Mit 66 Jahren…

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, sang einst Udo Jürgens.

Meine Mutter würde am 10. September 67 Jahre alt werden und ist seit ein paar Jahren tot.

Der Tag wird somit stressig. Familientreffen im üblichen kleinen Rahmen. Besuch auf dem Friedhof und danach Essen gehen. Wie jedes Jahr an ihrem Geburtstag und auch an ihrem Todestag. Meistens mit diverser Zickereien im Vorfeld begleitet. Die bisher weitgehendst ausblieben. Man kann also gespannt sein.

Ich würde gerne fühlen, dass ich an solchen Tagen unendlich traurig bin. Aber ich bin es nicht wirklich. Bzw. ist traurig sein ein genereller Dauerzustand. Ich bin nun nicht betrübter als sonst. Auch der Besuch auf dem Friedhof gibt mir absolut nichts. Mag sicherlich gefühllos klingen? Ich weiß es nicht.

Klar vermisse ich meine Mutter. Oft sitze ich heulend wie ein kleines Kind hier und verlange nach ihr. Weiß, sie wird nie kommen. Projeziere aber auch irgendwie Erwartungen in die Geste. Was wäre wenn sie da wäre? Würde sie dann hinter mir stehen, mich beschützen, mir Mut machen, mich begleiten? Ich würde mir das so sehr wünschen. Aber an sich war das nie ihre Art.

Passenderweise ist am 10.September auch Welt-Suizid-Präventionstag.

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