Umbruchsstimmung???

Irgendwie ist gerade alle immer noch irgendwie doof.

Letzte Woche hatte ich mich entschieden, ich probiere mal eine neue Psychiaterin aus. Die Anbindung an die PIA würde ich erst mal weiter laufen lassen. Wobei es mir auf der einen Seite nicht wirklich behagt, die PIA zu verlassen und auf der andere Seite ich einfach nur noch geladen bin. Ich auch weiß, einen sauberen Cut wird es von meiner Seite aus nicht geben.

So suchte ich halt im Netz. Fand dann eine Dame, die mir relativ sympathisch erschien. Betreuerin angesprochen. Die meinte dann nur, da sei noch jemand mit in der Praxis. Daraufhin verschoben wir das dort anrufen. Naja heute habe ich es getan. Wollte halt sagen, ich will zu der Frau. Weil die andere sagte mir gar nicht zu. Vorher waren meine Betreuerin und ich allerdings schon so weit, dass wir wussten, da sind noch mehr in der Praxis.

Ende vom Lied? Die Dame geht zum Jahresende weiter weg. Also richtig weit weg. Ich grübelte kurz und fragte dann, ob sie mir was über die Ärztinnen in der Praxis sagen kann (wenn ich dumme Sachen frage, dann gleich richtig*lol*). Das ginge nicht, aber ich kann ihr sagen um was es geht und dann könnte man sehen, ob ich dort richtig bin. Genau das was ich nicht wollte. Ich sagte halt, ich habe Borderline und suche einen Arzt. Nun habe ich dort einen Termin- im Januar.

Ich hatte so gehofft, ich bekomme das dieses Jahr noch hin. Wäre so passend, die Anbindung an die PIA dieses Jahr noch hinschmeißen zu können und neues Jahr und Neuanfang. Noch dazu ist die Ärztin eine ehemalige Ärztin der anderen PIA vor Ort. Genau so eine Situation wollte ich generell vermeiden. Also Behandler zu haben, die in irgendeiner Form mit den beiden PIAS (und den damit angebundenen Kliniken) zu tun haben. Den Termin kann ich aber absagen.

Betreuerin dann gedrängt…. auf ihre Liste verwiesen und sie wird nun noch bei einer anderen Ärztin anrufen. Was mir irgendwie nicht wirklich behagt. Weil sie irgendwie so drängt.

Am Dienstag steht der nächste Termin bei der Wunderärztin an. Der letzte Termin, bei dem meine Betreuerin mit dabei sein wird. Ich hab Angst mit ihr alleine zu sprechen. Und ja ich hab Angst davor, dass es wieder passiert, dass angeblich Sachen nie gesagt wurden oder so. Und ich habe Angst davor, was sie wohl macht, wenn sie mich los werden will. Das ich den Oberarzt ein Schwein genannt haben soll, ist kaum zu überbieten. Wird sie erzählen, ich hab sie sexuell belästigt? Und dann wird mir wieder keiner glauben. Wer glaubt schon so einem Scheiß- Borderliner wie mir?

Es fühlt sich so beschissen an, machtlos zu sein und sich nicht wehren zu können. Das Gefühl, alle können mit einem machen was sie wollen. Auch die Art wie das passiert. Aber im Endeffekt ist es wohl egal?

Ich denke leider auch wieder vermehrt an Anna. Auf der einen Seite bin ich weiter monster wütend und auf der anderen Seite? Kann man in dem Beruf wirklich so „mies“ sein? Ich verstehe ja weiter nicht, wo das Problem ist, sich mit dem was gewesen ist, mit MIR auseinander zu setzen. Woraus ich dann auch wieder schlussfolgere… im Endeffekt kann jeder mit mir machen was er will?

Frau Sonnenschein war irgendwie wieder wie früher am Montag. Ich hab auch was gefragt, wovon mir meine Betreuerin an sich abgeraten hat. Sie nahm mir das auch nicht Übel. Vielleicht habe ich ihr besser erklärt, um was es geht? Also Frau Sonnenschein? Aber im Moment… ach ich weiß es nicht… ich weiß nicht, ob ich es noch mal schaffe ihr zu vertrauen. Und dafür das sie mal so ziemlich der einzige Anlaufpunkt war, macht mir das schon Sorgen.

 

 

 

Strudel…

Die letzte Woche war irgendwie doof. Entweder hab ich geheult oder versucht wieder Leben in mein Leben zu bringen. Mit dem Ergebnis, dass ich viele Dinge einfach nicht mehr hin bekomme. Was mich immer mehr erschreckt.

Ein Telefonat mit der Telefonseelsorge endete auch komisch. Ich rief da heulend an. Keine Ahnung was ich erzählen sollte. Irgendwann meinte die Dame mitten im Gespräch, ich würde mich nun ja besser anhören und man könnte das Gespräch ja dann auch beenden. Super Sache.

Dafür war meine Haushaltshilfe relativ toll. Immerhin etwas.

Ein Telefonat mit meinem Bruderherz ergab, dass wir zu bestimmten Dingen die selben Befürchtungen haben, was ich als entlastend empfand. Aber er eher die Schiene fährt, wir können unseren Vater nicht ändern. Harren wir der Dinge die da noch kommen.

