicht lindert es aber auch das Leid. Vielleicht lenkt es ab?

Montag die Beerdigung. Die mir doch ein wenig Angst macht. Aber ein Ziel ist, dass ich erreichen mag. Ziele sind, glaube ich, gut.

Auf ein neues im Kampf um das Leben…..

(und nein, das ist keine Suizidankündigung!)

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