Allein geht besser als gedacht- Wunderärztin Part 2

Gestern stand mal wieder ein Termin bei der Wunderärztin an. Faszinierend finde ich ja immer noch, dass die Termine mir als vierwöchentliche Termine angekündigt wurden und ich nun schon das zweite Mal erst 8 Wochen später einen Termin bekommen habe.

Meine Betreuerin weigerte sich ja, noch mal mitzukommen. Angekündigt waren drei gemeinsame Besuche. Ich dachte, sie war nun viermal mit. Bei der Wunderärztin stellte sich nun raus, sie war sogar fünfmal mit *staun*

Meine Gedanken im Vorfeld waren vielfältig. Erster Gedanke, Termin absagen. Einfach um auch mal zu zeigen, Frau Verstoert ist doch nicht soo zuverlässig. Fand ich kindisch und sah auch keinen wirklichen Grund. Sah aber auch keinen Grund dort hin zu gehen. Denn weiter begreife ich nicht, wozu ich eine nervenärztliche Anbindung brauche. Gut zum Verschreiben meines Schlafsmittels. Da sich da aber eh keiner mit auseinander setzt, reicht mir ein Rezept. Ansonsten wurde mir in der PIA an sich ja klar verständlich gemacht, dass ich mit meinen psychischen Problemen dort mit niemand reden darf.

Klar machte es mir Angst, das erste Mal mit ihr alleine zu sein. War auch am überlegen, ob ich nur rein gehe, Rezept geben lasse und wieder gehe. Halt auch mit so Kommentaren, ich hätte Sorge, man würde so ohne Zeugen wieder sonst was behaupten und es sei schwierig das Er sei ein Schwein an einen Oberarzt zu überbieten- da müsste ja schon so was kommen wie, ich habe die Ärztin sexuell belästigt und darauf hätte ich keinen Bock.

Da es mir ja generell irgendwie schon anders geht, als die letzten Monate (und Jahre), fing an sich erst am Wochenende das Gedankenkarusell wieder an, was ich anderen erzählen soll. Denn auch Frau Sonnenschein war ja im Urlaub gewesen. Und auch sie will ja immer irgendwas wissen.

So war ich ein klein wenig verunsichert, wie ich nun mit der Wunderärztin umgehen soll. Hatte klar auch Sorge, dass sie mir gegenüber alleine ganz anders ist, als bei den gemeinsamen Besuchen mit meiner Betreuerin. Noch dazu hatte ich akuten Schlafmangel. Prompt lief mir dann auch noch der Oberarzt auf dem Weg in die Psychiatrie über den Weg. Endete dann auch erst mal mit Klingen auf der Dachterrasse.

Ich war am Anfang des Gespräches eher schweigsam, was die Ärztin verwundert hat. Irgendwann taute ich auf, weil sie halt auch die passenden Fragen stellte. Endlich mal kein Arzt, der sich mir gegenüber setzt und von mir die Gesprächsführung erwartet.

Irgendwie war die Ärztin sehr erstaunt, dass ich mich ziemlich häufig im Internet bewege. Für mich ist das ein Teil meines Lebens. Sie freut sich sehr darüber, dass ich doch soziale Kontakte habe. Denn sie dachte, ich habe keine sozialen Kontakte und das hat ihr wohl Sorgen gemacht. Ob ich soziale Kontakte übers Internet als sinnvoll erachte, stelle ich mal hintenan*zugeb*. Ich hab ihr aber auch gesagt, so Sachen kann man ja fragen.

Das Gespräch war eher Plauderei, aber an sich recht gut. So gut, dass ich zum Schluss meinen Mut aufnahm und sie fragte, ob ihr was einfallen würde, damit ich mein Schlafmittel los werde. Das wollte ich an sich beim 3. Termin schon fragen, das ging dann aber unter in der Aktion, was dieses Team nun an sich macht. Was das Team macht, weiß ich aber immer noch nicht*g*.

Ich konnte auch ein wenig Kritik los werden. Denn ich sagte ihr halt auch, dass ich es schon ein wenig eigenartig finde, wenn man mir sagt, ich muss/soll alle vier Wochen zu ihr kommen, es noch dazu Weihnachten war und im Haus bekannt ist, dass Weihnachten bei mir schwierig ist und man mir dann nur einen Termin 8!! Wochen später gibt. Fand sie auch eigenartig.

Zum Schlafmittel meinte sie, dass ich da weg will ist ihr Recht. Sie hat sich nicht getraut was zu sagen. Es sei ja alles sehr reglementiert gewesen. Also bezogen auf meine Behandlung. Etwas was ich ja auch faszinierend fand, denn sie sagte mir zum Beginn der Behandlung schon, welche Anweisungen sie bekommen hat, was sie bei mir machen darf und was nicht. Irgendwie finde ich es gut, dass sie da doch ein wenig handelt, wie sie es für richtig hält. Auf der anderen Seite weiß ich halt auch, dass sie in ihren Entscheidungen leider nicht so frei ist. Sie hätte mir auch Atosil verschrieben. Etwas was mir die Klinik bisher verweigert hat- die Gründe sind mir nicht bekannt. Ich meinte dazu dann nur, dass ich dann aber damit Probleme hätte, wenn ich im stationären Bereich wäre. Deshalb haben wir das gelassen.

Ansonsten bin ich zwar zurzeit relativ gut und zum Teil auch optimistisch drauf. Was mich sehr verwundert und es auch keine Auslöser gibt. Es einfach so passiert. ABER ich stehe wohl auch ziemlich neben mir. Gestern schickte mir meine Betreuerin eine Mail, dass sie unseren gemeinsamen Termin für ein Vorgespräch zu einer Tagesstätte nicht einhalten kann. Ich konnte mich spontan noch nicht mal daran erinnern, dass wir da gemeinsam einen Termin haben. Ganz dunkel taucht da wieder was auf- aber ich hätte das echt gedanklich verpeilt. Und da ich das morgen mit ihr besprechen wollte- eben kam ne Mail einer Kollegin, meine Betreuerin ist krank. Super Sache. Denn die Termine für nächste Woche sind für mich gerade mal nicht klar. Und gedanklich falle ich da leider auch gerade in ein großes Loch.

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