Der montägliche Termin mit Frau Sonnenschein war eher eigenartig. Sie fing Gespräche zu Sachen an, die wir in der Woche vorher besprochen hatten. Was mich sehr verwundert hat. War irgendwie eigenartig. Dafür konnte ich den Damen der PIA zeigen wie man einfachere Sterne bastelt.

Heute morgen habe ich mich aus dem Bett gequält, weil meine Betreuerin kommen wollte. Dann rief eine Kollegin an, dass sie krank ist. Schade das ich nicht mehr schlafen kann, wenn ich schon mal wach bin. Und leider schaffe ich es auch gerade mal wieder nicht ins Bett zu finden.

Dafür hatte ich heute Nachmittag einen Termin bei meiner Hausärztin wegen meiner Schilddrüsenwerte. Die leider gut sind. Ich hoffte irgendwie, dass damit meine psychische Verfassung zu erklären wäre. Somit werde ich dann dem Ratschlag der Klinik mal wieder folgen und mich eben selbst behandeln. Keine Ahnung wie, im besten Fall mit Selbstverletzung? Wahrscheinlich auf Dauer ja.

Letzte Woche war ich immerhin so weit, mal nach Therapeuten und auch einer Psychiaterin zu googeln. Was an sich ganz eindeutig heißt, mir ging es megamies. Ich dreh und wende die Option und komme immer wieder zu dem Ergebnis: WOZU NOCH? FÜR WAS?

Ich habe keine Ahnung was ich einer neuen Ärztin erzählen sollte. Sagen in der PIA war es…. ja wie war es oder wie ist es eigentlich? Kann ich das was war noch objektiv sehen? Wahrscheinlich nicht. Immer wieder kreisen die Gedanken um Aussagen wie: ist ja chronisch, kann man eh nichts machen…. Suchen Sie sich die Infos über Borderline im Internet raus… Ich wäre nun auch lieber daheim und würde fernsehen, statt mich mit Ihnen abzugeben…. viele Situationen, in denen ich nur weiter geschoben wurde… wie es sich angefühlt hat, wenn ich für meine Gefühle und Gedanken ausgelacht werde (wenn es nur um die absolut abgedrehten Sachen gehen würde, die sich bei mir leider auch im Rahmen halten, würde ich das ja verstehen- da ging es um Grunddinge)…. immer wieder die Frage, warum man mir, zum Teil unter Drohungen, ein Medikament gab, was überhaupt nicht indiziert ist…. warum man mir die Nebenwirkungen nicht glaubte…. warum man mir nun jahrelang erzählte, ich habe keine Depressionen und nun jemand da steht, klar sind Sie depressiv…. wem soll ich glauben?…. und wie es war, als ich mein Ziel aus den Augen verloren hatte, blind vertraute, sagte was los ist und man mich einfach abschob und man mir heute noch Vorwürfe dafür macht….

Gedanken an Psychotherapien. Wie absolut „witzig“ (Achtung Ironie) ich es fand, als ich eine Therapeutin fragte, was ich im Notfall machen soll. Ja dann wenden Sie sich an ihre Betreuerin. Damalige Betreuerin gefragt, die mir dann sagte, ja dann wenden Sie sich an ihre Therapeutin. Ich liebe solche Aussagen. Ein halbes Jahr habe ich damals daran geknabbert, bis ich beide darauf ansprach. Betreuerin: Ja sie arbeite nun mal nur von Montag bis Freitag und so weiter. Therapeutin sagte dann klar, sie hat Probleme Hilfe im Notfall möglich zu machen (sie wohnte nicht in meinem Wohnort). Klar das sie nicht einfach mal so herfahren kann. Mir hätte es gereicht, wenn ich gewusst hätte, ich kann irgendwo anrufen. Mir hätte es gereicht, wenn man dann nur mit mir spricht oder eine klare Absprache trifft, ich kann gerade nicht, aber Frau verstört ich rufe sie bis dann und dann zurück.

Andere Erfahrungen mit Therapeuten leider auch nicht besser waren- beschriebene Sache war ja noch nicht der SuperGau mit der betreffenden Therapeutin. Aber seien wir mal ehrlich- entweder ich habe Suizidgedanken und evt. auch Absichten- was kann sie anderes machen, als mich einweisen? Also werde ich wieder runter rasseln: Tag war gut, mir geht es gut, das Leben ist schön und ich kann mich glaubhaft von Suizidgedanken distanzieren.

alles doof

Irgendwie läuft gerade alles Scheiße, denn ich komme aus dem Loch nicht raus. Ich könnte nur heulen, wahlweise auch mich selbst verletzten. Wobei ich zweiteres als weniger schlimm empfinden würde.

Montag Termin beim Sozialdienst. Wobei ich ja so nett war und vorher bei meiner Hausärztin war, damit die mir bestätigt, dass ich nicht mehr ansteckend bin. Ich habe nur noch im Kopf: Ich muss die Klinik schützen. Gleichzeitig denke ich mir, schützt die Klinik mich- NEIN- also muss ich auch nicht. Total wirr.

Lunge hört sich immerhin besser an. Der Rest braucht Zeit.

Der Termin bei Frau Sonnenschein war auch nicht wirklich der Hit. Ich eher angespannt. Irgendwie eh nicht wirklich da. Auf das Donnerwetter gewartet. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, Frau Sonnenschein schweigt vieles einfach nur noch tot. Früher hätte sie gefragt.

Ich war eh am überlegen, mal anzusprechen, warum wir die Gespräche noch machen. Von den wirklich für mich schlimmen Sachen, erzähle ich ihr eh schon nichts mehr. Ich erinnere mich an diverse Phasen ist mit ihr, vor meinem letzten Klinikaufenthalt. Wie sie mich total verheult vor der Klinik aufsammelte. Sie fragte, was sie denn mit mir machen soll und ich um eine Pistole bat. Sie wusste was ich damit sagen wollte. Ich danach zu einem Termin mit meinem Therapeut/ Arzt ging. Er mit keinem Wort ansprach, wie ich aussah. Ich aber mittlerweile weiß, dass Frau Sonnenschein das dokumentiert hat. Ich auch weiß, dass sie ihm in brenzligen Phasen gemailt oder gar angesprochen hat. Er wusste das was nicht stimmte und hat nichts getan. Er hatte Tagebuchkarten die über Monate hinweg mies ausgefüllt waren. Es schien ihm egal zu sein.

Frau Sonnenschein hat damals mit mir vereinbart, dass wir telefonieren. Ich habs innerlich Kontrollanrufe genannt. Weiß noch, wie es sich angefühlt hat, als ich heulend vor einer ihrer Urlaube anrief und von ihr im Endeffekt die Absolution wollte. Bin ihr bis heute dankbar, dass sie mir nie die Polizei geschickt hat. Aber sie auch nie wieder in die Situation bringen mag. Bzw. sie heute sicherlich auch anders reagieren würde. Ich deshalb lieber schweige.

Ich viele Monate nach dem Klinikaufenthalt nur dafür lebte, ein fröhliches Gesicht aufzusetzen, wenn ich in die Klinik ging. Vorspielen das es mir gut geht. Was ich einfach nicht mehr schaffe. Aber auch weiß, wenn ich sagen würde, wie mies es mir geht…. ja was an sich dann? Werde ich wieder weg geschoben? Wird man mich wieder weg schicken? Wird man mich einfach weg sperren? Ich hab so Angst und mag auch nicht mehr vertrauen.

Sie fragte, wann meine Betreuerin Urlaub hat. Weiß ich nicht. Mit Sicherheit zwischen den Jahren. Ja dann könnte ich zu ihr kommen. Mir lag ein bitteres: Das ist aber Sonderbehandlung, auf der Zunge. Ich meinte dann nur, bevor ich nun verbal zuschlage, soll sie mir die Frage/ Auskunft noch mal geben, wenn ich ansprechbarer bin.

Die Wunderärztin drängt ja auf eine Therapie. Etwas was die letzten Jahre in der Klinik nie Thema war. Ich mich mittlerweile frage, ob sie mich los werden will. Ich den Sinn nicht verstehe. Denn was kann ein ambulanter Therapeut machen, wenn ich vor Suizidgedanken nicht mehr ein und aus weiß? Der kann mich dann auch nur einweisen, bzw. das veranlassen. Im Endeffekt müsste ich dem Therapeuten auch immer wieder sagen wie toll es mir geht. Wieder lügen. Mich wieder allein gelassen fühlen.

Treffpunkt Vergangenheit

Vor wenigen Wochen schrieb ich ja von dem Klassenkameraden, der unerklärlich und plötzlich im Ausland verstorben ist. Heute haben ein paar meiner Klassenkameraden und ich das Grab besucht.

Generell war da schon Bewegung drin, nach dem die Mail von mir raus war. Einige die mich kontaktierten. Eine kam dann auf die Idee, wir fahren auf den Friedhof und wir suchten einen Termin, den wir verschoben. Heute war es dann so weit.

Erst waren wir an seinem Grab. Dann fragte eine, ob wir nicht noch zum Grab von dem anderen Klassenkameraden fahren wollen. Dieser hat ich vor wenigen Jahren das Leben genommen. Meine Jugendliebe und irgendwie- komische Gefühle. Tat mir auch nicht wirklich gut. Denn eigentlich sollte ich da liegen und nicht er, denke ich.

Klar flammten die Gedanken wieder auf, ob er nicht hätte Hilfe bekommen können. Klar wurde mir bewusst, wie es mir auf dem Weg geht, den ich gehe, um Hilfe zu bekommen. Der im Moment an der Stelle unterbrochen ist, weil ich nur noch jedem erzähle, dass ich mich klar von Suizidgedanken distanzieren kann. Was meistens nicht der Wahrheit entspricht. Auf der anderen Seite, den anderen geht es damit gut und da ich ja noch lebe, kann es nicht so schlimm gewesen sein.

Ich weiß noch, wie ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Da galt ich noch als gesund. Klar war mir bewusst, dass ich nicht mehr alle habe usw. Er mir auch erzählte, dass er wohl Probleme hat und so. Er mir auch seine Nummer gab, die ich dann verlegte. Als ich von seinem Suizid erfuhr, geht mir immer wieder durch den Kopf, hätte ich was verändern können?

Auch wenn der Anlass ein trauriger war, war der Nachmittag ganz nett. Zumindest im Komplettpaket. Wir waren nur zu fünft. Und eigenartig, wenn man mitbekommt, wie viele aus meiner ehemaligen Klasse ebenfalls psychische Probleme haben. Ich meinte irgendwann, es sei einfacher die aufzuzählen, die noch nie bei einem Psychologen/Psychiater waren.

Einer der Klassenkameraden hat Eltern die die Generation meiner Eltern sind. Ähnliches Umfeld und so weiter. Ich fragte irgendwann, wie denn die Eltern mit der Erkrankung umgehen. Scheint ähnlich zu laufen wie bei mir.

Tat aber ganz gut auch mal erzählen zu können. Immerhin haben die mein halbes Leben mit mir verbracht. Auch ohne mal schief angesehen zu werden. Irgendwie war ich früher eher immer der Außenseiter.

Wobei jeder für sich auch seine Probleme hat. Und ich auch ein wenig neidisch bin, dass scheinbar alle einen Anlaufpunkt haben, der sie auffängt. Ich muss eindeutig mehr unter Menschen und stehe für mich damit wieder zwischen den Stühlen, wie weit kann ich andere mit mir belasten? Da Menschen, die beruflich mit mir zu tun hatten (und haben) es ja scheinbar nicht auf die Reihe bekommen.

Trotzdem kann ich auch schöne Sachen mit aus dem Nachmittag nehmen. Klar haben wir alte Sachen aufgetischt. Die sich zum Teil nett ergänzten und aus unlogischen Storys logische Storys wurden.

Grippale Verwirrheiten

Am Donnerstag hätte ich endlich mal länger schlafen können und was passiert? Ich bin früh wach. Da meine Erkältung oder Grippe oder was auch immer, mich zum Wahnsinn treibt, die Hausärztin eh meine Schilddrüsenwerte braucht, fuhr ich halt rechtzeitig zur Notfallsprechstunde in ihre Praxis. Aber muss ich überhaupt ins Sprechzimmer? Denn sooo schlimm wie die Woche vorher ging es mir ja nicht. Aber irgendwas ist komisch. Laut Sprechstundenhilfe klang ich auch weiter heiser. Also Sprechzimmer.

Ärztin nur so, ob ich keine Geduld hätte? Mit einem Grinsen. Naja ich halt rum gewürgt und nach Worten gesucht. Sie hört mich mal ab. Fragte dann noch was und meinte dann, die Lunge hört sich nicht gut an. Ich noch gespottet, von wegen, könnte auch am Rauchen liegen. Sie nur, nein das klingt anders. Also ein Antibiotika neu. Super. Falls es nicht besser wird, soll ich Montag noch mal kommen. Das hat sie mir extra ausdrücklich gesagt. Sie hat wohl meine Zweifel und mein Zögern einen Arzt um Hilfe zu bitten erkannt.

Entsprechend geht es mir leider auch psychisch. Ich habe Nachmittags noch Frau Sonnenschein angerufen. Dort sollte ich mich Ende der Woche melden, wurde mir am Montag gesagt.Irgendwie klang sie immer noch ziemlich angepisst. Ich bin gespannt.

Freitag war ich mit Ex- Mitpatienten verabredet. An sich hellt sich meine Stimmung dort auf. Dem war aber nicht so. Und ich war weiter körperlich groggy.

Heute sollte ich dann meinen Vater treffen. Es regnet in Strömen und ich habe an sich wenig Lust gehabt. Er jammerte auch wegen dem Regen, kam aber nicht auf die Idee mal zu sagen, Kind dann lassen wir es. Statt dem kam nur der Hinweis, wenn es weiter so regnet, brauche ich heute Abend gar nicht zu der Gedenkveranstaltung gehen, die im Freien statt findet.

Außerdem bin ich eh gerade ziemlich angepisst. Ich liebe seine Monologe, wie schlecht Mama war. Warum zum Teufel war er dann so lange mit ihr verheiratet? Er meinte nur so, dass er in einem Schrank noch diverse Sachen gefunden hat. Sorry, Mama ist seit über 5 Jahren tot und er macht erst jetzt Schränke auf? Dann mosert er über ihre Sammelleidenschaft. Irgendwie hatte sie alles doppelt und mehrfach. Nur ist er kein Stück anders. Ach ich kaufe mir noch eine zweite Winterjacke bei Tchibo, weil die ja so günstig sind. Ich nur wozu? Ja falls er die mal wäscht oder falls die kaputt geht. Gibt ja nicht jedes Jahr irgendwo bezahlbare Jacken, denke ich.

Irgendwie will er mal wieder Sachen von Mama verkaufen. Geht mich im Endeffekt nichts an, weil ich das Erbe ausgeschlagen hatte. Mein Bruder erfährt davon meistens auch nicht. Nur geht es gerade um Dinge, die 1. richtig Geld bringen und die 2. noch von der leiblichen Mutter/Oma meiner Mutter sein müssten. Braucht er nicht, bringt Geld, verkauft er. Würde er bei seinen Sachen nie machen. Auch nicht bei den Sachen, die er noch von seinen Eltern hat. Kotzt mich irgendwie total an.

Nachher will ich auf diese Gedenkveranstaltung. Die hatte ich früher jedes Jahr besucht. Dann ausgesetzt. Seit 3 Jahren gehe ich wieder hin. Im letzten Jahr winkte man mich raus und wollte meinen Rucksack durchsuchen. Fühlt sich unangenehm an, aber von mir aus, ich habe nichts zu verbergen. Später fiel mir ein, da müsste auch noch eine Dose Benzin drin sein. So eine kleine für Feuerzeuge. Die ich seit langem immer dabei habe, mit dem Gedanken, wenn mich mal jemand in der Klinik behalten will, klappt es evt. mit einer spontanen Selbstverbrennung. Ja die Idee ist absolut irre. Aber sie zeugt auch vor meiner Angst vor der Klinik. Sollte ich nachher auspacken.

Wobei es mir nicht wirklich gut geht. Körperlich gesehen. Kenne ich gar nicht. Und ich sollte mich warm einpacken. Wobei ich wohl gehen werde, wenn es mir zu viel wird- habe ich mir zumindest vorgenommen. Sprich wenn mir zu kalt ist.

Und mir gehen generell so viele Gedanken durch den Kopf, die ich auf der einen Seite gerne bloggen würde und auf der anderen Seite, wird es einfach zu viel. Keine Ahnung wo anfangen.

 

Nicht- alkoholischer Kater….

Der Termin bei der Wunderärztin war nicht der Hit. Aber immerhin habe ich ihr gesagt, dass SVV stattfindet. Was mich eher verwundert hat, dass sie das vorher mit keinem Wort mal gefragt hat. Wobei es eh in der Akte steht, sie sie angeblich nie gelesen hat. Aber auf einmal interessiert zu sein schien?

Ich habe sie gefragt, wegen der eigenartigen Teamsache. Stellte aber gestern Abend fest, dass meine Fragen nicht wirklich beantwortet sind. Zumindest weiß ich immer noch nicht, in wie weit im Team über mich gesprochen wird.

Die Sache war wohl eh eher ein Zusammentreffen diverser Zufälle. Als ich ich mich vor drei Wochen bei Frau Sonnenschein krank gemeldet hatte, traf sie zufällig auf meine Wunderärztin. Teilte ihr dann mit, dass ich eben krank sei. Warum auch immer diese Information ausgetauscht werden musste (da grübel ich noch drüber). In dem Zusammenhang sprach die Wunderärztin dann wohl auch meine Bitte nach dem Schrieb an und das sie mir gesagt hat, ich würde selber mit Frau Sonnenschein darüber sprechen. Irgendwie kam dann die Kommissarische Leiterin der PIA dazu und sagte dann, man würde mir das nicht bewilligen. U.a. wurde halt auch gesagt, weil mein Arzt vorher das bereits abgelehnt hat, lehnt man es nun auch ab.

Da koche ich ja dann wieder mal. Die Begründung meinerseits hatte sich geändert. Man hätte mich mindestens anhören können. Mich stört das, dass da hinter meinem Rücken über mich entschieden wird. Was die Wunderärztin auch nachvollziehen kann.

Der gestrige Tag endete heulend. Bzw. noch mit einem Telefonat mit der Telefonseelsorge. Ich weiß nämlich mal wieder nicht, was der Kampf um mich noch bringen soll. Die Dame war auch sehr nett. Wir haben fast 1,5 Stunden telefoniert. Und so wurde es nach 4 Uhr. Bis ich endlich im Bett lag, war es nach 5 Uhr. Und um 11 Uhr musste ich wieder raus,weil um 12 Uhr meine Betreuerin kam.

Meine Betreuerin hatte mich dann irgendwann nicht nur müde, sondern heulend. Also alles wie immer*ironie*. Und ich bewundere sie, für ihre Geduld. Wobei sie halt auch sagt, ich brauche eine Therapie. Was die Wunderärztin eben auch sagt. Die Wunderärztin gestern auch meinte, sie würde mir das nun ungefragt sagen (ist mir an sich nur recht), dass sie sieht, dass ich enorm viel Energie in die Vergangenheit verwende und es sinnvoller sei, diese Energie in die Zukunft zu stecken.

Sicherlich hat sie damit nicht unrecht. Ich komme aber gerade aus der Schleife nicht mehr raus. Die Gedanken, wie oft ich Energien in den Kampf um mich gesteckt habe und wie ich wirklich jedes Mal enttäuscht und verletzt wurde. Ich habe mir vorgenommen, ihr das das nächste Mal auch zu sagen. Also der Wunderärztin. Meine Betreuerin meint, das sei nicht gut, weil sich eben alles auf die Vergangenheit bezieht. Aber es ist nun mal die Vergangenheit, die mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin.

Und gleichzeitig stelle ich mir immer wieder die Frage, ob die ambulante Anbindung an die Klinik noch lohnt. Wäre ein stationärer Aufenthalt nötig, müsste ich dort hin. Meine Betreuerin meinte, dass man mit einem ambulanten Arzt absprechen kann, dass der mich wo anders hin schickt. Glaube ich nicht dran. Zu viele Faktoren die mir zu unsicher sind.

Mir macht das Alles einfach nur noch Angst. Und im Kopf weiter die Gedanken, die Klinik wäre froh, wenn ich nicht mehr wäre…..

Irre Träume

Eigentlich sollte ich im Bett liegen. Denn eigentlich bin ich totmüde. Aber jeden Abend das selbe Spiel, wenn ich ins Bett sollte. Ich will einfach nicht.

Ich mache mir klar Gedanken zum morgigen (ok ist schon heute) Termin mit der Wunderärztin. Heute Nachmittag habe ich mich ins Bett gelegt und gelesen. Ich war müde und dachte mir, vielleicht kannst ein wenig dösen. Mehr ist eh nicht mehr drin, seitdem ich ein Schlafmittel nehme. Ohne das kann ich an sich gar nicht mehr schlafen.

So lag ich im Bett, las in meinem Buch und legte es irgendwann weg. Und irgendwie war ich auch irgendwann mehr als am Dösen. Schlaf würde ich es nennen. Aber ich habe geträumt und das ziemlich mies. Von der Wunderärztin, die mir sagt, dass sie die Probezeit nicht bestanden hat und gehen wird. Keine Frage von mir, wo sie denn dann arbeiten wird. Aber immer in Gedanken, ihr zu sagen, dass sie eh zu gut für die Klinik sei. Aber irgendwie kam es dazu nicht wirklich. Und es war alles irgendwie komisch.

Irgendwie standen da unmassen Krankenbetten rum. Mit Patienten. Irgendwie alles hochansteckend oder so? Ich habe mit der Wunderärztin und meiner Betreuerin die PIA verlassen, weil mir alles zu viel war. Und irgendwann war die Wunderärztin ein Mann. Und dann war da irgendwie noch eine andere Patientin, die ebenfalls von meiner Betreuerin betreut wird. Und dann haben die sich über den Weggang der Wunderärztin unterhalten und die Wunderärztin, die ja ein Mann war, war in einem Kiosk verschwunden, weil er/sie unbedingt ne Kippe brauchte. Und ich war allein gelassen.

Irgendwie hat das alles keinen Zusammenhang. Für mich kann ich daraus raus nehmen, ich habe totale Angst davor, wieder mit mir und meinen Gefühlen alleine gelassen zu werden. Etwas was leider während meiner „Borderline- Karriere“ zu oft passiert ist.

Ich bin gespannt, was morgen in der Klinik ist. Wird sie wirklich gehen? Ist mal wieder irgendwo Quarantäne?( ich denke ja immer noch, wenn die Hygiene ein wenig hygienischer wäre, gäbe es dort weniger Quarantäne).
Ich war nun immerhin 3 Wochen nicht dort. Dürfte wohl fast der Rekord sein, für die letzten 4 Jahre oder so.

Vor zwei Wochen war ich total idealistisch. Zukunftsorientiert. Wollte mit ihr darüber sprechen, wie ich mein Schlafmittel los werde. Wollte offen sein, über Sachen die mich annerven, wie eben das ständige, ich soll ne Therapie machen. usw. Und was ist nun? Ich kläre erst mal wieder grundlegende Sachen. Frage mich immer noch, wer dieses ominöse Team ist, welches mich in meiner Abwesenheit scheinbar behandelt.  (  https://verstoert.wordpress.com/2012/10/29/stumme-schreie/  )Bin deswegen auch bereit, das absolute Horrormedikament wieder zu nehmen. Es tickt total laut in meinem Kopf, wie mein vorheriger Arzt mir nun jahrelang vorgeworfen hat, dass ich das Zeug hätte länger nehmen müssen. Ich habs ja nur ein halbes Jahr genommen und die Nebenwirkungen waren die Hölle. Aber ich nimms halt einfach wieder, dann habe ich meine Ruhe. Wehe mir sagt da noch einmal jemand, das er mich nicht mehr behandelt, wenn ständig irgendwo fällt, Dr. X. hat das gesagt.

 

Aufgeschoben?

Gestern hatte ich Besuch. War sehr nett. Wobei ich es irgendwie komisch empfinde…. er kennt meinen „anderen“ Blog, den ich recht lange geführt habe. Aber wir reden da an sich nie drüber. Ich scheine ein wenig die Gutwetterfreundin zu sein? Ne das ist ein wenig hart. Denn er heitert mich schon auf und ich finde das angenehm. Ich strahle immer wie ein Honigkuchenpferd, wenn wir uns mal wieder getroffen haben. Wobei mir die Beziehung auch irgendwie zu undefiniert ist. Er nimmt mich, denke ich, schon als Frau wahr. Eine Partnerschaft scheint aber nicht in Frage zu kommen? Ich gehe dem Thema aber auch irgendwie aus dem Weg, weil ich einfach auch nicht weiß, wie man das anspricht.

Da er relativ spät gegangen ist und ich noch Zeit für mich brauchte, war die Nacht kurz. Nachdem ich tagelang mies geschlafen hatte, bräuchte ich den Schlaf und wurde auch erst beim Wecker klingeln wach. Den Wecker stelle ich an sich auf die Zeit, zu der ich spätestens aufstehen müsste. Meistens bin ich eh früher wach. Heute hätte ich gerne weiter geschlafen.

Klar machte mir der Termin mit Frau Sonnenschein Angst. Was sagen, was ansprechen, was weiterhin totschweigen. Aber so wirklich im Grübeln war ich, glaube ich zumindest, noch nicht. Da klingelte das Telefon, welches ich zum Schlafen immer abziehe, sonst wäre ich heute sicherlich um 8 Uhr geweckt worden. War die PIA dran. Frau Sonnenschein sei krank. Ich konnte mir ein: Ich bin nicht schuld, nicht verkneifen. Ich soll mich gegen Ende der Woche noch mal bei ihr melden. Wobei die Termine an sich fest sind. Naja was solls.

Ich fragte dann auch, ob ich denn morgen zur Wunderärztin darf. Ich sei erkältet. Ja wie stark denn meine Erkältung sei? Ich nur so, ich könnte mindestens wieder sprechen. Ich soll kommen. Ich frage mich eh, wie die das würden machen wollen, bei vierwöchentlichen Terminen, ich nur Nachmittags kann und die Ärztin nur einen Nachmittag da ist und meine Betreuerin da auch noch mit ihren Terminen unter den Hut gebracht werden muss. Irgendwie ein doofes Gefühl, wenn einen, weil man krank ist, Ärzte nicht sehen wollen. Naja noch weiß sie wohl nichts von ihrem Glück?

Ich denke aber, es wäre recht gut gewesen, wenn der Termin mit Frau Sonnenschein stattgefunden hätte. Klar aufwühlend. Wir wären sicher beide sauer gewesen. Aber ich hätte vielleicht Antworten auf Fragen? Ich weiß es nicht.

Ich muss die Woche eh in die Klinik, weil ich ein Rezept brauche. Wobei ich denen auch zutrauen würde, dass sie verlangen, es soll jemand anderes holen. Sehr witzig, wenn man da eine alleinstehende Patientin ohne soziale Kontakte hat. Aber da mache ich mir gerade mal (hoffentlich!) keinen Kopf drum, denn noch steht der Arzttermin morgen. Wobei ich nun damit rechne, dass meine Betreuerin krank ist und man mir morgen absagt.

Und nun weiß ich nicht wirklich was mit mir anzufangen. Klar ging in meinem Kopf auch schon rum, der Termin mit Frau Sonnenschein wurde abgesagt, weil sie keine Lust auf Diskussionen mit mir hat oder es sie gestört hat, dass ich Fragen gestellt habe. Und ich gebe zu, ich habe den Punkt auch schon kontrolliert. Ich hab ja die Durchwahl und habe da mal angerufen- da war der AB des Kollegen dran. Umleitung gibt es nur, wenn sie krank ist oder Urlaub hat. Also ist sie wirklich nicht im Haus.

Wechsel- ja/nein/vielleicht?

Ich überlege ständig, ob ein Wechsel der ärztlichen Anbindung sinnvoll wäre. Raus aus der PIA. Die halt auch viele negativen Erinnerungen weckt. Die Anbindung an einen ambulanten Arzt aber auch nicht wirklich besser ist. Zumindest hatte ich vor dem Wechsel in eine PIA Probleme jemand zu finden. Ok ich möchte eh nur eine weibliche Ärztin. Gibt es vor Ort nur sehr wenige. Eine scheidet aus, weil die mir abgelaufene Medis mitgegeben hat und nonstop über ihr Budget gejammert hat. Eine zweite scheidet aus, weil die mir im Erstgespräch schon sagte, sie behandelt keine Borderliner. Von einer dritten wurde mir mehrfach abgeraten.

Die Anbindung an die PIA bringt an sich schon Vorteile. Auch wenn ich sie nicht sehe. Kein Problem mit Medis, von wegen Budget. Da ich aber eh keine nehme, außer einem Schlafmittel, wäre das zurzeit egal. Mehr Möglichkeiten- ok Ergo darf ich nicht mehr und naja. Anbindung an den Sozialdienst. Also Frau Sonnenschein. Ich weiß nicht mehr, wie ich mit ihr umgehen soll. Sie war mal jemand, von dem ich dachte, sie ist mir gegenüber ehrlich. Ist sie das? Im Frühjahr hat sie mich angehört, mir gesagt, dass sie mir generell folgen kann. Und dann platzt die Bombe im Beisein des Oberarztes und meiner Betreuerin? Sie meinte zwar später, sie hätte mir vorher nichts sagen dürfen, da sie ja hinter der Klinik stehen musste und so weiter.

Fakt ist, im Zweifelsfall muss ich in diese Klinik. Wird man mir, falls ich wechsle, dann vorwerfen, ich hätte ja bleiben können, dann ginge es mir besser? Wird man mir daraus einen Strick drehen? Wie schon so oft in anderen Situationen?

Ich meine, ich weiß, wenn ich gehe, gibt es kein zurück mehr. Wobei ich nicht abschätzen kann, wie viele denen gerade daran liegt, mich los zu werden und man eher darauf wartet, dass ich endlich gehe. Man ganz klar mit mir nicht mehr unvoreingenommen umgeht.

Ich bin so durcheinander deswegen. Und an sich zieht sich das nun seit meinem letzten Klinikaufenthalt. Nur ist es zurzeit eben wieder drängend. Im Endeffekt erzähle ich dort eh nichts mehr wirklich. Immer im Kopf, das darf ich da nicht. Ich darf über meine Probleme nicht sprechen. Ich muss die Klinik schützen. Aber zurzeit auch markabererweise im Kopf, dass die Klinik raus wäre, wenn ich wo anders angebunden wäre und es passiert doch etwas. Weiterhin ist der Hauptgrund für Suizidgedanken eben die Klinik. Die aber eben nicht mehr haftbar zu machen wäre, wenn sie mich nicht mehr behandelt. Die aber gerade auch fein raus wäre, denn sie könnten klar sagen, Frau Verstoert hat uns ja nichts erzählt, wir wussten von nichts.

[da hier ja doch ab und an welche mitlesen, ich habe gegen Kommentare nichts, sie sind sogar willkommen]

treiben……

Irgendwie hab ich die Woche einen Beitrag geschrieben, der irgendwie weg ist*grübel*- Momente in denen ich an mir und meiner Erinnerung zweifle.

Die Woche war eher chaotisch und von Tränen geprägt. Mittwoch Termin mit meiner Betreuerin beim Amt. Ich auf sie gewartet. Die Tränen liefen, Klingen hatte ich leider keine dabei. Der Termin war so naja. Die Dame war böse sauer, weil ich krank war. Was sie aber erst merkte, als ich es irgendwie ansprach. Komischerweise bieten die offene Sprechzeiten an zwei Tagen in der Woche an und sind dann aber nicht da. Komische Sache. Naja Antrag weg, ich bin gespannt.

Dann noch einen Termin mit ihr. Wir waren in der Bücherei. Irgendwie will ich zurzeit mit ihr nicht in die Wohnung, aus Angst sie anzustecken. Ich habe verzweifelt versucht ihr klar zu machen, dass es mir psychisch gerade richtig mies geht. War an sich ja auch ersichtlich. Trotzdem drängt sie auf alle möglichen Dinge, die mir gerade alle zu viel sind. Mir wäre es zurzeit wichtiger, wenn die ärztliche Anbindung mal passend wäre. Denn ich bin immer noch sauer wegen der Team- Geschichte. Keine Plan wie ich am Montag mit Frau Sonnenschein umgehen soll.

Ich habe eine Freikarte für eine Veranstaltung geschenkt bekommen, die ich seit Jahren regelmäßig besuche. An sich macht die Veranstaltung mich glücklich. Dieses Jahr habe ich mich eher hin gezwungen. Ok dort ist es generell eh chaotisch, was zeitweise nur schwer zu ertragen ist. Aber dieses Jahr war es irgendwie innerlich für mich besonders schlimm. Noch nicht mal die vielen Menschen. Sondern auch, dass ich mir im Endeffekt damit was Gutes tue. Darf ich nicht. Hab ich nicht verdient. Mehr Geld ausgegeben, als sonst. Und kein Stück was im Endeffekt wirklich nur für mich ist. Ging irgendwie gar nicht.

Ich habe Sorge, was ich am Montag Frau Sonnenschein sagen soll. Am Dienstag Termin bei der Wunderärztin. Und ich werde meinen Ton kaum mäßigen können, befürchte ich. Einmal ganz klar Wut. Aber auch so die Hoffnungslosigkeit. Und sehr viel Unverständnis.

Darf ich wirklich nicht kritisieren? Sagen was in mir vorgeht? Frau Sonnenschein hatte ja echt viel Geduld. Ich glaube, davon ist nicht mehr viel übrig. Ich habe das Gefühl, ich darf nur noch sagen, was man hören will. Lobhuldigungen für Sachen, die diese nicht verdient haben. Ja nicht sagen wie es mir wirklich geht, würde ja generell Arbeit bedeuten. Die Klinik muss geschützt werden. Meinen Sie wir wollen die Strafvollzugsbehörden im Haus haben? tickt es die ganze Zeit in meinem Kopf. Immer wieder die innerliche Frage, warum das Sorgen bereitet hat, wenn man eh sagt, ich habe ja nie was erzählt?

Auch wenn es die letzten Wochen nicht wirklich gut war, hoffte ich, nicht wieder in so ein Loch wie im Frühjahr/Sommer zu fallen. Da bin ich aber gerade halbwegs wieder drin. Aber ja nicht Fachpersonal, in dem Fall halt die Klinik, um Hilfe bitten. Das darf ich nicht.